Moscheen in Deutschland : Beten zwischen Autoreifen und Mülltonnen

Versteckt im Industriegebiet, verborgen im Hinterhof: Als er Besuch von ägyptischen Kollegen bekam, suchte der Informatiker Michael Timpe in Köln eine Moschee für das Freitagsgebet. "Wo diese Moscheen waren und wie sie aussahen, hat mich sehr überrascht", erzählt er. Er entdeckte Gotteshäuser an den entlegendsten Orten der Stadt, abseits der großen Neubauten, die er aus den Medien kannte. Mit der Kamera erkundete Timpe daraufhin Moscheenlandschaften im Rheinland und in Berlin. Seine Fotos zeigen unscheinbare Gebetshäuser, die man als Passant nie bemerkt.

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Kommentare

17 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Reiserische Überschrift...

[...]
Reifen find sind nur einmal zu sehen und wenn man diese "Moscheen" im Hinterhof öffnet, sind Mülltonnen eben nicht auszuschließen.
Was der Verfasser/Fotograf mit den Bildern bezweckt/vor hat is mir bewusst. Was mich jedoch, diese hier auf einer sonst religös neutralen Berichterstattungsseite, in dieser Art zu finden, sehr verwundert, sogar ärgert!
Ein paar Bilder fand ich auch "intressant" anzusehn, da sie eher einer Festung als einem Gebetshaus ähneln, im speziellen Bild4...
Also liebe Muslime steckt euer Geld lieber in eure Gebetshäuser als es in die Türkei oder sonstige ehemaligen "Heimat/GEBURTSländer" zu schicken, dann muss man auch nciht neben "Reifen und Mülltonnen" beten, gähn...

Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. die Redaktion/ls

Geldfrage

Wars vielleicht auch eine Geldfrage anfangs, dass erst mal kleine Moscheen nicht gebaut wurden?. Z. B. die schmucken in Bergisch Gladbach oder die schönen im südlichen Gebiet des ehemaligen Jugoslawien.

Zu bewundern ist doch die Gebetsbereitschaft und Religionstreue auch unter diesen Umständen.

Können ja nicht alle einen Kölner Dom haben, in dem die Christmette zum zeigen des neuesten Weihnachtsgeschenkes in Form eines Pelzmantels taugt. Allerdings nur im hinteren Bereich. Ist man schneller wieder draussen.

echt schade

dass die Moscheen lieblos irgendwo ins Nirgendwo gesetzt werden. Vor allm faellt bei den Neubauten auf, dass immer der kosteneffiziente Zweckbau durchschimmert. Etwas mehr Liebe zur Fassade wuerde dem ganzen gut tun. In Walldorf nahe der SAP Zentrale steht zb. eine Moschee, die sieht aus wie ein Puff mit gruenen Lichtern..

Es ist anzunehmen, dass die Glauebigen noch laenger hier sind und ihr Gotteshaeuser als Zeichen des Ankommens bauen. Ein etwas hoeheres Budget sollte daher doch drin sein, man kanns ja auf 100 Jahre abzahlen.

Architektonisch anspruchsvolle Moscheen wuerden mich dann auch nicht in der Innenstadt stoeren, im Gegenteil, wenn ich in einem Cafe sitze, dann schaue ich lieber auf ein interessantes Gebaeude als auf eine Bauluecke.

Aber das muss sich wohl erst noch herumsprechen - inklusive der flaechendeckend rechtstaatlich korrekten Indoktrination.

Haha, ja...

Da bin ich zwar Ihrer MEinung. Aber stellen Sie sich doch mal die Proteste vor, wenn in einem Gebiet, wo viele Leute sind und dementsprechend das GEbäude auch sehen, eine Moschee gebaut wird. Vor dem Bau wird so lange Druck auf die zuständigen BEhörden ausgeübt, bis der Bau dann irgendwo hin verlegt wird (wie auf den Bildern zu sehen).

Es würde tatsächlich das Stadtbild deutlich verschönern, wenn z.B. am Stadtrand eine schöne Moschee stehen würde. Am besten direkt neben der KIrche.
Hat leider auf die Grundstückspreise den gleichen EInfluss wie ein eine Einflugschneise eines FLughafens.
Stadtplaner/Bauamtsmitarbeiter wollen kein Risiko eingehen, die wollen nur bis zur Rente ihren Job behalten. Und da ist eine sichtbare Moschee ein echter Sympathiekiller.

Ging nicht, der wurde gelöscht. Jedenfalls ist es das durch das Grundgesetz garantierte Recht einer Religionsgemeinschaft, Sakralbauten zu errichten, und ich persönlich habe überhaupt nichts dagegen, wenn diese weithin sichtbar sind. Das müssen Anders- und Nichtgläubige nun mal aushalten, genau, wie Antikapitalisten in Frankfurt die Hochhäuser der Banken aushalten müssen oder Demokraten Schloß Neuschwanstein.

Die "Tempel"

heissen uebrigens Kirchen.

Und deren Anblick (oder der anderer Gotteshaeuser) muessen Sie ebenso ertragen wie Glaeubige aggressive atheistische Propaganda aushalten muessen.

Dass Religion Privatsache ist, heisst uebrigens gerade nicht, dass sie im Strassenbild nicht praesent sein darf.
Ich empfehle Ihnen, mal in einen Grundgesetz-Kommentar zu schauen und nachzulesen, was dort zum Thema Religionsfreiheit steht. Vielleicht erkennen Sie dann, dass Ihre Auffassung auf einer unsinnigen Annahme beruht.

Übertreiben muss man nicht.

Natürlich ist Religion Privatsache. Aber wenn sich Religionsgemeinschaften ein Gotteshaus bauen will, dann können die das gerne machen. Und wenn das Gebäude dabei auchnoch gut aussieht, dann habe ich nichts dagegen, wenn es sich in meinem Blickfeld breit macht.
Solange keine GEräuschkulisse irgendeiner Art aus dem Gebäude strömt, ist das für mich alles in Ordnung (ich habe längere Zeit neben einer Kirche gewohnt. Wenn man ausschlafen will, dann sollte man lieber das Fenster zu machen, besonders am Sonntag. Jedes Mitglied der Kirchengemeinde hat eine Uhr und kann im Internet nachsehen, wann der Gottesdienst ist. Das ewige gebimmel geht einem nach der Zeit mächtg auf die Nerven.
Und wenn ich ehrlich bin habe ich da keine Skrupel während dem Gottesdienst ordentlich Musik zum Wachwerden aufzudrehen. ;)

Schlimm, sowas.

"Und deren Anblick (oder der anderer Gotteshaeuser) muessen Sie ebenso ertragen wie Glaeubige aggressive atheistische Propaganda aushalten muessen."

Stimmt, diese Atheisten übertreiben es wirklich mit ihren Organisationen, die Tag für Tag in den Straßen demonstrieren. ;)

Atheistische Propaganda? Reden Sie von der Titanic oder was? Welcher Atheist verkloppt denn Menschen wegen ihrem Glauben?

Kleiner Hinweis

Ich bezog mich auf die durchaus nicht grundgesetzkonforme Interpretation des Inhalts der Religionsfreiheit durch den Forumteilnehmer, dessen Beitrag ich kommentierte.

Und dass ich Aussagen, die schon in ihrer Wortwahl eine Religion und deren Anhaenger herabsetzen sollen als "aggessive atheistische Propaganda" bezeichne (aehnlich wie die primitive Religionshetze, wie Sie von einigen Berufsatheisten betrieben wird), trifft glaube ich den Sachverhalt ganz gut.

Schade, dass Sie ausser Klamauk ("Reden Sie von der Titanic oder was?") sachlich so wenig zu diesem Thema beitragen.

Es gibt Ueberreichlich "Gotteshaeuser" so ziemlich jeder =

Glaubensrichtung,waehrent es fuer die Menschen(so ziemlich ueberall auf der Welt) an Wohnungen fehlt,besonders an solchen deren Mietkosten nicht ueberhoeht sind und trotzdem Menschen wuerdig sind.

Soll das der WILLE eines Gottes sein?

Also,ich glaubs nicht,sind wohl eher Menschen,die diese Bauten,aus welschen Gruenden auch immer,haben wollen