LondonBürgermeister stoppt schwulen-feindliche Kampagne

Eine christliche Organisation darf nicht wie geplant Werbung auf Londoner Bussen machen. Die Anzeigen sollten dafür werben, dass Homosexualität überwindbar sei.

Die christliche Organisation Core Issues Trust darf keine Werbung auf Londons Bussen machen.

Die christliche Organisation Core Issues Trust darf keine Werbung auf Londons Bussen machen.

Der Londoner Bürgermeister Boris Johnson hat die geplante Kampagne einer christlichen Organisation gestoppt. Die von ihr geplanten Anzeigen werden nicht auf Londoner Bussen zu sehen sein, bestätigten die örtlichen Verkehrsbetriebe. Die Kampagne sollte nahelegen, dass Homosexualität wie eine Krankheit geheilt werden müsse. Er werde nicht zulassen, dass diese Andeutung auf Bussen durch London gefahren werde, sagte Bürgermeister Johnson dem Guardian.

Der Slogan der anglikanisch-konservativen Gruppe Core Issues Trust sollte sich explizit gegen die Pro-Homosexuellen-Gruppe Stonewall richten. Sie hatte am 1. April eine Kampagne für mehr Toleranz im Umgang mit Schwulen gestartet. Der Slogan "Manche Leute sind schwul. Finde dich damit ab!" steht seitdem auf rund 1.000 Londoner Bussen. Der Core Issues Trust wollte kontern mit: "Nicht schwul! Post-schwul, ex-schwul und stolz. Bring es hinter dich!"

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Londons Bürgermeister Johnson verteidigte die Absage der Verkehrsbetriebe an die Kampagne der christlichen Gruppe: "Es ist ganz eindeutig beleidigend anzudeuten, dass Schwulsein eine Krankheit ist, von der sich jemand erholt." Die Angehörigen der christlichen Gruppe warfen den Verkehrsbetrieben dagegen Zensur vor.
 

 
Leserkommentare
    • TDU
    • 13.04.2012 um 10:36 Uhr

    Es ist nicht so, dass Schwule im Westen eine verfolgte und geächtete Gruppe sind, deswegen ist die eine Aktion überflüssig. Schwul Sein gehört als menschliche Eigenschaft zum Leben dazu.

    Die ausgrenzende und als krank sein unterstellende Aktion ist allerdings erst recht abzulehnen. Solche Wertungen menschlicher Eigenschaften gehören schon gar nicht an öffentliche Verkehrsmittel. Das hat mit Zensur nichts zu tun.

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    Können also aus eigener Erfahrung und für alle anderen Homosexuellen m/w beurteilen, daß Homosexuelle keine 'verfolgte und geächtete Gruppe sind'?

    Meines Wissens wurde 'sexuelle Orientierung' als Zusatz zu Artikel 3 http://www.artikeldrei.de/ abgeschmettert, es gibt in Deutschland keine vollgültige Homosexuellenehe http://www.lsvd.de/230.0.... damit u.a. kein Adoptionsrecht, Homosexuelle sind vermehrt Gewaltkriminalität http://www.spaces-branden... ausgesetzt, die Selbstmordrate unter homosexuellen Jugendlichen http://www.mailman.columb... ist aufgrund von Diskriminierung signifikant erhöht.

    Es ist unstrittig, daß die Verfolgung und Ächtung von Homosexuellen in sehr vielen Ländern der Welt http://ilga.org/ weit übler ist als im Westen, es erscheint mir aber als ein bißchen anmaßend, für andere zu befinden, Verfolgung und Ächtung sei hier gar nicht existent.

    Können also aus eigener Erfahrung und für alle anderen Homosexuellen m/w beurteilen, daß Homosexuelle keine 'verfolgte und geächtete Gruppe sind'?

    Meines Wissens wurde 'sexuelle Orientierung' als Zusatz zu Artikel 3 http://www.artikeldrei.de/ abgeschmettert, es gibt in Deutschland keine vollgültige Homosexuellenehe http://www.lsvd.de/230.0.... damit u.a. kein Adoptionsrecht, Homosexuelle sind vermehrt Gewaltkriminalität http://www.spaces-branden... ausgesetzt, die Selbstmordrate unter homosexuellen Jugendlichen http://www.mailman.columb... ist aufgrund von Diskriminierung signifikant erhöht.

    Es ist unstrittig, daß die Verfolgung und Ächtung von Homosexuellen in sehr vielen Ländern der Welt http://ilga.org/ weit übler ist als im Westen, es erscheint mir aber als ein bißchen anmaßend, für andere zu befinden, Verfolgung und Ächtung sei hier gar nicht existent.

  1. Mir ist es egal, ob Menschen für ihr Bewusstsein, ein Auto, ein Tatoo, Klamotten für einen 1.000der brauchen oder >= 2.000 alte Märchen, Mythen und Rituale benutzen/brauchen um über den Tag zu kommen.
    .
    Alles kein Thema, jedem sein "Räppelchen"!
    .
    Aber bitte für sich selbst, nicht als "Das ist die alleine seeligmachende Wahrheit!"
    .
    Religions-, Glaubens- und auch Meinungsfreiheit hört da auf, wo die Freiheit von "Andersdenkenden" beschitten wird.
    .
    Ich könnte diesen Vorfall in London als Einschränkunge der Meinungsfreiheit werten, wenn nicht gerade diese Gruppen sehr schnell nach "Gesetz, Schutzrechten.....!" usw. Schreienwürden wenn es Ihnen Oder dem "Lattenjupp" mal Argumentativ, in der Kunst im der Satire.... an den "Kragen" geht!
    .
    In diesem Sinn:
    Auch Glauben ist Heilbar!

    Gruss
    Sikasuu
    .
    Ps. Der 1. der jetzt Atheist schreit bekommt ein Bier!
    .
    Pps. Jemand der sich um diesen methaphysischen Kram gar nicht kümmert kann kein Atheist sein. Der ist ja auch kein NichtSchwein, keine NichtMöhre, kein NichtSpagettimonster:-))

    9 Leserempfehlungen
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    • oxsp
    • 13.04.2012 um 11:10 Uhr

    Atheist !-)

    Wann und wo bekomme ich das Bier?

    • oxsp
    • 13.04.2012 um 11:10 Uhr

    Atheist !-)

    Wann und wo bekomme ich das Bier?

  2. Der Slogan "Manche Leute sind schwul. Finde dich damit ab!" auf rund 1.000 Londoner Bussen ist sicher überflüssig.
    Man muss nicht den ganzen Tag über in der Öffentlichkeit permanent auf diesem privaten Thema rumreiten.

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    • xpeten
    • 13.04.2012 um 11:06 Uhr

    schließlich haben Schwule unter der Diskriminierung durch konservative Gesellschaftsteile zu leiden und nicht die konservativen Gesellschaftsteile unter Diskriminierung durch Schwule.

    diese "private Frgae" in die Öffentlichkeit zu tragen, solange intolerante, bigotte Kleingeister die Rechte und Freiheiten anderer Menschen beschneiden wollen, weil ihr unsichtbarer Freund das sagt.

    Sobald deren unsichtbarer Freund eine "private Frage" geworden ist, dann vielleicht. Aber auch nur dann. Und nur vielleicht.

    • xpeten
    • 13.04.2012 um 11:06 Uhr

    schließlich haben Schwule unter der Diskriminierung durch konservative Gesellschaftsteile zu leiden und nicht die konservativen Gesellschaftsteile unter Diskriminierung durch Schwule.

    diese "private Frgae" in die Öffentlichkeit zu tragen, solange intolerante, bigotte Kleingeister die Rechte und Freiheiten anderer Menschen beschneiden wollen, weil ihr unsichtbarer Freund das sagt.

    Sobald deren unsichtbarer Freund eine "private Frage" geworden ist, dann vielleicht. Aber auch nur dann. Und nur vielleicht.

    • xpeten
    • 13.04.2012 um 11:06 Uhr

    schließlich haben Schwule unter der Diskriminierung durch konservative Gesellschaftsteile zu leiden und nicht die konservativen Gesellschaftsteile unter Diskriminierung durch Schwule.

    10 Leserempfehlungen
    • oxsp
    • 13.04.2012 um 11:10 Uhr

    Atheist !-)

    Wann und wo bekomme ich das Bier?

    2 Leserempfehlungen
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    kt

    kt

  3. Christliche Gruppen ruecken nacht rechts, die Politik auch, da ist der Platz fast grenzenlos

  4. diese "private Frgae" in die Öffentlichkeit zu tragen, solange intolerante, bigotte Kleingeister die Rechte und Freiheiten anderer Menschen beschneiden wollen, weil ihr unsichtbarer Freund das sagt.

    Sobald deren unsichtbarer Freund eine "private Frage" geworden ist, dann vielleicht. Aber auch nur dann. Und nur vielleicht.

    7 Leserempfehlungen
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    ist es auch notwendig, die privaten Themen
    "Manche Leute sind Frauen. Finde dich damit ab!"
    "Manche Leute sind geschieden. Finde dich damit ab!"
    "Manche Leute sind verwitwet. Finde dich damit ab!"
    "Manche Leute sind schüchtern. Finde dich damit ab!"
    "Manche Leute sind partnersuchend. Finde dich damit ab!"
    "Manche Leute sind traditionsverbunden. Finde dich damit ab!"
    "Manche Leute sind behindert. Finde dich damit ab!"
    "Manche Leute sind hässlich. Finde dich damit ab!"
    "Manche Leute sind alt. Finde dich damit ab!"
    "Manche Leute sind arbeitssuchend. Finde dich damit ab!"
    "Manche Leute sind finanzschwach. Finde dich damit ab!"

    auf Busse zu pinseln und in die Öffentlichkeit zu tragen, da diese Leute unter Diskriminierung zu leiden haben bzw. intolerante, bigotte Kleingeister ihre Rechte und Freiheiten beschneiden bzw. beschneiden wollen.

    ist es auch notwendig, die privaten Themen
    "Manche Leute sind Frauen. Finde dich damit ab!"
    "Manche Leute sind geschieden. Finde dich damit ab!"
    "Manche Leute sind verwitwet. Finde dich damit ab!"
    "Manche Leute sind schüchtern. Finde dich damit ab!"
    "Manche Leute sind partnersuchend. Finde dich damit ab!"
    "Manche Leute sind traditionsverbunden. Finde dich damit ab!"
    "Manche Leute sind behindert. Finde dich damit ab!"
    "Manche Leute sind hässlich. Finde dich damit ab!"
    "Manche Leute sind alt. Finde dich damit ab!"
    "Manche Leute sind arbeitssuchend. Finde dich damit ab!"
    "Manche Leute sind finanzschwach. Finde dich damit ab!"

    auf Busse zu pinseln und in die Öffentlichkeit zu tragen, da diese Leute unter Diskriminierung zu leiden haben bzw. intolerante, bigotte Kleingeister ihre Rechte und Freiheiten beschneiden bzw. beschneiden wollen.

  5. ...Gesundheitsproblem der Masturbation kümmert.
    Davon bekommt ja bekanntlich Haare zwischen den Fingern.
    Ich versteh garnicht warum die westliche Medizin dieses Problem nicht endlich aufgreift. Da gehören Milliarden in Forschung. Da muss eine Kur her so rasch wie möglich..
    Später kann man ja immer noch den Rest heilen...
    :-)

    Eine Leserempfehlung
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    • Kriton
    • 13.04.2012 um 12:48 Uhr

    1712 wurde Masturbation zur Krankheit erklärt. Es gab zwar keine Haare zwischen den Fingern, sondern (Achtung!) im hohen Alter würde man die Masturbation büßen müssen durch Einschränkung der Sehkraft, Schwerhörigkeit, Buckeligkeit oder andere Zipperlein. Ließ sich prima beweisen: alle Alten, die unter diesen Krankheiten litten, hatten irgendwann mal im Leben masturbiert. Allerdings so lustig wie das jetzt klingt, war es leider nicht - es ging bis dahin, dass noch im 19. Jh. Frauen in Europa die Klitoris entfernt wurde (wegen Nymphomanie) und Männer glaubten sich einer freiwilligen Kastration unterziehen zu müssen. Lit: Thomas W. Laqueur (2008): Die einsame Lust. Ein unterhaltsam geschriebenes medizinhistorisches Buch. Und zur Pathologisierung von Homosexualität im Zuge der entstehenden Sexualwissenschaften im 18./19. Jh.: Michel Foucault: der Wille zum Wissen. Band I.
    Dass radikal-christliche Sekten mittlerweile auf den Zug der Pathologisierung aufgesprungen sind, ist für die christliche Kirche historisch sehr neu. bis zu Pathologisierung galten homosexuelle Handlungen als Sünde wie jede Form des Ehebruchs bzw. außerehelichen Verkehrs. Die Erfindung, dass es heterosexuelle Menschen gibt, ist erst in dieser Zeit der Umwälzung gemacht worden. Nie zuvor wurde geglaubt, dass Menschen ohne Sanktionen sich auf heterosexuellen Verkehr beschränken würden.

    • Kriton
    • 13.04.2012 um 12:48 Uhr

    1712 wurde Masturbation zur Krankheit erklärt. Es gab zwar keine Haare zwischen den Fingern, sondern (Achtung!) im hohen Alter würde man die Masturbation büßen müssen durch Einschränkung der Sehkraft, Schwerhörigkeit, Buckeligkeit oder andere Zipperlein. Ließ sich prima beweisen: alle Alten, die unter diesen Krankheiten litten, hatten irgendwann mal im Leben masturbiert. Allerdings so lustig wie das jetzt klingt, war es leider nicht - es ging bis dahin, dass noch im 19. Jh. Frauen in Europa die Klitoris entfernt wurde (wegen Nymphomanie) und Männer glaubten sich einer freiwilligen Kastration unterziehen zu müssen. Lit: Thomas W. Laqueur (2008): Die einsame Lust. Ein unterhaltsam geschriebenes medizinhistorisches Buch. Und zur Pathologisierung von Homosexualität im Zuge der entstehenden Sexualwissenschaften im 18./19. Jh.: Michel Foucault: der Wille zum Wissen. Band I.
    Dass radikal-christliche Sekten mittlerweile auf den Zug der Pathologisierung aufgesprungen sind, ist für die christliche Kirche historisch sehr neu. bis zu Pathologisierung galten homosexuelle Handlungen als Sünde wie jede Form des Ehebruchs bzw. außerehelichen Verkehrs. Die Erfindung, dass es heterosexuelle Menschen gibt, ist erst in dieser Zeit der Umwälzung gemacht worden. Nie zuvor wurde geglaubt, dass Menschen ohne Sanktionen sich auf heterosexuellen Verkehr beschränken würden.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP
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