Aussteiger in Weißrussland : Ein Leben im Wald

Als die Sowjetunion zusammenbrach, beschlossen Yuri und Tamara Baikov auszusteigen. Seit mehr als 20 Jahren leben sie ohne Strom und Wasseranschluss in einer Waldhütte.

Seit über 20 Jahren schon leben Yuri und Tamara Baikov ohne Strom und fließendes Wasser. Mit dem Ende der Sowjetunion ließen sie ihr altes Leben hinter sich und zogen in die Natur. Mitten im Wald, nur wenige Hundert Meter von der Grenze zwischen Weißrussland und Russland, bauten sie sich eine provisorische Hütte, die irgendwann einmal einem richtigen Haus weichen soll. Doch wegen der schlechten Wirtschaftslage ist ihre Farm nicht so ertragreich, wie die Aussteiger es sich erhofft hatten. Dennoch, sie harren aus – auch im tiefsten Winter.

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Kommentare

30 Kommentare Seite 1 von 5 Kommentieren

frostbeulen

wenn ich dieses bild sehe, bekomme ich allein vom zuschauen frostbeulen. ich frage mich, warum die menschheit so dumm war, afrika zu verlassen, wo es mit sicherheit lebenswerter und wärmer ist. und ich bedaure, das solch ein ausstieg auf dem rücken der tiere geschieht, die hier als nahrungsmittel herhalten müssen.

Die mindere Lebensqualität dieser Aussteiger

liegt doch weniger am Klima als an der unfähigen Regierung die dort herrscht.
Recht haben Sie wenn Sie meinen das dies auf dem Rücken von Tieren geschieht, dort wo die Aussteiger leben hat man es sicher etwas schwerer als hier vegan zu leben.
Aber dennoch werden HIER mehr Tiere gequält und ermordet als dort. Dies zeigt umso mehr die Armseligkeit unserer Mitbürger auf die die gewissenlos und gleichgültig hinnehmen und weiter Tierleichen fressen. Aber am Sonntag gehts dann scheinheilig in die Kirche und man tut so als ob...

@Jammi: Wenn ich Sie ernst nehmen soll,...

...dann finde ich Ihren Kommentar ein wenig scheinheilig! Oder haben Sie schon gepackt und sich für ein Leben in Simbabwe oder Zentral-Kongo entschieden? Die Hütten dort unterscheiden sich auch nicht sehr von denen im Artikel.

Wenn Sie die Tatsache, dass Sie heute in einem kuscheligen Zimmer in Deutschland vor einem Computer sitzen und die Annehmlichkeiten, die Sie aus diesem Leben haben, als Konsequenz einer Dummheit betrachten - nur zu! Seien Sie "schlau"!

Was immer man zu der Titelstory sagen kann, die beiden haben wenigstens ihren Worten Taten folgen lassen. Das sollte Ihnen vielleicht Ansporn sein!

Glück hat viele Formen

Ein wenig übertrieben, der erste Kommentar. Afrika kann auch unwirtlich sein, um dort zu leben - wie noch viele andere Orte auf der Erde. Warum die Menschheit dumm gewesen sein soll, als sie Afrika verliess, verstehe ich nicht. Ausserdem ist Weissrussland bestimmt nicht der einzige Ort, wo Tiere nicht bloss als Helfer, sondern auch als Nahrung dienen - was bei dieser Kälte schlicht und einfach zum Überleben gehört.