"Costa Concordia"Taucher beenden Suche nach Vermissten

Aus Sicherheitsgründen hat die italienische Feuerwehr die Suche nach Vermissten im Wrack der "Costa Concordia" beendet. Noch werden 15 Menschen vermisst. von afp, dpa und reuters

Knapp drei Wochen nach dem Schiffsunglück ist die Suchaktion nach Vermissten im Wrack der Costa Concordia offiziell beendet worden. Grund dafür sei die Sicherheit der Taucher, die am halb untergegangenen Teil des Schiffes arbeiten, sagte ein Sprecher der italienischen Feuerwehr. 

Die Suche im oberhalb des Wassers liegenden Teil soll aber fortgesetzt werden. Auch der Meeresgrund soll auf einem Gebiet von 18 Quadratkilometern mit untersucht werden.

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In den vergangenen Tagen hatten die Taucher ihre Suche wegen hohen Wellengangs und kleiner Bewegungen des Schiffs immer wieder unterbrechen müssen. Die Arbeit im Inneren des Wracks war ohnehin extrem schwierig, weil herumschwimmende Möbel die Taucher behinderten und trübes Wasser ihre Sicht einschränkte.

Zudem war jeder Tauchgang auf 50 Minuten begrenzt, tief ins Innere des Wracks konnten die Taucher daher nicht vordringen. Es bestand außerdem die Gefahr, dass die Taucher nicht mehr aus dem Wrack herauskommen könnten.

Seit dem Unglück am 13. Januar wurden 17 Leichen geborgen, darunter sechs deutsche Tote. 15 Menschen werden noch vermisst, sechs Personen aus Deutschland.

Das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia war mit etwa 4.200 Menschen an Bord vor der toskanischen Insel Giglio auf einen Felsen aufgelaufen und gekentert. Die vollständige Bergung des Schiffswracks kann bis zu zehn Monate dauern. Der Kapitän Francesco Schettino sitzt in Untersuchungshaft .

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    • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, Reuters
    • Schlagworte Costa Concordia | Feuerwehr | Möbel | Schiff | Untersuchungshaft | Wasser
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