Leben mit Rassismus: "Warum soll ich Fremden meine Familiengeschichte erzählen?"
Dauernd wird Leserin Sophie Kara gefragt, woher sie komme. Karlsruhe reicht als Antwort nicht. Immer muss sie auch die Herkunft ihrer Familie erklären.
Ich bin eine der dritten Generation. Ich habe die deutsche Staatsbürgerschaft, studiere an einer deutschen Hochschule Politikwissenschaft und Germanistik. Ich bin eine Deutsche mit sogenanntem Migrationshintergrund.
- Leben mit Rassismus
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Viele Migranten in Deutschland erleben Vorurteile und Rassismus. Wie gehen sie damit um? Mit diesen Blicken, Worten, Rangeleien oder sogar Gewalttaten? In unserer Themenwoche Leben mit Rassismus berichten ganz unterschiedliche Menschen, welche Rolle Rassismus in ihrem Leben in Deutschland spielt – und wie sie sich dagegen wappnen. Ihre Erfahrungen und ihre Sichten auf die Deutschen sind so individuell wie sie selbst.
Wir entwickeln keine neuen Theorien und hantieren nicht mit abstrakten Begriffen. Wir zeigen keine Prototypen – weder Opfer noch Täter. Stattdessen lassen wir Individuen zu Wort kommen.
Auch Ihre Berichte können Teil der Woche werden: Wie leben Sie mit Rassismus in Deutschland? Schreiben Sie einen Leserartikel.
- Die Beiträge zur Themenwoche
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Bayrischer Wald – Der bayerische Inder
Sachsen-Anhalt – Angekommen in Stendal
Rassismus in Sachsen-Anhalt – "Wer aus dem Senegal kommt, wird als Neger beschimpft"
Berlin – Bouba Kabas Weg aus der Wut
Berlin – Fotos von Tatorten von Sabine Schründer
Brandenburg – Herrn Chans Kampf in Cottbus
Thüringen – Zeca Schall: "Wir dulden keinen Rechtsextremismus mehr"
Leben mit Rassismus – Was ist ein Erfolg gegen Rechts?
Leserartikel – Beunruhigende Sprüche am Stammtisch
Leserartikel – Der Russe kommt
Um mit der ewigen Frage nach dem Woher umzugehen, musste ich erst einen Weg finden. Denn diese Frage kehrt immer wieder. Meinen Freunden mag nicht mehr auffallen, dass ich aus einer sogenannten Migrantenfamilie komme. Für sie spielt es keine Rolle. Aber wenn ich Menschen neu kennenlerne, dauert es nicht lange, bis jemand fragt: "Woher kommst du?"
Meine Antwort besteht aus zwei Wörtern: "Aus Karlsruhe". Karlsruhe ist der Ort, an dem ich aufgewachsen bin. Es gibt für mich keine andere Heimat als Deutschland.
Gleichzeitig trage ich den Herkunftsort meiner Familie in mir. Meine Großeltern und Eltern kamen vor rund vierzig Jahren aus der Türkei nach Deutschland. Bei mir zu Hause spricht man deutsch, arabisch und türkisch. Verleugnen würde ich die Herkunft meiner Eltern nie. Ich kann und will sie auch nicht ablegen.
Unterschwelliger Rassismus
Offener Rassismus ist in Deutschland nicht oft zu beobachten, ich selbst bin damit kaum in Berührung gekommen. Aber ich denke, dass Rassismus heute vor allem unterschwellig stattfindet. Auf die zunächst banal wirkende Frage "Woher kommst du?" folgt nach meiner Antwort meist eine zweite Frage: "Wo deine Familie ursprünglich herkommt, meinte ich."
Haben Sie jemals ihren deutschen Nachbarn, ihre deutsche Arbeitskollegin oder den deutschen Kommilitonen gefragt, wo seine Familie herkommt? Wieso sollte ich jemandem meine gesamte Familiengeschichte erzählen wollen, den ich erst vor wenigen Minuten kennengelernt habe? Und welchen Unterschied macht es, woher meine Familie stammt?
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Wenn Freunde oder Bekannte diese Frage nach einiger Zeit stellen, kann ich mir sicher sein, dass es darum geht, mehr über meine Persönlichkeit zu erfahren. Bei neuen Bekanntschaften frage ich mich: Wollen sie mich einordnen, eine exotische Geschichte hören? Vor allem aber: Kann mich jemand, der nach wenigen Minuten eine solche Frage stellt, als ebenbürtiges Gegenüber sehen? Oder zeigt nicht bereits diese Frage, dass man aufgrund seines Aussehens – das im Übrigen für Außenstehende der einzige Grund sein kann, mir eine Frage wie diese zu stellen – vom Rest unterschieden wird?
Ich denke, Rassismus in Deutschland entsteht nicht selten durch überflüssige Unterscheidungen: Hier die Deutschen, da die Deutschen mit Migrationshintergrund. Mir ist bewusst, dass manche Migranten noch nicht das Gefühl haben, in Deutschland angekommen zu sein. Andere aber nennen Deutschland längst ihre Heimat. Ich für meinen Teil musste nie ankommen. Mein Zuhause ist hier.







Auch Frauen sind in der Gesellschaft erst dann gleich , wenn man sie so behandelt als wären sie ein Mensch und keine Frau.
Die Piraten mit ihrem "Pirat" ohne Unterscheidung in Pirat und Piratin (allein die Unterscheidung in Pirat und Piratin macht die Gleichheit zunichte) ist wirklich vorbildlich.
Die Frage woher jemand kommt ist also stets ein Rassismustor.
Natürlich gibt es die Nichtrassisiten die es nur interessiert aber dann gibt es auch die Rassisten die dieses Interessen missbrauchen.
Außerdem gibt es wesentlich Interessanter Dinge als die Frage woher die Vorfahren stammen.
Richtig... bedenken wir, welche Geschichte in den Mitte Europas hat und wie viel Zeit es brauchte, um die heutige Form zu finden...
...und es geht ja auch noch weiter (in Europa)!
In der Zeit der Kurfürsten stand diese Frage schon im Raum.
Und Deutschland hat jetzt noch viel besonders unterschiedliche Volksgruppen, auf engsten Raum. Es spielt sehr wohl eine Rolle ob Du aus Berlin, von der Nordseeküste oder aus Bayern kommst. schließlich gibt es noch Sachsen, Westfalen, Rheinländer und noch weitere Untergruppen wie die Aachener.
Auch allein die Frage ob Kölner oder Düsseldorfer, steht oft im Raum!
Unter Autofahrern ist es oft schon der nächste Kreis... ;-)
Der 'deutsche' Bürgerkrieg von 1866 steht unterschwellig schon noch im Raum, wenn es um die Frage der Herkunft geht - auch nachdem, nach dem 2.Weltkrieg die Vertriebenen der ehemaligen Gebiete im Osten, in den Westen flüchteten.
Verschiedene Regionen besitzen einen unterschiedlichen Charakter und das ist gut so - gestern in Deutschland, heute in Europa!
Ein Fest für jeden Kosmopolit. :-)
Da kommt es mir schon etwas borniert vor, wenn sich Migranten über diese Frage echauffieren.
Mein Familiennamen ist ein Süddeutscher, klinkt aber für die Rheinländer (wo ich lebe) eher osmanisch. Meine Großeltern kommen aber aus Ostpreußen - wenn ich für jedesmal, dass ich das erklären musste, einen Euro bekommen würde, dann könnte ich mir davon ein Motorrad kaufen!
Sind die Migranten also doch jemand besonderes?!
...ups, ich entschuldige mich für mein schlechtes Deutsch, in meinem Kommentar - ich war wohl noch nicht ganz wach und haben ihn obendrein, nur unzureichend lektoriert und redigiert...
...ups, ich entschuldige mich für mein schlechtes Deutsch, in meinem Kommentar - ich war wohl noch nicht ganz wach und haben ihn obendrein, nur unzureichend lektoriert und redigiert...
Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare und verzichten auf Beleidigungen. Danke, die Redaktion/ls
Von dem was ich geschrieben habe.
Fast jeder Smalltalk beginnt mit der Frage nach der Herkunft.
Diese Frage gibt uns Sicherheit, ja einen guten Einstieg in ein Gespräch.
Zu erörtern ist, warum das so ist, und uns selbst dann dafür kritisieren ist etwas sehr wichtiges in unserer Entwicklung. Und da habe ich schon etwas erwähnt, nämlich das Denken in Nationalitäten.
Ein Beispiel:
Wenn ich eine Dame exotischen Aussehens ansprechen will, weil ich sie kennen lernen will, frage ich auch zu allererst nach der Herkunft, wie fast jeder andere auch.
Ich halte mich an dieser Frage fest, sie gibt mir Sicherheit und so beginnt der Smalltalk. In der Regel kann man auf diese Frage eine Antwort erwarten, weswegen man sie auch nutzt. Und eventuell bekommt man die Nummer der anderen Person.
Damit unterstelle ich niemandem etwas. Außer eventuell mir selbst, weil ich eben doch nicht so individuell bin wie ich gerne wäre.
Aber im Endeffekt muss man doch einsehen können, dass man die Dame angebaggert hat. Man ist auf sie zugegangen, weil man sie attraktiv fand. Das ist doch auch etwas positives.
Man muss jetzt doch nicht die Frage nach der Herkunft als etwas positives herausheben um seine Herangehensweise rechtzufertigen.
Es ist einfach nervig, dass viele Menschen diese Frage wählen. Und es ist gut, dass die Gefragten erwähnen, dass es nervt.
Vielleicht sage ich der nächsten Person direkt, dass ich sie attraktiv finde und wirke schon dadurch sympathischer.
und ich möchte Ihnen noch einmal antworten,
ebenso "Sieg" in bezug auf Frauen.
Ich bin ein Mensch, aber ich bin auch eine Frau,
und ich habe eine bestimmte Nationalität und
Herkunft.
Das sind von außen erkennbare Faktoren meiner
persönlichen Identität.
Alles andere, was mich sonst noch als Persönlichkeit
ausmacht, ist nicht unmittelbar erkennbar.
Wenn eine fremde Person mich nun als Frau und/oder
als Mensch einer bestimmten Nationalität etc.
anspricht, dann zeigt er Interesse an mir.
Das empfinde ich als positiv, ebenso wie ich meine
eigene Identität als positiv empfinde....
Ich verstehe das Problem nicht, das jemand damit hat.
wurde, wenn wir hier in HH in den türkischen Gemüseläden eingekauft haben, immer gefragt, wo er herkomme. Der Türke wollte wissen, ob er einem Türken gegenüber steht, so hat das mein Freund empfunden.
Mein Freund selbst hat in Situationen, wo man einen Gesprächsanfang brauchte, weil man sich nicht kannte, jeden gefragt wo er herkomme und gern bereitwillig von seiner Herkunft erzählt.
Habe ich 9 Jahre mit einem Rassisten zusammengelebt ?
und ich möchte Ihnen noch einmal antworten,
ebenso "Sieg" in bezug auf Frauen.
Ich bin ein Mensch, aber ich bin auch eine Frau,
und ich habe eine bestimmte Nationalität und
Herkunft.
Das sind von außen erkennbare Faktoren meiner
persönlichen Identität.
Alles andere, was mich sonst noch als Persönlichkeit
ausmacht, ist nicht unmittelbar erkennbar.
Wenn eine fremde Person mich nun als Frau und/oder
als Mensch einer bestimmten Nationalität etc.
anspricht, dann zeigt er Interesse an mir.
Das empfinde ich als positiv, ebenso wie ich meine
eigene Identität als positiv empfinde....
Ich verstehe das Problem nicht, das jemand damit hat.
wurde, wenn wir hier in HH in den türkischen Gemüseläden eingekauft haben, immer gefragt, wo er herkomme. Der Türke wollte wissen, ob er einem Türken gegenüber steht, so hat das mein Freund empfunden.
Mein Freund selbst hat in Situationen, wo man einen Gesprächsanfang brauchte, weil man sich nicht kannte, jeden gefragt wo er herkomme und gern bereitwillig von seiner Herkunft erzählt.
Habe ich 9 Jahre mit einem Rassisten zusammengelebt ?
Wenn ihr bloß wertfrei nach dem genetischen oder kulturellen Erbe einer Person fragen möchtet, wieso drückt ihr die Frage dann nicht ebenso wertfrei aus?
"Woher kommst du?" oder der Superlativ "Woher kommst du *wirklich*?" implizieren, dass ich nicht aus Deutschland komme, obwohl ich hier geboren bin, alleinig mit der deutschen Kultur aufgewachsen bin und Deutsch als einzige Muttersprache spreche.
Genauso der Begriff *Ausländer*. Siehst du nicht deutsch aus, bist du kein Deutscher und wirst auch nie einer sein. Selbst wenn du das, was als dein Herkunftsland gilt, noch kein einziges Mal besucht hast.
Danke, Ihr Kommentar trifft den Kern des Problems!
Wenn ich gefragt werde, woher ich komme reicht die Nennung einer Stadt, z.B. "Karlsruhe!" völlig aus. Ich bin aber auch blond und hellhäutig. Und ich wäre extrem irritiert, wenn mich jemand danach auffordern würde meine "echte" Heimat zu benennen. Welche denn? Ich bin aus Deutschland!
Genau das passsiert aber einigen Deutschen aus meinem Bekanntenkreis. Der Unterschied zwischen mir und ihnen: Sie sind dunkelhäutig.
Frau Kara, sie haben völlig Recht, das nervt!
Danke für ihren Artikel!
Kommentar 37 wird zu Ende leider völliger Mist!
Ich selbst habe offiziell Migrationshintergrund (nicht für jeden offensichtlich: russisch), der Automechaniker meines Vertrauens ist ursprünglich Türke, spricht aber so hartes niederbayerisch, dass niemand (in Niederbayern) ihn jemals als "Ausländer" bezeichnen würde. Mein griechischer Chef ist einer der deutschesten Deutschen, die ich kenne. Ein "ursprünglich" türkischer, sowie ein afrikanisch/deutscher Freund von mir, die beide studieren, würden niemals behaupten/empfinden sie würden nicht als Deutsche akzeptiert! Genauso wenig ich...
Die Diskussion verläuft ins Unendliche, weil es hier um individuelle Auffassungen und Haltungen geht, nicht um einen objektiv existenten "unterschwelligen Rassismus".
Ich denke, die vielen guten Ratschläge an Frau Kara sind sinnfrei. Wenn es Sie stört darauf angesprochen zu werden: Klar! Sagen Sie's! Und wenn es mich stört nach meinem Namen gefragt zu werden, kann ich die Antwort genauso verweigern. Es besteht sozusagen kein Unterschied zwischen diesen Fragen!
Und "mussec": Natürlich ist es eine der ersten Fragen weil nunmal die optische Erscheinung das erste ist, was wir wahrnehmen! Wie auch schon mehrere Kommentatoren erkannt haben: Rassismus ist nicht "das Erkennen/Erfahren von unterschiedlicher optischer Erscheinung", sondern hieraus resultierende Differenzierung, und sogar nicht mal nur das, sondern um von Rassismus sprechen zu können, muss schon ein bös gemeinter Sinn dahinter stecken!
Danke, Ihr Kommentar trifft den Kern des Problems!
Wenn ich gefragt werde, woher ich komme reicht die Nennung einer Stadt, z.B. "Karlsruhe!" völlig aus. Ich bin aber auch blond und hellhäutig. Und ich wäre extrem irritiert, wenn mich jemand danach auffordern würde meine "echte" Heimat zu benennen. Welche denn? Ich bin aus Deutschland!
Genau das passsiert aber einigen Deutschen aus meinem Bekanntenkreis. Der Unterschied zwischen mir und ihnen: Sie sind dunkelhäutig.
Frau Kara, sie haben völlig Recht, das nervt!
Danke für ihren Artikel!
Kommentar 37 wird zu Ende leider völliger Mist!
Ich selbst habe offiziell Migrationshintergrund (nicht für jeden offensichtlich: russisch), der Automechaniker meines Vertrauens ist ursprünglich Türke, spricht aber so hartes niederbayerisch, dass niemand (in Niederbayern) ihn jemals als "Ausländer" bezeichnen würde. Mein griechischer Chef ist einer der deutschesten Deutschen, die ich kenne. Ein "ursprünglich" türkischer, sowie ein afrikanisch/deutscher Freund von mir, die beide studieren, würden niemals behaupten/empfinden sie würden nicht als Deutsche akzeptiert! Genauso wenig ich...
Die Diskussion verläuft ins Unendliche, weil es hier um individuelle Auffassungen und Haltungen geht, nicht um einen objektiv existenten "unterschwelligen Rassismus".
Ich denke, die vielen guten Ratschläge an Frau Kara sind sinnfrei. Wenn es Sie stört darauf angesprochen zu werden: Klar! Sagen Sie's! Und wenn es mich stört nach meinem Namen gefragt zu werden, kann ich die Antwort genauso verweigern. Es besteht sozusagen kein Unterschied zwischen diesen Fragen!
Und "mussec": Natürlich ist es eine der ersten Fragen weil nunmal die optische Erscheinung das erste ist, was wir wahrnehmen! Wie auch schon mehrere Kommentatoren erkannt haben: Rassismus ist nicht "das Erkennen/Erfahren von unterschiedlicher optischer Erscheinung", sondern hieraus resultierende Differenzierung, und sogar nicht mal nur das, sondern um von Rassismus sprechen zu können, muss schon ein bös gemeinter Sinn dahinter stecken!
und ich möchte Ihnen noch einmal antworten,
ebenso "Sieg" in bezug auf Frauen.
Ich bin ein Mensch, aber ich bin auch eine Frau,
und ich habe eine bestimmte Nationalität und
Herkunft.
Das sind von außen erkennbare Faktoren meiner
persönlichen Identität.
Alles andere, was mich sonst noch als Persönlichkeit
ausmacht, ist nicht unmittelbar erkennbar.
Wenn eine fremde Person mich nun als Frau und/oder
als Mensch einer bestimmten Nationalität etc.
anspricht, dann zeigt er Interesse an mir.
Das empfinde ich als positiv, ebenso wie ich meine
eigene Identität als positiv empfinde....
Ich verstehe das Problem nicht, das jemand damit hat.
Wenn jedoch nur ein Interesse an ihrer Herkunft hat, jedoch nicht an den Merkmalen, die man nicht von außen erkennen kann, dann sollten Sie ihm nicht die Chance geben ihre Identität auf ihre Herkunft zu reduzieren. Sie sind mehr als das.
Und Sie sind auch anders als 99,9% derjenigen Menschen, die die selben äußerlichen Merkmale vorweisen.
Es geht nicht darum die Frage nach der Herkunft zu verteufeln. Sondern darum sich selbst zu hintefragen, warum es einem wichtig ist.
Meine Identität steht nicht auf meiner Identity Card, auf der meine Herkunft und Pigmentierung angegeben sind. Das wäre sehr traurig.
Wenn jedoch nur ein Interesse an ihrer Herkunft hat, jedoch nicht an den Merkmalen, die man nicht von außen erkennen kann, dann sollten Sie ihm nicht die Chance geben ihre Identität auf ihre Herkunft zu reduzieren. Sie sind mehr als das.
Und Sie sind auch anders als 99,9% derjenigen Menschen, die die selben äußerlichen Merkmale vorweisen.
Es geht nicht darum die Frage nach der Herkunft zu verteufeln. Sondern darum sich selbst zu hintefragen, warum es einem wichtig ist.
Meine Identität steht nicht auf meiner Identity Card, auf der meine Herkunft und Pigmentierung angegeben sind. Das wäre sehr traurig.
Es geht darum, dass wir alle in Nationalitäten denken. Wir sehen es als das wichtigste an, wenn wir es als erstes Fragen.
Die erste Schublade in die wir einen Menschen stecken ist die seiner Nationalität.
Dieses Schubladendenken versuchen wir doch zu überwinden.
Die Frage nach dem "Wir" ist eine ganz andere als die, die Sie beschrieben haben.
Der Mensch versucht sich als Individuum hinter dem "Wir" zu verstecken, sich ihm unterzuordnen etc. (langes interessantes Thema)
Und ich habe auch keinen deutschen Nationalismus erwähnt. Sondern, wenn überhaupt, einen universellen.
Sie sagen: "wie Menschen Menschen begegnen."
Genau das ist der Punkt. Ich begegne einem Menschen nicht als Deutscher oder Zentralafrikaner. Ich begegne ihm als Mensch. Als das "Ich" das vor ihm steht.
Entfernt. Bitte diskutieren Sie das konkrete Artikelthema. Danke, die Redaktion/lv
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