Aussteiger in Weißrussland:
Ein Leben im Wald
Seit über 20 Jahren schon leben Yuri und Tamara Baikov ohne Strom und fließendes Wasser. Mit dem Ende der Sowjetunion ließen sie ihr altes Leben hinter sich und zogen in die Natur. Mitten im Wald, nur wenige Hundert Meter von der Grenze zwischen Weißrussland und Russland, bauten sie sich eine provisorische Hütte, die irgendwann einmal einem richtigen Haus weichen soll. Doch wegen der schlechten Wirtschaftslage ist ihre Farm nicht so ertragreich, wie die Aussteiger es sich erhofft hatten. Dennoch, sie harren aus – auch im tiefsten Winter.
- Datum 29.12.2012 - 08:32 Uhr
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wenn ich dieses bild sehe, bekomme ich allein vom zuschauen frostbeulen. ich frage mich, warum die menschheit so dumm war, afrika zu verlassen, wo es mit sicherheit lebenswerter und wärmer ist. und ich bedaure, das solch ein ausstieg auf dem rücken der tiere geschieht, die hier als nahrungsmittel herhalten müssen.
... Unsinn ist wirklich das Einzige, was Ihnen zu diesen großartigen Aufnahmen einfällt? Das tut mir leid für Sie.
liegt doch weniger am Klima als an der unfähigen Regierung die dort herrscht.
Recht haben Sie wenn Sie meinen das dies auf dem Rücken von Tieren geschieht, dort wo die Aussteiger leben hat man es sicher etwas schwerer als hier vegan zu leben.
Aber dennoch werden HIER mehr Tiere gequält und ermordet als dort. Dies zeigt umso mehr die Armseligkeit unserer Mitbürger auf die die gewissenlos und gleichgültig hinnehmen und weiter Tierleichen fressen. Aber am Sonntag gehts dann scheinheilig in die Kirche und man tut so als ob...
> liegt doch weniger am Klima als an der unfähigen Regierung
> die dort herrscht.
In welchem Sinne ist die weißrussische Regierung "unfähig"? Blubbern Sie da nicht einfach den Qualitätsmedien nach?
Aussteiger gibt es so gut wie überall. Nur mal so nebenbei.
...dann finde ich Ihren Kommentar ein wenig scheinheilig! Oder haben Sie schon gepackt und sich für ein Leben in Simbabwe oder Zentral-Kongo entschieden? Die Hütten dort unterscheiden sich auch nicht sehr von denen im Artikel.
Wenn Sie die Tatsache, dass Sie heute in einem kuscheligen Zimmer in Deutschland vor einem Computer sitzen und die Annehmlichkeiten, die Sie aus diesem Leben haben, als Konsequenz einer Dummheit betrachten - nur zu! Seien Sie "schlau"!
Was immer man zu der Titelstory sagen kann, die beiden haben wenigstens ihren Worten Taten folgen lassen. Das sollte Ihnen vielleicht Ansporn sein!
ich hätte nicht gedacht, dass die ZEIT sooo einfältige Leser hat wie Kommentator nr.1
... Unsinn ist wirklich das Einzige, was Ihnen zu diesen großartigen Aufnahmen einfällt? Das tut mir leid für Sie.
liegt doch weniger am Klima als an der unfähigen Regierung die dort herrscht.
Recht haben Sie wenn Sie meinen das dies auf dem Rücken von Tieren geschieht, dort wo die Aussteiger leben hat man es sicher etwas schwerer als hier vegan zu leben.
Aber dennoch werden HIER mehr Tiere gequält und ermordet als dort. Dies zeigt umso mehr die Armseligkeit unserer Mitbürger auf die die gewissenlos und gleichgültig hinnehmen und weiter Tierleichen fressen. Aber am Sonntag gehts dann scheinheilig in die Kirche und man tut so als ob...
> liegt doch weniger am Klima als an der unfähigen Regierung
> die dort herrscht.
In welchem Sinne ist die weißrussische Regierung "unfähig"? Blubbern Sie da nicht einfach den Qualitätsmedien nach?
Aussteiger gibt es so gut wie überall. Nur mal so nebenbei.
...dann finde ich Ihren Kommentar ein wenig scheinheilig! Oder haben Sie schon gepackt und sich für ein Leben in Simbabwe oder Zentral-Kongo entschieden? Die Hütten dort unterscheiden sich auch nicht sehr von denen im Artikel.
Wenn Sie die Tatsache, dass Sie heute in einem kuscheligen Zimmer in Deutschland vor einem Computer sitzen und die Annehmlichkeiten, die Sie aus diesem Leben haben, als Konsequenz einer Dummheit betrachten - nur zu! Seien Sie "schlau"!
Was immer man zu der Titelstory sagen kann, die beiden haben wenigstens ihren Worten Taten folgen lassen. Das sollte Ihnen vielleicht Ansporn sein!
ich hätte nicht gedacht, dass die ZEIT sooo einfältige Leser hat wie Kommentator nr.1
... Unsinn ist wirklich das Einzige, was Ihnen zu diesen großartigen Aufnahmen einfällt? Das tut mir leid für Sie.
Ein wenig übertrieben, der erste Kommentar. Afrika kann auch unwirtlich sein, um dort zu leben - wie noch viele andere Orte auf der Erde. Warum die Menschheit dumm gewesen sein soll, als sie Afrika verliess, verstehe ich nicht. Ausserdem ist Weissrussland bestimmt nicht der einzige Ort, wo Tiere nicht bloss als Helfer, sondern auch als Nahrung dienen - was bei dieser Kälte schlicht und einfach zum Überleben gehört.
auf dem rücken der tiere? hallo? was essen sie wenn sie den kühlschrank öffnen? da werden arme tiere zu tausenden in käfigen gepfercht und dem verbruacher durch schön verpackung suggeriert die wurst würde an bäumen wachsen...
wenn man den Text ließt und in das Gesicht des Mannes schaut stellt man fest, dass es sich hierbei nicht um heroische Aussteiger handelt, sondern einfach um Leute die aufs falsche Pferd gesetzt haben und nun zu stolz sind dies zu zugeben.
> aufs falsche Pferd gesetzt haben und nun zu stolz sind dies
> zu zugeben.
Das ist nur Ihre subjektive Sichtweise von einer scheinbar überhöhten Stellung aus. Gehen Sie mal durch eine Großstadt, schauen Sie sich die Gesichter an - und denken Sie dann noch einmal nach.
> aufs falsche Pferd gesetzt haben und nun zu stolz sind dies
> zu zugeben.
Das ist nur Ihre subjektive Sichtweise von einer scheinbar überhöhten Stellung aus. Gehen Sie mal durch eine Großstadt, schauen Sie sich die Gesichter an - und denken Sie dann noch einmal nach.
Auf dem Rücken der Tiere? Wissen Sie wie hoch die Fleischproduktion hier ist, wieviel von diesem Fleisch weggeschmissen wird und wie sehr die Umwelt durch diese überhohe Produktion belastet wird. Ich bin mir sicher dass diese beiden die Umwelt nicht belasten und sicher aus nur das erlegen, was dann auch tatsächlich gegessen wird.
Beeindruckende Bilder, die wohl jede/r persönlich nimmt: Könnte ich so leben? – fragt man sich da unwillkürlich, getroffen vom Anblick eines Lebens (anscheinend) bar jeden Schmucks und bar jeder Annehmlichkeit, die das existenziell Notwendige überschritte. In dieser schönen wie harten Umgebung reicht die Kraft wohl gerade nur zum Überleben. Die Naturkräfte relativieren die eigene Bedeutung auf wenig mehr als Nichts. Man ist da, wie es so heißt, "auf sich selbst zurückgeworfen". Als zeitlich befristetes Abenteuer mag eine solche Lebensweise dem Einen oder Anderen verlockend sein. Als Dauerzustand fürchten wir uns davor, nicht „mehr“ zu sein – nicht mehr als Tiere, Bäume, Schnee, unsere Suche und unser Ziel im Leben scheinbar reduziert auf Nahrung, Wärme, Schutz.
Was diese Bilder nur spärlich preisgeben können, ist eben das, was den Menschen von der „unschuldigen Natur“ unterscheidet – seine Verantwortung und sein Vermögen zum Nachdenken über sich selbst. Was geht vor in diesen beiden Ausgesetzten, sich selbst Aussetzenden? Welche Gedanken haben sie, welche Lebensauffassung? Wir legen diese Bilder nach unserem eigenen Lebenshintergrund aus. Sehen, je nach Neigung, Armut und Kälte oder Natur und Landschaft. Sehen unsere eigenen Ängste, Abgründe und auch Sehnsüchte. Folgen der Augenspur des Fotografen, der sein Bestes gibt, die winterkarge Außenwelt in eine Innenwelt zu wandeln, das „Gesehene“ an den Betrachter weiterzugeben.
Und wir, wer sind wir?
Ein guter, ergänzender, beSINNlicher Kommentar zu einer bewegenden Bildreportage ... ich freue mich immer wieder, auf Menschen zu treffen, die gewillt sind, nachzudenken ... in erster Linie über sich.
Ein guter, ergänzender, beSINNlicher Kommentar zu einer bewegenden Bildreportage ... ich freue mich immer wieder, auf Menschen zu treffen, die gewillt sind, nachzudenken ... in erster Linie über sich.
Ohne wirklich etwas über die beiden zu wissen, ist es sehr schwierig zu diesen Bilder und diesen Menschen etwas zu schreiben. Möglicherweise unterliegt es einem gewaltigen Irrglauben darüber, was Menschen vom normalen (?) Leben entfernt oder einem VERrückten Bild von normalem Leben.
In Zeiten, da BeSINNlichkeit Hochkonjunktur hat, steht für mich hinter jedem der Bilder jedoch mindestens eine Frage … die Frage nach Sinn und Glück unseres überfrachteten, überregulierten, „hyper“modernen, übertechnisierten, restlos versicherten, zugemüllten und sinnentfernten, überzuckerten, überflussgewohnten Leben … oder besser LebensKONZEPT. Was für ein Plan?!
All die vermeintlichen Annehmlichkeiten, die uns unbeholfen und träge machen, die uns entfremden von uns selbst, uns fast unbemerkt verlernen lassen, was wir imstande wären zu leisten und auszuhalten, wenn wir es leisten oder aushalten müssten … oder besser noch: wollten!
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