Kinder und ComputerSpielen? Nur, wenn es fördert

Eine sinnliche Erfahrung ist ein Buch auch nicht. Tanja Dückers fragt sich, warum für Eltern und Pädagogen ausgerechnet Computerspiele zur Inkarnation des Bösen geworden sind. von 

Kinder Computerspiele Lernen

Ein Kind spielt mit einer tragbaren Spielkonsole.  |  © Photocase/luxuz

Unbestritten: Kinder brauchen viele sinnliche Erfahrungen, sollten sich in der Natur aufhalten, herumtoben. Es kann weder körperlich noch seelisch gesund sein, wenn sie ihre gesamte Freizeit mit Computerspielen oder Kindersendungen im Fernsehen zubringen. Aber das gilt für jede Übertreibung. Auch zu viel lesen und zu viel Sport können schaden. Schließlich sollte auch niemand länger als 30 Minuten in der Badewanne liegen, sonst wellt sich die Haut.

Warum sind also ausgerechnet Computerspiele für viele die Inkarnation des Bösen auf Erden geworden? Das "gute Buch" setzt eine mindestens genauso hohe Abstraktionsfähigkeit voraus wie ein Computerspiel und ist auch keine besonders sinnliche Erfahrung, sofern man nicht beim Rascheln der Seiten in Ekstase gerät. Menschheitsgeschichtlich betrachtet existiert es erst seit einem Wimpernschlag. 99,9 Prozent aller jemals geborenen Kinder haben nie ein Buch in den Händen gehalten.

Vergessen wird in der aufgeregten Debatte auch, dass die Langspielplatte, die Hörspielkassette und das Radio vor nicht allzu langer Zeit selbst "neue Medien" waren. Und schließlich: Viele der Computerspiele für Kinder sind sogar pädagogisch ausgetüftelt: Kleine Kinder lernen Tier- und Pflanzennamen auf dem Bildschirm oder lernen Farben und Formen, indem sie Bauklötze einander zuweisen. Für alle Altersstufen ist "etwas Gutes" dabei.

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Förderlich oder wertlos?

Trotzdem herrscht eine seltsame Übereinstimmung darin, dass man Kinder und Jugendliche von neuen Medien möglichst fernhalten sollte – manche Eltern und Pädagogen appellieren an die Vernunft der Kleinen, andere für Grenzen und Strafen.

Die Ursache ist Angst und Verunsicherung. Eltern und einige führende Pädagogen verdammen, was ihnen nicht vertraut ist. Denn sie müssen sich mit einem gewissen Autoritätsverlust abfinden, da die Sprösslinge ihnen schon als Grundschüler im praktischen Umgang mit den neuen Medien überlegen sind. Erschwerend kommt hinzu, dass es noch nie eine so große Altersspanne zwischen Eltern und Kindern gegeben hat wie jetzt. Die Mehrzahl der heute meinungsführenden Pädagogen gehört sogar der Großelterngeneration an.

Aber da ist noch etwas anderes, das den Erwachsenen Angst macht. Sie haben seit einiger Zeit die fixe Vorstellung, dass Kinder und Jugendliche stets etwas "Gutes" und "Sinnvolles" machen müssen – auch wenn sie selbst gerne "sinnlos" in der Bar herumhängen. Während früher bestimmte Verhaltensweisen von Kindern und Jugendlichen aus moralischen Gründen abgelehnt wurden (von mangelndem Gehorsam gegenüber Respektspersonen bis hin zum Onanieren), müssen Eltern heute deren Leistungswillen beweisen . Früher wurde zwischen "anständig" oder "unanständig" unterschieden, heute wird über "förderlich" oder "wertlos" geurteilt.

Leserkommentare
    • Ryuneke
    • 02. November 2012 7:43 Uhr

    Endlich ein Artikel, der digitale Medien wie Computerspiele und Co. nicht über einen Kamm schert und verteufelt.
    "Eltern und einige führende Pädagogen verdammen, was ihnen nicht vertraut ist", was wohl den Nagel auf den Kopf trifft. Eine Auseinandersetzung findet überhaupt nicht statt, denn könnte es doch passieren, dass die hier erwähnte leistungsorientierte Klientel auf einmal selbst Spaß und Vergnügen mit Computerspielen verbindet.
    Beispiel hierfür bietet auch die Biene Maja, welche ja bei ihrem Serienstart in den 70er Jahren starken Anfeindungen ausgesetzt war, weil die kleine niedliche Biene und ihr Freund Willi bloß über den Fernsehbildschirm summten, um Kinder zu unterhalten.
    Und vor kurzem veröffentlichte der Autor Manfred Spitzer sein Buch "Digitale Demenz", wobei er versucht zu erklären, auf welche Art und Weise Kinder durch Computerprogramme und Internet zunehmend verdummen und keine Problemlösekompetenz entwickeln. In Ansätzen macht Herr Spitzer in seiner Argumentation nichts falsch, doch im Detail finden sich peinliche Fehler. Da werden z.B. Computerspiele erwähnt, die nicht existieren, jedes Computerspiel ist ein "Ballerspiel", nach positiven Aspekten wird gar nicht erst gesucht.
    Dieses Buch unterstützt zunächst die Argumentation des Artikels und meiner Schlussfolgerung mit dem Hinweis auf die mangelnde Auseinandersetzung mit digitalen Medien und macht gleichzeitig deutlich, dass wir noch weit von der Akzeptanz dieser (Sub-)Kultur entfernt sind.

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    • Patau
    • 06. November 2012 18:33 Uhr

    in diesem Artikel geht es nicht um Computerspiele für Jugendliche und Erwachsene, sondern um Erfahrungen von Kindern mit den neuen Medien. Der Artikel geht nur von einer subjektiven Meinung aus und nicht von den Tatsachen. Ein Kind lernt durch das Handeln. Es konstruiert sich die Welt in dem es neue Dinge erlebt und selber erschafft. Dabei erlebt das Kind durch das praktische agieren mit der Umwelt, d.h. Bauklötzen, Kinderzimmer, Wald und der kindlicher erdachten Spielwelt bzw. der Sozialen Interaktion mit anderen Kinder entstehen Konflikte und Probleme die es zu Lösen gilt. Das Spiel ist ein Dynamischer Prozess. Es verändert sich ständig und jeder der Kinder hat wird hier bestätigen, dass es im freien Spiel sehr schwer ist, als Erwachsener mit zu kommen geschweige denn mit zu denken, ohne das Kind in seiner Art von außen zu beeinflussen. Anhand dieser ständig ablaufenden Konflikt- und Problemlösungsprozesse findet im Spiel die soziale, kognitive und moralische (etc) Entwicklung der ersten ca. sechs Jahre statt. Wenn man so will 'programmiert' sich das Kind selbst. Die Erwachsenen: Erzieher, Lehrer und Eltern geben nur den Rahmen vor. Der Rest passiert allein.
    Vom Standpunkt des Artikels könnte man jetzt behaupten, dass Computerspiele doch gar nicht so schlecht sind. Mein Kind kann Erfahrungen machen und lernt so schon früh mit neuen Medien umzugehn. Ganz zu schweigen von feinmotorischen Fähigkeiten und den Möglichkeiten abstrakt zu denken.

    • DagMa
    • 02. November 2012 7:52 Uhr

    Anders als meine Brüder haben mich PC-Spiel nie wirklich interessiert, Ich las viel lieber meine Bücher. Und Ich sah schon als Kind wie seltsam sich meine beiden Brüder nach stundenlangen Spieln am PC verhielten. Sie waren aggressiver und wussten nach dem Spielen stundenlang nichts mehr mit sich anzufangen. Sie haben recht, wenn sie schreiben das die Menge/Zeit mit den Medien eine Rolle spielt. Jedoch viel es mir immer leichter mein Buch wegzulegen, als meinen Brüdern Ihr Spiel zu beenden (so mitten im Level).
    Zudem besteht ein riesiger Unterschied ob mein Gehirn aus gelesen Buchstaben Bilder herstellt, oder ob mir viele, viele Bilder vorgesetzt werden. Gerade Kinder sind sehr schnell eine Sinnesüberflutung ausgesetzt, die Bilder sind beim Fernseher und PC-Spielen zu bunt, die Szenen zu schnell (Es ist nachgewiesen das Fernsehen die Kleinkinder signifikant verdummen lässt wegen der Sinnesüberreizung).

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    • Gnervt
    • 02. November 2012 8:18 Uhr

    Ich gehe mal aufgrund ihres Usernamens davon aus das sie eine Frau sind.
    Dass Frauen grundsätzlich weniger mit Computerspielen zu tun haben wollen ist für mich keine neue Erkenntnis. Und dass ihre Brüder agressiver sind und ihnen seltsam vorkommen sollte nun auch niemanden verwundern. Es sind nunmal Jungs die nicht mit Barbies spielen, sondern sich als kleine Kinder lieber die Köpfe einschlagen. Das gehört schließlich dazu. Grenzen auszutesten.
    Wobei wir wieder beim Problem sind.
    Eigene Empfindungen verteufeln etwas "fremdes".

    Es werden zur Zeit zahlreiche Studien durchgeführt, wie agressiv Onlinespiele machen, was sie fördern, was sie nicht fördern. Es geht hier allerdings um einen anderen Blickpunkt. Es geht denke ich nicht um "Erwachsenenspiele" sondern vielmehr darum, ob es nicht doch im vergleich zum Buch sinnvollere Computerspiele gibt und ob es nicht die Entscheidung des Kindes sein kann was dann von den Eltern angeboten/akzeptiert wird.

    • TeaRex
    • 02. November 2012 10:20 Uhr

    Ich konnte spannende Bücher früher "mitten im Kapitel" auch nicht weglegen - egal wie oft meine Mutter zum Mittagessen rief. Das gab genauso regelmäßig Zoff. Und nachdem ich "Die Unendliche Geschichte" in einem Zug durchgelesen hatte (20 Stunden ohne Pause), konnte ich auch nicht schlafen. Daher zieht dieses Argument meiner Meinung nach nicht.

    • GDH
    • 02. November 2012 14:15 Uhr

    "Jedoch viel es mir immer leichter mein Buch wegzulegen, als meinen Brüdern Ihr Spiel zu beenden (so mitten im Level)."

    Als Berufspendler bin ich oft genug versucht (und gebe dem manchmal auch nach), noch schnell einen Abschnitt im Buch zuende zu lesen, nachdem ich aus dem Bus ausgestiegen bin. Bei (manchen) Computerspielen geht mir das ganz genauso.

    "Zudem besteht ein riesiger Unterschied ob mein Gehirn aus gelesen Buchstaben Bilder herstellt, oder ob mir viele, viele Bilder vorgesetzt werden. Gerade Kinder sind sehr schnell eine Sinnesüberflutung ausgesetzt, die Bilder sind beim Fernseher und PC-Spielen zu bunt, die Szenen zu schnell (Es ist nachgewiesen das Fernsehen die Kleinkinder signifikant verdummen lässt wegen der Sinnesüberreizung)."

    Das kommt sehr auf die Art des Spiels an. Ich kenne (und spiele, wie übrigens auch mein 8-jähriger Neffe) eine Reihe von Spielen, bei denen sich lange Zeit optisch ziemlich wenig tut (so ähnlich wie bei Brettspielen, wo sich die Figuren auch nur bewegen, wenn man sie aktiv dazu bringt). Was hier kritisiert wird, ist in erster Linie die Pauschalisierung.

    • lavaya
    • 16. November 2012 19:17 Uhr

    Ich glaube nicht das es zutrifft zu sagen Frauen seien weniger aggressiv als Männer, Aggressionen werden einfach anders gelebt. Auch nicht das Computerspiele Aggressionen fördern.
    Das Suchtpotenzial der Kinder am Pc ist nicht zu unterschätzen und da hängt auch mal der Haussegen schief. Dennoch ist es einfach mal ein Medium unserer Zeit und die Kinder können sich im gesunden Umfeld auch gut regulieren. Ausmachen wenns nervt, merken das Skateboard, Fussi und Buch auch noch da sind...Dem Ganzen mit Angst zu begegnen und ihm den schwarzen Peter zuzuschieben ist da nicht angebracht. Da gehört mehr dazu

  1. "Warum sind also ausgerechnet Computerspiele für viele die Inkarnation des Bösen auf Erden geworden?"

    Weil die Medien sie dazu gemacht haben! Sobald irgendwo einer amok läuft, werden sofort Videospiele dafür verantwortlich gemacht. Spiele werden vertäufelt und schlecht gemacht bis von der Wahrheit nichts mehr übrig ist.
    http://www.youtube.com/wa...

    Ist ja auch leichter irgendwelchen Spielen die Schuld zu geben als auf die Missstände der Schulen aufmerksam zu machen.

    Also liebes ZO, Frage beantwortet?

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    • Gnervt
    • 02. November 2012 8:18 Uhr

    Ich gehe mal aufgrund ihres Usernamens davon aus das sie eine Frau sind.
    Dass Frauen grundsätzlich weniger mit Computerspielen zu tun haben wollen ist für mich keine neue Erkenntnis. Und dass ihre Brüder agressiver sind und ihnen seltsam vorkommen sollte nun auch niemanden verwundern. Es sind nunmal Jungs die nicht mit Barbies spielen, sondern sich als kleine Kinder lieber die Köpfe einschlagen. Das gehört schließlich dazu. Grenzen auszutesten.
    Wobei wir wieder beim Problem sind.
    Eigene Empfindungen verteufeln etwas "fremdes".

    Es werden zur Zeit zahlreiche Studien durchgeführt, wie agressiv Onlinespiele machen, was sie fördern, was sie nicht fördern. Es geht hier allerdings um einen anderen Blickpunkt. Es geht denke ich nicht um "Erwachsenenspiele" sondern vielmehr darum, ob es nicht doch im vergleich zum Buch sinnvollere Computerspiele gibt und ob es nicht die Entscheidung des Kindes sein kann was dann von den Eltern angeboten/akzeptiert wird.

    7 Leserempfehlungen
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    • DagMa
    • 02. November 2012 8:31 Uhr

    Ich sprach nicht von den Unterschied zwischen Jungs und Mädchen (Jungs aggressiver als Mädchen) sondern von den Unterschied vom Verhalten meiner Brüder ohne stundenlangen PC spielen und nach stundenlangen Spielen. Und auch Ich kann mich in diesen aggresiven/gelangweilten Zustand versetzen. Habe Ich vor paar Wochen geschafft. Mir war am Wochenende langweilig weshalb Ich den gesamten Nachmittag/Abend verbrachte mir Serien im Internet anzusehen. Am Ende war Ich völlig fertig, mein Gehirn nur noch im Standby Zustand. Und dies passierte mir als Erwachsener Mensch. Wie geht es Kindern nach einem solchen Bildschirmmarathon, deren Gehirne noch viel empfindlicher auf Sinnesüberreizung reagieren?

    • Kriton
    • 02. November 2012 8:38 Uhr

    Wir reden über Medien des 21. Jahrhunderts und Sie kommen mit einem Männerbild des 19. Jahrhunderts. Kinder mit Penis sind nicht agressiver als Kinder mit Vulva. Sie schlagen sich nicht "lieber" die Köpfe ein, sondern sind genauso liebes- und kuschelbedürftig.

  2. Oder Fernsehen und Fussballspielen?
    Diese Reihe liesse sich jetzt lange fortsetzen. Die Frage ist doch, warum lasse ich dies mein Kind machen. Um selber mehr Zeit für die Glotze zu haben, weil ich keine Lust habe, mich mit dem plärrenden Balg zu beschäftigen, weil mir selber nix einfällt, wie ich mein Leben füllen kann?

    Bei solchen Eltern ist es so ziemlich egal, womit das Kind seine "Freizeit" verbringen darf, es wird wie sich weniger entwickeln und lernbegierig sein wie ein Kind, das in einem Haushalt auswächst, wo es Zuwendung und Aufmerksamkeit nebst Anregungen findet. WAS es dann macht, ist so ziemlich egal, da schaden auch Computerspiele nicht.

    (Meine eigene unmassgebliche Erfahrung/Meinung)

    3 Leserempfehlungen
    • DagMa
    • 02. November 2012 8:31 Uhr

    Ich sprach nicht von den Unterschied zwischen Jungs und Mädchen (Jungs aggressiver als Mädchen) sondern von den Unterschied vom Verhalten meiner Brüder ohne stundenlangen PC spielen und nach stundenlangen Spielen. Und auch Ich kann mich in diesen aggresiven/gelangweilten Zustand versetzen. Habe Ich vor paar Wochen geschafft. Mir war am Wochenende langweilig weshalb Ich den gesamten Nachmittag/Abend verbrachte mir Serien im Internet anzusehen. Am Ende war Ich völlig fertig, mein Gehirn nur noch im Standby Zustand. Und dies passierte mir als Erwachsener Mensch. Wie geht es Kindern nach einem solchen Bildschirmmarathon, deren Gehirne noch viel empfindlicher auf Sinnesüberreizung reagieren?

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    Die Frage ist doch nicht, ob Kinder (welche Altersgruppen konkret bitteschön?)überhaupt neue Medien (welche...Kindles, Laptops, Spielkonsolen, Handys) nutzen sollten oder nicht. Um die sinnvollen Formen der Nutzung werden sie eh nicht herum kommen.

    Fest steht, dass ich meinem Sohn garantiert keine Spielskonsole kaufen und auch sonst ein strenges Regime in dieser Richtung führen werde. Nein, wir sind nicht technikfeindlich, mein Mann arbeitet seit über 20 Jahren in der IT - und gerade deswegen sieht er es nicht gerne, wenn ich meinen Sohn auch nur auf dem Schoß habe, wenn ich gerade am Rechner sitze.

    Die Frage ist, wozu, wie lange täglich und in welchem Alter Kinder vor dem Bildschirm hocken. Hier hat sich die Zeit schonmal mit dem Thema beschäftigt:

    http://www.zeit.de/online...

    Also ich muss sagen, wenn das Durchschnittszahlen sind, sind sie schockierend!

    Ihr Gegenredner erwähnte, auch Badewanne und Sport sind im Übermaß schädlich. Ich möchte das Kind oder den Jugendlichen sehen, der pro Tag sechs Stunden auf dem Bolzplatz verbringt!

    Ich selbst habe in meiner Studienzeit nächtelang gespielt, wobei "Die Siedler" sicherlich weniger aggressivitätsfördernd als einschlägige Onlinespiele sein dürften.

    Mit Sicherheit sind derlei Spiele so programmiert, dass sie suchtfördernd sind, das muss man auch mal sehen.

    Davon abgesehen ist der Mensch nicht für langes Sitzen gemacht, Haltungsschäden sind bei Kindern vorprogrammiert.

    • Kriton
    • 02. November 2012 8:38 Uhr

    Wir reden über Medien des 21. Jahrhunderts und Sie kommen mit einem Männerbild des 19. Jahrhunderts. Kinder mit Penis sind nicht agressiver als Kinder mit Vulva. Sie schlagen sich nicht "lieber" die Köpfe ein, sondern sind genauso liebes- und kuschelbedürftig.

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    • CorinK
    • 02. November 2012 11:31 Uhr

    sagen Sie das meiner Mutter (mit mir 4 Söhne). Sie hat versucht uns nicht geschlechtsspezifisch zu erziehen. Ergebnis waren Puppen mit abgetrennten Gliedmaßen.
    Natürlich sind auch Jungs manchmal sensibel und Mädchen manchmal aggressiv. Es sollte jedoch ebenso unumstritten sein, dass Jungs einfach hormonell bedingt sich häufiger "messen" wollen und zeigen wollen, dass sie der stärkere sind. Und natürlich ist mir klar dass das nicht auf alle zutrifft und es Überschneidungen gibt. Der Unterschied zwischen heute und vor 200 Jahren sollte lediglich sein, dass man es akzeptiert wenn es anders ist und nicht das man leugnet das es Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt.

    • kascho
    • 02. Januar 2013 23:38 Uhr

    Sie widersprechen diversen wissenschaftlichen Studien. Aggression ist das EINZIGE Merkmal, in dem sich Männer und Frauen nachweislich unterscheiden. Männer sind signifikant aggressiver.

    In allen anderen Eigenschaften sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern jedoch lange nicht so groß wie innerhalb der Geschlechtergruppen.

    • Puka
    • 02. November 2012 8:44 Uhr

    Ich möchte hier mal eine Diskussion in einem Videospielforum verlinken, in dem ausschweifend über Kindererziehung und Videospiele diskutiert wurde. Überraschenderweise sprechen sich die Nutzer dort sehr kritisch darüber aus, welchen Umgang sie ihren Kindern mit Videospielen gestatten würden. Dennoch finden sich für die Diskussion darin sicherlich neue Argumente und Standpunkte, die dem Nichtspieler wohl nicht so gleich ins Auge fallen würden.

    http://forum.gaming-unive...

    Eine Leserempfehlung

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Computerspiel | Medien | Arbeitsmarkt | Eltern | Erwachsene | Freizeit
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