Fotografische Reise:
Auch das ist Europa

Frank Schirrmeister: "Atomkraftwerk bei Montelimar, Frankreich" | © Frank Schirrmeister
- Datum 07.08.2012 - 16:40 Uhr
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Frank Schirrmeister: "Atomkraftwerk bei Montelimar, Frankreich" | © Frank Schirrmeister
Oft werden die Fotostrecken der Zeit, wie ich finde, zu Unrecht kritisiert. Aber diese hier? Da passt hinten und vorne nichts zusammen. Was soll man bei diesen Bildern mit „dem Kontinent“ verbinden? Dass in Neapel Muell in den Strassen liegt? Dass man sich in San Remo noch einen Ferrari leisten kann? Dass man in Albanien huebsche Hintern in Tangas sehen kann? Dass eine Katze in Dubrovnik Tauben jagt (vielleicht)? Zu beurteilen, ob die Fotos gut oder weniger gut sind, ueberlasse ich denjenigen, die sich mit fotographieren auskennen. Aber, dass die Heranfuehrung ans Thema (man redet nur von der Krise, deshalb zeigen wir mal was anderes...) hanebuechener Unsinn ist, das moechte ich schon anbringen.
Wäre ich Kritiker, dann würde ich von einem analog-subversivem Versuch sprechen, Europa mit der Kamera zerstören. Ernsthaft liebe Zeit, was war das Kriterium für diese Bilderstrecke? Die Idee an sich finde ich schön, aber die Umsetzung ist aus meiner Sicht mehr als mißlungen.
Die Zeit hat den Mut Fotokunst zu veröffentlichen, die nicht dem Mainstream entspricht und das ist ausgesprochen löblich. Aber bitte hebt die Messlatte wieder höher.
...bekommt man zu sehen.
hier ein link wie man es besser macht:
http://www.burnmagazine.org/
Ich war mal einen Tag lang mit einem Bekannten aus Deutschland in einer Großstadt am Mittelmeer, und was ihm dam meisten aufgefallen war, war, dass es halt doch sehr wenig Grünflächen und Kinderspielplätze gäbe. War natürlich nicht falsch, nur eben vollkommen daneben.
So ähnlich geht es mir hier auch. Der typisch, unverwechselbare - schon sehr deutsche - sozialkritische Ansatz... und dann am Wesentlichen voll vorbei. Diese Fotos gehören zu denen, die eigentlich mehr über den Fotografen als über das Motiv aussagen - mehr illustrativ als wirklich expressiv; und das ist mir hier schon mehrmals aufgefallen.
Intellektuell ist immer sehr einfach nachzuvollziehen, um was es dem Fotografen geht. Aber die Message ist im Grunde auch immer die gleiche, und was die Menschen an diesen Orten wirklich berührt, warum sie gerade da leben, ihr inneres Verhältnis zu diesem Ort und den Menschen bleibt immer Nebensache.
Das ist einer dieser typischen Serien, die wesentlich mehr über den Fotografen, als über das Thema aussagen. Der typisch
Da es sich hier nicht um tagesaktuellen Journalismus handelt, ist es geradezu ein Kompliment für den Fotografen, wenn seine Bilder viel über ihn aussagen. So soll es sein!
Da es sich hier nicht um tagesaktuellen Journalismus handelt, ist es geradezu ein Kompliment für den Fotografen, wenn seine Bilder viel über ihn aussagen. So soll es sein!
Warum soll ein Fotograf allein eine alles umfassende Aussage über das gesamte Europa in einer Fotostrecke von nur 20 Bildern präsentieren können? Das ist allein deshalb schon unmöglich, weil Europa mehr Staaten hat als eine Fotostrecke bei DIE ZEIT zur Verfügung stellen kann. Für einen kritischen Kommentar wäre eine kunsthistorische Rezension des gesamten Buches nötig.
Diese Fotos sind persönliche Eindrücke des Bildautors, die ich hiermit respektiere und mich dafür bedanke, dass er meinen europäischen Horizont um einige Aspekte bereichert hat.
So, kann man das Bild Nr.6 natürlich auch umschreiben. Wusste Hr. Schirrmeister wirklich nicht welches Plakat er da fotografiert? Dann sollte er sich wirklich etwas intensiver mit den Ländern die er besucht auseinandersetzen....sehr peinlicher Lapsus...
Sie haben recht, einfaches googeln hätte gereicht, um herauszufinden, dass es sich um den kroatischen Kriegsverbrecher Ante Gotovina handelt. Tatsächlich ein peinlicher Lapsus.
Sie haben recht, einfaches googeln hätte gereicht, um herauszufinden, dass es sich um den kroatischen Kriegsverbrecher Ante Gotovina handelt. Tatsächlich ein peinlicher Lapsus.
Da es sich hier nicht um tagesaktuellen Journalismus handelt, ist es geradezu ein Kompliment für den Fotografen, wenn seine Bilder viel über ihn aussagen. So soll es sein!
Sie haben recht, einfaches googeln hätte gereicht, um herauszufinden, dass es sich um den kroatischen Kriegsverbrecher Ante Gotovina handelt. Tatsächlich ein peinlicher Lapsus.
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