Drogenmissbrauch Sucht unter Senioren nimmt zu
Immer mehr ältere Menschen sind abhängig von Alkohol und Medikamenten. Experten sind alarmiert, die Regierung verspricht Maßnahmen.
In Deutschland steigt die Zahl der alkoholkranken und medikamentenabhängigen Senioren. Schätzungsweise 400.000 der über 60-Jährigen litten unter Alkoholsucht, sagte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP).
Untersuchungen würden zudem zeigen, dass jeder siebte Pflegebedürftige, der zu Hause oder in einem Heim betreut wird, ein Alkohol- oder Medikamentenproblem habe, sagte Dyckmans gegenüber der Frankfurter Rundschau. Dies sei ein Trend, der sich fortsetze: Angesichts der immer älter werdenden Gesellschaft werde die Zahl der Betroffenen in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Dyckmans sprach von "alarmierenden Zahlen".
Nach Einschätzung der FDP-Politikerin ist vor allem der unkontrollierte Konsum von Schlaf- und Beruhigungsmitteln für ältere Menschen gefährlich. In Kombination mit Alkohol komme es zu einer Potenzierung der Wirkung und zu einer hohen Suchtgefahr.
Dykmans kündigte an, die Sucht Älterer zu einem Schwerpunkt der neuen nationalen Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik der Bundesregierung zu machen. Der neue Plan soll im kommenden Jahr vorgelegt werden. Er wird das Programm aus dem Jahr 2003 ablösen.
Nach einer Auswertung der Frankfurter Rundschau bestätigen die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum Geschehen in den Krankenhäusern die Einschätzung der Drogenbeauftragten. Demnach wurden 2010 rund 12.350 über 60-Jährige wegen einer akuten Alkoholvergiftung in einer Klinik behandelt. 2009 waren es noch fast 400 weniger.
- Datum 28.12.2011 - 10:33 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Seien wir doch mal ehrlich:
Wer schwerkrank (pflegebedürftig) und/oder alt und gebrechlich ist, der sollte doch ein Recht auf Rausch/kontrollierte Selbstbetäubung haben, oder?
Was hat ein 70jähriger mit Demenz, Krebs oder allgemeinem Verschleiß davon, auf Linderung der Dinge, die ihn quälen (psyschisch und physisch) zu verzichten?
Damit er in dem Zustand 95 wird? Ich sehe gerade an meiner totkranken, aber extrem zähen Großmutter, wie schrecklich es ist, bei vollem Bewußtsein von Psychosen, Demenz und Schmerzen in allen Gliedern Tag und Nacht gequält zu sein.
Sie hat immer Medikamente abgelehnt.
Seit dem letzten Schlaganfall (Hirnblutung, die aber von selbst zum Stillstand gekommen ist) erhält sie Medikamente, die ihr das Leid lindern.
Sorry, aber "Sucht" ist da das KLEINSTE Problem.
Nicht mehr in Würde sterben können in unserer extremversorgenden Zeit, ist dagegen ein sehr großes.
...
..was soll man dazu sagen ? Doppelherz, Vita Burlecitin, Klosterfrau Melissengeist....alles gesunde Sachen, vor allen Dingen mit jeder Menge Alkohol !
Ich habe nichts dagegen wenn sich Senioren einen schmettern oder Stumpen qualmen ! Nach einem langen Arbeitsleben und in der Warteschleife des Todes, wenn Freunde und Bekannte wegsterben und die früheren Zipperlein sich zu ausgewachsenen Beschwerden entwickeln...wenn einem soviel Gutes wird beschert, das ist schon einen Asbach Uralt wert !
Die zukünftige Rentnergeneration wird, ob der Rentenproblematik, mehr Grund zum Trinken haben !
... Kommentar! Unabhängig davon, dass ich Mal wissen möchte, wie man ermittelt hat, dass insbesondere der Alkoholge-(miss-)brauch bei alten Menschen zugenommen haben soll. Und ich bestreite Mal, dass das ein generelles Problem ist, denn: Eine Unmasse von älteren Menschen lebt in Pflegeheimen, in denen schon das Pflegepersonal gouvernantenartig darauf achtet, dass über den in Medikamenten enthaltenen Alkohol hinaus kein Alkohol zur Verfügung steht. Selbst der Konsum von Bier ist ja regelmäßig im Rahmen der allgemeinen Entmündigung alter Menschen in Pflegeheimen untersagt.
Und ansonsten gilt: In der entstehenden Sozialdiktatur dieser Gesellschaft, in dem jedem sozialadäquates Wunschverhalten nach dem Gebot der Kaste der Gesundheitspolitiker oktroyiert werden soll, kann man nur gegen das Recht auf die Alltagssucht freibestimmter Menschen kämpfen. Wer den Menschen wirklich helfen will, müsste den Alten ihre Einsamkeit nehmen, ihnen vernünftige wirtschaftliche Verhältnisse bieten, ... und dann blieben immer noch die körperlichen Gebrechen und die damit verbundene Angst vor dem Sterben. Und deswegen lasst die Alten, wenn sie denn Saufen, in Ruhe!
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..was soll man dazu sagen ? Doppelherz, Vita Burlecitin, Klosterfrau Melissengeist....alles gesunde Sachen, vor allen Dingen mit jeder Menge Alkohol !
Ich habe nichts dagegen wenn sich Senioren einen schmettern oder Stumpen qualmen ! Nach einem langen Arbeitsleben und in der Warteschleife des Todes, wenn Freunde und Bekannte wegsterben und die früheren Zipperlein sich zu ausgewachsenen Beschwerden entwickeln...wenn einem soviel Gutes wird beschert, das ist schon einen Asbach Uralt wert !
Die zukünftige Rentnergeneration wird, ob der Rentenproblematik, mehr Grund zum Trinken haben !
... Kommentar! Unabhängig davon, dass ich Mal wissen möchte, wie man ermittelt hat, dass insbesondere der Alkoholge-(miss-)brauch bei alten Menschen zugenommen haben soll. Und ich bestreite Mal, dass das ein generelles Problem ist, denn: Eine Unmasse von älteren Menschen lebt in Pflegeheimen, in denen schon das Pflegepersonal gouvernantenartig darauf achtet, dass über den in Medikamenten enthaltenen Alkohol hinaus kein Alkohol zur Verfügung steht. Selbst der Konsum von Bier ist ja regelmäßig im Rahmen der allgemeinen Entmündigung alter Menschen in Pflegeheimen untersagt.
Und ansonsten gilt: In der entstehenden Sozialdiktatur dieser Gesellschaft, in dem jedem sozialadäquates Wunschverhalten nach dem Gebot der Kaste der Gesundheitspolitiker oktroyiert werden soll, kann man nur gegen das Recht auf die Alltagssucht freibestimmter Menschen kämpfen. Wer den Menschen wirklich helfen will, müsste den Alten ihre Einsamkeit nehmen, ihnen vernünftige wirtschaftliche Verhältnisse bieten, ... und dann blieben immer noch die körperlichen Gebrechen und die damit verbundene Angst vor dem Sterben. Und deswegen lasst die Alten, wenn sie denn Saufen, in Ruhe!
Das Problem betrifft die Kriegs- und unmittelbare Nachkriegsgeneration. Was lernt uns das?
Auf die Strategie (wörtlich: Kriegsführung) von Frau Dyckmans darf man gespannt sein: Bisher ist sie vor allem durch ihre Ignoranz aufgefallen.
Da wird die Generation langsam alt, die ihr ganzes Leben zu viel Alkohol getrunken hat. Leider gibt es keine Alhoholresistenzen - es sinkt eben im Alter auch nicht die Chance abhängig von Drogen (Alkohol, Medikamente etc.) zu werden.
Denn nicht immer mehr alte Menschen werden alkoholabhängig, sondern immer mehr Alkoholabhängige werden alt. Über die Feiertage konnte ich mal wieder meine Verwandtschaft sehen, die ich nur alle paar Jahre treffe. Meine Erkenntnis: Das Problem wird sich in den nächsten 15 - 20 Jahren verstärken.
Denn nicht immer mehr alte Menschen werden alkoholabhängig, sondern immer mehr Alkoholabhängige werden alt. Über die Feiertage konnte ich mal wieder meine Verwandtschaft sehen, die ich nur alle paar Jahre treffe. Meine Erkenntnis: Das Problem wird sich in den nächsten 15 - 20 Jahren verstärken.
und fallen prompt in die "Normalitätsschiene" von wissenschaftlich-statistischen Durchschnittswerten, die man bisher nicht hatte, weil das Phänomen des hohen Alters noch relativ neu ist. Und sofort werden dann auch wieder Progrämmchen aufgelegt, die einem schon beibringen, wie man "richtig" altert. Daß die Schulgeriatrie ihren Teil zur Medikamentenabhängigkeit beigetragen hat, weil man so Symptome scheinbar "wegmachen" konnte, wird dabei unter den Tisch gekehrt: das Geschäft läuft doch auch zu gut.
Aber wer sitzt doch gleich noch mal im Gesundheitsministerium ... ?
also was schon jetzt oder bald über 70 ist.
Woeder eine Gruppe entdeclt, die man gefahrlos entmündigen und vorsichtshalber - besseres Wort "präventiv" - unter Kuratel stellen kann.
Wo kämen wir da hin, wenn die alten Leutchen täten, was sie wollten! Selbstbestimmtes Leben, wie? Selbstbestimmtes Ende, was?
Gruss an @1!
also was schon jetzt oder bald über 70 ist.
Woeder eine Gruppe entdeclt, die man gefahrlos entmündigen und vorsichtshalber - besseres Wort "präventiv" - unter Kuratel stellen kann.
Wo kämen wir da hin, wenn die alten Leutchen täten, was sie wollten! Selbstbestimmtes Leben, wie? Selbstbestimmtes Ende, was?
Gruss an @1!
Viel Schlimmer ist die Tatsache, dass Alkohol selbst unter Minderjährigen zum "cool"-sein dazu gehört. In meiner unmittelbaren Umgebung (Stadtzentrum) beobachte ich immer häufiger Studenten und sogar Schüler mit roter Nase, Fahne und einer Bierflasche in der Hand, das Saufen unterwegs ist anscheinend zum Mode-Accessoire geworden.
Das ist nicht nur hässlich und peinlich. Es wird sich in einigen Jahren schwer rächen.
Sonst:
In der Generation meiner Eltern (geboren Ende der 20er) ist der exzessive Gebrauch von Schlaf- und Beruhigungsmittel anscheinend gang und gebe.
...
also was schon jetzt oder bald über 70 ist.
Woeder eine Gruppe entdeclt, die man gefahrlos entmündigen und vorsichtshalber - besseres Wort "präventiv" - unter Kuratel stellen kann.
Wo kämen wir da hin, wenn die alten Leutchen täten, was sie wollten! Selbstbestimmtes Leben, wie? Selbstbestimmtes Ende, was?
Gruss an @1!
Denn nicht immer mehr alte Menschen werden alkoholabhängig, sondern immer mehr Alkoholabhängige werden alt. Über die Feiertage konnte ich mal wieder meine Verwandtschaft sehen, die ich nur alle paar Jahre treffe. Meine Erkenntnis: Das Problem wird sich in den nächsten 15 - 20 Jahren verstärken.
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