Expertenbericht Jeder fünfte Deutsche ist latent antisemitisch

Experten haben die Verbreitung von Antisemitismus in Deutschland untersucht. Bis in die Mitte der Gesellschaft gibt es demnach eine Gewöhnung an Judenfeindlichkeit.

Ein Rabbiner am Brandenburger Tor in Berlin während der Feiern zum jüdischen Chanukka-Fest im Dezember

Ein Rabbiner am Brandenburger Tor in Berlin während der Feiern zum jüdischen Chanukka-Fest im Dezember

Judenfeindliche Einstellungen sind einem Expertenbericht zufolge in "erheblichem Umfang" in der deutschen Gesellschaft verankert. Antisemitismus sei auch jenseits der rechtsextremen und islamistischen Milieus zu beobachten: Bei etwa einem Fünftel der Bevölkerung gebe es einen latenten Antisemitismus. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht, den ein unabhängiges Expertengremium zum ersten Mal im Auftrag des Bundestages erstellt hat. Die Wissenschaftler forderten die Politik auf, entschlossen Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Es gebe mittlerweile eine "bis weit in die Mitte der Gesellschaft verbreitete Gewöhnung an alltägliche judenfeindliche Tiraden und Praktiken", heißt es in dem Bericht. Diese Ansichten und Taten basierten auf weit verbreiteten Vorurteilen, tief verwurzelten Klischees und auch auf schlichtem Unwissen über Juden und das Judentum.

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Vor allem von Rechtsextremisten werde Antisemitismus verbreitet – er sei dort ein bedeutendes ideologisches Bindeglied. "Das wird insbesondere durch die Tatsache unterstrichen, dass mehr als 90 Prozent der antisemitischen Straftaten von Tätern begangen werden, die diesem Spektrum zuzuordnen sind", sagte der Wissenschaftler Peter Longerich.

Judenhass auf dem Fußballplatz

Das Internet spielt den Experten zufolge bei der Verbreitung von Antisemitismus eine besondere Rolle. Rechtsextreme, Holocaust-Leugner und extremistische Islamisten nutzten das Netz mit großer Selbstverständlichkeit als Plattform für ihre Propaganda. Ein anderes Beispiel sei der Sport: Auf deutschen Fußballplätzen seien rassistische, rechtsextreme und antisemitische Parolen weiterhin an der Tagesordnung. Betroffen seien etwa jüdische Fußballvereine. Sätze wie "Juden gehören in die Gaskammer", "Auschwitz ist wieder da" und "Synagogen müssen brennen" seien bei Wettkämpfen in der Regionalliga keine Seltenheit. In Schulen gehöre das Schimpfwort "Jude" vielerorts schon fast zum Allgemeingut.

Die Experten kritisierten, dass eine umfassende Strategie zur Bekämpfung des Antisemitismus in Deutschland nicht existiere. Dieser lasse sich aber nur langfristig und mit nachhaltigen Maßnahmen angehen. Die bisherigen Projekte liefen uneinheitlich und unkoordiniert. "Sie gehen von unterschiedlichen Vorstellungen aus, was unter Antisemitismus zu verstehen ist und wie er zu bekämpfen ist", sagte die Wissenschaftlerin Juliane Wetzel. Ein großes Problem sei, dass viele Projekte nur zeitlich befristete staatliche Förderungen erhielten.

Antisemitismus in Europa weit verbreitet

Insgesamt nehme Deutschland bei der Verbreitung antisemitischer Einstellung unter der Bevölkerung im europaweiten Vergleich einen Mittelplatz ein. Zum Teil extrem hohe Antisemitismus-Werte gebe es in Polen, Ungarn und Portugal.

Nach einem entsprechenden Bundestagsbeschluss im Jahr 2008 zum 70. Jahrestag der November-Pogromnacht hatte der Bundestag 2009 den Expertenkreis eingesetzt, um verstärkt gegen Antisemitismus vorzugehen. Für ihren ersten Bericht werteten die Wissenschaftler unterschiedliche Untersuchungen aus, die auf Meinungsumfragen basieren.
 

 
Leser-Kommentare
  1. "Beispiel sei der Sport: Auf deutschen Fußballplätzen seien rassistische, rechtsextreme und antisemitische Parolen weiterhin an der Tagesordnung."

    wenn in Fußballstadien solche Parolen erschallen sollten per Gesetz die Veranstalter verpflichtet werden das Spiel zu unterbrechen

    und über die Anzeigetafeln ein Bericht über das Leben und Sterben in Auschwitz speziell über Experimente an Kindern unter Leitung von Mengele zu zeigen

    und nach Bildern der zertrümmerten deutschen Städte kann das Spiel dann weiter geführt werden.

    Somit wäre gewährleistet das solche Aufklärungsfilme genau diejenigen erreicht die sie erreichen sollen.

    das wäre doch ein guter Kompromiss zum generellen Verbot dieses die Aggressivität anheizenden Sports.

    49 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Entfernt, kein konstruktiver Debattenbeitrag. Die Redaktion/sh

    "und über die Anzeigetafeln ein Bericht über das Leben und Sterben in Auschwitz speziell über Experimente an Kindern unter Leitung von Mengele zu zeigen"

    Die die entsprechend Clientel vermutlich sowieso leugnet.

    "und nach Bildern der zertrümmerten deutschen Städte kann das Spiel dann weiter geführt werden."

    Ja Bilder von zertrümmerten deutschen Städte werden die deutsch-Nationalen sicher beruhigen. Und was bringst du, wenn in rassistischer Weise Farbige belästigt werden?

    "Somit wäre gewährleistet das solche Aufklärungsfilme genau diejenigen erreicht die sie erreichen sollen."

    Und es wird genau den gleichen Effekt haben wie schon in der Schule: die die du erreichen willst, ignorieren es. Einseitige Beschallung von oben, wenn man selbst eine andere Meinung hat, wird stets als Propaganda empfunden und ausgeblendet.

    "das wäre doch ein guter Kompromiss zum generellen Verbot dieses die Aggressivität anheizenden Sports."

    Offenbar magst du Fußball nicht, vielleicht solltest du hinnehmen, dass er für andere das Leben ausmacht und zum guten Teil eine Möglichkeit zum abreagieren bietet.

    sollen da auch die Bilder napalmverbrannter vietnamesischer Kinder eingeblendet werden ?
    Oder wäre das unhöflich?

    Die Sprechchöre der Radaubrüder bei Fußballspielen mögen unappetitlich bis unzumutbar sein, mit den Verbrechen während des 2. Weltkrieges haben sie definitiv nichts zu tun.

    ich glaube nicht das sie wirklich umsetzbar ist. Vor allem fürchte ich, man würde das Gegenteil dessen erreichen, was man erreichen möchte. Leider sind Nazis und Rechtsradikale nicht so einfach zu sensibilisieren. Ihr ganzes Gedankengebilde basiert auf Macht, Kraft, Strafe. Deshalb hat nur eine starke Polizei und mächtige Gerichte gegen sie eine Chance. Die Gesellschaft muss endlich Farbe bekennen, wo sie steht. Sie muss gegen Rechtsradikalismus ankämpfen. Und man muss unbedingt jeden Verstoss gegen Gesetze was Gewaltverherrlichung usw. betrifft verfolgen und bestrafen und zwar mit spürbaren, empfindlichen Strafen. Leider sind das Menschen die keine andere Sprache verstehen als die Sprache der Macht. Und so lange diese Macht sich nicht gegen sie stellt, wird sie verlacht und verhöhnt. So lange die deutsche Politik und vor allem die deutsche Regierung nicht klare Stellung bezieht und die Bekämpfung von Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit, Rassenhass, Hass auf Andersdenkende, Homosexuelle usw. zu einer wichtigen, wenn nicht sogar der wichtigsten Aufgabe des gesellschaftlichen Kampfes zu machen, so lange werden wir als einige wenige versuchen dagegen zu halten.

    Entfernt, kein konstruktiver Debattenbeitrag. Die Redaktion/sh

    "und über die Anzeigetafeln ein Bericht über das Leben und Sterben in Auschwitz speziell über Experimente an Kindern unter Leitung von Mengele zu zeigen"

    Die die entsprechend Clientel vermutlich sowieso leugnet.

    "und nach Bildern der zertrümmerten deutschen Städte kann das Spiel dann weiter geführt werden."

    Ja Bilder von zertrümmerten deutschen Städte werden die deutsch-Nationalen sicher beruhigen. Und was bringst du, wenn in rassistischer Weise Farbige belästigt werden?

    "Somit wäre gewährleistet das solche Aufklärungsfilme genau diejenigen erreicht die sie erreichen sollen."

    Und es wird genau den gleichen Effekt haben wie schon in der Schule: die die du erreichen willst, ignorieren es. Einseitige Beschallung von oben, wenn man selbst eine andere Meinung hat, wird stets als Propaganda empfunden und ausgeblendet.

    "das wäre doch ein guter Kompromiss zum generellen Verbot dieses die Aggressivität anheizenden Sports."

    Offenbar magst du Fußball nicht, vielleicht solltest du hinnehmen, dass er für andere das Leben ausmacht und zum guten Teil eine Möglichkeit zum abreagieren bietet.

    sollen da auch die Bilder napalmverbrannter vietnamesischer Kinder eingeblendet werden ?
    Oder wäre das unhöflich?

    Die Sprechchöre der Radaubrüder bei Fußballspielen mögen unappetitlich bis unzumutbar sein, mit den Verbrechen während des 2. Weltkrieges haben sie definitiv nichts zu tun.

    ich glaube nicht das sie wirklich umsetzbar ist. Vor allem fürchte ich, man würde das Gegenteil dessen erreichen, was man erreichen möchte. Leider sind Nazis und Rechtsradikale nicht so einfach zu sensibilisieren. Ihr ganzes Gedankengebilde basiert auf Macht, Kraft, Strafe. Deshalb hat nur eine starke Polizei und mächtige Gerichte gegen sie eine Chance. Die Gesellschaft muss endlich Farbe bekennen, wo sie steht. Sie muss gegen Rechtsradikalismus ankämpfen. Und man muss unbedingt jeden Verstoss gegen Gesetze was Gewaltverherrlichung usw. betrifft verfolgen und bestrafen und zwar mit spürbaren, empfindlichen Strafen. Leider sind das Menschen die keine andere Sprache verstehen als die Sprache der Macht. Und so lange diese Macht sich nicht gegen sie stellt, wird sie verlacht und verhöhnt. So lange die deutsche Politik und vor allem die deutsche Regierung nicht klare Stellung bezieht und die Bekämpfung von Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit, Rassenhass, Hass auf Andersdenkende, Homosexuelle usw. zu einer wichtigen, wenn nicht sogar der wichtigsten Aufgabe des gesellschaftlichen Kampfes zu machen, so lange werden wir als einige wenige versuchen dagegen zu halten.

  2. Mich stimmt das Resultat diser Untersuchung sehr traurig. Allerdings sollte es einen nicht verwundern, wenn man die tagtägliche Xenophobie in unserer Gesellschaft beobachtet. Die Diskriminierung von vermeintlichen Randgruppen und Minderheiten oder einfach von Menschen die anders sind, ist leider ein alltägliches Phänomen. Sei es die "Schwuchtel", der "Kanacke" oder das "Polackenvolk".

    25 Leser-Empfehlungen
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    Entfernt, nicht zum Thema des Artikels. Die Redaktion/sh

    Entfernt. Bitte diskuiteren Sie ausschließlich das Artikelthema. Danke. Die Redaktion/vn

    Entfernt, nicht zum Thema des Artikels. Die Redaktion/sh

    Entfernt. Bitte diskuiteren Sie ausschließlich das Artikelthema. Danke. Die Redaktion/vn

  3. > Bis in die Mitte der Gesellschaft gibt es
    > demnach eine Gewöhnung an Judenfeindlichkeit.

    Liebe Zeit-Redaktion,

    bei einem so sensiblen Thema lohnt es sich, sehr präzise zu formulieren. Und hier wäre die Frage: Was heißt Gewöhnung?

    Jeder ist daran gewöhnt, dass jeder Mörder (logischerweise) mindestens einen Mord begeht, bevor man ihn einsperrt. Und dass man Morde in einem Rechtsstaat zwar bestrafen aber kaum verhindern kann. Das heißt aber nicht, dass Mord in diesem Land geduldet oder unterstützt wird.

    Was ist dann genau gemeint. Ist die Bevölkerung an Antisemitismus "gewöhnt" wie beim Beispiel des Mordes. Wird Antisemitismus passiv geduldet und wenn ja, duldet man dumme Sprüche in Abwesenheit der Betroffenen oder Gewaltkriminalität?
    Oder wird sie unterstützt im Sinne einer Beteiligung?

    Für mein Verständnis der Fakten macht das einen Unterschied. Ich freue mich über weitere Aufklärung.

    Gruß

    Beranor

    61 Leser-Empfehlungen
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    "Judenfeindliche Einstellungen sind einem Expertenbericht zufolge in "erheblichem Umfang" in der deutschen Gesellschaft verankert."
    Was ist das für ein Journalimus, der solche pauschalen Aussagen in den Raum stellt? Ist z.B. eine kritische Haltung gegenüber Israel auch schon als antisemitisch oder judenfeindlich einzuordnen?

    > Ist z.B. eine kritische Haltung gegenüber Israel
    > auch schon als antisemitisch oder judenfeindlich
    > einzuordnen?

    Es gibt in Israel eine Menge Moslems, viele säkulare Menschen und angeblich auf ein paar Menschen mit jüdischer Religion. Die "Palästinenser" sind ebenfalls eine bunt zusammengewürfelte Gruppe.

    Es gibt auf israelischer und palästinensischer Seite jeweils Menschen, die täglich und teilweise gemeinsam für einen friedlichen Ausgleich arbeiten. Und es gibt leider genug auf beiden Seiten, die ein Interesse an der Fortsetzung des Konfliktes haben.

    Als Faustregel für Israel-Diskussionen würde ich deshalb folgendes vorschlagen:

    Wer individuelle Personen (z.B. den Ministerpräsidenten Israels) aufgrund individuellen Entscheidungen (z.B. seiner Politik) kritisiert, ist ein Demokrat. Und er wird in Israel normalerweise viele Juden finden, die die gleiche Meinung vertreten.

    Wer Völker (z.B. die Israelis) oder Religionsgruppen (z.B. die Juden) kritisiert, ist eher ein Rassist. Denn dann geschehen Argumentations-Unfälle wie:

    "Die Deutschen sind an Auschwitz schuld, Du bist ein Deutscher folglich bist Du an Auschwitz schuld."

    Das ist bei den nach 1945 Geborenen ganz klar Unsinn.

    Aus dem gleichen Grund ist es aber Unsinn, von "den Juden" oder "den Israelis" zu reden.

    Außerdem sollte man Juden (Religionsgruppe) und Israelis (Staatsvolk) nicht verwechseln. Es sind NICHT die gleichen Personengruppen (nicht alle Christen sind Deutsche und umgekehrt).

    • Moika
    • 23.01.2012 um 11:56 Uhr

    und könnten sich selbst die Antwort geben.

    Viele Menschen verschließen eben einfach die Ohren, wenn darüber gesprochen wird, daß die Methoden der Juden in Palästina - nein nicht die der Israelis in Israel! - denen der Nazis ähneln. Und daß das Finanzjudentum gerade mal wieder dabei ist, die Welt zu übernehmen. Und überhaupt machen die sich schon wieder viel zu breit...

    Niemand von denen kennt zwar einen Juden, aber dafür sind sie um so besser informiert! Woher kommt das wohl, woher stammen diese "höchst aussagefähigen Informationen"? Doch wohl nicht aus dem Elternhaus?!

    Ich habe vor 20 Jahren schon geschrieben, der Antisemitismus in Deutschland sei wieder salon- bzw. gesellschaftsfähig geworden.

    Wen dieses Thema interessiert, sollte sich u.a. vielleicht vielleicht einmal Götz Alys Buch "Warum die Deutschen? Warum die Juden?: Gleichheit, Neid und Rassenhass" zu Gemüte führen. Möglicherweise öffnet das die Sichtweisen zu diesem Problem etwas besser.

    "Jeder ist daran gewöhnt, dass jeder Mörder (logischerweise) mindestens einen Mord begeht, bevor man ihn einsperrt." Beranor 76
    Ich glaube ihr Verständniss von Gewöhnung im Beispiel mit dem Mord basiert auf einer Tautologie.
    Es hat nichts mit Gewöhnung zu tun sondern damit, dass der Begriff Mörder einfach so in der deutschen Sprache festgesetzt ist. Oder würden sie es als Gewohnheit bezeichnen eine grüne und saure Zitrusfrucht Limette zu nennen?

    "Und dass man Morde in einem Rechtsstaat zwar bestrafen aber kaum verhindern kann. Das heißt aber nicht, dass Mord in diesem Land geduldet oder unterstützt wird."
    Richtig. Worauf sie hinauswollen nennt man in der Wissenschaft "naturalistischer Fehlschluss".

    Ontologische Fragen, wie hier: Was ist das 'Wesen' vom Begriff: "Gewöhnung"?, führen in fast allen Fällen zu keinem tiefgreifenden Verständniss.
    Was sie verlangen ist eine Definition vom Begriff "Gewöhnung". Wenn sie das Forschungsergebnis interessiert informieren sie sich doch einfach wann und wo es abgedruckt wird, oder in einer wissenschaftlichen Bibliothek vorhanden sein wird. Nur in der Studie selbst werden sie eine operationalisierte Forschungsdefinition und eine Quantifizierung des Alltagsbegriffs "Gewöhnung", sowie eine Antwort ihrer restlichen Fragen finden.

    Wahrscheinlich werden in der Tat präzisere Kategorien in der Studie verwendet werden.

    Ich hoffe ich konnte einige befriedigende Antworten bringen.

    Dieser Beitrag widerspricht zornig, lässt aber keinerlei Sinngehalt oder Argument erkennen, schwadroniert nur leicht irre über Gewöhnungstendenzen beim Mord - die klassisch-hirnlose Reaktion der Verharmloser bzw. Antisemiten. Der Beitrag hat 41 Zustimmungen (Stand 20.11 Uhr)- welch eindrucksvolle Untermauerung des Zeit-Artikels!!!

    relativieren, verharmlosen, totschweigen
    mit der Methode hat man erfolgreich
    die Mörder von Jena gedeckt.

    Den staatlich gedeckten Mord an Benno Ohnesorg
    kann man auch dazuzählen.
    Die Folgen sind hoffentlich noch im Speicher.
    Aber nein!
    Aus der Geschichte lernt der Mensch nicht -
    sie ist nur schönes Anschauungsmaterial.

    1. Wurden dabei auch "Deutsche" mit sogen. "Migrationshintergrund" mitgezählt und wieviele darunter wurden anteilig befragt?

    2.Inwieweit ist folgendes Faktum in diese Studie eingeflossen?
    "In Schulen gehöre das Schimpfwort "Jude" vielerorts schon fast zum Allgemeingut."
    Es gibt nicht nur in Berlin viele Schulen mit rd. 90% Ausländeranteil/Migrationshintergrund.
    Mir ist bestens bekannt, dass dieses rassistisch gemeinte "Prädikat" auf deren Schulhöfen vorzugsweise von nahöstlichen u. türkischstämmigen Schülern den paar verbliebenen deutschstämmigen, aber auch z.B: russlanddeutschen oder polnischen Mitschülern "verliehen" wird.

    3.Was meint man genau mit"antisemitisch"(Auch Araber zählen zu den "Semiten")
    oder spezifisch "antijudaistisch" (als theol.Ausgreunzung von "christlich"),
    "antijüdisch" (i.S. der NS-Rassen-Ideoloigie)
    oder"anti-israelisch" (antizionistisch?)

    4. Wird eine regierungskritische Einstellung z.B. gegen das System "Natanjahu")bereits als "judenfeindlich" gewertet?

    5. Falls 4. bejaht wird, von WEM eigentlich? Das möchte ich dann zu gerne mal wissen.

    Ich vermisse jedwede faire Differenzierung in dieser stimmungsanheizenden Berichterstattung, was mich empört!

    "Judenfeindliche Einstellungen sind einem Expertenbericht zufolge in "erheblichem Umfang" in der deutschen Gesellschaft verankert."
    Was ist das für ein Journalimus, der solche pauschalen Aussagen in den Raum stellt? Ist z.B. eine kritische Haltung gegenüber Israel auch schon als antisemitisch oder judenfeindlich einzuordnen?

    > Ist z.B. eine kritische Haltung gegenüber Israel
    > auch schon als antisemitisch oder judenfeindlich
    > einzuordnen?

    Es gibt in Israel eine Menge Moslems, viele säkulare Menschen und angeblich auf ein paar Menschen mit jüdischer Religion. Die "Palästinenser" sind ebenfalls eine bunt zusammengewürfelte Gruppe.

    Es gibt auf israelischer und palästinensischer Seite jeweils Menschen, die täglich und teilweise gemeinsam für einen friedlichen Ausgleich arbeiten. Und es gibt leider genug auf beiden Seiten, die ein Interesse an der Fortsetzung des Konfliktes haben.

    Als Faustregel für Israel-Diskussionen würde ich deshalb folgendes vorschlagen:

    Wer individuelle Personen (z.B. den Ministerpräsidenten Israels) aufgrund individuellen Entscheidungen (z.B. seiner Politik) kritisiert, ist ein Demokrat. Und er wird in Israel normalerweise viele Juden finden, die die gleiche Meinung vertreten.

    Wer Völker (z.B. die Israelis) oder Religionsgruppen (z.B. die Juden) kritisiert, ist eher ein Rassist. Denn dann geschehen Argumentations-Unfälle wie:

    "Die Deutschen sind an Auschwitz schuld, Du bist ein Deutscher folglich bist Du an Auschwitz schuld."

    Das ist bei den nach 1945 Geborenen ganz klar Unsinn.

    Aus dem gleichen Grund ist es aber Unsinn, von "den Juden" oder "den Israelis" zu reden.

    Außerdem sollte man Juden (Religionsgruppe) und Israelis (Staatsvolk) nicht verwechseln. Es sind NICHT die gleichen Personengruppen (nicht alle Christen sind Deutsche und umgekehrt).

    • Moika
    • 23.01.2012 um 11:56 Uhr

    und könnten sich selbst die Antwort geben.

    Viele Menschen verschließen eben einfach die Ohren, wenn darüber gesprochen wird, daß die Methoden der Juden in Palästina - nein nicht die der Israelis in Israel! - denen der Nazis ähneln. Und daß das Finanzjudentum gerade mal wieder dabei ist, die Welt zu übernehmen. Und überhaupt machen die sich schon wieder viel zu breit...

    Niemand von denen kennt zwar einen Juden, aber dafür sind sie um so besser informiert! Woher kommt das wohl, woher stammen diese "höchst aussagefähigen Informationen"? Doch wohl nicht aus dem Elternhaus?!

    Ich habe vor 20 Jahren schon geschrieben, der Antisemitismus in Deutschland sei wieder salon- bzw. gesellschaftsfähig geworden.

    Wen dieses Thema interessiert, sollte sich u.a. vielleicht vielleicht einmal Götz Alys Buch "Warum die Deutschen? Warum die Juden?: Gleichheit, Neid und Rassenhass" zu Gemüte führen. Möglicherweise öffnet das die Sichtweisen zu diesem Problem etwas besser.

    "Jeder ist daran gewöhnt, dass jeder Mörder (logischerweise) mindestens einen Mord begeht, bevor man ihn einsperrt." Beranor 76
    Ich glaube ihr Verständniss von Gewöhnung im Beispiel mit dem Mord basiert auf einer Tautologie.
    Es hat nichts mit Gewöhnung zu tun sondern damit, dass der Begriff Mörder einfach so in der deutschen Sprache festgesetzt ist. Oder würden sie es als Gewohnheit bezeichnen eine grüne und saure Zitrusfrucht Limette zu nennen?

    "Und dass man Morde in einem Rechtsstaat zwar bestrafen aber kaum verhindern kann. Das heißt aber nicht, dass Mord in diesem Land geduldet oder unterstützt wird."
    Richtig. Worauf sie hinauswollen nennt man in der Wissenschaft "naturalistischer Fehlschluss".

    Ontologische Fragen, wie hier: Was ist das 'Wesen' vom Begriff: "Gewöhnung"?, führen in fast allen Fällen zu keinem tiefgreifenden Verständniss.
    Was sie verlangen ist eine Definition vom Begriff "Gewöhnung". Wenn sie das Forschungsergebnis interessiert informieren sie sich doch einfach wann und wo es abgedruckt wird, oder in einer wissenschaftlichen Bibliothek vorhanden sein wird. Nur in der Studie selbst werden sie eine operationalisierte Forschungsdefinition und eine Quantifizierung des Alltagsbegriffs "Gewöhnung", sowie eine Antwort ihrer restlichen Fragen finden.

    Wahrscheinlich werden in der Tat präzisere Kategorien in der Studie verwendet werden.

    Ich hoffe ich konnte einige befriedigende Antworten bringen.

    Dieser Beitrag widerspricht zornig, lässt aber keinerlei Sinngehalt oder Argument erkennen, schwadroniert nur leicht irre über Gewöhnungstendenzen beim Mord - die klassisch-hirnlose Reaktion der Verharmloser bzw. Antisemiten. Der Beitrag hat 41 Zustimmungen (Stand 20.11 Uhr)- welch eindrucksvolle Untermauerung des Zeit-Artikels!!!

    relativieren, verharmlosen, totschweigen
    mit der Methode hat man erfolgreich
    die Mörder von Jena gedeckt.

    Den staatlich gedeckten Mord an Benno Ohnesorg
    kann man auch dazuzählen.
    Die Folgen sind hoffentlich noch im Speicher.
    Aber nein!
    Aus der Geschichte lernt der Mensch nicht -
    sie ist nur schönes Anschauungsmaterial.

    1. Wurden dabei auch "Deutsche" mit sogen. "Migrationshintergrund" mitgezählt und wieviele darunter wurden anteilig befragt?

    2.Inwieweit ist folgendes Faktum in diese Studie eingeflossen?
    "In Schulen gehöre das Schimpfwort "Jude" vielerorts schon fast zum Allgemeingut."
    Es gibt nicht nur in Berlin viele Schulen mit rd. 90% Ausländeranteil/Migrationshintergrund.
    Mir ist bestens bekannt, dass dieses rassistisch gemeinte "Prädikat" auf deren Schulhöfen vorzugsweise von nahöstlichen u. türkischstämmigen Schülern den paar verbliebenen deutschstämmigen, aber auch z.B: russlanddeutschen oder polnischen Mitschülern "verliehen" wird.

    3.Was meint man genau mit"antisemitisch"(Auch Araber zählen zu den "Semiten")
    oder spezifisch "antijudaistisch" (als theol.Ausgreunzung von "christlich"),
    "antijüdisch" (i.S. der NS-Rassen-Ideoloigie)
    oder"anti-israelisch" (antizionistisch?)

    4. Wird eine regierungskritische Einstellung z.B. gegen das System "Natanjahu")bereits als "judenfeindlich" gewertet?

    5. Falls 4. bejaht wird, von WEM eigentlich? Das möchte ich dann zu gerne mal wissen.

    Ich vermisse jedwede faire Differenzierung in dieser stimmungsanheizenden Berichterstattung, was mich empört!

    • Levon
    • 23.01.2012 um 10:18 Uhr
    4. [...]

    Bitte verzichten Sie auf Diskriminierungen. Danke, die Redaktion/fk.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Der Kommentar, auf den Sie Bezug nehmen, wurde mittlerweile entfernt. Danke, die Redaktion/fk.

    • Levon
    • 23.01.2012 um 11:57 Uhr

    Entfernt. Bitte beachten Sie das konkrete Thema des Artikels und verzichten Sie auf relativierende Kommentare. Danke. Die Redaktion/sh

    Der Kommentar, auf den Sie Bezug nehmen, wurde mittlerweile entfernt. Danke, die Redaktion/fk.

    • Levon
    • 23.01.2012 um 11:57 Uhr

    Entfernt. Bitte beachten Sie das konkrete Thema des Artikels und verzichten Sie auf relativierende Kommentare. Danke. Die Redaktion/sh

  4. Gerne wird Kritik an der Politik Israels als Antisemitismus ausgelegt, um sie zu diskreditieren.

    54 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    wird Antisemitismus auch gerne mal politisch korrekt in Israelschelte versteckt...

    Gerne wird Antisemitismus als Kritik an der Politik Israels getarnt, um ihn zu legitimieren.

    • _bla_
    • 23.01.2012 um 11:21 Uhr

    "Gerne wird Kritik an der Politik Israels als Antisemitismus ausgelegt, um sie zu diskreditieren."

    Legitime Kritik an der Politik Israels und als Israel-Kritik getarnter Antisemitismus lässt sich durchaus unterscheiden und leider muss man sagen, das sehr oft tatsächlich Antisemitismus drin ist, wo Israelkritik draufsteht.

    Ein guter Hinweis darauf ist es, wenn die angeblichen Israelkritiker Israel und "die Juden" wie Synonyme verwenden. Oder wenn die Kritik extrem einseitig ausfällt und gröbste Verbrechen von mit Israel verfeindeten Staaten als reine Selbstverteidigung schön geredet werden.

    • gorgo
    • 23.01.2012 um 11:52 Uhr

    "Gerne wird Kritik an der Politik Israels als Antisemitismus ausgelegt, um sie zu diskreditieren." - Dies ist ALLES, was Sie zu dieser Studie zu sagen haben? Und 17 Zustimmungen...
    Ich finde, dieser Kommentar zeigt genau, um was es geht: Erst mal wird "Israel" mit Juden gleichgesetzt. Zugleich werden aus allen Isrealis und aus allen Juden zusammen Anhänger der aktktuellen Regierungsparteien gemacht. Und schwups - muss man über die eigenen Reflexe auf solche Meldungen nicht mehr nachdenken - man kann sich ja an "Isreal" aufgeilen.
    Ich bin verdammt kritisch mit der aktuellen Regierungspolitik und einigen anderen; meine isrealischen Freunde arbeiten aktiv mit Palestinensern zusammen, die die Spaltung überwinden wollen - was ich sehr bewundere, denn das kann in vieler Hinsicht sehr gefährlich sein. Ich unterstütze bestimmte Palestinensische Gruppiereunge etc. pp.
    Aber solche dummen Sprüche, da wird mir übel. Allein der immer wieder irreführende Ausdruck: "Isrealkritisch" - allein dass so ein Ausdruck reflexionsfrei benutzt werden kann und dann noch, wenn es um Juden überhaupt geht - ein Begriff, der alle in einen Topf wirft und "Juden" daraus macht - das ist doch zum ... Junge-Hunde-kriegen...
    Nennt Ihr Euch auch "Italienkritisch" oder "Frankreichkritisch" (auch wenn dort wahrlich viel Rassismus und Mist vorkommt) fällt Euch das als erstes ein, wenn Vorurteile gegen Franzosen moniert werden? WER in der Welt identifiziert sich über "Deutschlandkritisch"?

    Menschen abzulehnen, nur weil sie dem jüdischen Glauben angehören, ist Antisemitismus und ist grundsätzlich abzulehnen - ohne Wenn und Aber!
    Allerdings wird auch nach meiner Erfahrung (absolut berechtigte) Kritik an der israelischen Regierung und deren zum Teil empörenswerten Umtrieben hierzulande schnell mit dem Totschlagargument Antisemitismus niedergebügelt - was ebensowenig akzeptabel ist.

    Im ganzen Text ist an keiner Stelle von Israel die Rede. Aber in Ihrem Kommentar. Womit bewiesen ist, dass Begriffe "Israel" und "Juden" in diesem Kontext austauschbar sind.

    QED.

    Danke, dass Sie den Artikel bestätigen.

    Entfernt. Bitte posten Sie Beiträge nur, wenn Sie ernsthaft und inhaltlich an einem Austausch von Argumenten beteiligt sein wollen. Wir fordern Sie auf, sich in der Wortwahl zu mäßigen und Unterstellungen, sowie Diffamierungen zu unterlassen. Danke, die Redaktion/jz

    wird Antisemitismus auch gerne mal politisch korrekt in Israelschelte versteckt...

    Gerne wird Antisemitismus als Kritik an der Politik Israels getarnt, um ihn zu legitimieren.

    • _bla_
    • 23.01.2012 um 11:21 Uhr

    "Gerne wird Kritik an der Politik Israels als Antisemitismus ausgelegt, um sie zu diskreditieren."

    Legitime Kritik an der Politik Israels und als Israel-Kritik getarnter Antisemitismus lässt sich durchaus unterscheiden und leider muss man sagen, das sehr oft tatsächlich Antisemitismus drin ist, wo Israelkritik draufsteht.

    Ein guter Hinweis darauf ist es, wenn die angeblichen Israelkritiker Israel und "die Juden" wie Synonyme verwenden. Oder wenn die Kritik extrem einseitig ausfällt und gröbste Verbrechen von mit Israel verfeindeten Staaten als reine Selbstverteidigung schön geredet werden.

    • gorgo
    • 23.01.2012 um 11:52 Uhr

    "Gerne wird Kritik an der Politik Israels als Antisemitismus ausgelegt, um sie zu diskreditieren." - Dies ist ALLES, was Sie zu dieser Studie zu sagen haben? Und 17 Zustimmungen...
    Ich finde, dieser Kommentar zeigt genau, um was es geht: Erst mal wird "Israel" mit Juden gleichgesetzt. Zugleich werden aus allen Isrealis und aus allen Juden zusammen Anhänger der aktktuellen Regierungsparteien gemacht. Und schwups - muss man über die eigenen Reflexe auf solche Meldungen nicht mehr nachdenken - man kann sich ja an "Isreal" aufgeilen.
    Ich bin verdammt kritisch mit der aktuellen Regierungspolitik und einigen anderen; meine isrealischen Freunde arbeiten aktiv mit Palestinensern zusammen, die die Spaltung überwinden wollen - was ich sehr bewundere, denn das kann in vieler Hinsicht sehr gefährlich sein. Ich unterstütze bestimmte Palestinensische Gruppiereunge etc. pp.
    Aber solche dummen Sprüche, da wird mir übel. Allein der immer wieder irreführende Ausdruck: "Isrealkritisch" - allein dass so ein Ausdruck reflexionsfrei benutzt werden kann und dann noch, wenn es um Juden überhaupt geht - ein Begriff, der alle in einen Topf wirft und "Juden" daraus macht - das ist doch zum ... Junge-Hunde-kriegen...
    Nennt Ihr Euch auch "Italienkritisch" oder "Frankreichkritisch" (auch wenn dort wahrlich viel Rassismus und Mist vorkommt) fällt Euch das als erstes ein, wenn Vorurteile gegen Franzosen moniert werden? WER in der Welt identifiziert sich über "Deutschlandkritisch"?

    Menschen abzulehnen, nur weil sie dem jüdischen Glauben angehören, ist Antisemitismus und ist grundsätzlich abzulehnen - ohne Wenn und Aber!
    Allerdings wird auch nach meiner Erfahrung (absolut berechtigte) Kritik an der israelischen Regierung und deren zum Teil empörenswerten Umtrieben hierzulande schnell mit dem Totschlagargument Antisemitismus niedergebügelt - was ebensowenig akzeptabel ist.

    Im ganzen Text ist an keiner Stelle von Israel die Rede. Aber in Ihrem Kommentar. Womit bewiesen ist, dass Begriffe "Israel" und "Juden" in diesem Kontext austauschbar sind.

    QED.

    Danke, dass Sie den Artikel bestätigen.

    Entfernt. Bitte posten Sie Beiträge nur, wenn Sie ernsthaft und inhaltlich an einem Austausch von Argumenten beteiligt sein wollen. Wir fordern Sie auf, sich in der Wortwahl zu mäßigen und Unterstellungen, sowie Diffamierungen zu unterlassen. Danke, die Redaktion/jz

  5. in dieser Frage nennenswert von der europäischen?
    Nach einem Blick auf ca. zweitausend Jahre Geschichte und etwa genau so lang dauernde antisemitische Prägungen, wundert es jemanden, dass Antisemitismus mitten in uns verankert ist?

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    Ebene abschieben will, sollte man doch mal den unterschiedlichen historischen Verlauf des Antisemitismus
    in Deutschland und in den Nachbarländern zur Kenntnis nehmen. Dann ist es wohl sehr berechtigt, dass man/wir den Antisemitismus in unserem Land/unserer Mitte etwas genauer
    unter die Lupe nimmt.
    Ich möchte noch einmal dringend davor warnen: Antisemitismus
    mit der allgemeinen Fremdenfeindlichkeit, dem Rassismus
    und dem Antiislamismus in einem Topf zu verrühren.Dies
    dient oft zur Relativierung und Problemverharmlosung.Mir
    ist auch bewusst, dass man den Versuch auch gerne in umgekehrter Denkrichtung unternimmt(vor allem "hypersensibilisierte" "politisch Korrekte" sind davor nicht gefeit).
    Letztere drei allderdings sollte man auch europaweit ins
    Auge fassen und untersuchen.

    Ebene abschieben will, sollte man doch mal den unterschiedlichen historischen Verlauf des Antisemitismus
    in Deutschland und in den Nachbarländern zur Kenntnis nehmen. Dann ist es wohl sehr berechtigt, dass man/wir den Antisemitismus in unserem Land/unserer Mitte etwas genauer
    unter die Lupe nimmt.
    Ich möchte noch einmal dringend davor warnen: Antisemitismus
    mit der allgemeinen Fremdenfeindlichkeit, dem Rassismus
    und dem Antiislamismus in einem Topf zu verrühren.Dies
    dient oft zur Relativierung und Problemverharmlosung.Mir
    ist auch bewusst, dass man den Versuch auch gerne in umgekehrter Denkrichtung unternimmt(vor allem "hypersensibilisierte" "politisch Korrekte" sind davor nicht gefeit).
    Letztere drei allderdings sollte man auch europaweit ins
    Auge fassen und untersuchen.

  6. Bitte verzichten Sie auf pauchal Herabwürdigungen und setzen Sie sich argumentativ und differenziert mit Äußerungen auseinander. Danke, die Redaktion/fk.

    11 Leser-Empfehlungen
  7. "Judenfeindliche Einstellungen sind einem Expertenbericht zufolge in "erheblichem Umfang" in der deutschen Gesellschaft verankert."
    Was ist das für ein Journalimus, der solche pauschalen Aussagen in den Raum stellt? Ist z.B. eine kritische Haltung gegenüber Israel auch schon als antisemitisch oder judenfeindlich einzuordnen?

    58 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Etwas schwammig"
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    • Nero11
    • 23.01.2012 um 11:09 Uhr

    Ich bemerke in den Foren, in denen ich mich aufhalte -und wo die Moderatoren versuchen, sowas zu unterbinden- ebenfalls wie selbstverständlich judenfeindliche Aussagen, Kommentare oder Witze gemacht werden.
    Die Kritik an der Politik Israels hat nichts damit zu tun und sollte im übrigen auch nicht zu Judenhass führen.
    Weil Italien schlechte Politik macht oder gemacht hat, hassen wir deswegen nicht die Italiener.

    "Es gebe mittlerweile eine "bis weit in die Mitte der Gesellschaft verbreitete Gewöhnung an alltägliche judenfeindliche Tiraden und Praktiken"

    1. WER ist in diesem "Expertenkreis"?
    2. WAS bezeichnet dieser "Expertenkreis" als "Antisemitismus"?

    Wie man ja leider immer wieder feststellen muss, wird der Antisemitismusvorwurf auf beschämende Art und Weise instrumentalisiert.

    Besonders vom Zentralrat der Juden: http://diefreiheitsliebe....

    Dazu sei jedem das Buch des israelischen Professors Moshe Zuckermann empfohlen: "Antisemit! Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument"

    Es gibt leider Antisemitismus und dieser muss bekämpft werden, so wie jede andere Form von Diskriminierung von religiösen Gruppen, Rassismus, usw. bekämpft werden muss.

    Hier scheint es mir, wegen der dürftigen Informationen zu den Etgebnissen der "Expertenkommision" aber leider wieder um die Instrumentalisierung des Antisemitismusvorwurfes handeln.

    • Nero11
    • 23.01.2012 um 11:09 Uhr

    Ich bemerke in den Foren, in denen ich mich aufhalte -und wo die Moderatoren versuchen, sowas zu unterbinden- ebenfalls wie selbstverständlich judenfeindliche Aussagen, Kommentare oder Witze gemacht werden.
    Die Kritik an der Politik Israels hat nichts damit zu tun und sollte im übrigen auch nicht zu Judenhass führen.
    Weil Italien schlechte Politik macht oder gemacht hat, hassen wir deswegen nicht die Italiener.

    "Es gebe mittlerweile eine "bis weit in die Mitte der Gesellschaft verbreitete Gewöhnung an alltägliche judenfeindliche Tiraden und Praktiken"

    1. WER ist in diesem "Expertenkreis"?
    2. WAS bezeichnet dieser "Expertenkreis" als "Antisemitismus"?

    Wie man ja leider immer wieder feststellen muss, wird der Antisemitismusvorwurf auf beschämende Art und Weise instrumentalisiert.

    Besonders vom Zentralrat der Juden: http://diefreiheitsliebe....

    Dazu sei jedem das Buch des israelischen Professors Moshe Zuckermann empfohlen: "Antisemit! Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument"

    Es gibt leider Antisemitismus und dieser muss bekämpft werden, so wie jede andere Form von Diskriminierung von religiösen Gruppen, Rassismus, usw. bekämpft werden muss.

    Hier scheint es mir, wegen der dürftigen Informationen zu den Etgebnissen der "Expertenkommision" aber leider wieder um die Instrumentalisierung des Antisemitismusvorwurfes handeln.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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  • Schlagworte Antisemitismus | Rechtsextremismus | Judentum
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