DDR-Zwangsarbeiter: Stasi-Gedenkstättenleiter wirft Ikea mangelnden Aufklärungswillen vor
Ikea spielt nach Ansicht des Stasi-Gedenkstättenleiters Knabe bei der Aufarbeitung von DDR-Zwangsarbeit auf Zeit. Er fordert, die Vorwürfe unabhängig prüfen zu lassen.
Der Direktor der Stasi-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, hat den Möbelkonzern Ikea wegen seiner zögerlichen Aufarbeitung von Zwangsarbeit in der DDR kritisiert. "Ich habe das Gefühl, dass Ikea auf Zeit spielt und auf das kurze Gedächtnis der Öffentlichkeit setzt", sagte Knabe der Mitteldeutschen Zeitung.
Der Gedenkstätten-Leiter kritisierte zudem die Art des gewählten Verfahrens zur Aufarbeitung. Es sei "problematisch, wenn der Angeschuldigte selbst und unkontrolliert die Vergangenheit prüft. Aufgabe der Politik wäre es, die Vorwürfe durch eine neutrale Stelle prüfen zu lassen."
Ikea hatte seit den 1960er Jahren Möbel unter anderem in Polen sowie in der DDR fertigen lassen. Dabei sollen von Anfang bis Mitte der achtziger Jahre auch politische Gefangene zur Arbeit gezwungen worden sein.
Weigerung zur Zusammenarbeit
Anlass der Kritik ist die durch einen Brief öffentlich gewordene Weigerung Ikeas, mit der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) ein gemeinsames Forschungsprojekt zu starten. Man müsse "Prioritäten setzen", heißt es in dem Schreiben. "Es gäbe vieles zu unterstützen, doch alles ist selbst uns nicht möglich", schreibt der Konzern darin. Daraufhin hatte der Verbandsvorsitzende Rainer Wagner gesagt, bei der anfänglichen Ankündigung zur Zusammenarbeit habe es sich offenbar "um eine reine PR-Show" gehandelt.
Inzwischen reagierte das Unternehmen allerdings und distanzierte sich von dem Brief. Eine Sprecherin von Ikea Deutschland sagte der Mitteldeutschen Zeitung, dass das Schreiben der UOKG in der Urlaubszeit untergangen und seine Bedeutung nicht erkannt worden sei. Die Reaktion spiegele nicht die Meinung des Unternehmens wider. Allerdings ließ sie weiter offen, ob es eine Forschungskooperation geben werde.
Der stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Arnold Vaatz schloss sich Knabes Kritik an Ikea an. Es sei "bedauerlich, dass sie das Angebot zur Kooperation mit den Opferverbänden nicht wahrnehmen", sagte er der Zeitung. Schließlich hätten auch andere Unternehmen in der DDR arbeiten lassen. Die Verantwortung dafür trügen die früheren Machthaber.






...geld! oder wie darf ich: 'anlass der kritik ist die durch einen brief oeffentlich gewordene weigerung ikeas, mit der union der opferverbaende kommunistischer gewaltherrschaft ein gemeinsames forschungsprojekt zu starten' verstehen...?
es faengt bei dem begriff 'zwangsarbeit' an: nach ddr-recht (und ebenso nach heutigem gesamtdeutschen recht) arbeiten haeftlinge in strafanstalten. erstens wird nun versucht, ikea komplett unterzuschieben, dass ausschliesslich politisch gefangene 'zwangsgearbeitet' haetten und zweitens: wenn dem so waere* spielte es 'keine rolle' -> es 'war' geltendes ddr-recht.
es scheint wohl dem zeitgeist geschuldet, dass sog. grossunternehmen (will heissen: vermeintlich zahlungskraeftige unternehmen) immer wieder moralisch angegriffen werden, um letztenendes 'nur' ein stueck vom kuchen (sprich: vom gewinn zu dem man selber nichts beigetragen hat) 'abzuschoepfen'. aehnlich verhaelt es sich auch mit foodwatch - oder warum war foodwatch in dem fall der toedlichen sojasprossen 'untergetaucht'? hier handelte es sich 'lediglich' um einen 'kleinen, finanzschwachen' biohof -> haette macdonald's die 'sojatoten' hervorgerufen, haette das 'foodwatch-engagement' anders ausgesehen...
cheers
* was ist mit 'uns allen' -> haben wir nicht ueber henkel oder quelle (bspw. waschmaschienen) nicht auch produkte aus der ddr gekauft? ich wuerde somit einen 'wiedergutmachungs-soli' fuer 'ddr-zwangsarbeiter' erwaegen... :-)
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf die Relativierung. Danke, die Redaktion/au.
"Aufgabe der Politik wäre es, die Vorwürfe durch eine neutrale Stelle prüfen zu lassen." - wie stellt sich der Hr. Knabe diese neutrale Stelle denn vor? Zusätzliche Schaffung einer parallel-Behörde auf Kosten der Steuerzahler zur Beschäftigungssicherung von neuen Beamten, oder als Übergangslösung zur Abwicklung der BStU - Angestellten in den Ruhestand?
Wann wird endlich aufgehört den Leuten weismachen zu wollen, dass alle ehemaligen Häftlinge in der DDR -Systemopfer aus ideologischen Gründen waren?
ich hätte mir von herrn knabe gewünscht, daß er auch aktuell
seinen protest öffentlich erhebt, wenn frische akten des verfassungsschutzes geschreddert werden!!!!!!!!
Aber er spielt die 3 Affen!
aufklärung soll ja betrieben für die gegenwart und zukunft, daß solche dinge nicht wieder passieren!
damit deckt er auch den sehr aktuellen Aufklärungswillen.
Eigentlich ist er ein zahnloser tiger , der sich opportun in der "neuen" gesellschaft angepaßt hat!
IKEA wäre der einzige Abnehmer für Stasi-Ware im Westen gewesen.
Herr Knabe springt mal wieder zu kurz, wohl weil es publicityträchtiger ist, auf einen berühmten "Feind" loszugehen, als den gesamten Sachverhalt sauber aufzuarbeiten.
Im Übrigen steht es den Betroffenen frei, sich des Rechtssystems zu bedienen um Entschädigung zu erhalten.
Kooperieren jedoch muss der potentielle Prozessgegner (falls IKEA dass sein sollte) nicht.
Interessant auch Herr Vaatzz
"Schließlich hätten auch andere Unternehmen in der DDR arbeiten lassen. Die Verantwortung dafür trügen die früheren Machthaber."
Die "Ost-Machthaber" tragen die Verantwortung, dass "West-Unternehmen" zwecks Profitmaximierung in der DDR haben arbeiten lassen? Klar doch, sogar daran ist der Osten schuld gewesen.
...es werden selbstredend noch nicht einmal konkrete opfernamen genannt, welche dann auf entschaedigung (wofuer auch immer) klagen koennten...
der 'stasi-gedenkstaettenleiter' instrumentisiert vermeintliche 'opfer', um monetaere interessen seiner gedenkstaette zu befriedigen -> es geht weder um 'anerkennung' einer 'schuld', noch darum wirklich konkret politischen opfern zu helfen (finanziell schon einmal garnicht - das bekaeme die gedenkstaette).
warum werden denn 'die anderen unternehmen, die in der ddr haben arbeiten lassen' nicht konkret benannt? warum wird eine schwedische unternehmung 'herausgepickt' und keine 'west-deutschen' unternehmen...? und - waeren wir verbraucher nicht dann auch das 'letzte glied in der kette', welches es anzuklagen gelte -> durch den 'kauf' haetten wir uns auch 'mitschuldig' gemacht...
fazit: es wird wohl nur auf 'den schnellen euro' seitens der gedenkstaettenleitung spekuliert... ein bisschen zu durchsichtig das ganze.
cheers
...es werden selbstredend noch nicht einmal konkrete opfernamen genannt, welche dann auf entschaedigung (wofuer auch immer) klagen koennten...
der 'stasi-gedenkstaettenleiter' instrumentisiert vermeintliche 'opfer', um monetaere interessen seiner gedenkstaette zu befriedigen -> es geht weder um 'anerkennung' einer 'schuld', noch darum wirklich konkret politischen opfern zu helfen (finanziell schon einmal garnicht - das bekaeme die gedenkstaette).
warum werden denn 'die anderen unternehmen, die in der ddr haben arbeiten lassen' nicht konkret benannt? warum wird eine schwedische unternehmung 'herausgepickt' und keine 'west-deutschen' unternehmen...? und - waeren wir verbraucher nicht dann auch das 'letzte glied in der kette', welches es anzuklagen gelte -> durch den 'kauf' haetten wir uns auch 'mitschuldig' gemacht...
fazit: es wird wohl nur auf 'den schnellen euro' seitens der gedenkstaettenleitung spekuliert... ein bisschen zu durchsichtig das ganze.
cheers
...es werden selbstredend noch nicht einmal konkrete opfernamen genannt, welche dann auf entschaedigung (wofuer auch immer) klagen koennten...
der 'stasi-gedenkstaettenleiter' instrumentisiert vermeintliche 'opfer', um monetaere interessen seiner gedenkstaette zu befriedigen -> es geht weder um 'anerkennung' einer 'schuld', noch darum wirklich konkret politischen opfern zu helfen (finanziell schon einmal garnicht - das bekaeme die gedenkstaette).
warum werden denn 'die anderen unternehmen, die in der ddr haben arbeiten lassen' nicht konkret benannt? warum wird eine schwedische unternehmung 'herausgepickt' und keine 'west-deutschen' unternehmen...? und - waeren wir verbraucher nicht dann auch das 'letzte glied in der kette', welches es anzuklagen gelte -> durch den 'kauf' haetten wir uns auch 'mitschuldig' gemacht...
fazit: es wird wohl nur auf 'den schnellen euro' seitens der gedenkstaettenleitung spekuliert... ein bisschen zu durchsichtig das ganze.
cheers
... bei dieser Meldung besonders, das wieder einmal, oder auch immer noch, nur ein kleiner Teilaspekt der Verhältnisse im "real existierenden Sozialismus" der DDR untersucht werden soll.
Ein anderer Aspekt wurde für die Todesopfer an der Berliner Mauer abgearbeitet, jetzt soll ein, von den Bundesländern nur halbherzig mitgetragenes Forschungsprojekt des "Forschungsverbund SED-Staat" die Zahl derer ermitteln, die an der innerdeutschen Grenze ums Leben kamen.
Mich ganz persönlich stört dabei, dass wieder nur das Schicksal der Toten am "antifaschistischen Schutzwall" erforscht werden soll.
Warum nicht auch das Schicksal derer, deren Flucht ebenso nicht gelang und die dann in die Hände der Schergen des Systems fielen? "Die Frau vom Check-Point Charlie" war doch nur eines dieser Opfer, was ist mit all den anderen, die wegen "Versuchter Republikflucht" in die Mühlen der SED-Ermittlungsorgane und der SED-Justiz fielen. Wie viele von denen wurden psychisch (und auch physisch) so "bearbeitet", dass sie auch heute noch nicht über ihre Erlebnisse in der Untersuchungshaft, vor den SED-Gerichten und in den SED-Haftanstalten berichten können und wollen?
Warum soll nicht untersucht werden, wie die Partei, die sich ihre Führungsrolle in diesem Staat in der Verfassung festgeschrieben hatte, auf die Ermittlungsorgane und die Justiz Einfluss genommen hat?
Glaube ich nicht. Der macht immer nur Politik. Und manchmal frage ich mich, ob nicht alle, die für wenig Lohn in der DDR für den Westimport gearbeitet haben,entschädigt werden sollten.
durch die Transferzahlungen nach der Wende.
durch die Transferzahlungen nach der Wende.
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