OECD-Studie Einkommensungleichheit in Deutschland wächst
Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst in Deutschland stärker als in anderen Industrienationen. Die Hauptursache ist laut OECD die Entwicklung der Löhne.
Die Einkommenskluft zwischen Arm und Reich ist in Deutschland in den vergangenen zwei Jahrzehnten erheblich stärker gewachsen als in den meisten anderen Industrienationen. Dies zeigt eine von der Organisation für Wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) vorgelegte Studie.
Danach verdienten die zehn Prozent der Deutschen mit den höchsten Einkommen 2008 etwa achtmal so viel wie die untersten zehn Prozent. Konkret beliefen sich ihre Nettobezüge auf durchschnittlich 57.300 Euro im Jahr, die der Geringverdiener hingegen nur auf 7.400 Euro (ohne staatliche Hilfsleistungen). Anfang der neunziger Jahre hatte das Verhältnis noch bei sechs zu eins gelegen.
Für die zunehmende Kluft ist der Studie zufolge vor allem die Entwicklung der Löhne und Gehälter verantwortlich. So hat sich die Lohnschere zwischen den Spitzeneinkommen und den untersten zehn Prozent der Vollzeitarbeitenden in den vergangenen 15 Jahren um ein Fünftel erweitert. Hinzu kommt ein starker Zuwachs von Teilzeitarbeit und Fristverträgen. Die Zahl der Teilzeitarbeiter stieg in Deutschland seit Mitte der achtziger Jahre von knapp drei auf mehr als acht Millionen. "Die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes war ein erster wichtiger Schritt. Jetzt müssen weitere zur Schaffung von Arbeitsverhältnissen mit Perspektiven und Aufstiegschancen folgen", sagte ein OECD-Arbeitsmarktexperte.
Mehr Alleinerzieher
Aber auch sozialer Wandel verstärkt laut Studie die Einkommensunterschiede zwischen armen und reichen Haushalten. Es gibt mehr Alleinerzieher- und Single-Haushalte mit entsprechend niedrigem Einkommen. Auf der anderen Seite fänden sich zugleich immer mehr Paare aus der gleichen Einkommensgruppe zusammen. Das Modell "Chefarzt heiratet Krankenschwester" sei auf dem Rückzug.
Laut Untersuchung sind die verfügbaren Haushaltseinkommen in Deutschland in den beiden Jahrzehnten vor der Finanz- und Wirtschaftskrise im Schnitt um 0,9 Prozent jährlich gestiegen. Davon profitierten vor allem die Gutverdiener, deren Einkommen im Schnitt um 1,6 Prozent stieg – während die Niedriglöhner nur einen Zuwachs von 0,1 Prozent verzeichneten.
Ähnliche Vorteile für Gutverdiener sind auch in fast allen anderen OECD-Staaten zu beobachten – wenn auch nicht ganz so ausgeprägt. Einen Abbau von Einkommensungleichheit gibt es hingegen nur in Frankreich, der Türkei und Griechenland. In letzteren beiden Staaten waren die Einkommensunterschiede zwischen Arm und Reich zuvor allerdings auch besonders groß.
"Zunehmende Ungleichheit schwächt die Wirtschaftskraft eines Landes, sie gefährdet den sozialen Zusammenhalt und schafft politische Instabilität – aber sie ist nicht unausweichlich", sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurría. Als zentrales Mittel zum Abbau von Einkommensunterschieden empfehlen die Autoren vor allem mehr Investitionen in Bildung und Weiterbildung.
- Datum 05.12.2011 - 18:09 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
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Warum kann der Lohn bei den Gutverdienenden 10 mal mehr steigen als bei den Geringverdienenden.
Wo liegen die Ursachen?
Und warum ist es gut den Arbeitsmarkt flexibler zu gestalten, wenn dann danach für Aufstiegschancen gesorgt werden muß?
Ist das logisch, gerechter, oder was soll das Ganze?
"Kapitalismus". Da geht es um das Kapital, das im Zentrum der Wirtschaft steht, und nicht die Lohnarbeit.
Oft stehen sich beide ja auch ganz klar gegenüber, nämlich wenn Profitsteigerungen durch Lohnzurückhaltung betrieben wird. Das war in Deutschland gängiges Muster in den letzten Jahrzehnten; und dadurch haben die Top-Prozent mehr Einnahmen (hauptsächlich aus Kapitalanlagen) und die abhängig Beschäftigten, die das ganze erarbeiten, gehen jährlich mit einem Minus nach Hause (inflationsbereinigt). Und das witzigste ist ja, dass bei den Sozialabgaben auch noch die Kapitalgewinne bessergestellt sind als Löhne, die viel höhere Steuern und Sozialabgaben abführen müssen für die, die im Zuge der Flexibilisierung ihre Arbeit verloren haben...
Schade ist nur, dass selbst die Studien, die uns diese Veralberung der Arbeiter belegen könnten, entschärft sind, indem sie die Kategorien so wählen, dass die Zahlen nicht ganz so dramatisch aussehen. Ich meine, die Top-10%... was ist denn das für eine ultraheterogene Gruppe? Da steckt vom Ingenieur bis zum Millioneneigner von Aktiengesellschaften alles mit drin.
Ich möchte bitte Zahlen, die in Lohn- und Kapitalgewinne unterteilen; und das etwas detaillierter, und mit einem Vergleich von Einnahmeentwicklung und Abgabenentwicklung. Dann gingen hier einigen die Augen auf.
Paul Krugman hat einen guten Anfang gemacht:
http://www.nytimes.com/20...
Die Wahrheit ist noch viel infamer.
Es scheint tatsächlich paradox zu sein. Das verhältnis der einkommen zwischen obersten und untersten dezil hat sich von 1:6 auf 1:8 vergrößert. Trotzdem ist der Gini-koeffizient praktisch konstant geblieben.
Wie passt das zusammen?
Die OECD gibt die antwort gleich mit: Es arbeiten heute viel mehr menschen in teilzeit als früher (20% im gegenstatz zu 11% wenn ich richtig erinnere).
Insbesondere nehmen aber heute mehr menschen an der arbeitswelt teil als noch früher. Hausfrauen die früher gar nicht gearbeitet hätten gehen heute in teilzeit etwas hinzuverdienen, und tauchen so überhaupt erst in der statistik auf und füllen die unteren kohorte. Dadurch entsteht der eindruck, das untere dezil würde einkommensmäßig auf der stelle treten. Es sind aber nicht heute die gleichen personen wie früher im untersten dezil. Ganz krasses beispiel, der student mit dem hiwi-job, der heute ingenieur ist.
"Kapitalismus". Da geht es um das Kapital, das im Zentrum der Wirtschaft steht, und nicht die Lohnarbeit.
Oft stehen sich beide ja auch ganz klar gegenüber, nämlich wenn Profitsteigerungen durch Lohnzurückhaltung betrieben wird. Das war in Deutschland gängiges Muster in den letzten Jahrzehnten; und dadurch haben die Top-Prozent mehr Einnahmen (hauptsächlich aus Kapitalanlagen) und die abhängig Beschäftigten, die das ganze erarbeiten, gehen jährlich mit einem Minus nach Hause (inflationsbereinigt). Und das witzigste ist ja, dass bei den Sozialabgaben auch noch die Kapitalgewinne bessergestellt sind als Löhne, die viel höhere Steuern und Sozialabgaben abführen müssen für die, die im Zuge der Flexibilisierung ihre Arbeit verloren haben...
Schade ist nur, dass selbst die Studien, die uns diese Veralberung der Arbeiter belegen könnten, entschärft sind, indem sie die Kategorien so wählen, dass die Zahlen nicht ganz so dramatisch aussehen. Ich meine, die Top-10%... was ist denn das für eine ultraheterogene Gruppe? Da steckt vom Ingenieur bis zum Millioneneigner von Aktiengesellschaften alles mit drin.
Ich möchte bitte Zahlen, die in Lohn- und Kapitalgewinne unterteilen; und das etwas detaillierter, und mit einem Vergleich von Einnahmeentwicklung und Abgabenentwicklung. Dann gingen hier einigen die Augen auf.
Paul Krugman hat einen guten Anfang gemacht:
http://www.nytimes.com/20...
Die Wahrheit ist noch viel infamer.
Es scheint tatsächlich paradox zu sein. Das verhältnis der einkommen zwischen obersten und untersten dezil hat sich von 1:6 auf 1:8 vergrößert. Trotzdem ist der Gini-koeffizient praktisch konstant geblieben.
Wie passt das zusammen?
Die OECD gibt die antwort gleich mit: Es arbeiten heute viel mehr menschen in teilzeit als früher (20% im gegenstatz zu 11% wenn ich richtig erinnere).
Insbesondere nehmen aber heute mehr menschen an der arbeitswelt teil als noch früher. Hausfrauen die früher gar nicht gearbeitet hätten gehen heute in teilzeit etwas hinzuverdienen, und tauchen so überhaupt erst in der statistik auf und füllen die unteren kohorte. Dadurch entsteht der eindruck, das untere dezil würde einkommensmäßig auf der stelle treten. Es sind aber nicht heute die gleichen personen wie früher im untersten dezil. Ganz krasses beispiel, der student mit dem hiwi-job, der heute ingenieur ist.
...die den Bewohnern in D mangelnde Konsumbereitschaft vorwerfen - den OECD Artikel.
Bin gerne bereit diesen zu übersetzen - für unsere Politiker!
Letztes Satz Ironie - aufgemerkt.
Bildung - das bringt doch nach Meinung der Wortgeber der Politischen Klasse Menschen nur auf "dumme Gedanken" und führt direkt in den Sozialismus-Kommunismus. Nicht umsonst hat Angela Merkel einen der letzten "Bildungsgipfel" im "Tal der Ahnungslosen" veranstaltet.
Bildung - das bringt doch nach Meinung der Wortgeber der Politischen Klasse Menschen nur auf "dumme Gedanken" und führt direkt in den Sozialismus-Kommunismus. Nicht umsonst hat Angela Merkel einen der letzten "Bildungsgipfel" im "Tal der Ahnungslosen" veranstaltet.
fällt meistens durchs Raster. Dabei sind hier in einigen Branchen in den letzten 10 Jahren dramatische Einbußen zu verzeichnen. Während Angestellte doch immer wieder Lohnzuwächse erhalten oder zumindest einen Inflationsausgleich wurde hier mit dem Argument der Globalisierung eine ungeheure Preisspirale nach unten in Gang gesetzt. Für diese Gruppe scheint sich niemand zu interessieren.
Moittelstand und selbständige unternehmer? Seit ebd´dne r der 1970iger nicht mehr geschätzt und spätestens der "Genosse der Bosse setzte auf Konzerne und die Grünen akzeptierten ihn gerade noch bei den erneuerbaren Energien Bioläden und befreundeten Strukturvertrieben.
Das Anlehnen an die Konzerne und die Unternehmer der Erneuerbaren versprach einfach mehr regelmässige Staatseinnahmen und Bioläden Ansehen.
Angeblich sollte ja die Beschränkung der freien Mitabeit vor Ausbeutung schützen. Aber was wegnehmen, um zu schützen ist eigentlich eine Methode, die man bei Kindern anwendet.
Bei Minijobs fiel immerhin noch regelmässig was für Staat und Sozialkassen an. Deswegen wurde die Arbeitszeit da ja auch ausgeweitet.
Nach einer Frist: Voller Krankenkassenbeitrag, Schonvermögen wie bei Hartz IV gibts nicht, also Ermässigung erst bei Armut. Freiwilliger Rentenversicherungsbeitrag voller Höhe Dann komt man eben auf den Abgabensatz von knapp 42%, € 1.000 als Masstab, jeden Monat wohlgemerkt. Sollte man stolz drauf sein. Entspricht dem Spitzensteuersatz. Da kann man aber nichts reduzieren oder sich arm rechnen.
Frau v.d.L. wollte sich vor kurzem noch drum kümmern. Aber bis jetzt hat sie nur den Existenzgründerzuschuss gestrichen. Besser HartzIV. Da ist man geschützt vor dem in Deutschland eh nie sonderlich geschätzten "Klinkenputzen".
Moittelstand und selbständige unternehmer? Seit ebd´dne r der 1970iger nicht mehr geschätzt und spätestens der "Genosse der Bosse setzte auf Konzerne und die Grünen akzeptierten ihn gerade noch bei den erneuerbaren Energien Bioläden und befreundeten Strukturvertrieben.
Das Anlehnen an die Konzerne und die Unternehmer der Erneuerbaren versprach einfach mehr regelmässige Staatseinnahmen und Bioläden Ansehen.
Angeblich sollte ja die Beschränkung der freien Mitabeit vor Ausbeutung schützen. Aber was wegnehmen, um zu schützen ist eigentlich eine Methode, die man bei Kindern anwendet.
Bei Minijobs fiel immerhin noch regelmässig was für Staat und Sozialkassen an. Deswegen wurde die Arbeitszeit da ja auch ausgeweitet.
Nach einer Frist: Voller Krankenkassenbeitrag, Schonvermögen wie bei Hartz IV gibts nicht, also Ermässigung erst bei Armut. Freiwilliger Rentenversicherungsbeitrag voller Höhe Dann komt man eben auf den Abgabensatz von knapp 42%, € 1.000 als Masstab, jeden Monat wohlgemerkt. Sollte man stolz drauf sein. Entspricht dem Spitzensteuersatz. Da kann man aber nichts reduzieren oder sich arm rechnen.
Frau v.d.L. wollte sich vor kurzem noch drum kümmern. Aber bis jetzt hat sie nur den Existenzgründerzuschuss gestrichen. Besser HartzIV. Da ist man geschützt vor dem in Deutschland eh nie sonderlich geschätzten "Klinkenputzen".
Auch bei der OECD-Studie. Die Gutverdienenden arbeiten durchschnittlich 2,5-mal so lange, wie die Niedrigverdiener. Das berücksichtigt, ist es nur noch ein Verhältnis von 3:1, z.B. vom ungelernten Nachtwächter zum promovierten Ingenieur.
Die Studie sagt auch, dass ca. 30% an Ungleichheit durch Steuern und Sozialtransfers beseitigt werden. Und die finanziellen und materiellen Sozialleistungen sind bei 3:1 noch nicht berücksichtigt, die kommen bei den Niedrigverdienern noch dazu.
auf den Niedriglohnbereich rumhacken oder Sozialneid rauslassen, schließlich stellt für mich die Notwendigkeit der staatlichen Bezuschussung von NiedrigSTlöhnen eine Art Lohndumpingsubvention dar... Jeder soll von seiner Arbeit leben können!
Jedoch fällt mir in meinem Bekanntenkreis auch auf, dass die jungen Ingenieure entweder 60 Stunden die Woche arbeiten (oft schreibt man aus gesetzlichen Gründen auch nicht mehr auf) oder eben gar keine mehr, falls man zwischen den befristeten Verträgen vorrübergehend arbeitslos ist (und es dann mit 50+ wohl auch irgendwann bleibt).
Hinzu sollten Sie noch den wesentlich längeren Ausbildungsweg zählen.
Aber tun sie das freiwillig? Während die Bundesmutti einen Arbeitslosen-"Rekord" nach dem nächsten feiert, steigen Mini-Jobs, Zeitarbeit und befristete Dienstverhältnisse immer weiter und weiter...
Ich habe mir den Artikel nicht vorlesen lassen - das kriege ich gerade noch hin.
Immer wieder schön oder doch entlarvend? zu lesen, wie die Niedrigverdiener herhalten müssen.
Definieren Sie doch mal bitte den Begriff! Zählt dazu die Krankenschwester mit 40 Überstunden, der Polizist mit 80 Überstunden, der Absolvent eines Studiums mit Praktikaangebot, der wissenschaftliche MA an der Uni, Abschluss 1,2 mit 60 Überstunden oder der Assistenzarzt mit 50 Überstunden?
Die oberen 10 Prozent schultern den Großteil des EINKOMMENS, die unteren 25 Prozent arbeiten für Kost und Logis! 75 Prozent der Einkommensbezieher arbeiten für die Einkommen der oberen 25 Prozent mit! Je weniger diese 75 Prozent der Deutschen Leistungsträger für Ihre Arbeit bekommen, desto mehr Gewinn bleibt für die leistungslose Vergütung der oberen 25 Prozent, die sich dann über eine prozentual vergrößernde Steuerlast beschwert.
Wenn Sie 2,5 mal länger arbeiten als ein Nachtwächter,
dann arbeiten Ackermann,Winterkorn,Obermann usw.
sicherlich 10 mal so lange wie sie. DEr Tag hat aber
nur 24 Stunden.
auf den Niedriglohnbereich rumhacken oder Sozialneid rauslassen, schließlich stellt für mich die Notwendigkeit der staatlichen Bezuschussung von NiedrigSTlöhnen eine Art Lohndumpingsubvention dar... Jeder soll von seiner Arbeit leben können!
Jedoch fällt mir in meinem Bekanntenkreis auch auf, dass die jungen Ingenieure entweder 60 Stunden die Woche arbeiten (oft schreibt man aus gesetzlichen Gründen auch nicht mehr auf) oder eben gar keine mehr, falls man zwischen den befristeten Verträgen vorrübergehend arbeitslos ist (und es dann mit 50+ wohl auch irgendwann bleibt).
Hinzu sollten Sie noch den wesentlich längeren Ausbildungsweg zählen.
Aber tun sie das freiwillig? Während die Bundesmutti einen Arbeitslosen-"Rekord" nach dem nächsten feiert, steigen Mini-Jobs, Zeitarbeit und befristete Dienstverhältnisse immer weiter und weiter...
Ich habe mir den Artikel nicht vorlesen lassen - das kriege ich gerade noch hin.
Immer wieder schön oder doch entlarvend? zu lesen, wie die Niedrigverdiener herhalten müssen.
Definieren Sie doch mal bitte den Begriff! Zählt dazu die Krankenschwester mit 40 Überstunden, der Polizist mit 80 Überstunden, der Absolvent eines Studiums mit Praktikaangebot, der wissenschaftliche MA an der Uni, Abschluss 1,2 mit 60 Überstunden oder der Assistenzarzt mit 50 Überstunden?
Die oberen 10 Prozent schultern den Großteil des EINKOMMENS, die unteren 25 Prozent arbeiten für Kost und Logis! 75 Prozent der Einkommensbezieher arbeiten für die Einkommen der oberen 25 Prozent mit! Je weniger diese 75 Prozent der Deutschen Leistungsträger für Ihre Arbeit bekommen, desto mehr Gewinn bleibt für die leistungslose Vergütung der oberen 25 Prozent, die sich dann über eine prozentual vergrößernde Steuerlast beschwert.
Wenn Sie 2,5 mal länger arbeiten als ein Nachtwächter,
dann arbeiten Ackermann,Winterkorn,Obermann usw.
sicherlich 10 mal so lange wie sie. DEr Tag hat aber
nur 24 Stunden.
"Anfang der neunziger Jahre hatte das Verhältnis noch bei sechs zu eins gelegen."
Die Veränderung ist nicht zuletzt damit zu begründen, daß zu Beginn der neunziger Jahre eine verstärkte Automatisierung in den Industriebetrieben einsetzte. Anlern/ Hilfsarbeiten wurden von Automaten übernommen. Der qualifizierte Mitarbeiter ist gefragt. Der nicht qualifizierte fällt hinten runter und muß nehmen was kommt, zu teilweise, zugegeben, menschenunwürdigen Bedingungen.
"Kapitalismus". Da geht es um das Kapital, das im Zentrum der Wirtschaft steht, und nicht die Lohnarbeit.
Oft stehen sich beide ja auch ganz klar gegenüber, nämlich wenn Profitsteigerungen durch Lohnzurückhaltung betrieben wird. Das war in Deutschland gängiges Muster in den letzten Jahrzehnten; und dadurch haben die Top-Prozent mehr Einnahmen (hauptsächlich aus Kapitalanlagen) und die abhängig Beschäftigten, die das ganze erarbeiten, gehen jährlich mit einem Minus nach Hause (inflationsbereinigt). Und das witzigste ist ja, dass bei den Sozialabgaben auch noch die Kapitalgewinne bessergestellt sind als Löhne, die viel höhere Steuern und Sozialabgaben abführen müssen für die, die im Zuge der Flexibilisierung ihre Arbeit verloren haben...
Schade ist nur, dass selbst die Studien, die uns diese Veralberung der Arbeiter belegen könnten, entschärft sind, indem sie die Kategorien so wählen, dass die Zahlen nicht ganz so dramatisch aussehen. Ich meine, die Top-10%... was ist denn das für eine ultraheterogene Gruppe? Da steckt vom Ingenieur bis zum Millioneneigner von Aktiengesellschaften alles mit drin.
Ich möchte bitte Zahlen, die in Lohn- und Kapitalgewinne unterteilen; und das etwas detaillierter, und mit einem Vergleich von Einnahmeentwicklung und Abgabenentwicklung. Dann gingen hier einigen die Augen auf.
Paul Krugman hat einen guten Anfang gemacht:
http://www.nytimes.com/20...
Die Wahrheit ist noch viel infamer.
... das die abnehmende Qualifikation am unteren Ende der Qualifikationen dazu führte, dass sich die Einkommen so auseinander entwickeln.
...wieder einmal genauso falsch liegen, wie bei seinem Gen, dass Dummheit vererbt, seiner Berechnung zur Immigrationsbilanz, und überhaupt allen brisanten Punkten, wo er letztlich nur aufgeblähte Absätze triefender Menschenherabwürdigung teuer verkauft hat.
Ich frage mich, wieso dieser Name immer noch im Forum aufkommt.
...wieder einmal genauso falsch liegen, wie bei seinem Gen, dass Dummheit vererbt, seiner Berechnung zur Immigrationsbilanz, und überhaupt allen brisanten Punkten, wo er letztlich nur aufgeblähte Absätze triefender Menschenherabwürdigung teuer verkauft hat.
Ich frage mich, wieso dieser Name immer noch im Forum aufkommt.
...wieder einmal genauso falsch liegen, wie bei seinem Gen, dass Dummheit vererbt, seiner Berechnung zur Immigrationsbilanz, und überhaupt allen brisanten Punkten, wo er letztlich nur aufgeblähte Absätze triefender Menschenherabwürdigung teuer verkauft hat.
Ich frage mich, wieso dieser Name immer noch im Forum aufkommt.
aber ich kann bis auf einige Übertreibungen auch viel Richtiges bei ihm finden, und dass intelligente aufgeklärte Menschen unseres Jahrhunderts die Vererbungslehre und die Bedeutung der Gene zur Kenntnis nehmen müssen sollten uns spätestens bei medizinischen Gegebenheiten wie z.B. Erbkrankheiten wieder bewusst sein. Sicher erklärt die Epigenetik auch einiges, und sicher hat Sarrazin als Nichtnaturwissenschaftler nicht alles korrekt formuliert und manches inzwischen auch revidiert. Das schmälert den Wert seines Buches aber nicht, das auf Probleme aufmerksam macht, die aus ideologischen Gründen zum Tabu erhoben wurden, und daher rührt auch sein Bucherfolg. Wer aber die Unterschiedlichkeit von Menschen nicht anerkennen will, auch was die Leistungsfähigkeit anbelangt, landet schnell wieder im Totalitarismus und in der Armut, nicht im Reichtum, wie alle Sozialismusexperimente bisher gezeigt haben, denn unsere Leistungsträger und -erbringer sind nun mal überwiegend bei den 10% der Gutverdiener zu finden, und soziale Ausgleichsleistungen nivellieren ohnehin einiges. Ein vereinfachtes Steuersystem, z.B. wie von Paul Kirchhof vorgeschlagen, würde sich im Sinne von mehr Übersichtlichkeit, allgemeinem Wohlstand und Gerechtigkeit auswirken und ungerechtfertigte Bereicherungen erschweren.
aber ich kann bis auf einige Übertreibungen auch viel Richtiges bei ihm finden, und dass intelligente aufgeklärte Menschen unseres Jahrhunderts die Vererbungslehre und die Bedeutung der Gene zur Kenntnis nehmen müssen sollten uns spätestens bei medizinischen Gegebenheiten wie z.B. Erbkrankheiten wieder bewusst sein. Sicher erklärt die Epigenetik auch einiges, und sicher hat Sarrazin als Nichtnaturwissenschaftler nicht alles korrekt formuliert und manches inzwischen auch revidiert. Das schmälert den Wert seines Buches aber nicht, das auf Probleme aufmerksam macht, die aus ideologischen Gründen zum Tabu erhoben wurden, und daher rührt auch sein Bucherfolg. Wer aber die Unterschiedlichkeit von Menschen nicht anerkennen will, auch was die Leistungsfähigkeit anbelangt, landet schnell wieder im Totalitarismus und in der Armut, nicht im Reichtum, wie alle Sozialismusexperimente bisher gezeigt haben, denn unsere Leistungsträger und -erbringer sind nun mal überwiegend bei den 10% der Gutverdiener zu finden, und soziale Ausgleichsleistungen nivellieren ohnehin einiges. Ein vereinfachtes Steuersystem, z.B. wie von Paul Kirchhof vorgeschlagen, würde sich im Sinne von mehr Übersichtlichkeit, allgemeinem Wohlstand und Gerechtigkeit auswirken und ungerechtfertigte Bereicherungen erschweren.
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