Leserartikel

TransplantationsgesetzOrganspende soll nicht verpflichtend sein

Es gibt zu wenig Organspender, daher sei Bestechung so verlockend, schreibt Leser Sebastian C. Dewaldt. Eine Pflicht zur Spende sei ethisch dennoch nicht vertretbar.

Das Ausmaß des Organspendeskandals ist bislang schwer zu überblicken. Die Vorfälle scheinen nur der sichtbare Teil eines größeren Skandals von Bestechlichkeit zu sein. Die Voraussetzung dafür haben das alte und das neue Transplantationsgesetz geschaffen.

Bis vor wenigen Monaten mussten sich potenzielle Spender melden und explizit ihre Bereitschaft zur Organspende erklären. Dieser Aufwand war vielen offenbar zu groß. Weil es zu wenige Spendeorgane gab, blieben mehrere Tausend Patienten unversorgt. Ein Patient in einer solchen Lage würde verständlicherweise alles unternehmen, um an ein passendes Organ zu kommen. Und ein Arzt würde sich durch entsprechende Gegenleistungen vermutlich auch davon überzeugen lassen, das reguläre Vergabeverfahren zu umgehen.

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Das neue Transplantationsgesetz, das Anfang August in Kraft getreten ist, sollte die Zahl der Organspender in Deutschland erhöhen. Es sieht eine regelmäßige schriftliche Befragung aller Krankenversicherten vor. Allerdings ist niemand gezwungen, zu antworten. Vermutlich werden sich deshalb weiterhin nur wenige Menschen bereit erklären, ihre Organe zu spenden. Patienten und Ärzte haben also weiterhin ein Interesse daran, in die reguläre Zuteilung von Organen einzugreifen.

Wie ließe sich die Organspende anders regeln? Denkbar wäre eine Widerspruchslösung: Wer nicht ausdrücklich nein sagt, ist ein Spender. Aus pragmatischer Sicht spricht nichts dagegen. Der Spender hat zu Lebzeiten die Gelegenheit, seine Interessen durchzusetzen und die spätere Organentnahme zu verweigern. Unternimmt er nichts, rettet er ein Leben. Dem Empfänger, dessen Familie, Freunden und Bekannten werden weitere gemeinsame Lebensjahre geschenkt.

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Gegen diese Regelung gibt es aber ethische Bedenken: Ist es richtig, Menschen dazu zu verpflichten, der Spende zu widersprechen? Das Recht zur Selbstbestimmung über den eigenen Körper gehört zur Menschenwürde und zur Freiheit, die Artikel 1 und Artikel 2 des Grundgesetzes schützen. Der Mensch soll frei und bewusst Entscheidungen treffen können. Dieser Grundsatz wäre aus meiner Sicht allein schon dadurch verletzt, dass wir Menschen zu einem Widerspruch gegen die Organspende zwingen.

Eine Pflicht zur Organspende oder eine Pflicht zur Entscheidung darüber ist unter unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung nicht vorstellbar. Stattdessen sollten angehende Ärzte im Studium und später in ständigen Fortbildungen darauf vorbereitet werden, ethisch und rechtlich richtig mit Organspenden umzugehen.

 
Leserkommentare
  1. Ich will keine korrupten Ärzte, ich will aber auch keine Ärzte, die ihren verzweifelten Patienten kaltschnäutig erklären, ihr Tod sei halt die Konsequenz von "ethisch und rechtlich" richtigem Verhalten, sowas lerne man "im Studium". Und Heuchler am Totenbett will ich schon gar nicht.

    2 Leserempfehlungen
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    • xit
    • 10.08.2012 um 16:41 Uhr

    An diejenigen, die so gerne über anderer Leute Organe verfügen möchten:

    Ich müsste doch mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn ich meine Organe grundsätzlich zur Disposition qua Ausweis stellen würde! Was muss ich mir denn vormachen, um zu glauben, dass es nicht gut passieren könnte, dass mein Leben dem Ärztepersonal plötzlich nicht mehr als besonders verlängernswert erschiene, sobald meine Daten für einen solventen Organempfänger verlockend sind? Hallo?
    Also. Ich will gerne, solange und sofern ich Verwandte und Freunde habe, denen ich mein Leben anvertrauen möchte, diese entscheiden lassen, ob meine Organe jemandem zugute kommen sollen. Da setze ich aber einen Unfall voraus.
    Ansonsten: nein. Das ist ungefähr das letzte, was mir fehlt, in einem Krankenhaus zu liegen und mir den Kopf zu zerbrechen, welche lebenserhaltenden Therapien mir wohl verweigert werden, weil jemand anderem meine Leber gerade gut passen könnte.

    Leute, pflegt eure Organe. Sauft und raucht sie nicht kaputt, lasst blödsinnigen Sport sein. Niemand hat ein Anrecht auf anderer Leute Körperteile. Ja, es ist bitter, wenn man mit einem fremden Organ weiterleben könnte und keins bekommt. Es ist auch bitter, wenn man keinem Arzt mehr vertrauen mag, weil man fürchtet, von geldgierigen Mitmenschen ohne Not aufs Sterbelager gewiesen zu werden.

    • xit
    • 10.08.2012 um 16:41 Uhr

    An diejenigen, die so gerne über anderer Leute Organe verfügen möchten:

    Ich müsste doch mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn ich meine Organe grundsätzlich zur Disposition qua Ausweis stellen würde! Was muss ich mir denn vormachen, um zu glauben, dass es nicht gut passieren könnte, dass mein Leben dem Ärztepersonal plötzlich nicht mehr als besonders verlängernswert erschiene, sobald meine Daten für einen solventen Organempfänger verlockend sind? Hallo?
    Also. Ich will gerne, solange und sofern ich Verwandte und Freunde habe, denen ich mein Leben anvertrauen möchte, diese entscheiden lassen, ob meine Organe jemandem zugute kommen sollen. Da setze ich aber einen Unfall voraus.
    Ansonsten: nein. Das ist ungefähr das letzte, was mir fehlt, in einem Krankenhaus zu liegen und mir den Kopf zu zerbrechen, welche lebenserhaltenden Therapien mir wohl verweigert werden, weil jemand anderem meine Leber gerade gut passen könnte.

    Leute, pflegt eure Organe. Sauft und raucht sie nicht kaputt, lasst blödsinnigen Sport sein. Niemand hat ein Anrecht auf anderer Leute Körperteile. Ja, es ist bitter, wenn man mit einem fremden Organ weiterleben könnte und keins bekommt. Es ist auch bitter, wenn man keinem Arzt mehr vertrauen mag, weil man fürchtet, von geldgierigen Mitmenschen ohne Not aufs Sterbelager gewiesen zu werden.

    • joeyyy
    • 10.08.2012 um 10:27 Uhr

    Ich habe meinen Organspende-Ausweis letzte Woche zerrissen, da ich nicht möchte, dass russische Gas-Mogule oder arabische Öl-Scheichs Teile von mir kaufen können, während Kinder oder Eltern in Deutschland jahrelang leiden und Organe viel dringender benötigen.

    Bevor ich wieder Spender werde, muss ich überzeugt sein, dass der natürlichen Habgier des Menschen (hier: Klinikchefs und Transplantationsspezialisten) im Bereich der Organtransplantation ein Riegel vorgeschoben ist.

    Übrigens: Mich würde es nicht wundern, wenn beim Blutspenden ähnliche mafiöse Strukturen existieren.

    5 Leserempfehlungen
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    Kommentar 2: "Ich habe meinen Organspende-Ausweis letzte Woche zerrissen, da ich nicht möchte, dass russische Gas-Mogule oder arabische Öl-Scheichs Teile von mir kaufen können, während Kinder oder Eltern in Deutschland jahrelang leiden und Organe viel dringender benötigen."

    Diese Reaktion finde ich verständlich.

    Aber ist sie sinnvoll? Denn die Wahrscheinlichkeit, dass ein Organ von Kommentator 2 einem "Gas-Mogul" hilft und nicht einer wirklich bedürftigen Person, dürfte doch sehr, sehr klein sein. Die allermeisten Organe werden auch heute an "wirklich bedürftige" Personen gehen. - Man sollte nicht aus Angst vor Missbrauch jegliche Wohltätigkeit einstellen, denn dann könnte man gleich mit allem aufhören.

    ... je weniger Organe zur Verfügung stehen, desto mehr Betrugsfälle wird es geben - Sie verbessern mit Ihrer, verständlichen, Haltung die Lage nicht, sondern machen Sie schlimmer.

    • ach_ne
    • 10.08.2012 um 14:28 Uhr

    Ich habe meinen Ausweis nicht zerrissen.
    denn selbst wenn mein Organ an den Gas-Mogul ginge, würde ich
    1.) ein Leben retten
    2.) hätte die/derjenige, die/der mein Organ gebraucht hätte, es sich aber nicht leisten konnte, nun bessere Chancen, nachdem der Gas-Mogul durch mich versorgt wurde.

    Es ist schlimm, wenn man erfährt, dass manche Leute ihren Organspendeausweis wegwerfen, ohne sich wohl über die Folgen für unser Gemeinwesen im Klaren zu sein - und nicht bedenken, dass sie vielleicht auch einmal auf einer Warteliste stehen könnten!
    Widerlich finde ich, ist, dass Sie sich trauen, dies auch noch zu veröffentlichen und wohl auch noch glauben, Sie tun unserem Gemeinwesen damit einen Gefallen!
    Sie haben sich – davon bin ich überzeugt – nie wirklich mit der Organspende auseinandergesetzt! Wollten Sie vielleicht in Ihrem privaten oder beruflichen Umfeld mit ihrem Ausweis angeben, zeigen, dass Sie ein sich seiner sozialen Verantwortung bewusster Mensch sind? Also sind Sie zur Überzeugung gelangt, dazu taugt der Ausweis jetzt nicht mehr? [...]

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/lv

    • HorFe
    • 22.08.2012 um 20:55 Uhr

    bzw. die Angehörigen , erhalten für die Organspende nichts. Ärzte bekommen Sonderhonorare bzw. Kliniken steigern ihren Umsatz. Dann bitte schön 2000€ an die Angehörigen für jedes gespendete Organ. Das wäre konsequent.

    Kommentar 2: "Ich habe meinen Organspende-Ausweis letzte Woche zerrissen, da ich nicht möchte, dass russische Gas-Mogule oder arabische Öl-Scheichs Teile von mir kaufen können, während Kinder oder Eltern in Deutschland jahrelang leiden und Organe viel dringender benötigen."

    Diese Reaktion finde ich verständlich.

    Aber ist sie sinnvoll? Denn die Wahrscheinlichkeit, dass ein Organ von Kommentator 2 einem "Gas-Mogul" hilft und nicht einer wirklich bedürftigen Person, dürfte doch sehr, sehr klein sein. Die allermeisten Organe werden auch heute an "wirklich bedürftige" Personen gehen. - Man sollte nicht aus Angst vor Missbrauch jegliche Wohltätigkeit einstellen, denn dann könnte man gleich mit allem aufhören.

    ... je weniger Organe zur Verfügung stehen, desto mehr Betrugsfälle wird es geben - Sie verbessern mit Ihrer, verständlichen, Haltung die Lage nicht, sondern machen Sie schlimmer.

    • ach_ne
    • 10.08.2012 um 14:28 Uhr

    Ich habe meinen Ausweis nicht zerrissen.
    denn selbst wenn mein Organ an den Gas-Mogul ginge, würde ich
    1.) ein Leben retten
    2.) hätte die/derjenige, die/der mein Organ gebraucht hätte, es sich aber nicht leisten konnte, nun bessere Chancen, nachdem der Gas-Mogul durch mich versorgt wurde.

    Es ist schlimm, wenn man erfährt, dass manche Leute ihren Organspendeausweis wegwerfen, ohne sich wohl über die Folgen für unser Gemeinwesen im Klaren zu sein - und nicht bedenken, dass sie vielleicht auch einmal auf einer Warteliste stehen könnten!
    Widerlich finde ich, ist, dass Sie sich trauen, dies auch noch zu veröffentlichen und wohl auch noch glauben, Sie tun unserem Gemeinwesen damit einen Gefallen!
    Sie haben sich – davon bin ich überzeugt – nie wirklich mit der Organspende auseinandergesetzt! Wollten Sie vielleicht in Ihrem privaten oder beruflichen Umfeld mit ihrem Ausweis angeben, zeigen, dass Sie ein sich seiner sozialen Verantwortung bewusster Mensch sind? Also sind Sie zur Überzeugung gelangt, dazu taugt der Ausweis jetzt nicht mehr? [...]

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/lv

    • HorFe
    • 22.08.2012 um 20:55 Uhr

    bzw. die Angehörigen , erhalten für die Organspende nichts. Ärzte bekommen Sonderhonorare bzw. Kliniken steigern ihren Umsatz. Dann bitte schön 2000€ an die Angehörigen für jedes gespendete Organ. Das wäre konsequent.

  2. ...denn wenn das Recht zur Selbstbestimmung keine Entscheidung zu Lebzeiten zulässt, wird diese auf die Verwandten abgewälzt. Und damit ist die "Selbst"bestimmung auch wieder dahin.
    Die Konsequenz aus dieser Überlegung kann demnach nur sein, den Angehörigen dieses Recht zu nehmen. Was die Spenderzahl in Folge weiter senken würde.

    Inwiefern widerspricht außerdem die Pflicht, sich für etwas zu entscheiden, denn der Selbstbestimmung über den eigenen Körper? Das Wort bedeutet ja SELBST BESTIMMEN und nicht BEQUEM ABWARTEN.

    Eine Leserempfehlung
  3. Der Autor möchte also, dass es überall ethisch zugeht: einerseits möchte er eine Regelung, die den Spender bestmöglichst schützt und deshalb möchte er keine Widerspruchsregelung. Zweitens möchte er, dass es bei der Transplantation von Organen überall ethisch zugeht. - Wer möchte das nicht!

    Leider ist es so, dass eine Knappheit von Organen - und das ist das Ergebnis der jetzigen Zustimmungslösung - zwangsläufig zu unethischem Verhalten bei der Transplantation führt: zu groß ist die Versuchung für Sterbende, Angehörige und Ärzte, sich unter Brechung der Regeln doch noch ein Organ zu verschaffen. Und sei es von gesunden, jungen Leuten aus armen Ländern.

    Deshalb: Die Realität ist so, dass wer für die Zustimmungslösung ist, Missbrauch bei der Organvergabe vorprogrammiert. Das ist nicht mein böser Wille, das ist die Wirklichkeit.

    Ich plädiere übrigens für die Regelung, dass nur diejenigen ein Organ erhalten können, die sich selbst schon seit längerem zur Organspende bereit erklärten. Dann kann sich jeder entscheiden: Alle Organe behalten, und im Zweifelsfall selbst sterben, oder Organe vielleicht spenden, und im Zweifelsfall vielleicht überleben. Missbrauch wird aber auch diese Regelung nicht verhindern - vielleicht sogar eher programmieren, wer weiß.

    7 Leserempfehlungen
  4. ... bei der Verteilung von Organen, sobald sie selbst eins benötigen, würde die Spendebereitschaft sicherlich steigen. Neben Alter, Prognose etc. könnte eben eine Rolle spielen, wie viele Jahre die Person schon einen Spendeausweis hat. Mit der Menschenwürdegarantie wäre das sicherlich vereinbar. Wer Solidarität übt, kann auch Solidarität erwarten.

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    Allerdings würde ich diejenigen in diesem System etwas hintanstellen, die sich ihre Organe "kaputtkonsumiert" haben. Erstens wegen der geringeren Eigenverantwortung, zweitens, weil deren Organe mit gewisser Wahrscheinlichkeit unbrauchbar sind und damit die Spendebereitschaft weniger wert ist.

    Allerdings würde ich diejenigen in diesem System etwas hintanstellen, die sich ihre Organe "kaputtkonsumiert" haben. Erstens wegen der geringeren Eigenverantwortung, zweitens, weil deren Organe mit gewisser Wahrscheinlichkeit unbrauchbar sind und damit die Spendebereitschaft weniger wert ist.

  5. Die eigentliche Kernforderung dieses Artikels lautet: Keine Widerspruchslösung.
    Das einzige Argument dazu: Man würde die Menschen zwingen, sich zu entscheiden, und das sei sowas, wie sie zu zwingen, zu spenden.

    Das Argument selber ist schon schwach, warum jetzt aber ein ganzen Artikel, wo das Thema nur nochmal ein bisschen ausgeschmückt wird, für die Kernforderung notwendig ist, erschließt sich mir nicht.

    Eigentlich schade. Man könnte durchaus mehr anbringen. Ich bin übrigens für die Widerspruchslösung. Ich sehe nicht, warum es unzumutbar für jemanden sein sollte, Widerspruch dagegen einzulegen, wenn ihm seine Organe nach dem Tod noch so wichtig sind.

    mfg henry

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    • y4rx
    • 10.08.2012 um 10:52 Uhr

    ein Organ spende, verbrenn ich mich lieber. Sie haben eine merkwürdige Einstellung zu Ihrem Körper. Es reicht doch, da0 ein Mensch zu Lebzeiten anscheinend für viele nur wirtschaftliche Verfügungsmasse ist. Soll das auch noch über den Tod hinausgehen?
    Der Mensch ist mehr als sein Gehirn. Jede Körperzelle trägt Information. Es kann ja jeder selbst entscheiden, ob er das so sehen will. Aber eine Regelung die nur durch Widerspruch vor einer Organspende schützt ist unethisch! Die Medizin dringt immer weiter in Bereiche vor, die nicht mehr der Allgemeinheit dienen. Im übrigen sind wir eh zu viele Menschen auf Erden. Ob man einem 70-jährigen noch eine neue Leber verpassen sollte, halte ich für nicht zwingend notwendig.

    Organe spenden damit irgendeinen arzt dann aus geldgier oder aus gefälligkeit damit amcht was er will? Nein danke,lieber geh ich in die kiste mit meine organe,im übrigen ich will auch keine organe vom fremde leute für mich,ich kann mir vorstellen das es mir nicht wohl wäre bei der sache.

    ist eine natürliche Abfolge.
    Erst Leben dann Hirntod dann Tod
    ist ein Kunstgebilde, erfunden zur Beruhigung, um die Vivisektion dazwischen nicht benennen zu müssen.

    • y4rx
    • 10.08.2012 um 10:52 Uhr

    ein Organ spende, verbrenn ich mich lieber. Sie haben eine merkwürdige Einstellung zu Ihrem Körper. Es reicht doch, da0 ein Mensch zu Lebzeiten anscheinend für viele nur wirtschaftliche Verfügungsmasse ist. Soll das auch noch über den Tod hinausgehen?
    Der Mensch ist mehr als sein Gehirn. Jede Körperzelle trägt Information. Es kann ja jeder selbst entscheiden, ob er das so sehen will. Aber eine Regelung die nur durch Widerspruch vor einer Organspende schützt ist unethisch! Die Medizin dringt immer weiter in Bereiche vor, die nicht mehr der Allgemeinheit dienen. Im übrigen sind wir eh zu viele Menschen auf Erden. Ob man einem 70-jährigen noch eine neue Leber verpassen sollte, halte ich für nicht zwingend notwendig.

    Organe spenden damit irgendeinen arzt dann aus geldgier oder aus gefälligkeit damit amcht was er will? Nein danke,lieber geh ich in die kiste mit meine organe,im übrigen ich will auch keine organe vom fremde leute für mich,ich kann mir vorstellen das es mir nicht wohl wäre bei der sache.

    ist eine natürliche Abfolge.
    Erst Leben dann Hirntod dann Tod
    ist ein Kunstgebilde, erfunden zur Beruhigung, um die Vivisektion dazwischen nicht benennen zu müssen.

  6. Kommentar 2: "Ich habe meinen Organspende-Ausweis letzte Woche zerrissen, da ich nicht möchte, dass russische Gas-Mogule oder arabische Öl-Scheichs Teile von mir kaufen können, während Kinder oder Eltern in Deutschland jahrelang leiden und Organe viel dringender benötigen."

    Diese Reaktion finde ich verständlich.

    Aber ist sie sinnvoll? Denn die Wahrscheinlichkeit, dass ein Organ von Kommentator 2 einem "Gas-Mogul" hilft und nicht einer wirklich bedürftigen Person, dürfte doch sehr, sehr klein sein. Die allermeisten Organe werden auch heute an "wirklich bedürftige" Personen gehen. - Man sollte nicht aus Angst vor Missbrauch jegliche Wohltätigkeit einstellen, denn dann könnte man gleich mit allem aufhören.

    Eine Leserempfehlung
  7. Ihr Hauptargument gegen eine Widerspruchsloesung ist also; "Das Recht zur Selbstbestimmung über den eigenen Körper gehört zur Menschenwürde und zur Freiheit, die Artikel 1 und Artikel 2 des Grundgesetzes schützen. Der Mensch soll frei und bewusst Entscheidungen treffen können. Dieser Grundsatz wäre aus meiner Sicht allein schon dadurch verletzt, dass wir Menschen zu einem Widerspruch gegen die Organspende zwingen."
    Dann sind Sie hoffentlich auch gegen eine Beschneidung von Minderjaehrigen aus religioesen Gruenden.
    Ihre Abwaegung im Lichte der realen Rechtswirklichkeit, geht Ihre Interpretation glaube ich zu weit. Denn bspw. entsprechend der immer noch geltenden Wehrpflicht, koennen Menschen verpflichtet werden ihr Leben zur Verteidigung des Landes herzugeben. Und Sie finden es gehe zu weit, zu verlangen das Menschen einer menschenrettenden Massnahme widersprechen zu muessen, wobei die Betroffenen zu Lebzeiten keinesfalls beeintraechtigt werden. Und natuerlich muesste den Verweigerern der Zugang zu Transplantationen verwehrt sein.

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    • y4rx
    • 10.08.2012 um 11:00 Uhr

    nachvollziehbar, daß es Menschen gibt, die gern in einem Stück ins Jenseits gingen. Aber wenn man schon nicht mehr das Recht hat über seinen eigenen Körper zu bestimmen, ist es mit der Gesellschaft weit gekommen.
    Ihr Beispiel "Bundeswehr" hinkt übrigens hinten und vorn. Als Wehrdienstverweigerer kann ich dazu nur sagen, daß eine Wehrpflicht alles andere als dem Gemeinwohl dienend ist. Das Gemeinwohl kann nicht von Regierungen definiert werden. Der Staat hat weder das Recht Lebende in den Tod zu schicken noch Tote in Teilen zu verkaufen.

    • y4rx
    • 10.08.2012 um 11:00 Uhr

    nachvollziehbar, daß es Menschen gibt, die gern in einem Stück ins Jenseits gingen. Aber wenn man schon nicht mehr das Recht hat über seinen eigenen Körper zu bestimmen, ist es mit der Gesellschaft weit gekommen.
    Ihr Beispiel "Bundeswehr" hinkt übrigens hinten und vorn. Als Wehrdienstverweigerer kann ich dazu nur sagen, daß eine Wehrpflicht alles andere als dem Gemeinwohl dienend ist. Das Gemeinwohl kann nicht von Regierungen definiert werden. Der Staat hat weder das Recht Lebende in den Tod zu schicken noch Tote in Teilen zu verkaufen.

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