Leserartikel

Leben mit Rassismus"Warum soll ich Fremden meine Familiengeschichte erzählen?"

Dauernd wird Leserin Sophie Kara gefragt, woher sie komme. Karlsruhe reicht als Antwort nicht. Immer muss sie auch die Herkunft ihrer Familie erklären.

Ich bin eine der dritten Generation. Ich habe die deutsche Staatsbürgerschaft, studiere an einer deutschen Hochschule Politikwissenschaft und Germanistik. Ich bin eine Deutsche mit sogenanntem Migrationshintergrund.

Leben mit Rassismus

Viele Migranten in Deutschland erleben Vorurteile und Rassismus. Wie gehen sie damit um? Mit diesen Blicken, Worten, Rangeleien oder sogar Gewalttaten? In unserer Themenwoche Leben mit Rassismus berichten ganz unterschiedliche Menschen, welche Rolle Rassismus in ihrem Leben in Deutschland spielt – und wie sie sich dagegen wappnen. Ihre Erfahrungen und ihre Sichten auf die Deutschen sind so individuell wie sie selbst.

Wir entwickeln keine neuen Theorien und hantieren nicht mit abstrakten Begriffen. Wir zeigen keine Prototypen – weder Opfer noch Täter. Stattdessen lassen wir Individuen zu Wort kommen.

Auch Ihre Berichte können Teil der Woche werden: Wie leben Sie mit Rassismus in Deutschland? Schreiben Sie einen Leserartikel.

Die Beiträge zur Themenwoche

Migranten – Trotzdem zu Hause

Bayrischer Wald – Der bayerische Inder

Sachsen-Anhalt – Angekommen in Stendal

Rassismus in Sachsen-Anhalt – "Wer aus dem Senegal kommt, wird als Neger beschimpft"

Berlin – Bouba Kabas Weg aus der Wut

Berlin – Fotos von Tatorten von Sabine Schründer

Brandenburg – Ich war schon immer da. Zwei türkischstämmige Berlinerinnen studieren in Frankfurt/Oder

Brandenburg – Herrn Chans Kampf in Cottbus

Thüringen – Zeca Schall: "Wir dulden keinen Rechtsextremismus mehr"

Leben mit Rassismus – Was ist ein Erfolg gegen Rechts?

Leserartikel – Beunruhigende Sprüche am Stammtisch

Leserartikel – Der Russe kommt

Leserartikel - Überfall an der Bushaltestelle

Bilanz - Hochachtung vor menschlicher Größe

Um mit der ewigen Frage nach dem Woher umzugehen, musste ich erst einen Weg finden. Denn diese Frage kehrt immer wieder. Meinen Freunden mag nicht mehr auffallen, dass ich aus einer sogenannten Migrantenfamilie komme. Für sie spielt es keine Rolle. Aber wenn ich Menschen neu kennenlerne, dauert es nicht lange, bis jemand fragt: "Woher kommst du?"

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Meine Antwort besteht aus zwei Wörtern: "Aus Karlsruhe". Karlsruhe ist der Ort, an dem ich aufgewachsen bin. Es gibt für mich keine andere Heimat als Deutschland.

Gleichzeitig trage ich den Herkunftsort meiner Familie in mir. Meine Großeltern und Eltern kamen vor rund vierzig Jahren aus der Türkei nach Deutschland. Bei mir zu Hause spricht man deutsch, arabisch und türkisch. Verleugnen würde ich die Herkunft meiner Eltern nie. Ich kann und will sie auch nicht ablegen.

Unterschwelliger Rassismus

Offener Rassismus ist in Deutschland nicht oft zu beobachten, ich selbst bin damit kaum in Berührung gekommen. Aber ich denke, dass Rassismus heute vor allem unterschwellig stattfindet. Auf die zunächst banal wirkende Frage "Woher kommst du?" folgt nach meiner Antwort meist eine zweite Frage: "Wo deine Familie ursprünglich herkommt, meinte ich."

Haben Sie jemals ihren deutschen Nachbarn, ihre deutsche Arbeitskollegin oder den deutschen Kommilitonen gefragt, wo seine Familie herkommt? Wieso sollte ich jemandem meine gesamte Familiengeschichte erzählen wollen, den ich erst vor wenigen Minuten kennengelernt habe? Und welchen Unterschied macht es, woher meine Familie stammt?

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Wenn Freunde oder Bekannte diese Frage nach einiger Zeit stellen, kann ich mir sicher sein, dass es darum geht, mehr über meine Persönlichkeit zu erfahren. Bei neuen Bekanntschaften frage ich mich: Wollen sie mich einordnen, eine exotische Geschichte hören? Vor allem aber: Kann mich jemand, der nach wenigen Minuten eine solche Frage stellt, als ebenbürtiges Gegenüber sehen? Oder zeigt nicht bereits diese Frage, dass man aufgrund seines Aussehens – das im Übrigen für Außenstehende der einzige Grund sein kann, mir eine Frage wie diese zu stellen – vom Rest unterschieden wird?

Ich denke, Rassismus in Deutschland entsteht nicht selten durch überflüssige Unterscheidungen: Hier die Deutschen, da die Deutschen mit Migrationshintergrund. Mir ist bewusst, dass manche Migranten noch nicht das Gefühl haben, in Deutschland angekommen zu sein. Andere aber nennen Deutschland längst ihre Heimat. Ich für meinen Teil musste nie ankommen. Mein Zuhause ist hier.

 
Leserkommentare
  1. Haben Sie jemals ihren deutschen Nachbarn, ihre deutsche Arbeitskollegin oder den deutschen Kommilitonen gefragt, wo seine Familie herkommt?

    Ja, habe ich. Und auch Mitbürger mit Migru habe ich das gefragt. Wenn ich mit ihnen ins Gespräch komme und sie sympathisch finde, interessiert mich das durchaus.
    DAhinter dann Rassismus zu sehen, find ich lächerlich.
    Da gibt es ganz andere Marken.

    48 Leserempfehlungen
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    Ich finde man sollte seine Neugierde im Zaun halten, wenn man mit wildfremden Menschen ein Smalltalk führt.
    Frage nach der Herkunft ist für mich zu indiskret, wie wenn ich einen Fremden nach seiner Religion, Familienstand oder Vorlieben frage.

    Richtig... bedenken wir, welche Geschichte in den Mitte Europas hat und wie viel Zeit es brauchte, um die heutige Form zu finden...
    ...und es geht ja auch noch weiter (in Europa)!

    In der Zeit der Kurfürsten stand diese Frage schon im Raum.
    Und Deutschland hat jetzt noch viel besonders unterschiedliche Volksgruppen, auf engsten Raum. Es spielt sehr wohl eine Rolle ob Du aus Berlin, von der Nordseeküste oder aus Bayern kommst. schließlich gibt es noch Sachsen, Westfalen, Rheinländer und noch weitere Untergruppen wie die Aachener.
    Auch allein die Frage ob Kölner oder Düsseldorfer, steht oft im Raum!
    Unter Autofahrern ist es oft schon der nächste Kreis... ;-)

    Der 'deutsche' Bürgerkrieg von 1866 steht unterschwellig schon noch im Raum, wenn es um die Frage der Herkunft geht - auch nachdem, nach dem 2.Weltkrieg die Vertriebenen der ehemaligen Gebiete im Osten, in den Westen flüchteten.
    Verschiedene Regionen besitzen einen unterschiedlichen Charakter und das ist gut so - gestern in Deutschland, heute in Europa!
    Ein Fest für jeden Kosmopolit. :-)

    Da kommt es mir schon etwas borniert vor, wenn sich Migranten über diese Frage echauffieren.

    Mein Familiennamen ist ein Süddeutscher, klinkt aber für die Rheinländer (wo ich lebe) eher osmanisch. Meine Großeltern kommen aber aus Ostpreußen - wenn ich für jedesmal, dass ich das erklären musste, einen Euro bekommen würde, dann könnte ich mir davon ein Motorrad kaufen!

    Sind die Migranten also doch jemand besonderes?!

    Natürlich ist mit der Frage nicht unbedingt Rassismus verbunden, sondern eventuell auch nur ein ehrliches Interesse. Problem ist aber, dass in Deutschland diese Frage noch relevant ist, d.h., dass noch immer unterschieden wird. Daher ist diese Frage unsensibel und repräsentiert einen unschöne Wirklichkeit der deutschen Integration.

    In Kanada, einem (größtenteils) vorbildlichen Einwanderungsland würde keiner auf Idee kommen diese Frage am Anfang eines Kennenlernens zu stellen. Man lebt Kanada, hat den Pass und spricht die Sprache, man ist also Kanadier. Der Hintergrund ist dabei egal und spielt eine unwichtige Rolle. Ich stelle diese Frage niemanden, weil ich mir eine derartige Offenheit in Deutschland auch wünsche. Mitbürger mit deutschem Pass sind Deutsche und nicht Deutsche mit "Migru". Kein Wunder wenn sich Leute hier nicht integrieren wollen (das ist nicht meine Meinung, aber wird viel diskutiert), wenn sie nach perfekter Integration noch immer von "echten" Deutschen unterschieden werden!!!

    • Spez
    • 15.06.2012 um 17:19 Uhr

    Der Hauptgrund für dieses Missverständnis ist, dass Deutschland kein Einwanderungsland ist. Stop, bevor das Geschrei los geht. Ich meine natürlich, dass Deutschland historisch kein Einwanderungsland ist. Nicht so wie z.B. die Vereinigten Staaten von Amerika. Des Weiteren ist es eine Offensichtlichkeit, die man nun mal nicht bestreiten kann. Wenn ich jetzt nach Afrika ziehe, werde ich wohl auch mehr auffallen!
    Ich stelle jedoch die Frage bei einem Kennenlernen nicht. Weshalb? Weil es für mich keine Frage ist, die Teil eines Small Talks ist und mich meist wirklich nicht interessiert. Nichtsdestotrotz habe ich in einem Gespräch erlebt wie mir der andere dieses Thema fast schon aufgenötigt hat. Weshalb? Keine Ahnung. Wieso können manche keine einfachen Gespräche führen, ohne gleich ein Fass aufzumachen? Ich kann das nicht beantworten, aber weiß, dass das alles nichts mit Rassismus zu tun hat.

    • FabMax
    • 15.06.2012 um 17:21 Uhr

    ...versteckt sich meistens kein Rassismus. Da haben sie recht.

    Wenn aber dann zwei-, dreimal nachgefragt wird, und vielleicht noch, woher die Familie ursprünglich stammt, dann ist das böswillig. So hält man den als ausländisch wahrgenommenen Gegenüber auf Distanz und etabliert gegen dessen Willen seine Fremdheit.

    Deshalb hat man die erste Antwort auf die Frage verdammt nochmal zu akzeptieren.

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Kommentare, die ausschließlich provozieren. Danke, die Redaktion/mk

    nur weil man gefragt wird wo die eltern herkommen wird man nicht gleich ausgeschlossen. ich werde auch gefragt wo ich herkomme und ich antworte auch darauf dann kommt man ins gespröch lernt einander kennen und das ist ´ne schöne sache...

    wenn man fragt wird man als rassist abgestempelt
    wenn man nicht fragt heisst es man sei uninteressiert
    entscheidet euch mal!!!!

    Ich finde man sollte seine Neugierde im Zaun halten, wenn man mit wildfremden Menschen ein Smalltalk führt.
    Frage nach der Herkunft ist für mich zu indiskret, wie wenn ich einen Fremden nach seiner Religion, Familienstand oder Vorlieben frage.

    Richtig... bedenken wir, welche Geschichte in den Mitte Europas hat und wie viel Zeit es brauchte, um die heutige Form zu finden...
    ...und es geht ja auch noch weiter (in Europa)!

    In der Zeit der Kurfürsten stand diese Frage schon im Raum.
    Und Deutschland hat jetzt noch viel besonders unterschiedliche Volksgruppen, auf engsten Raum. Es spielt sehr wohl eine Rolle ob Du aus Berlin, von der Nordseeküste oder aus Bayern kommst. schließlich gibt es noch Sachsen, Westfalen, Rheinländer und noch weitere Untergruppen wie die Aachener.
    Auch allein die Frage ob Kölner oder Düsseldorfer, steht oft im Raum!
    Unter Autofahrern ist es oft schon der nächste Kreis... ;-)

    Der 'deutsche' Bürgerkrieg von 1866 steht unterschwellig schon noch im Raum, wenn es um die Frage der Herkunft geht - auch nachdem, nach dem 2.Weltkrieg die Vertriebenen der ehemaligen Gebiete im Osten, in den Westen flüchteten.
    Verschiedene Regionen besitzen einen unterschiedlichen Charakter und das ist gut so - gestern in Deutschland, heute in Europa!
    Ein Fest für jeden Kosmopolit. :-)

    Da kommt es mir schon etwas borniert vor, wenn sich Migranten über diese Frage echauffieren.

    Mein Familiennamen ist ein Süddeutscher, klinkt aber für die Rheinländer (wo ich lebe) eher osmanisch. Meine Großeltern kommen aber aus Ostpreußen - wenn ich für jedesmal, dass ich das erklären musste, einen Euro bekommen würde, dann könnte ich mir davon ein Motorrad kaufen!

    Sind die Migranten also doch jemand besonderes?!

    Natürlich ist mit der Frage nicht unbedingt Rassismus verbunden, sondern eventuell auch nur ein ehrliches Interesse. Problem ist aber, dass in Deutschland diese Frage noch relevant ist, d.h., dass noch immer unterschieden wird. Daher ist diese Frage unsensibel und repräsentiert einen unschöne Wirklichkeit der deutschen Integration.

    In Kanada, einem (größtenteils) vorbildlichen Einwanderungsland würde keiner auf Idee kommen diese Frage am Anfang eines Kennenlernens zu stellen. Man lebt Kanada, hat den Pass und spricht die Sprache, man ist also Kanadier. Der Hintergrund ist dabei egal und spielt eine unwichtige Rolle. Ich stelle diese Frage niemanden, weil ich mir eine derartige Offenheit in Deutschland auch wünsche. Mitbürger mit deutschem Pass sind Deutsche und nicht Deutsche mit "Migru". Kein Wunder wenn sich Leute hier nicht integrieren wollen (das ist nicht meine Meinung, aber wird viel diskutiert), wenn sie nach perfekter Integration noch immer von "echten" Deutschen unterschieden werden!!!

    • Spez
    • 15.06.2012 um 17:19 Uhr

    Der Hauptgrund für dieses Missverständnis ist, dass Deutschland kein Einwanderungsland ist. Stop, bevor das Geschrei los geht. Ich meine natürlich, dass Deutschland historisch kein Einwanderungsland ist. Nicht so wie z.B. die Vereinigten Staaten von Amerika. Des Weiteren ist es eine Offensichtlichkeit, die man nun mal nicht bestreiten kann. Wenn ich jetzt nach Afrika ziehe, werde ich wohl auch mehr auffallen!
    Ich stelle jedoch die Frage bei einem Kennenlernen nicht. Weshalb? Weil es für mich keine Frage ist, die Teil eines Small Talks ist und mich meist wirklich nicht interessiert. Nichtsdestotrotz habe ich in einem Gespräch erlebt wie mir der andere dieses Thema fast schon aufgenötigt hat. Weshalb? Keine Ahnung. Wieso können manche keine einfachen Gespräche führen, ohne gleich ein Fass aufzumachen? Ich kann das nicht beantworten, aber weiß, dass das alles nichts mit Rassismus zu tun hat.

    • FabMax
    • 15.06.2012 um 17:21 Uhr

    ...versteckt sich meistens kein Rassismus. Da haben sie recht.

    Wenn aber dann zwei-, dreimal nachgefragt wird, und vielleicht noch, woher die Familie ursprünglich stammt, dann ist das böswillig. So hält man den als ausländisch wahrgenommenen Gegenüber auf Distanz und etabliert gegen dessen Willen seine Fremdheit.

    Deshalb hat man die erste Antwort auf die Frage verdammt nochmal zu akzeptieren.

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Kommentare, die ausschließlich provozieren. Danke, die Redaktion/mk

    nur weil man gefragt wird wo die eltern herkommen wird man nicht gleich ausgeschlossen. ich werde auch gefragt wo ich herkomme und ich antworte auch darauf dann kommt man ins gespröch lernt einander kennen und das ist ´ne schöne sache...

    wenn man fragt wird man als rassist abgestempelt
    wenn man nicht fragt heisst es man sei uninteressiert
    entscheidet euch mal!!!!

  2. Ich respektiere den Frust
    ich kenne jemanden, der war Iraner, ansehbar als Iraner, und der kam sich in Deutschland lebend auch rassistisch behandelt vor,.

    Ich glauber aber, das liegt eher so an Atmosphären, und als Ausländer ist man unsicher, was was ist, wenn etwas gesagt wurde. Mein Freund liess erkennen, dass es eigentlich gar keine akuten Gründe gab, für sein Gefühl.

    Ich denke, wenn jemand fragt, woher kommst Du, ist das neugierde. Ich finde das nicht schon rassistisch. Aber wenn man Ausländer ist, pardon: mit Migrationshintergrund, mag man das so "verstehen".

    Ich sage mal, der subtile Rassismus kommt auch dadurch zustande, weil nie etwas FÜR das Verhältnis zwischen Einheimischen und "Migrationshintergründler" gemacht wird. Die letzteren werden ziemlich allein gelassen. Dabei stellen sie kulturell eine Besonderheit dar, was psychisch gesehen nicht leicht sein muss.
    Ich wurde in der Schule gehändelt, wegen vorstehenden Zähnen- Mit einer Auffälligkeit umher zu gehen, ist nicht leicht. Das ist einfach so. Das gilt auch für Migrationshintergründler. Ich finde, die Gesellschaft sollte das noch mehr beachten.
    ich finde es so gesehen auch gut, wenn fremdsprachige Hinweise zB bei Behörden verfasst werden. Aber der Tenor sollte Liebe sein und nicht Pflichtaufgabe des Staates, damit jeder versteht, was "amtlich" ist.

    2 Leserempfehlungen
  3. Liebes Fräulein Kara,

    auch ich bin ein Deutscher mit sog. Migrationshintergrund. Aber mir würde nie in den Sinn kommen, bei einer Frage nach meiner Herkunft einen Angriff auf meine Persönlichkeit zu wähnen - egal, ob nun diese Frage von einer vertrauten oder fremden Person erfolgt.

    Man sollte mit seiner Herkunft lockerer umgehen und sich nunmal damit arrangieren, rein äußerlich als Fremder wahrgenommen werden. Im Gespräch hat man die Chance, sein Gegenüber vom Gegenteil zu überzeugen. Und wenn man dazu keine Lust hast, besteht immer noch die Möglichkeit, lästigen Fragen höflich aus dem Weg zu gehen.
    Charme und Selbstbewusstsein sind die besten Waffen, um Vorurteilen offensiv zu begegnen.
    Ich selbst erwische mich immer dabei, Leute, die mir etwas "spanisch" vorkommen, nach ihrer Herkunft zu fragen. Dahinter steckt kein Ressentiment, sondern ehrliches Interesse und die Aussicht, dadurch ins Gespräch zu kommen.
    Bleiben Sie also gelassen und pragmatisch, Fräulein Kara.

    38 Leserempfehlungen
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    • xpeten
    • 15.06.2012 um 21:35 Uhr

    Man sollte die Bedenken, Erfahrungen und Sorgen von Menschen wie Frau Kara ernstnehmen und sie lieber nicht auf mit dem Bade ausgeschüttete KInder reduzieren. Auch das wäre ein Rezept, dass sich Menschen mit Migrationshintergrund in unserem Land wohlfühlen.

    Und, nur zur Info: Das Wort "Fräulein" gibt es nicht mehr, es wurde vor vielen Jahren schon zurecht ersatzlos aus dem deutschen Sprachschatz gestrichen.

    - eine nachfrage ist nur ein freundliches interesse und nicht zu verwechseln mit beispielsweise dem verbot, iregndwo zu arbeiten oder einzukaufen
    - artikel dieser machart sind eine weitaus stärkere verharmlosung des rassismus, weil mittlerweile jeder nur noch die augen verdreht, wenn es auf dieses thema zu sprechen kommt. und weil sich aufgrund dessen bald keiner mehr dafür interessieren wird, was den echten rasssismus, der ausgrenzung und schlimmeres zur folge hatte, ausmacht.
    - artikel wie dieser lösen aus, dass bald keiner mehr mit jemandem spricht, der nicht kaukasisch aussieht, weil man kann ja mit egal-was etwas gesagt haben, das rassistisch gewertet werden könnte.
    - mein persönlicher eindruck ist, die autorin hat keine echten probleme und muss sich selbst welche machen.

    Herr Beit Zamani, sie haben Recht. Und, wie sie Recht haben! Wir Migranten müssen stets locker und pragmatisch bleiben. Auch ohne deutschen Pass (was bedeutet, dass wir nicht wählen dürfen) Nur so können wir uns als berechtigte Mitglieder der deutschen Gesllschaft betrachten und unser Leben geniessen! Sehr gut!

    Ich kann Frau Karas Frust nicht nachvollziehen. Ich komme selbst asu Russland, habe jetzt den deutschen Pass, wenn einer fragt wo ich herkomme erkläre ich ihm das einfach. Meist kommt ein " oh du sprichst aber gut deutsch". Das Kompliment nehme ich gerne an und meistens unterhalten wir uns dann weiter ohne irgendwelche Probleme.

    ich gehe mit meiner herkunft auch gelassen um, die leute sind eben interessiert. rassismus ist mir nie begegnet.

    also frau kara, nehmen sies einfach locker :)

    • xpeten
    • 15.06.2012 um 21:35 Uhr

    Man sollte die Bedenken, Erfahrungen und Sorgen von Menschen wie Frau Kara ernstnehmen und sie lieber nicht auf mit dem Bade ausgeschüttete KInder reduzieren. Auch das wäre ein Rezept, dass sich Menschen mit Migrationshintergrund in unserem Land wohlfühlen.

    Und, nur zur Info: Das Wort "Fräulein" gibt es nicht mehr, es wurde vor vielen Jahren schon zurecht ersatzlos aus dem deutschen Sprachschatz gestrichen.

    - eine nachfrage ist nur ein freundliches interesse und nicht zu verwechseln mit beispielsweise dem verbot, iregndwo zu arbeiten oder einzukaufen
    - artikel dieser machart sind eine weitaus stärkere verharmlosung des rassismus, weil mittlerweile jeder nur noch die augen verdreht, wenn es auf dieses thema zu sprechen kommt. und weil sich aufgrund dessen bald keiner mehr dafür interessieren wird, was den echten rasssismus, der ausgrenzung und schlimmeres zur folge hatte, ausmacht.
    - artikel wie dieser lösen aus, dass bald keiner mehr mit jemandem spricht, der nicht kaukasisch aussieht, weil man kann ja mit egal-was etwas gesagt haben, das rassistisch gewertet werden könnte.
    - mein persönlicher eindruck ist, die autorin hat keine echten probleme und muss sich selbst welche machen.

    Herr Beit Zamani, sie haben Recht. Und, wie sie Recht haben! Wir Migranten müssen stets locker und pragmatisch bleiben. Auch ohne deutschen Pass (was bedeutet, dass wir nicht wählen dürfen) Nur so können wir uns als berechtigte Mitglieder der deutschen Gesllschaft betrachten und unser Leben geniessen! Sehr gut!

    Ich kann Frau Karas Frust nicht nachvollziehen. Ich komme selbst asu Russland, habe jetzt den deutschen Pass, wenn einer fragt wo ich herkomme erkläre ich ihm das einfach. Meist kommt ein " oh du sprichst aber gut deutsch". Das Kompliment nehme ich gerne an und meistens unterhalten wir uns dann weiter ohne irgendwelche Probleme.

    ich gehe mit meiner herkunft auch gelassen um, die leute sind eben interessiert. rassismus ist mir nie begegnet.

    also frau kara, nehmen sies einfach locker :)

  4. Gefühlswelt der Mimosen.
    Wenn ich meine südfranzösischen Freunde oder auch meine italienischen (schwarze Haare! dunke Augen - ist das jetzt rassistisch?) nach ihrer Heimat frage, dann glitzern diese dunklen Augen, und ich erfahre etwas von Bormes-les-Mimosas oder den Hügeln von oberhalb Rapallo.
    Wenn ich schwarze Mitmenschen, die ich als Mitmenschen mit schwarzer Hautfarbe anspreche weil ich da schlecht drüber hinweggucken kann oder will - (dann! wäre ich Rassist!) auf ihre Heimat oder Herkunft anspreche, weil ich bereits viel in Nord- und Westafrika aber auch in der Karibik und im nördlichen Südamerika herumgereist und mit den Menschen eng zusammen gelebt habe und oft alleine aufgrund der Physiognomie schon ganz recht nah an der Herkunft gelegen und mich mit diesen netten Mitmenschen (unnette Begegnungen habe ich noch nicht gehabt!) sehr ntt ausgetauscht habe.
    Von denen hat mich noch niemals jemand so behandelt, als fühlte er sich von einem deutschen, weißen Rassisten angemacht.
    Man sollte da schon differenzieren, liebe Schreiberin - ich sehe da leichte rassistische Tendenzen bei Ihnen in bezug auf ihre deutsche Umgebung.
    Übrigens auch mit türkischen Mitmenschen habe ich mich schon intensiv und nett und freundlich ausgetauscht und habe viel über ihre Heimat erfahren; das war aber zumeist in Frankreich - vielleicht sind die Menschen da insgesamt offener - und suchen nicht den Rassisten im Gegenüber, sondern den Mitmenschen.

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    • SusoKa
    • 15.06.2012 um 12:18 Uhr

    Zunächst bedanke ich mich für die weitestgehend konstruktive Kritik und kann ihre Reaktionen teilweise auch nachvollziehen.

    Wie sie meinem Artikel jedoch entnehmen können, geht es mir bei dieser Problematik immer nur um neue Bekanntschaften, die nach wenigen Minuten eine solche Frage stellen UND auch nach meiner- scheinbar für den Fragestellenden unbefriedigenden Antwort- weiterfragen. Ich habe keine Scheu, jemandem, den ich sympathisch finde und mit dem ich mich eine Weile unterhalten habe, mehr über die Herkunft meiner Eltern zu erzählen. Aber ich wünsche mir eine gewisse Sensibilität diesem Thema gegenüber. Antworte ich mit den Worten "Aus Karlsruhe", sollte es für mein Gegenüber doch Zeichen genug sein, dass das für den Moment alles ist, was ich darüber sagen möchte. Selbst zu entscheiden, wann ich wem mehr darüber erzähle, ohne als Mensch mit Mimose betitelt zu werden, sollte mein gutes Recht sein.

    Mir rassistische Tendenzen gegenüber meiner deutschen Umgebung zu unterstellen, empfinde ich haltlos- da ich mich selbst als Deutsche sehe.

    • akrini
    • 15.06.2012 um 14:58 Uhr

    Lieber Prustekruchen
    sie schreiben, dass ihre Freunde mit Begeisterung über ihre Heimat sprechen und sie deshalb nichts Verwerfliches an dieser Frage entdecken können.
    Das sieht auch Frau Kara so... sie spricht, so wie ich sie verstehe, gerne über ihre Heimat. Das ist für sie Karlsruhe und Deutschland. Jedoch akzeptieren ihre Gesprächspartner diese Antwort nicht und das ist es was Frau Kara stört.

    vor Allem gegenüber Menschen mit dunkler Hautfarbe.

    Gucken sie sich die Dokumentation Schwarz Weiß von Günther Wallraff an. Gibt es in der Ard Mediathek oder auch bei Youtube.

    Überheblichkeit, Arroganz, Ignoranz sind die Stichwörter.
    Preise werden erhöht, Mitgliedausweise an Diskotüren verlangt, Mieten erhöht, Pöbeleien im Zug oder auf offener Strasse.

    Der Rassismus ist in der bildungsfernen, ländlichen Generation Bevölkerung fest verankert. Man kann nicht gezwungen werden alle Menschen gleich zu behandeln. Aber diesen Menschen wird nicht mal ein mindestmaß an Respekt oder Aufmerksamkeit entgegen gebracht. Sie als weißer deutscher Bürger haben natürlich nicht diese Probleme.

    Für sie ist der Vereinsbeitrag nicht 3x so hoch wie für alle anderen Vereinsmitglieder. An der Diskotür werden sie nicht nach ihrem Mitgliedsausweis gefragt. Sie müssen sich in der Bahn nicht anhören: " Afrika den Affen und Europa den Weißen. " Sie müssen nicht 10x mal so viele Bewerbungen schreiben wie andere selber Qualifikation. Sie werden nicht ständig von der Polizei angehalten und kontrolliert.

    Sie haben leider absolut keine Ahnung wie es ist. Meine Situation ist ähnlich. Mein Vater lebt seit 40 Jahren hier. Ich schließe grade mein Studium ab, werde danach hoffentlich promovieren und spreche 4 Sprachen. Aber ich bin auch schwarz und darauf reduzieren mich viele Menschen die mir im Alltag begegnen. Das ist keine Einbildung sondern Fakt. Gucken sie sich die Doku an.

    Ich stimme Ihrem Kommentar vollkommen zu. Zumeinen betont Frau kara ihre herkunft und das tun ganz viele leute mit migra und zugleich kritisiert sie die deutschen und wirft ihnen vor rassistisch zu sein. und das sag ich als deutscher mit migra

    • SusoKa
    • 15.06.2012 um 12:18 Uhr

    Zunächst bedanke ich mich für die weitestgehend konstruktive Kritik und kann ihre Reaktionen teilweise auch nachvollziehen.

    Wie sie meinem Artikel jedoch entnehmen können, geht es mir bei dieser Problematik immer nur um neue Bekanntschaften, die nach wenigen Minuten eine solche Frage stellen UND auch nach meiner- scheinbar für den Fragestellenden unbefriedigenden Antwort- weiterfragen. Ich habe keine Scheu, jemandem, den ich sympathisch finde und mit dem ich mich eine Weile unterhalten habe, mehr über die Herkunft meiner Eltern zu erzählen. Aber ich wünsche mir eine gewisse Sensibilität diesem Thema gegenüber. Antworte ich mit den Worten "Aus Karlsruhe", sollte es für mein Gegenüber doch Zeichen genug sein, dass das für den Moment alles ist, was ich darüber sagen möchte. Selbst zu entscheiden, wann ich wem mehr darüber erzähle, ohne als Mensch mit Mimose betitelt zu werden, sollte mein gutes Recht sein.

    Mir rassistische Tendenzen gegenüber meiner deutschen Umgebung zu unterstellen, empfinde ich haltlos- da ich mich selbst als Deutsche sehe.

    • akrini
    • 15.06.2012 um 14:58 Uhr

    Lieber Prustekruchen
    sie schreiben, dass ihre Freunde mit Begeisterung über ihre Heimat sprechen und sie deshalb nichts Verwerfliches an dieser Frage entdecken können.
    Das sieht auch Frau Kara so... sie spricht, so wie ich sie verstehe, gerne über ihre Heimat. Das ist für sie Karlsruhe und Deutschland. Jedoch akzeptieren ihre Gesprächspartner diese Antwort nicht und das ist es was Frau Kara stört.

    vor Allem gegenüber Menschen mit dunkler Hautfarbe.

    Gucken sie sich die Dokumentation Schwarz Weiß von Günther Wallraff an. Gibt es in der Ard Mediathek oder auch bei Youtube.

    Überheblichkeit, Arroganz, Ignoranz sind die Stichwörter.
    Preise werden erhöht, Mitgliedausweise an Diskotüren verlangt, Mieten erhöht, Pöbeleien im Zug oder auf offener Strasse.

    Der Rassismus ist in der bildungsfernen, ländlichen Generation Bevölkerung fest verankert. Man kann nicht gezwungen werden alle Menschen gleich zu behandeln. Aber diesen Menschen wird nicht mal ein mindestmaß an Respekt oder Aufmerksamkeit entgegen gebracht. Sie als weißer deutscher Bürger haben natürlich nicht diese Probleme.

    Für sie ist der Vereinsbeitrag nicht 3x so hoch wie für alle anderen Vereinsmitglieder. An der Diskotür werden sie nicht nach ihrem Mitgliedsausweis gefragt. Sie müssen sich in der Bahn nicht anhören: " Afrika den Affen und Europa den Weißen. " Sie müssen nicht 10x mal so viele Bewerbungen schreiben wie andere selber Qualifikation. Sie werden nicht ständig von der Polizei angehalten und kontrolliert.

    Sie haben leider absolut keine Ahnung wie es ist. Meine Situation ist ähnlich. Mein Vater lebt seit 40 Jahren hier. Ich schließe grade mein Studium ab, werde danach hoffentlich promovieren und spreche 4 Sprachen. Aber ich bin auch schwarz und darauf reduzieren mich viele Menschen die mir im Alltag begegnen. Das ist keine Einbildung sondern Fakt. Gucken sie sich die Doku an.

    Ich stimme Ihrem Kommentar vollkommen zu. Zumeinen betont Frau kara ihre herkunft und das tun ganz viele leute mit migra und zugleich kritisiert sie die deutschen und wirft ihnen vor rassistisch zu sein. und das sag ich als deutscher mit migra

  5. sagt Frau Kara, sie möchte die Herkunft ihrer Familie nicht ablegen. Gleichzeitig stört sie sich an der Frage: "Woher kommst du?" Das will nicht so ganz in meinen Kopf.

    Ansonsten halte ich diese Frage hier in Deutschland nicht für verwerflich. Das Land wird niemals "arisch" und war es auch nie. Aber es ist nun mal nicht New York, wo man in die U-Bahn steigt und darin so viele Teints wie Menschen vorfindet. Ist es rassistisch, wenn hierzulande Menschen mit dunkler Hautfarbe oder nicht deutsch klingendem Namen wertfrei als "außergewöhnlich" betrachtet und deswegen darauf angesprochen werden?

    19 Leserempfehlungen
  6. "Haben Sie jemals ihren deutschen Nachbarn, ihre deutsche Arbeitskollegin oder den deutschen Kommilitonen gefragt, wo seine Familie herkommt? "

    Ja, erst ein paar Tage her.

    Und zu meinem Vergnügen kam die erwartete Antwort

    "Ich bin e Leibzscher"

    27 Leserempfehlungen
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    • joG
    • 23.06.2012 um 8:55 Uhr

    ...nicht vorstellen, dass man so desinteressiert sein könnte, jemanden nicht zu fragen, woher er kommt, wenn er einigermaßen kennenswert scheint. Selbst bei uninteressanten Personen ist es interessant, wo die Aussprache herkommt. Dazu kann auch ein Migrationshintergrund kommen; muss aber nicht.

    • joG
    • 23.06.2012 um 8:55 Uhr

    ...nicht vorstellen, dass man so desinteressiert sein könnte, jemanden nicht zu fragen, woher er kommt, wenn er einigermaßen kennenswert scheint. Selbst bei uninteressanten Personen ist es interessant, wo die Aussprache herkommt. Dazu kann auch ein Migrationshintergrund kommen; muss aber nicht.

  7. Fragt man jemanden ohne Migrationshintergrund nach seiner Herkunft wird es als Interesse an der Person gewertet, wird es als small-talk aufgefasst. Es ist gewissermaßen der kleinste gemeinsame Nenner, die Schnittstelle, da, zwangsläufig, jeder irgendwo seinen Ursprung hat.

    Gilt die gleiche Frage jemandem mit Migrationshintergrund, so scheint es mittlerweile einem rassistischem Akt gleich zu kommen, zumindest aber versteckten Rassismus zum Ausdruck bringen.

    Wieso?
    Wieso ist rassistisch Personen mit Migrationshintergrund nach ihrer Herkunft zu fragen?
    Inwiefern unterscheidet sich diese Situation von ebenjenen Situationen in denen ein Bayer in Ostfriesland nach seiner Herkunft gefragt wird, in denen ein Rheinländer im Harz nach seiner Herkunft befragt wird?
    Es scheint vor allem ein deutsches Phänomen zu sein in all jene Fragen und Äußerungen versteckten Rassismus zu vermuten. Während in vielen Ländern diese Frage mit Freude beantwortet wird, während es selbstverständlich ist, sich nicht nur über seine direkte Herkunft auszutauschen, sondern auch über seine Wurzeln und während man sich vorurteilsfrei über verschiedene Kulturen, ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede austauschen kann, so wird diese Frage hierzulande bisweilen noch viel zu häufig rassistisch angesehen.
    Es wäre an der Zeit sich von dieser Last der Vergangenheit zu befreien, sowohl auf Seiten des Fragenstellers, als auch auf Seite der Antwortenden!

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  8. vielleicht einmal darüber nachdenken: Euere Art, den "deutschen latenten Rassismus" besonders zu erfinden trennt mehr, als das es verbindet.
    Ihr befördert hier die Ansicht, dass man Migranten besonders harmlos behandeln sollte, so, als wären sie nicht da.
    Es sind aber Mitmenschen - und mman behandelt Mitmenschen immer, in irgendeiner Weise.
    Mitmenchen, denen ich mein Interesse zeige, können mein Interesse akzeptieren oder abweisen - die Dritten machen da eine Problemwelt draus und erfinden "Kölümnen", die das trennde hervorheben.

    40 Leserempfehlungen
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    getroffen! Gerade, während ich diesen Thread hier zum erstenmal durchlese(die Überschrift hatte mich schon genervt
    und deshalb erst jetzt), denke ich, wieso so etwas kleingeistiges hier eigentlich abgedruckt wird. Möchte die Zeit jetzt neuerdings als Anti-Rassissmuslehrmeister auftreten?

    [...] Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/kvk

    getroffen! Gerade, während ich diesen Thread hier zum erstenmal durchlese(die Überschrift hatte mich schon genervt
    und deshalb erst jetzt), denke ich, wieso so etwas kleingeistiges hier eigentlich abgedruckt wird. Möchte die Zeit jetzt neuerdings als Anti-Rassissmuslehrmeister auftreten?

    [...] Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/kvk

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