Haus der Religionen Elefanten-Gott trifft Lamm
Religiöse Menschen streiten ungern. Aber sollten sie es nicht tun, wenn sie in unserer westlichen Gesellschaft leben? In Bern versuchen acht Weltreligionen, es zu lernen.
Bleigrauer Beton ziert den Europaplatz in Bern. Rechts wummern Lastwagen über eine Autobahnbrücke, links bröselt eine Industrieruine. Dazwischen breitet sich eine staubige Baugrube aus. Über ihr sollen schon bald die letzten Wahrheiten von einigen Milliarden Menschen verhandelt werden.
- Endlich richtig streiten - die Themenwoche
Wir müssen dringend wieder streiten – auch laut und heftig. Denn ohne solche Konflikte gehen gehen unsere Beziehungen kaputt, unsere Identität – und am Ende unsere Demokratie. ZEIT ONLINE will in einer Themenwoche zeigen, wie man sich konstruktiv und erfolgreich auseinandersetzen kann: in der Partnerschaft und der Familie, am Arbeitsplatz und in der Schule, unter Bürgern und im Bundestag, sogar im Internet und in der Religion.
- Die Folgen der Serie
-
Streitkultur: Streitet euch! Ein Essay
Sexualität: Streiten öffnet das Herz und andere Teile der Anatomie
Familie: Wenn Eltern "Ich will" sagen
Schule: Ohne Streit kein Unterricht
Internet: Ist das Netz ein Streitbeschleuniger? Eine Leserdebatte
Arbeit: Lass uns streiten, Chef
Unternehmen: Die Wohlfühl-Lüge
Politik: Geistige Terroristen sind ausgestorben
Denn inmitten dieser städtebaulichen Wüste wächst eine große Idee heran: Das Haus der Religionen. Ein Zentrum der Anbetung und Begegnung soll es werden, mit sakralen Räumen für Aleviten, Buddhisten, Baha'i, Juden und Sikh, mit einer Moschee, einem Hindu-Tempel und einer Kirche. Dazu Küchen, Tagungsräume, ein gemeinsames Forum.
Zehn Jahre ist die Idee alt, in der Hauptstadt der Schweiz einen Ort des Dialogs der Religionen und Kulturen zu schaffen, der nach neuen Regeln funktioniert. Nicht: Wohlmeinende Schweizer kümmern sich freundlich um arme Einwanderer. Sondern: Alle verschiedenen Gruppen reden gleichwertig miteinander. So wie bei einem Fußballturnier: Acht Mannschaften, jeweils sieben Spiele, also mindestens 49 Varianten des Gesprächs. Immer mit dem Ziel, den jeweiligen Glauben und die kulturellen Eigenarten des anderen kennen- und akzeptieren zu lernen, und so das friedliche Zusammenleben dieser unterschiedlichen Menschen zu fördern.
Kann es einen besseren Ort geben, um eine Antwort auf die Frage zu finden, warum religiöse Menschen so ungern miteinander streiten?
Streit gehört zur Religion
Eigentlich müsste das genaue Gegenteil der Fall sein. Viele Religionen sind überhaupt erst aus Streit entstanden: Das Judentum erwuchs aus unzähligen Auseinandersetzungen des Volkes Israel mit seinen Nachbarn, mit sich selbst und mit Gott; die jüdische Theologie ist bis heute ein nie endender Disput. Auch in der christlichen Lehre von der Trinität Gottes, also der Idee, es gebe das Göttliche als Gott, Mensch und Geist, ist der Diskurs angelegt; nicht von ungefähr haben sich daran diverse Kirchenstreite und Spaltungen entzündet. Der Islam kennt den Dschihad, in dem der Prophet seine Lehre einst gegen seine Gegner verteidigen musste, und der heute nicht nur als Glaubenskrieg verstanden werden kann, sondern ebenso als spiritueller Streit mit der menschlichen Unvollkommenheit für die Sache Gottes. Buddhismus und Hinduismus pflegen ebenfalls Jahrhunderte alte Debattenkulturen.

Karsten Polke-Majewski ist stellvertretender Chefredakteur von ZEIT ONLINE. Seine Profilseite finden Sie hier.
Religiöse Menschen müssten Streit also lieben. Doch tatsächlich trifft man in ihren Kreisen oft auf eine merkwürdige Scheu, Konflikte auszutragen. Woran liegt das?
Die Frage geht zuerst an David Leutwyler. Er ist Bildungsreferent des Hauses der Religionen und lädt in ein leicht marodes Holzhaus oberhalb der Altstadt von Bern. Bis der Bau am Europaplatz fertiggestellt ist, hat die Stadt dem Trägerverein des Projekts diesen provisorischen Zwischensitz zur Verfügung gestellt. Einen Seminarraum gibt es hier, Büros, eine Küche und einen Speisesaal. Außerdem haben Hindus hier übergangsweise einen Tempel eingerichtet. So erproben die verschiedenen Religionsgemeinschaften schon einmal im Kleinen, was in Zukunft im neuen Zentrum stattfinden soll.
Also, Herr Leutwyler, wer so viel vorhat, muss doch automatisch in Konflikte geraten. Wie setzen sich die Gläubigen im Haus der Religionen auseinander? "Die Leute denken, dass wir uns Abende lang darüber streiten, welche letzte Wahrheit die richtige ist. Aber eigentlich geht es hier eher um das alltägliche Zusammenleben."
- Datum 25.11.2012 - 11:10 Uhr
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- Serie Endlich richtig streiten
- Quelle ZEIT ONLINE
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danke für die freundliche entgegnung.
"Wenn die Ethik/die Moral ihren göttlichen Anker verliert, so ist letztlich nur menschliches Ermessen ein Kriterium für Gut und Böse. "
das sehe ich nicht so. sie gehen von der vermutung aus, gott existiert und die existenz von ethik und moral wäre nur möglich mit der existenz gottes. das läßt sich - genauso, wie das gegenteil - nicht beweisen. die beantwortung dieser frage muß also offen bleiben.
andererseits: was spricht gegen "menschliches ermessen"? selbst mit gott bleibt ethik und moral im menschlichen ermessen (gott hat dem menschen auf erden handlungsfreiheit gegeben). noch schärfer: christen im dritten reich. ich pauschalisiere nicht; ich will nur meinen standpunkt deutlich machen, daß die eventuelle existenz gottes mit ethik und moral nichts zu tun hat.
auch g.w.bush, der sich ständig auf gott bezogen hat, hat für mich, als areligiösen menschen unmoralisch gehandelt.
... ist ja genau der Punkt.
"andererseits: was spricht gegen "menschliches ermessen"? selbst mit gott bleibt ethik und moral im menschlichen ermessen (gott hat dem menschen auf erden handlungsfreiheit gegeben)."
Nach menschlichen Ermessen hat ein grausamer Despot wie A.H. "moralisch richtig" gehandelt. Er hielt Juden, Roma, Menschen mit Behinderungen, Homosexuelle für eine Krankheit, von der die "deutsche rasse" geheilt werden musste.
Nun ist aber jeder Mensch eine PERSON, die sich anderen Menschen offenbaren kann, nach Gottes Ebenbild geschaffen, in seiner Würde unantastbar. Es ist objektiv BÖSE, Menschen in KZs zu stecken und zu ermorden, subjektiv war es für die Nazis richtig.
Wenn man ein evolutionistisches/atheistisches Menschenbild zugrunde legt, wir Menschen nur "DNA versprühende Maschinen" sind, könnte man die Taten der Nazis rechtfertigen. Das ist ja das, was mich an der atheistischen Position so erschreckt.
Moral funtioniert nicht "von unten nach oben".
Ich will hier richtig verstanden werden, ich sage nicht das Atheisten per se schlechte Menschen sind aber ohne objektive Moral ist einfach alles erlaubt.
Sie schreiben:
" sie gehen von der vermutung aus, gott existiert und die existenz von ethik und moral wäre nur möglich mit der existenz gottes."
Ich vertrete nicht eine von oben nach unten Argumentation, die in Ihrem Satz anklingt. Ich gehe von den Konsequenzen aus, die ein atheistisches Weltbild provoziert, im Kern ist das eine relativistische Haltung zur Ethik, die (wissenschaftsverherrlichend) die Ratio zum Kriterium macht für das was gelten soll. Mit der "Hure Vernunft" (Luther) läßt sich wahrscheinlich alles begründen, auch eine abstruse Naziethik.
Wenn der Kommentator TDU oben schreibt:
"Der Atheismus ist eben die nächste Stufe der Entwicklung. Die Menschenrechte gehen auch ohne Gott und Glauben. Als pragmatisches Lebensprinzip."
so würde ich den Satz schon in Frage stellen. Wieso sollte eine Naziethik für ihre Vertreter nicht gleichermaßen ein pragmatisches Lebensprinzip sein? Und warum haben die Väter und Mütter des Grundgesetzes die ersten Paragraphen des Grundgesetzes der Abstimmung entzogen? Und stellt der Hinweis auf Pragmatik das Gute nicht allzusehr in die Nähe des Nützlichen?
Ich vertrete eine naturrechtliche Position im Bezug auf die Ethik. Und aus dieser heraus entwickelt sich die Frage, woher denn die grundlegenden Gemeinsamkeiten der Menschen in der Ethik kommen. Mit den Atheisten würde ich behaupten, dass sie ein evolutionäres Erbe sind. Jedoch woher kommt das evolutionäre Geschehen?
... ist ja genau der Punkt.
"andererseits: was spricht gegen "menschliches ermessen"? selbst mit gott bleibt ethik und moral im menschlichen ermessen (gott hat dem menschen auf erden handlungsfreiheit gegeben)."
Nach menschlichen Ermessen hat ein grausamer Despot wie A.H. "moralisch richtig" gehandelt. Er hielt Juden, Roma, Menschen mit Behinderungen, Homosexuelle für eine Krankheit, von der die "deutsche rasse" geheilt werden musste.
Nun ist aber jeder Mensch eine PERSON, die sich anderen Menschen offenbaren kann, nach Gottes Ebenbild geschaffen, in seiner Würde unantastbar. Es ist objektiv BÖSE, Menschen in KZs zu stecken und zu ermorden, subjektiv war es für die Nazis richtig.
Wenn man ein evolutionistisches/atheistisches Menschenbild zugrunde legt, wir Menschen nur "DNA versprühende Maschinen" sind, könnte man die Taten der Nazis rechtfertigen. Das ist ja das, was mich an der atheistischen Position so erschreckt.
Moral funtioniert nicht "von unten nach oben".
Ich will hier richtig verstanden werden, ich sage nicht das Atheisten per se schlechte Menschen sind aber ohne objektive Moral ist einfach alles erlaubt.
Sie schreiben:
" sie gehen von der vermutung aus, gott existiert und die existenz von ethik und moral wäre nur möglich mit der existenz gottes."
Ich vertrete nicht eine von oben nach unten Argumentation, die in Ihrem Satz anklingt. Ich gehe von den Konsequenzen aus, die ein atheistisches Weltbild provoziert, im Kern ist das eine relativistische Haltung zur Ethik, die (wissenschaftsverherrlichend) die Ratio zum Kriterium macht für das was gelten soll. Mit der "Hure Vernunft" (Luther) läßt sich wahrscheinlich alles begründen, auch eine abstruse Naziethik.
Wenn der Kommentator TDU oben schreibt:
"Der Atheismus ist eben die nächste Stufe der Entwicklung. Die Menschenrechte gehen auch ohne Gott und Glauben. Als pragmatisches Lebensprinzip."
so würde ich den Satz schon in Frage stellen. Wieso sollte eine Naziethik für ihre Vertreter nicht gleichermaßen ein pragmatisches Lebensprinzip sein? Und warum haben die Väter und Mütter des Grundgesetzes die ersten Paragraphen des Grundgesetzes der Abstimmung entzogen? Und stellt der Hinweis auf Pragmatik das Gute nicht allzusehr in die Nähe des Nützlichen?
Ich vertrete eine naturrechtliche Position im Bezug auf die Ethik. Und aus dieser heraus entwickelt sich die Frage, woher denn die grundlegenden Gemeinsamkeiten der Menschen in der Ethik kommen. Mit den Atheisten würde ich behaupten, dass sie ein evolutionäres Erbe sind. Jedoch woher kommt das evolutionäre Geschehen?
dann ist keine Briefmarken sammeln ein Hobby.
Nur wo sind die missionarischen Abriefmarkensammler, die bei jedem Bericht über das Briefmarken sammeln meinen darauf hinweisen zu müssen, was für ein bescheuertes Hobby sie Briefmarken sammeln finden?
Wo sind Bestseller wie der "Briefmarken-Wahn"?
Der Duden beispielsweise schreibt:
"Atheismus - Weltanschauung, die die Existenz [eines] Gottes verneint bzw. bezweifelt" und trifft damit gut die umgangssprachliche Nutzung dieser Begriffs. Der Ureinwohner oder das kleine Kind welches noch nie etwas von Gott gehört hat und auch nicht selber auf die Idee gekommen wird umgangssprachlich eher nicht als Atheist bezeichnet. Atheist ist wer Gottesvorstellungen kennt und diese bewusst ablehnt.
Also, wer glaubt, dass ein Haufen Nervenzellen Bewusstsein erzeugen kann, der hängt auch einem Glauben an.
Nur wo sind die missionarischen Abriefmarkensammler, die bei jedem Bericht über das Briefmarken sammeln meinen darauf hinweisen zu müssen, was für ein bescheuertes Hobby sie Briefmarken sammeln finden?
Wo sind Bestseller wie der "Briefmarken-Wahn"?
Der Duden beispielsweise schreibt:
"Atheismus - Weltanschauung, die die Existenz [eines] Gottes verneint bzw. bezweifelt" und trifft damit gut die umgangssprachliche Nutzung dieser Begriffs. Der Ureinwohner oder das kleine Kind welches noch nie etwas von Gott gehört hat und auch nicht selber auf die Idee gekommen wird umgangssprachlich eher nicht als Atheist bezeichnet. Atheist ist wer Gottesvorstellungen kennt und diese bewusst ablehnt.
Also, wer glaubt, dass ein Haufen Nervenzellen Bewusstsein erzeugen kann, der hängt auch einem Glauben an.
... ist ja genau der Punkt.
"andererseits: was spricht gegen "menschliches ermessen"? selbst mit gott bleibt ethik und moral im menschlichen ermessen (gott hat dem menschen auf erden handlungsfreiheit gegeben)."
Nach menschlichen Ermessen hat ein grausamer Despot wie A.H. "moralisch richtig" gehandelt. Er hielt Juden, Roma, Menschen mit Behinderungen, Homosexuelle für eine Krankheit, von der die "deutsche rasse" geheilt werden musste.
Nun ist aber jeder Mensch eine PERSON, die sich anderen Menschen offenbaren kann, nach Gottes Ebenbild geschaffen, in seiner Würde unantastbar. Es ist objektiv BÖSE, Menschen in KZs zu stecken und zu ermorden, subjektiv war es für die Nazis richtig.
Wenn man ein evolutionistisches/atheistisches Menschenbild zugrunde legt, wir Menschen nur "DNA versprühende Maschinen" sind, könnte man die Taten der Nazis rechtfertigen. Das ist ja das, was mich an der atheistischen Position so erschreckt.
Moral funtioniert nicht "von unten nach oben".
Ich will hier richtig verstanden werden, ich sage nicht das Atheisten per se schlechte Menschen sind aber ohne objektive Moral ist einfach alles erlaubt.
"Nach menschlichen Ermessen hat ein grausamer Despot wie A.H. "moralisch richtig" gehandelt."
da bringen sie ein gutes beispiel (ich habe es nur nicht gewagt): ausgehend davon, daß die menscheit eine solidargemeinschaft bildet, die bei strafe ihres unterganges nützlich handeln muß, ergibt sich ethik und moral schon allein aus ihrer nützlichkeit. und hitler und seine kumpane haben eben nicht nützlich nicht ethisch und nicht moralisch gehandelt und sind dehalb untergegangen. religiöse und areligiöse haben jeweils dazu ihren beitrag gebracht. ganz ohne gott.
nebenbei ging mir eben ein bild durch den sinn: gott wird sich vergnügt die schenkel geklopft haben, als er er erfahren hat, daß es feldgeistliche gibt, die in seinem namen ...
"aber ohne objektive Moral ist einfach alles erlaubt."
nochmals nein - ganz einfach, weil es nicht nützlich ist.
"Nach menschlichen Ermessen hat ein grausamer Despot wie A.H. "moralisch richtig" gehandelt."
da bringen sie ein gutes beispiel (ich habe es nur nicht gewagt): ausgehend davon, daß die menscheit eine solidargemeinschaft bildet, die bei strafe ihres unterganges nützlich handeln muß, ergibt sich ethik und moral schon allein aus ihrer nützlichkeit. und hitler und seine kumpane haben eben nicht nützlich nicht ethisch und nicht moralisch gehandelt und sind dehalb untergegangen. religiöse und areligiöse haben jeweils dazu ihren beitrag gebracht. ganz ohne gott.
nebenbei ging mir eben ein bild durch den sinn: gott wird sich vergnügt die schenkel geklopft haben, als er er erfahren hat, daß es feldgeistliche gibt, die in seinem namen ...
"aber ohne objektive Moral ist einfach alles erlaubt."
nochmals nein - ganz einfach, weil es nicht nützlich ist.
"Nach menschlichen Ermessen hat ein grausamer Despot wie A.H. "moralisch richtig" gehandelt."
da bringen sie ein gutes beispiel (ich habe es nur nicht gewagt): ausgehend davon, daß die menscheit eine solidargemeinschaft bildet, die bei strafe ihres unterganges nützlich handeln muß, ergibt sich ethik und moral schon allein aus ihrer nützlichkeit. und hitler und seine kumpane haben eben nicht nützlich nicht ethisch und nicht moralisch gehandelt und sind dehalb untergegangen. religiöse und areligiöse haben jeweils dazu ihren beitrag gebracht. ganz ohne gott.
nebenbei ging mir eben ein bild durch den sinn: gott wird sich vergnügt die schenkel geklopft haben, als er er erfahren hat, daß es feldgeistliche gibt, die in seinem namen ...
"aber ohne objektive Moral ist einfach alles erlaubt."
nochmals nein - ganz einfach, weil es nicht nützlich ist.
Mit dem Nutzenmaximierungsprinzip lässt sich eine Vergewaltigung rechtfertigen oder auch die Verbrechen des 3. Reiches. Ein Lustgewinn für den Vergewaltiger oder "Lebensraum im Osten", eigentlich subjektiv sehr nützlich.
Da man aber gegen die Menschenwürde handelt, gegen Gottes Gebot, ist es, obwohl "subjektiv nützlich" moralisch falsch.
Ihr Priester - Beispiel untermauert nur meine Position, er handelt im Rahmen seiner Freiheit moralisch falsch.
Ich sehe hier im Christentum die Antwort, im Atheismus finde ich sie nicht.
Wenn sich ein grausamer Despot wie Hitler durch unglückliche Zufälle durchsetzt und seine Politik zwar extrem grausam ist, aber eben nicht zum Untergang führt, dann ist diese grausame Diktatur richtig, nützlich und moralisch, weil sie sich ja schließlich durchgesetzt hat?
Und beim Thema Nützlichkeit ergeben sich gleich die nächsten Frage: Nützlich für den einzelnen Menschen? Nützlich für einzelne Gruppen? Nützlich für die gesamte Menschheit? Nützlich für alles Leben auf diesem Planeten?
Und Nützlich im Sinne welches Zwecks?
Mit dem Nutzenmaximierungsprinzip lässt sich eine Vergewaltigung rechtfertigen oder auch die Verbrechen des 3. Reiches. Ein Lustgewinn für den Vergewaltiger oder "Lebensraum im Osten", eigentlich subjektiv sehr nützlich.
Da man aber gegen die Menschenwürde handelt, gegen Gottes Gebot, ist es, obwohl "subjektiv nützlich" moralisch falsch.
Ihr Priester - Beispiel untermauert nur meine Position, er handelt im Rahmen seiner Freiheit moralisch falsch.
Ich sehe hier im Christentum die Antwort, im Atheismus finde ich sie nicht.
Wenn sich ein grausamer Despot wie Hitler durch unglückliche Zufälle durchsetzt und seine Politik zwar extrem grausam ist, aber eben nicht zum Untergang führt, dann ist diese grausame Diktatur richtig, nützlich und moralisch, weil sie sich ja schließlich durchgesetzt hat?
Und beim Thema Nützlichkeit ergeben sich gleich die nächsten Frage: Nützlich für den einzelnen Menschen? Nützlich für einzelne Gruppen? Nützlich für die gesamte Menschheit? Nützlich für alles Leben auf diesem Planeten?
Und Nützlich im Sinne welches Zwecks?
Nur wo sind die missionarischen Abriefmarkensammler, die bei jedem Bericht über das Briefmarken sammeln meinen darauf hinweisen zu müssen, was für ein bescheuertes Hobby sie Briefmarken sammeln finden?
Wo sind Bestseller wie der "Briefmarken-Wahn"?
Der Duden beispielsweise schreibt:
"Atheismus - Weltanschauung, die die Existenz [eines] Gottes verneint bzw. bezweifelt" und trifft damit gut die umgangssprachliche Nutzung dieser Begriffs. Der Ureinwohner oder das kleine Kind welches noch nie etwas von Gott gehört hat und auch nicht selber auf die Idee gekommen wird umgangssprachlich eher nicht als Atheist bezeichnet. Atheist ist wer Gottesvorstellungen kennt und diese bewusst ablehnt.
Das dürfte man sicherlich auch tun. Ich behaupte mal, dass die 99,9% Ihrer genannten Stammtische mit einem unerschütterlichen Glauben für Bier ausgestattet sind. Das schließt ja nicht aus, dass sie nicht in der Lage sind eine Diskussion zu führen... ;-)
Mit dem Nutzenmaximierungsprinzip lässt sich eine Vergewaltigung rechtfertigen oder auch die Verbrechen des 3. Reiches. Ein Lustgewinn für den Vergewaltiger oder "Lebensraum im Osten", eigentlich subjektiv sehr nützlich.
Da man aber gegen die Menschenwürde handelt, gegen Gottes Gebot, ist es, obwohl "subjektiv nützlich" moralisch falsch.
Ihr Priester - Beispiel untermauert nur meine Position, er handelt im Rahmen seiner Freiheit moralisch falsch.
Ich sehe hier im Christentum die Antwort, im Atheismus finde ich sie nicht.
"Mit dem Nutzenmaximierungsprinzip lässt sich eine Vergewaltigung rechtfertigen oder auch die Verbrechen des 3. Reiches. Ein Lustgewinn für den Vergewaltiger oder "Lebensraum im Osten", eigentlich subjektiv sehr nützlich."
ich hoffe, sie argumentieren jetzt nicht bewußt unredlich. ich sprach von nützlichkeit für die menschliche solidargemeinschaft. egoistisches handeln im engeren sinn (hitler e.a.) wird eben durch egoistisches handeln im weiteren sinn (menschheit)begrenzt und im glücksfall unmöglich gemacht.
"Ihr Priester - Beispiel untermauert nur meine Position, er handelt im Rahmen seiner Freiheit moralisch falsch."
nun, dieser priester leitet sein handeln von gott ab. oder nicht?
"Ich sehe hier im Christentum die Antwort, im Atheismus finde ich sie nicht."
religiöse menschen stellen fragen nach dem sinn und der aufgabe des lebens. viele atheisten, nichtreligiöse, agnostiker und auch ich stellen diese frage gar nicht: die welt ist so wie sie ist, weil sie so ist, wie ist. ganz einfach.
ironie: wer keine probleme hat, macht sie sich selbst :-)
"Mit dem Nutzenmaximierungsprinzip lässt sich eine Vergewaltigung rechtfertigen oder auch die Verbrechen des 3. Reiches. Ein Lustgewinn für den Vergewaltiger oder "Lebensraum im Osten", eigentlich subjektiv sehr nützlich."
ich hoffe, sie argumentieren jetzt nicht bewußt unredlich. ich sprach von nützlichkeit für die menschliche solidargemeinschaft. egoistisches handeln im engeren sinn (hitler e.a.) wird eben durch egoistisches handeln im weiteren sinn (menschheit)begrenzt und im glücksfall unmöglich gemacht.
"Ihr Priester - Beispiel untermauert nur meine Position, er handelt im Rahmen seiner Freiheit moralisch falsch."
nun, dieser priester leitet sein handeln von gott ab. oder nicht?
"Ich sehe hier im Christentum die Antwort, im Atheismus finde ich sie nicht."
religiöse menschen stellen fragen nach dem sinn und der aufgabe des lebens. viele atheisten, nichtreligiöse, agnostiker und auch ich stellen diese frage gar nicht: die welt ist so wie sie ist, weil sie so ist, wie ist. ganz einfach.
ironie: wer keine probleme hat, macht sie sich selbst :-)
Wenn sich ein grausamer Despot wie Hitler durch unglückliche Zufälle durchsetzt und seine Politik zwar extrem grausam ist, aber eben nicht zum Untergang führt, dann ist diese grausame Diktatur richtig, nützlich und moralisch, weil sie sich ja schließlich durchgesetzt hat?
Und beim Thema Nützlichkeit ergeben sich gleich die nächsten Frage: Nützlich für den einzelnen Menschen? Nützlich für einzelne Gruppen? Nützlich für die gesamte Menschheit? Nützlich für alles Leben auf diesem Planeten?
Und Nützlich im Sinne welches Zwecks?
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