Leser Sebastian Müller wird aus Hamburg wegziehen, obwohl er die Stadt liebt. Als junger Familienvater kann er sich die Mieten und die Kinderbetreuung nicht mehr leisten.
Hamburg, du wirst mir fehlen. Deine noch unberührten Stadtteile, deine unzähligen alten Bäume, die Elbe, die Alster, das Flair der Metropole und der frische Wind, der durch die Gassen weht und den Geruch der Nordsee trägt.
Ich werde mit meiner Frau und meiner kleinen Tochter Hamburg verlassen. Ja, ich will mein Leben entschleunigen. Dabei bin ich stolz, gebildet und liebe Kultur, kurz: Ich gehöre eigentlich in eine Metropole.
Doch Hamburg ist mir einfach zu teuer geworden. Allein ein Blick in die Immobilienanzeigen zeigt: Hier gehörst du einfach nicht zu.
In der Schanze, in St. Georg, in Ottensen, bald auch in Wilhelmsburg – die großen Investoren kratzen selbst in den entlegensten Hinterhöfen den letzten Hauch von Geschichte, Tradition und Charme von den Wänden. Sie lassen einst bunt-bröckelnde Fassaden weiß erleuchten, pflanzen Discounter-, Franchise- und Einzelhandelsketten wie kitschige Kunstpflanzen in die Stadtteile.
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Hamburg hat Gentrifizierung, die Stadt ist krank. Die Viren des Profits jagen selbst Normalverdiener fort. Die zukünftigen Bewohner sind Touristen, das alte Geld und kinderlose Doppelverdiener. Hinzu kommen Yuppies in Designerklamotten. Menschen, die Ruhe in ihren Behausungen haben wollen, schließlich bezahlen sie viel Geld dafür.
In manchen Stadtteilen hört man schon keine lachenden und kreischenden Kinder mehr. Eigentlich war Hamburg immer eine kinderliebe Stadt. Das hat sich geändert. Eltern müssen Unmengen an Geld für einen Kitaplatz und für ihre Miete aufbringen.
- Lust auf Stadt - die Themenwoche
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© Tasos Katopodis/Getty ImagesAlle Beiträge zu unserer Themenwoche "Lust auf Stadt" sehen Sie, wenn Sie auf dieses Bild klicken.
Städte sind eine große Errungenschaft. Sie ermöglichen Menschen ein selbstbestimmtes Leben. Doch viele Stadtbewohner hadern mit dem beschleunigten, vernetzten, von globalen Kräften geprägten Arbeits- und Lebensstil, den die Stadt ihnen abverlangt.
ZEIT ONLINE widmet sich eine Woche lang dem guten Leben in der Stadt. Wir stellen Projekte und Ideen vor, dank derer sich der Wunsch nach mehr Freiraum, nach Natur und Teilhabe mit einem Leben in Ballungsräumen vereinbaren lässt.
Von Eisenhüttenstadt über New York bis Basel finden unsere Autoren gute Gründe, auch die Zukunft in großen und kleinen Städten zu verbringen. Weil man in ihnen schwimmen und Gemüse anbauen, sie der Nase nach oder mit dem Fahrrad entdecken kann.
- Die Folgen der Serie
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Lust auf Stadt: Das gute Leben bleibt urban
Eisenhüttenstadt: Eine Stadt wartet auf ihre Pointe
Tempelhofer Feld: Entfaltung auf dem Rollfeld
Schwimmen im Rhein: Wie Basel lernte, im Fluss zu leben
Smellscapes: Die Stadt mit der Nase entdecken
Stadtleben mit Kind: Kleine Menschen unter vielen
Landleben mit Kind: Die Härte des Lebens in kindgerechten Dosen
Stadt für Senioren: Ohne Aufhebens aufeinander achten
Wohngemeinschaft: Eine Siedlung für alternde Künstler
Städte im Film: Paris von unten, New York von innen
Orte der Stille: Die Stadt der leisen Töne
Grüne Stadt: Klimaanlagen mit Wurzeln und Laub
Bauen mit Holz: Atmende Fassaden statt Platte
Fahrrad in der Stadt: Mit dem Rad durch offene Türen
Seilbahn: Leise über den Dächern reisenAlle Beiträge zur Themenwoche finden Sie hier.
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Genießen Sie unser enhanced E-Book inklusive Videos und begleiten Sie uns auf der Suche nach dem Grün im Grau, wie wir regional angebaute Lebensmittel im urbanen Raum finden und über den Dächern der Stadt schweben. Entdecken Sie auch weitere E-Books von ZEIT ONLINE:
Ich wäre wirklich gern geblieben, fühle mich aber in Hamburg wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten. Vielleicht möchten wir ein zweites Kind. In Hamburg müssten wir dafür entweder übermäßig betucht sein oder zumindest beide gut verdienen. Natürlich könnten wir an den Stadtrand ziehen. Aber auch da ist es teuer, und wer lebt schon gerne so weit draußen?
Hamburg boomt wie kaum eine andere Stadt. Und ich werde fortgehen.










Haben Sie schon ein Ziel, an dem Sie Ihre neue Heimstatt einrichten wollen? Eines, dass Ihre "Hamburger Gepflogenheiten" zu für Sie annehmbaren Preisen bietet? Und wenn ja - welches ist das?
Gruß,
CR (aus Berlin)
Wohin?
Nach München?
Wer mit Kindern in Hamburg leben möchte, der zieht an den Stadtrand. Das ist auch keine neue Entwicklung. Die Boom-Viertel durchlaufen alles Gute und alles Schlechte der Gentrifizierung. Das macht sie ja zu Boom-Vierteln. Und auch das ist nichts Neues.
Und Metropolen sind eben teuer. Auch das ist kein neues oder hamburgisches Phänomen.
Was ich viel bezeichnender finde: Der Autor ist wohl bereit, jetzt ganz irgendwohin weg zu ziehen - aber (gut angebundener) Stadtrand, das ist dann doof...hmmm!
Man kann Hamburg hier ebensogut durch Frankfurt und München ersetzen und die Überlegung, dann ganz wegzuziehen ist sehr nachvollziebar. Der "gut angebundene" Stadtrand hat oft
1. kaum Infrastruktur
2. immer noch höhere Mietpreise als das Umland
3. immer noch schlechtere Umweltverhältnisse
Wenn man für eine Verbindung an diesen verödeten Stadtrand mit öffentlichen Verkehrsmitteln 40-60 Minuten braucht, dort dann auch ohne viele Geschäfte und kulturelle Einrichtungen, dafür aber mit Industrieresten und an Autobahnzubringern sitzt, kann man auch in die nächste Klein- oder Mittelstadt ziehen, wohin man häufig öffentlich genau so schnell kommt, mehr Natur hat und trotzdem in den kleineren Kernbereichen noch fast alle Angebote für Einkauf und Kultur.
...in Hamburg?!? Das urbane Leben hat viele Vorteile, aber die sind am Stadtrand dann leider meist kaum mehr wahrnehmbar.
Die Verkehrsinfrastruktur für PKW, der öffentliche Nahverkehr und sogar die Radwegequalität sind in Hamburg leider derart bescheiden, dass jemand der im weitesten Sinne in der "Innenstadt" wohnt und arbeitet tatsächlich direkt in eine der umliegenden Mittelstädte ziehen kann, wenn er sich denn entschließt überhaupt umzuziehen.
Die Stadt hat keinen Autobahnring, keine Stadtautobahn, keinen halbwegs flächendeckenden schienengebundenen ÖPNV, keine Busbeschleunigung und auch kaum erträgliche Radwege.
Hier sind konsequent 20 Jahre lang sinnvolle Investitionen unterblieben. Als kleines Beispiel: Die Fahrt von Teufelsbrück zum Hamburger Hauptbahnhof mit dem ÖPNV oder auch vom Hamburger Hbf zum nahen Flughafen dauern etwa so lange wie die Zugfahrt von Hamburg nach Lüneburg, Buchholz in der Nordheide oder Elmshorn!
Hallo,
ja es mag sein, dass in manchen Stadtteilen die Mieten etwas höher sind als anderswo. Aber das ist doch ganz normal. Hamburg ist eine sehr attraktive Metropole und nicht teurer als andere Städte. Auch in Kleinstädten gibt es teils hohe Mieten. Ich verstehe die Aufregung nicht. Das ist einfach das Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Hamburg hat sehr viel in den sozialen Wohnungsbau investiert - auf sehr hohem Niveau.
Alles gut hier - nix zu meckern, wirklich nicht!
rollei71
Man kann Hamburg hier ebensogut durch Frankfurt und München ersetzen und die Überlegung, dann ganz wegzuziehen ist sehr nachvollziebar. Der "gut angebundene" Stadtrand hat oft
1. kaum Infrastruktur
2. immer noch höhere Mietpreise als das Umland
3. immer noch schlechtere Umweltverhältnisse
Wenn man für eine Verbindung an diesen verödeten Stadtrand mit öffentlichen Verkehrsmitteln 40-60 Minuten braucht, dort dann auch ohne viele Geschäfte und kulturelle Einrichtungen, dafür aber mit Industrieresten und an Autobahnzubringern sitzt, kann man auch in die nächste Klein- oder Mittelstadt ziehen, wohin man häufig öffentlich genau so schnell kommt, mehr Natur hat und trotzdem in den kleineren Kernbereichen noch fast alle Angebote für Einkauf und Kultur.
...in Hamburg?!? Das urbane Leben hat viele Vorteile, aber die sind am Stadtrand dann leider meist kaum mehr wahrnehmbar.
Die Verkehrsinfrastruktur für PKW, der öffentliche Nahverkehr und sogar die Radwegequalität sind in Hamburg leider derart bescheiden, dass jemand der im weitesten Sinne in der "Innenstadt" wohnt und arbeitet tatsächlich direkt in eine der umliegenden Mittelstädte ziehen kann, wenn er sich denn entschließt überhaupt umzuziehen.
Die Stadt hat keinen Autobahnring, keine Stadtautobahn, keinen halbwegs flächendeckenden schienengebundenen ÖPNV, keine Busbeschleunigung und auch kaum erträgliche Radwege.
Hier sind konsequent 20 Jahre lang sinnvolle Investitionen unterblieben. Als kleines Beispiel: Die Fahrt von Teufelsbrück zum Hamburger Hauptbahnhof mit dem ÖPNV oder auch vom Hamburger Hbf zum nahen Flughafen dauern etwa so lange wie die Zugfahrt von Hamburg nach Lüneburg, Buchholz in der Nordheide oder Elmshorn!
Hallo,
ja es mag sein, dass in manchen Stadtteilen die Mieten etwas höher sind als anderswo. Aber das ist doch ganz normal. Hamburg ist eine sehr attraktive Metropole und nicht teurer als andere Städte. Auch in Kleinstädten gibt es teils hohe Mieten. Ich verstehe die Aufregung nicht. Das ist einfach das Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Hamburg hat sehr viel in den sozialen Wohnungsbau investiert - auf sehr hohem Niveau.
Alles gut hier - nix zu meckern, wirklich nicht!
rollei71
"Dabei bin ich stolz, gebildet und liebe Kultur, kurz: Ich gehöre eigentlich in eine Metropole"
Aber Die Metropole gehört nicht Ihnen, das klingt zwischen den Zeilen fast so als ob Akademiker sozusagen bei der Sozialwohnungsvergabe bevorzugt werden sollten, raus mit den Proleten aufs Land dann gibt's Platz und die können doch genauso gut dort in die glotze gucken und Bier saufen
Ich kann's nachempfinden: Miete teuer, KITA teuer, Strom teuer, Benzin teuer, gesunde Ernährung teuer. Wir werden auch bald in Niedersächsische Umland ziehen, weil uns die Kosten sonst auffressen.
Der Sprit, Strom etc ist auf dem Land gleich teuer und der öffentliche Nahverkehr schlechter. Ich habe noch von keiner KITA gehört die Profit macht, Kinder gibt's nicht zum Nulltarif und das braucht's auch nicht, Hobbies kosten Geld machen aber viel Spass
Der Sprit, Strom etc ist auf dem Land gleich teuer und der öffentliche Nahverkehr schlechter. Ich habe noch von keiner KITA gehört die Profit macht, Kinder gibt's nicht zum Nulltarif und das braucht's auch nicht, Hobbies kosten Geld machen aber viel Spass
Das eigentliche Problem ist der demografische Wandel mit der einhergehenden Landflucht in die Metropolen. Das in Kombination mit immer kleineren Familien führt zwangsläufig zu einem Wohnungsmangel und das zu steigenden Preisen. Ich finde die Entwicklung in Deutschland selbst bedenklich aber es gibt kein Recht in der Innenstadt zu wohnen. Es muss neuer Wohnraum entstehen, aber solange man den Hamburger Flair aufrechterhalten möchte geht das eben nicht durch Hochhausbau in der Kernstadt sondern nur durch Bebauuung der Randgebiete mit allen positiven und negativen Folgen. Die Frage ist auch ob die Situation vorher besser war. Ich bin selber noch relativ jung, aber aus Erzählungen weiß ich wie die Schnanze vor 20-30 Jahren ausgehen hat. Möchten sie als gebildeter Mensch ihre Kinder in einem sogenannten "sozialen Brennpunkt" aufwachsen lassen? Der einzige Weg ist der massive Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes und die Bebauung der Randgebiete in einer möglichst sozialen und ökologischen Form. Dadurch kann man auch gleich eine Art "neue Stadt" in den Randgebieten schaffen. Von der Art her wie Neuallermöhe z.B.
Interessant ist, dass Randgebiete und die Vorstädte bei stetigem Wachstum der "Kernstadt" irgendwann selbst zur Kernstadt gehören.
Wilhelmsburg gehört heute zu Hamburg-Mitte!
Und selbst Niendorf Nord kann man städtisch bezeichnen.
demografischer Wandel + Landflucht + falsche Politik. So wird ein Schuh draus. Die Aufgabe der Politik ist grad, die Durchmischung zu fördern, und den ungünstigen Rahmenbedigungen entgegen zu wirken, also die Verwerfungen zu mildern: Sozialer Wohnungsbau und Kita-Subventionen haben einen gesamtgesellschaftlichen Sinn. Naja, und in Hamburg hat man zB. lieber in teuren Protz a la Elbphilharmonie investiert.
Ich weiss natürlich nicht wie das im hohen Norden ist, aber hier in Bayern boomt vorallem der ländliche Raum - oder in Preußensprech "die Provinz". Einerseits aus sozialen Erwägungen, die Städte, besonders München, werden regelrecht von Zugereisten aus anderen Teilen der Bundesrepublik "übernommen", nur dass man das hier nicht als "Gentrifizierung" bezeichnet da das nicht unbedingt mit Sanierungen etc. verbunden ist sondern mit gänzlich anderer Einwohnerschaft, in deren Nachbarschaft man sich einfach unwohl fühlt. Die kulturellen Unterschiede zwischen Ruhrpott und Altbayern sind doch größer als man gemeinhin denkt.
Andererseits natürlich der Kostenpunkt. Wobei das Leben in Hintertupfing, wenn die Infrastruktur gut ist, auch teuer ist - auch außerhalb des münchner Speckgürtels. Zumindest unter Einheimischen gibt es hier eine massive Stadtflucht, kaum ein gebürtiger Münchner, Augsburger oder Regensburger wohnt noch in seiner Heimatstadt sondern in der weiteren Region. So oder so handelt es sich aber, wie offenbar in Hamburg, um Verdrängungseffekte. Ist das also die Segnung des "flexiblen Arbeitsmarktes", der uns immer wieder Sauerbier angepreist wird von der Politik? Die sozialen Kosten (Verlust des Umfeldes, der Freunde und Familie, der Heimat) und ökologischen Kosten (Pendeln, Neubaugebiete,...) dieser Ideologie sind doch desaströs. Wer hat uns das eigentlich eingebrockt?
Interessant ist, dass Randgebiete und die Vorstädte bei stetigem Wachstum der "Kernstadt" irgendwann selbst zur Kernstadt gehören.
Wilhelmsburg gehört heute zu Hamburg-Mitte!
Und selbst Niendorf Nord kann man städtisch bezeichnen.
demografischer Wandel + Landflucht + falsche Politik. So wird ein Schuh draus. Die Aufgabe der Politik ist grad, die Durchmischung zu fördern, und den ungünstigen Rahmenbedigungen entgegen zu wirken, also die Verwerfungen zu mildern: Sozialer Wohnungsbau und Kita-Subventionen haben einen gesamtgesellschaftlichen Sinn. Naja, und in Hamburg hat man zB. lieber in teuren Protz a la Elbphilharmonie investiert.
Ich weiss natürlich nicht wie das im hohen Norden ist, aber hier in Bayern boomt vorallem der ländliche Raum - oder in Preußensprech "die Provinz". Einerseits aus sozialen Erwägungen, die Städte, besonders München, werden regelrecht von Zugereisten aus anderen Teilen der Bundesrepublik "übernommen", nur dass man das hier nicht als "Gentrifizierung" bezeichnet da das nicht unbedingt mit Sanierungen etc. verbunden ist sondern mit gänzlich anderer Einwohnerschaft, in deren Nachbarschaft man sich einfach unwohl fühlt. Die kulturellen Unterschiede zwischen Ruhrpott und Altbayern sind doch größer als man gemeinhin denkt.
Andererseits natürlich der Kostenpunkt. Wobei das Leben in Hintertupfing, wenn die Infrastruktur gut ist, auch teuer ist - auch außerhalb des münchner Speckgürtels. Zumindest unter Einheimischen gibt es hier eine massive Stadtflucht, kaum ein gebürtiger Münchner, Augsburger oder Regensburger wohnt noch in seiner Heimatstadt sondern in der weiteren Region. So oder so handelt es sich aber, wie offenbar in Hamburg, um Verdrängungseffekte. Ist das also die Segnung des "flexiblen Arbeitsmarktes", der uns immer wieder Sauerbier angepreist wird von der Politik? Die sozialen Kosten (Verlust des Umfeldes, der Freunde und Familie, der Heimat) und ökologischen Kosten (Pendeln, Neubaugebiete,...) dieser Ideologie sind doch desaströs. Wer hat uns das eigentlich eingebrockt?
Sogar für Alleinlebende wird Hamburg bald unbezahlbar. Kleine Wohnungen gibt es nicht so viele, bezahlbare schon gleich gar nicht.
Die Lösung des Problems? Habe ich auch nicht, aber es sind eben nicht nur Familien betroffen.
Übrigens: Nicht alle "kinderlosen Doppelverdiener" leben in Saus und Braus - da sind auch Kassiererin und Klempner (noch) ohne Kinder mit in diesem Begriff eingeschlossen, und diese leben eher selten in einer 4-Zimmer-Altbauwohnung in Ottensen.
Man zieht nicht dorthin, wo man seine persönliche Schnittmenge aus Wollen und Können erfüllt.
Nein, man klagt larmoyant vom Wegziehen. Na und, ziehen Sie.
Es wird sich nie ändern, dass bestimmte Wohnqualitäten ihren Preis (nicht nur die "guten" und nicht nur in Geld übrigens) haben, den man entweder bezahlt oder eben woanders wohnt. Nur dass man darüber lauthals klagt und für das Gejammer Beifall erwartet & erhält, das ist neu.
Aber gehen Sie ruhig weg, anderswo ist es aber genauso und Sie werden dann nur andere Kompromisse machen müssen.
Man zieht nicht dorthin, wo man seine persönliche Schnittmenge aus Wollen und Können erfüllt.
Nein, man klagt larmoyant vom Wegziehen. Na und, ziehen Sie.
Es wird sich nie ändern, dass bestimmte Wohnqualitäten ihren Preis (nicht nur die "guten" und nicht nur in Geld übrigens) haben, den man entweder bezahlt oder eben woanders wohnt. Nur dass man darüber lauthals klagt und für das Gejammer Beifall erwartet & erhält, das ist neu.
Aber gehen Sie ruhig weg, anderswo ist es aber genauso und Sie werden dann nur andere Kompromisse machen müssen.
Interessant ist, dass Randgebiete und die Vorstädte bei stetigem Wachstum der "Kernstadt" irgendwann selbst zur Kernstadt gehören.
Wilhelmsburg gehört heute zu Hamburg-Mitte!
Und selbst Niendorf Nord kann man städtisch bezeichnen.
Man kann Hamburg hier ebensogut durch Frankfurt und München ersetzen und die Überlegung, dann ganz wegzuziehen ist sehr nachvollziebar. Der "gut angebundene" Stadtrand hat oft
1. kaum Infrastruktur
2. immer noch höhere Mietpreise als das Umland
3. immer noch schlechtere Umweltverhältnisse
Wenn man für eine Verbindung an diesen verödeten Stadtrand mit öffentlichen Verkehrsmitteln 40-60 Minuten braucht, dort dann auch ohne viele Geschäfte und kulturelle Einrichtungen, dafür aber mit Industrieresten und an Autobahnzubringern sitzt, kann man auch in die nächste Klein- oder Mittelstadt ziehen, wohin man häufig öffentlich genau so schnell kommt, mehr Natur hat und trotzdem in den kleineren Kernbereichen noch fast alle Angebote für Einkauf und Kultur.
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