Kältewelle : Flucht vor dem Frost

Die Rumänen leiden unter dem eisigen Winter. Lebensgefährlich ist der Frost für all jene, die keine Wohnung haben. Radu Sigheti hat einige von ihnen fotografiert.

Auf minus 30 Grad sanken die Temperaturen in der vergangenen Woche in Osteuropa. Mehr als 70 Menschen starben bereits an der Kälte. Der rumänische Ministerpräsident Emil Boc appellierte an die Städte: "Ich rufe die Bürgermeister auf, sich um die Obdachlosen zu kümmern." In der Hauptstadt Bukarest werden improvisierte Notunterkünfte eingerichtet, das Rathaus wird zum Obdachlosenheim. Menschen ohne Wohnung und die, deren Heizungen bei der Kälte versagen, suchen dort Zuflucht.

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Kommentare

7 Kommentare Kommentieren

Sorry, aber man muss schon sehr weit ausholen,

um einen Zusammenhang zwischen den unter extremer Witterung leidenden Obdachlosen in einem EU-Land - und den Bezuegen von Herrn Ackermann zu konstruieren; vergessen Sie's.
Die Leute sind echt uebel dran. Was diese Fotos sehr deutlich zeigen,ist, dass das Leben auf der Strasse die Gesichter erheblich aelter macht - wahrscheinlich sogar den ganzen Koerper eher auszehrt.

Das Elend liegt in der Geschichte

Vermute Mal, dass das Elend dieser Menschen seine Ursprünge im Ceaușescu-Regime hat, wo auf Teufel komm raus Kinder gezeugt wurden, auch wenn sie von den Eltern weder gewollt noch ernährt werden konnten. Viele dieser Kinder sind ins Elend abgerutscht, landeten in Heimen und schliesslich irgendwann als Obdachlose auf der Strasse. Kann mir gut vorstellen, dass nicht wenige der auf den Fotos gezeigten Menschen einst zu diesen Kindern gehörten, die sich nie richtig in die Gesellschaft integrieren konnten. Was Herr Ackermann mit der Situation in Rumänien - ein Land, dass erst in jüngster Geschichte ein schreckliches, "kommunistisches" Regime abschüttelte - zu tun hat, erschliesst sich mir nicht.