DrogenberichtDeutsche spielen sich krank

Immer weniger Jugendliche greifen zu Alkohol, Zigaretten oder Drogen. Dagegen steigt die Zahl derer, die spielsüchtig sind – auch nach Internet-Games.

Jugendliche zocken an Spielkonsolen (Archivbild)

Jugendliche zocken an Spielkonsolen (Archivbild)

Millionen Bundesbürger haben erhebliche Suchtprobleme. Viele von ihnen spielen inzwischen fast krankhaft am heimischen Computer oder an öffentlichen Geldspielautomaten. Dies geht aus dem neuen Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung hervor, den die Drogenbeauftragte Mechthild Dyckmans vorstellte.

Besorgt zeigte sie sich über den "exzessiven oder pathologischen Computerspiel- und Internetgebrauch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen". Dyckmans kündigte an, die Bundesregierung peile noch vor der Sommerpause eine Verordnung an, um in Gaststätten die Zahl der Glücksspielautomaten – derzeit sind das maximal drei – zu reduzieren. Zu diesen Geräten haben auch Jugendliche unter 18 Jahren meist unkontrollierten Zugang.

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Beim Tabakkonsum von Jugendlichen berichtete Dyckmans von einem neuen Tiefstand: Nur noch 12 Prozent griffen in der Gruppe der 12- bis 17-Jährigen mindestens einmal pro Woche zur Zigarette. Generell habe sich der rückläufige Trend beim Alkoholkonsum junger Leute 2011 fortgesetzt. Dies zeige, dass die Drogen- und Suchtpräventionen der Bundesregierung positive Wirkung zeige.

Dagegen sei das sogenannte Komatrinken bei älteren Jugendlichen und jungen Erwachsenen weiterhin stark verbreitet. Laut Bericht trinken etwa 9,5 Millionen Bundesbürger Alkohol in gesundheitlich riskanter Form. Die Zahl der Drogentoten war 2011 auf 986 und damit auf den bislang niedrigsten Stand gesunken.

 
Leserkommentare
    • essilu
    • 23.05.2012 um 13:59 Uhr

    ...mit mehr Perspektiven? Für Kinder, Jugendliche und auch für alle anderen.
    Zum Tema Sucht...Fazit:

    YouTube:
    Vo Mello bis ge Schoppernou - Übersetzung (4:25 min.)

    ... mit einem Lächeln und Augenzwinkern einen schönen Tag noch in die Runde.

    • essilu
    • 23.05.2012 um 18:25 Uhr

    ...zu meinem Kommentar @33.
    Ich glaube, es bräuchte mehr Lebensfreude und mehr Gelassenheit, dem Leben zu vertrauen...

    YouTube:
    Concreteboys - Daniele Sepe - Tarantella calabrese (3:42 min.)

    ...in diesem Sinne wünsche ich allen, ganz gleich, ob jung oder alt, einen wunderschönen ANALOGEN Sommer! Bloss keinen virtuellen!...

  1. Seit 5 Jahren sind wir (Elterninitiative rollenspielsucht.de und AKTIV GEGEN MEDIENSUCHT e.V.) im Bereich der Selbsthilfe aktiv. So ist u.a. auch ein Merkblatt "Erste Schritte bei Mediensucht" entstanden, da meist die Verzweiflung und Ohnmacht der betroffenen Familien groß ist.

    Stellen, die helfen können, findet man im Netzwerk für Ratsuchende (netzwerk-fuer-ratsuchende.de). Dort gibt es schon über 370 Eigeneinträge, davon ca. 180 Suchtberatungsstellen. Weiter: Kliniken, Ärzte, Therapeuten, Netzwerke, Präventionsstellen, Ambulanzen, Offline-Alternativen, etc. und Info- und Austauschforen. Am meisten lernen kann man von ca. 200 Aussteigerberichten in denen eindrücklich zu lesen ist, wie sehr die Sucht das Leben verändert. Bei vielen Menschen, besonders bei Verantwortungsträgern, fehlt einfach die Vorstellungskraft, wie verheerend die Auswirkungen für alle Beteiligten sind.
    Christoph Hirte,
    rollenspielsucht.de und AKTIV GEGEN MEDIENSUCHT e.V.

    • junge7
    • 23.05.2012 um 19:54 Uhr

    ich verdamme keine computerspiele. ich kritisiere nur diese oft zu beobachtende medienfixiertheit, die ich aber nicht gleich als sucht bezeichnen würde. mehr nicht.

    einige meiner punkte scheinen mir von ihnen treffend und gut beantwortet und ich möchte teile davon zurücknehmen.

    das gesunde maß, wie HICKEY es erwähnt, ist sicher der richtige weg.
    der spielplatz war ein witz, klar, dass jugendliche andere bedürfnisse haben als kleinkinder; es stehen aber nicht immer nur sport und bildschirmsport zur auswahl!

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