Belfast

Zur Sicherheit eingemauert

Der Rentner William Boyd vor seinem Haus. Er will die "Friedensmauern" zwischen protestantischen und katholischen Nachbarn behalten. Er sagt: "Es soll so bleiben, wie es ist. Warum sollte jemand diese Mauern einreißen wollen?"

Der Rentner William Boyd vor seinem Haus. Er will die "Friedensmauern" zwischen protestantischen und katholischen Nachbarn behalten. Er sagt: "Es soll so bleiben, wie es ist. Warum sollte jemand diese Mauern einreißen wollen?"   |  © Cathal McNaughton/Reuters

Mauern, Wellblechzäune und Stahlwände verlaufen durch Hinterhöfe und Straßen in Belfast. Sie trennen die katholischen und protestantischen Wohngegenden, also die der irischen Nationalisten und der britischen Unionisten. Insgesamt sind die sogenannten Friedensmauern 21 Kilometer lang. Die ersten wurden 1969 gebaut, nachdem der Nordirlandkonflikt ausgebrochen war. Sie waren nur als Übergangslösung gedacht. Doch in den 1990er Jahren waren es bereits 18 Mauern, heute sind es 40. Viele Bewohner haben sich an sie gewöhnt, sie fühlen sich so sicherer.