Einkommensungleichheit : Kluft zwischen Arm und Reich schrumpft

Die Einkommensungleichheit in Deutschland hat laut einer Studie des DIW ein wenig abgenommen. Gewinner seien diesmal die Ärmeren.
Putzen zählt zu den besonders schlecht bezahlten Jobs. © Bernd Weißbrod/dpa/lsw

Bei der Ungleichheit der Einkommen zeichnet sich für Forscher des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung ( DIW ) langsam eine Kehrtwende ab. Eine DIW-Studie zeigt , dass die Einkommen in Deutschland im Jahr 2010 etwas weniger ungleich verteilt waren als noch im Jahr 2005. "Der jahrelange Trend einer Erhöhung der Ungleichheit scheint gestoppt", sagte der DIW-Experte Markus Grabka.

Von der Einkommensentwicklung von 2009 auf 2010 hätten besonders die Ärmeren profitiert. Die verfügbaren Einkommen der unteren 40 Prozent der Bevölkerung legten in diesem Zeitraum real um etwa zwei Prozent zu. Die mittleren und oberen verfügbaren Einkommen stagnierten dagegen.

Grund sei die Erholung am Arbeitsmarkt. "Der ärmere Teil profitierte von höheren Tariflohnsteigerungen und einem Anstieg der Zahl von Personen mit Erwerbseinkommen um 700.000", sagte Grabka. "Der reichere Teil der Bevölkerung musste dagegen Rückgänge bei den Einkommen aus Vermögen hinnehmen." Deutschland ernte jetzt die Erfolge der rot-grünen Reformen. Ob sich die Schere noch weiter schließt, bleibt ungewiss. "Die Konjunktur trübt sich derzeit ein, und die aktuell noch gute Arbeitsmarktentwicklung könnte von der Euro-Krise gebremst werden", sagte Grabka.

© ZEIT ONLINE

Das Armutsrisiko sank laut DIW allerdings nur geringfügig. Nach einem historischen Höchststand der Armutsrisikoquote von 15 Prozent im Jahr 2009 infolge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise ging diese nur leicht auf 14 Prozent zurück. Die Menschen müssen mit höchstens 60 Prozent des mittleren Einkommens auskommen – das entspricht etwa 990 Euro monatlich – und gelten damit als armutsgefährdet.

Zudem beschränke sich die leichte Verbesserung auf Westdeutschland. "In Ostdeutschland lebt noch immer jede fünfte Person unterhalb der Armutsrisikoschwelle", sagte Grabka. Das Risiko sinkt den Experten zufolge mit einem Vollzeitjob und steigt mit der Anzahl der Kinder. Am stärksten betroffen sind Jugendliche und junge Erwachsene bis 24 Jahre, da sich der Start ins Berufsleben immer weiter hinauszögere. Außerdem müssten Berufseinsteiger häufiger mit prekären Beschäftigungsverhältnissen wie Teilzeit oder Leiharbeit oder schlecht bezahlten Praktika vorlieb nehmen.
 

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Kommentare

145 Kommentare Seite 1 von 16 Kommentieren

konstruktiv

waere eine genauere betrachtung der einfluesse auf die entwicklung richtung "trendwende"...wenn man das schin so nennen mag.
da darf die redaktion ruhig mehr einbauen als der vermutlich von ihr kommende wahlkampfschwangere satz:

"Deutschland ernte jetzt die Erfolge der rot-grünen Reformen."

"Der reichere Teil der Bevölkerung musste dagegen Rückgänge bei den Einkommen aus Vermögen hinnehmen."

laut artikel geht es um den zeitraum von 2009-2010...warum die einkommen aus vermoegen in dem zeitraum sanken, duerfte bekannt sein.

"Von der Einkommensentwicklung von 2009 auf 2010 hätten besonders die Ärmeren profitiert. Die verfügbaren Einkommen der unteren 40 Prozent der Bevölkerung legten in diesem Zeitraum real um etwa zwei Prozent zu."

da sollte man nicht ausser acht lassen:

inflationsrate 2009: 0,40%
inflationsrate 2010: 1,10%

Ey, das ist ja super!

Gut, dass es immer wieder wohlmeinende Statistiker gibt, die den Armen mit konjunkturellen Aufschwüngen ihre Existenzangst und den Reichen ihr schmerzhaft schlechtes Gewissen zu lindern wissen. Dann ist die Welt schnell wieder in Ordnung: Gefühlte Armut ist eingebildet. Die Zunahme der Ungleichheit hat sich also verlangsamt. So wie die Zunahme der Volksverdummung auf hohem Niveau stagniert. Solche Meldungen braucht kein Mensch, es sei denn aus ideologischen Gründen... Damit wieder ein paar arme Arme mehr an ihre Zukunft im Kapitalismus glauben.

Würden Sie die

Statistik(er) auch anzweifeln, wenn die Studie eine Vergrößerung der sog. Einkommensschere (ist keine Schere, sondern ein umgekipptes "V") oder Vermögensungleichgewichte ergeben hätte?

Keine Entwicklung verläuft nur in eine Richtung. Ob es sich tatsächlich um eine mittel-/langfristige Trendumkehr handelt, kann man auf Basis der kleinen Zeitscheibe nicht ableiten. Wenn man natürlich eine vorgefasste Meinung hat, ist der Trend entweder gebrochen oder es sind halt Fälscher und Manipulatoren am Wert. S

tatistiker usw, die die eigene Position unterstüzten, arbeiten natürlich stets sauber, fehlerfrei und ohne Einflussnahmen interessierter Kreise ;-)

Vorgefasste Meinung

Ich habe keine betonierte Meinung, bin durchaus offen für neue Argumente und Fakten. Nur habe ich gelernt, zwischen den größeren, tieferen Zusammenhängen und politischen Entwicklungen einerseits (Umverteilung von unten nach oben seit den 70er Jahren) und momentanen, meist konjunkturell bedingten Schwankungen bei der Einkommens-verteilung zu unterscheiden.
Dass die soziale Ungleichheit um ein paar Nuancen kleiner wird als im Vorjahr ändert nichts an den krassen Kontrasten - und erst recht nichts an ihren Ursachen. Ja, ich bin in der Tat der Meinung, dass das Problem der Verarmung breiter Bevölkerungsschichten nicht gelöst werden kann, ohne die Systemfrage zu stellen. Stattdessen soll den Leuten ständig eingeredet werden, dass sie 1. selbst schuld sind und 2. sich gefälligst selbst retten sollen. Da kann man schon mal ein bisschen sarkastisch werden...

Das ist doch

immerhin eine fundierte Meinung.

Bitte haben Sie Verständnis, dass mit einigen anderen Postings voller Verschwörungsgeschwurbel nichts anfangen. Außerdem muss man methodische Kritik nicht nur für Quellen anwenden, die die eigene Meinung nicht stützen.

Es wurde ja schon darauf hingewiesen, dass der DIW vor zwei Jahren eine Studie veröffentlicht hat, die andere Ergebnisse als dieses Jahr aufzeigte.

Hartz IV

steigt auch ständig. Davon haben die Leute aber auch nichts, wenn die Rentenzuschüsse für die Bezieher und das Elterngeld restlos gestrichen werden und das Leben drumherum viel Teurer wird.
Die acht Euro mehr nächstes Jahr, können nicht mal die erhöhten Energiekosten decken.
Eigentlich Verfassungdwidrig, da Sozialleistungen angepasst werden müssen.
Aber wir haben ja auch noch nicht mal ein gültiges Wahlrecht, also was solls.

[...]

Gekürzt. Bitte richten Sie Ihre Fragen bezüglich unserer Moderation an das dafür vorgesehene Postfach community@zeit.de. Danke, die Redaktion/ds

Keine Zeit für Illusionen

Wer seine Interessen erkennt, der kann auch Statistiken besser verstehen. Mit ideologischem Starrsinn hat das nichts zu tun. Vielmehr wäre diesem Land schon sehr geholfen, wenn der sogenannte Mittelstand sich mit den sogenannten Unterprivilegierten solidarisieren würde anstatt sich immer an dem zu orientieren, was die selbst ernannte Elite so vorlebt. Die Krise ist für der Dauerzustand für die große Mehrheit, Entspannung wird es nicht mehr geben. Und wer sich mit den realen Einkommen in D. beschäftigt, der kann auf politische Illusionen leicht verzichten, w. z.B.: Gerechte Bezahlung, Soziale Marktwirtschaft, sichere Renten, Schuldenbremse, Chancengleichheit usw. Daran mag glauben wer will - ich nicht mehr.

Selbt die Rentenbeitragskürzung

ist lediglich ein Profit für die Arbeitgeber. Von dem was dem Arbeitnehmer bleibt, gehen die prozentualen Sozial- u. Steuerabgaben ab. Rechnet man den Lohnanteil, der in den Säckel des AG wandert und den Rentenverlust dazu, zahlt der Arbeitnehmer ordentlich drauf. Damit nimmt der Gesetzgeber eigentlich einen unstatthaften Einfluß auf die Tarifautonomie. Offenbar ohne jemanden anderes zu fragen außer Politik u. AG-Lobby!!!

Solidarisieren mit den Menschen, die einen hassen?

"Vielmehr wäre diesem Land schon sehr geholfen, wenn der sogenannte Mittelstand sich mit den sogenannten Unterprivilegierten solidarisieren würde anstatt sich immer an dem zu orientieren, was die selbst ernannte Elite so vorlebt"

Jetzt sind Sie aber ideologisch geblendet. Der Mittelstand orientiert sich keinenswegs an den von der Unterschicht und dem Mittelstand ernannten Eliten. Ich habe noch nie von einem Reichen Menschen gehört, dass er sich selbst zur Elite ausruft. Das hört man nur von Motzern...
Kommen Sie mal nach Berlin und lesen Sie, was da an den Wänden steht, schauen Sie gegen wen da demonstriert wird und wessen Autos brennen. Ich habe noch nichts davon gehört, dass in den Villenvierteln außerhalb Berlins ein Auto gebrannt hat, dort Demonstriert wurde oder Wände beschmiert. Die Unterschicht hat einen Hauptfeind - den Mittelstand. Und das geht nicht vom Mittelstand aus.

Es wäre hilfreich (z.B. bei der Diskussion um Mieten) wenn sich die Unterschicht mit der Mittelschicht solidarisieren würde. Aber diese ganze Hetze geht nicht genen die, die sich die Taschen vollstopfen (Vermieter und Hausbesitzer) sondern gegen die, die sich die Miete noch leisten können. Die sollten wahrscheinlich aus Solidarität wegziehen und sicher würden dann nicht die Ärmeren dort einziehen. Manchmal frage ich mich, wie rosa Sonnenbrillen überhaupt sein können!

Dann jetzt konstruktiv

Über die Vorgehensweise der statistischen Auswertung der Daten wird nichts erwähnt. Mit ziemlicher Sicherheit haben die Herren vom DIW einfach das Jahr 2005 mit 2010 Verglichen, die Aufteilung der Einkommen in Gruppen eingeteilt, sodass die obersten Einkommen der untersten Einkommensgruppe die niedrigsten Einkommen durch Mittelwertbildung innerhalb der Gruppe verschleiern.
Ein Hinweis findet sich hier:
"Der ärmere Teil profitierte von höheren Tariflohnsteigerungen und einem Anstieg der Zahl von Personen mit Erwerbseinkommen um 700.000"
Innerhalb der ärmsten Gruppe gibt es also Erwerbseinkommen in der Höhe von 700000 EUR?! Entschuldigung aber ohne weitere Informationen ist das einfach [zensurwürdiges Substantiv].

"Deutschland ernte jetzt die Erfolge der rot-grünen Reformen."
Das ist jawohl der Gipfel der Unverschämtheit. Eine eindeutig arbeitgeberfreundliche Wirtschaftspolitik als Erfolg für die Geringverdiener zu verkaufen.
Man muss diesen Meldung deshalb als propagandistische Meinungsmache einstufen.

Lesen.

Da verdient keiner 700000€ - es sind 700.000 mehr Menschen in der untersten Einkommensgruppe überhaupt beschäftigt als zuvor. Ist doch schon mal etwas.

Es hat sich auch nicht die Zunahme verlangsamt - die Einkommensdifferenzen sind (ein ganz kleines bisschen) gesunken.

Das ist kein Grund zum Jubel, aber doch eine positive Nachricht, auch wenn da jetzt leider die Welt nicht untergeht, wie sich das manche wohl wünschen. Schön wäre, wenn sich das mittelfristig zum Trend verfestigen könnte.

Was soll das nun?

Gerade die berühmte "Scherenbehauptung", nämlich, dass es in Deutschland einen Trend gäbe, der angeblich belegt, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden sollen, ist doch methodisch höchst unseriös aufgestellt.

Ich erinnere mich noch, wie viele Kommentatoren und Foristen die armseligen 3 Jahresvergleiche aus dem 4. Armuts- und Reichtumsbericht zu einem Pressegewitter mißbrauchten - ja sogar politische Forderungen abgeleitet wurden.

Ständig beanstande ich die Methodenmängel mit der leichtfertig Trendbehauptungen in die Welt gesetzt werden, um Politik zu machen. Keinen interessiert es, wie höchst unseriös z.B. das Böcklerinstitut auf diese Art übelste Meinungsmache betreibt und schwache Änderungen - möglicherweise Zufallsschwankungen - "katastrophisiert". Selbst die, in der Erhebung brauchbaren SOEP Panel Daten reichen nicht zum signifikianten Trendpostulat.

Jetzt, auf einmal, ist die Methodikfrage wichtig. Jetzt, wo es darum geht, eine möglicherweise positive Entwicklung zu diskreditieren, die das ganze Gedankengebäude der Unfairteilung ins Wanken bringen würde.

Ist man konstruktiv, muss man ehrlich bleiben und feststellen:

Es gibt keinen Beleg für die eine oder die andere Behauptung

Jede, auf so einer Grundlage festgestellte Änderung kann Zufallsschwankung sein. [...]

Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen und respektlose Kommentare. Danke, die Redaktion/ds

Über den Wert und Sinn von Statistiken

kann man streiten, über Lebensrealitäten weniger.
Verleugnung der Lebensrealitäten anderer kann auch ein Standpunkt sein,
aber nur wenn man jegliche Empathie durch Pragmatismus und Egoismus ausgelöscht hat!
Diese Art der generellen Bezweiflung hilft vermutlich auch dem eigenen Gewissen.
Für jemanden, dessen Lebensrealität nun gerade bei diesem Thema keine Zweifel zulässt, liest sich das natürlich äusserst zynisch!
Aber gerade bei Themen wie Umwelt, Atomkraft und Finanzsystem scheint diese Haltung weit verbreitet.
Vermutlich auch zu viel verlangt, wenn man Teil eines Systems ist, den Schaden oder die Gefahr für andere einzugestehen?

@90 Bayreuther - Das würde ich als echtes Lob ansehen.....

...denn dazu bekenne ich mich ganz ungeniert.

Ich bin der vollen Überzeugung, dass die Ideen, die gemeinhin als "neoliberal" bezeichnet werden (wobei man vorsichtig sein muss. Es wird ja alles darunter summiert, von der Klimaerwärmung, bis zum Unwohlsein eines Gysi) korrekt sind und wesentlich mehr Vorteile und Annehmlichkeiten für alle Menschen bieten, als die propagierten Alternativen.

Und ebenso bin ich ein enger Freund von etlichen "Geldmachern". Ich finde, "Geld machen" macht richtig Spaß -selbst wenn man nur dabei ist, wenn es anderer macht.

Ich beschäftige mich aber auch selbst gerne damit. Ich betrachte das nicht einmal als Arbeit, sondern als Hobby.

Noch schöner wäre es, wenns auch

stimmen würde - und wenn die Fakten des Artikels ein bißchen ausführlicher geschildert würden, wenn der Zeitraum etwas länger gefaßt wäre, wenn nicht einfach Aussagen in den Raum gestellt würden, die ich zumindest nicht ganz glauben kann, wenn ich lesen muß, daß Artikel des DIW, die nicht der Meinung des Institutsleiters entsprachen, zensiert und umgeschrieben wurden. Dies alles ist belegt.
http://de.wikipedia.org/w....
Wir wissen schlicht und einfach nicht, wer genau den Artikel geschrieben hat und welche Fraktion des DIW sich hier durchgesetzt hat - andere Artikel des DIW sagen das genaue Gegenteil aus.

Sie wissen aber

schon, dass der fragliche Praesident unter dessen Aegide es zu den Ungereimheiten kam, nicht mehr im Amt ist? Uebrigens koennen Sie den DIW Bericht auch mal selbst lesen. Es ist wahrlich beschaemend, wenn man einen Autor toll findet, wenn dessen Ergebnisse einem ins Konzept passen und zu verteufeln, wenn dies gerade mal nicht der Fall ist. Im uebrigen gibt es an dem Bericht wenig auszusetzen, aber dafuer muss man ihn eben erst lesen.

Was ist ein Trend?

Ich verstehe nicht was Sie mit Trend meinen. Ich will auch nicht spekulieren, sondern ich halte mich an Fakten, und Fakt ist, dass die Einkommens- und Vermoegensungleichheit in DE und fast allen anderen OECD Staaten zwischen 1990 und 2010 zugenommen hat. Das behaupte nicht ich sondern ein Sondergutachten der Wirtschaftsweisen fuer die Bundesregierung und die OECD (Titel ist "Divided we stand", 2011). Gleichzeitig ist die Lohnquote auch in dem Zeitraum und schon vorher gefallen, aber es behauptet doch niemand, dass die Lohnquote damit irgendwann auf null zurueckgeht. Die Daten auf die ich mich beziehe sind historische Daten und keine Zukunftsschaetzungen.

Ich habe den Bericht gelesen

und moniere ja gerade, daß mir dieser etwas ? oberflächlich scheint. Ich weiß durchaus, daß Statistiken alles und nichts aussagen können.
Mich stört einfach, daß die ZEIT diesen Artikel veröffentlicht, der scheinbar fast wortwörtlich aus der Studie übernommen ist, ohne die Studie an sich zu hinterfragen - genau das hätte ich nämlich bei einem guten Journalisten erwartet - und das gilt für alle Standpunkte.

@132 V.Uljanov - Was ist ein Trend?

Ein (deterministischer) Trend ist, verkürzt gesagt, eine gerichtete Veränderung von Datenpunkten, wobei zwischen den Veränderungen ein bestimmbarer Anteil Zusammenhang besteht, der eine Extrapolation zur Abschätzung der zukünftigen Entwicklung erlaubt.

Beispielsweise die Behauptung "Die Schere zwischen arm und reich geht auseinander".

Das Gegenstück ist eine reine Zufallsbewegung, bei der bei den Veränderungen zwischen Datenpunkten kein Zusammenhang besteht, also auch keine Zukunftsaussagen zu treffen sind.

Gleichwohl kann es auch bei Zufallsschwankungen eine bestimmte Zeit eine gerichtete Bewegung geben (stochastischer Trend), der trotzdem keine Berechtigung zur Zukunftsaussage hat (Roulettelauf).