Aussteiger in Weißrussland:
Ein Leben im Wald
Seit über 20 Jahren schon leben Yuri und Tamara Baikov ohne Strom und fließendes Wasser. Mit dem Ende der Sowjetunion ließen sie ihr altes Leben hinter sich und zogen in die Natur. Mitten im Wald, nur wenige Hundert Meter von der Grenze zwischen Weißrussland und Russland, bauten sie sich eine provisorische Hütte, die irgendwann einmal einem richtigen Haus weichen soll. Doch wegen der schlechten Wirtschaftslage ist ihre Farm nicht so ertragreich, wie die Aussteiger es sich erhofft hatten. Dennoch, sie harren aus – auch im tiefsten Winter.
- Datum 29.12.2012 - 08:32 Uhr
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Nun ja, verschätzen kann man sich auch an der Börse, beim Autofahren, beim Lebensmitteleinkaufen im Supermarkt - sprich in der Großstadt-"Zivilisation", nur dass das da nicht sofort auf die Existenszgrundlagen schlägt.
Wir leben hier selber im Wald, wenn auch nicht ganz so abgeschieden und fern der Zivilisation. Auch wir heizen (nicht notgedrungen, sondern aus Vernunft- und Protestgründen gegen die Energiepreise) mit Holz vom eigenen Grundstück, Wasser kommt aus dem eigenem Tiefbrunnen, wir halten Schafe usw. Und ich kann nur sagen: Hut ab vor diesen Leuten!
Wer weiß heut noch, wie hart es ist, das Wasser von draußen reinholen zu müssen bei vielleicht -20 Grad, keine richtigen Fenster zu haben, jeden Tag die Tiere zu füttern usw.
Sicher leben diese Leute in Armut und Entbehrung. Aber in der Stadt, noch dazu in Russland oder Weißrußland, geht es wirklich Armen mit Sicherheit noch "dreckiger" als draußen im Wald. Da gibt es wenigstens was Ordentliches zu essen und man kann das Zimmer heizen. Arme Leute in Moskau erfrieren im Zweifelsfalle...
mir scheint daß dieses Aussteigertum eher der schlechten wirtschaftlichen Lage in Weißrußland geschuldet ist.
Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/jz
bösen Menschen, der sich auch nach der Auflösung der SU wieder als solcher zeigte bzw. seine Beweggründe, oben zu schwimmen , jetzt in neuer form lebte. Was die Tiere angeht, so komen sie mit extremer Natur besser zurecht als die Menschen oder in der Massenzucht dieser bösen Menschen.
als Unterschiede haben mich Gemeinsamkeiten zu hiesigen Lebensformen: ich sehe vor allem Trauer in den Gesichtern dieser Eremiten.
Es fällt eine große Abwesenheit auf: die von Nachbarn, Kindern und Enkeln. Den Menschen, die dem eigenen Leben die Möglichkeit der Verlängerung in die Unendlichkeit gäben.
Welch ein Paradies, nur der PC fehlt. Hierzulande wird cm² Boden verwaltet, wer Tiere isst, ist ein Verbrecher und Natur ja, aber bitte bei vollstem Komfort. Viel Glück den beiden und immer genug zu essen und genug Wärme.
Ja, und die Dusche fehlt auch. Der Photograph muss wohl einiges an deofreien Düften ausgehalten haben ... Außerdem ist die Hütte nicht gedämmt. Ob die wohl staatlich Unterstützung dafür beantragen können? Wie sieht's mit Einkommen aus? Ob die Hartz4 kriegen im Arbeiterparadies? Hat das Ehepaar ein Bankkonto? Was passiert, wenn einer der beiden stirbt? Dass die Behörden nicht eingreifen, die Hütte abreißen und die Leute verscheuchen, wie das bei uns geschehen würde! Da frage ich mich: Wo lebt man eigentlich freier? Und was bedeutet Freiheit? Sind wir frei, die wir in unserem System leben, von dem einige behaupten, es sauge uns aus?
Ja, und die Dusche fehlt auch. Der Photograph muss wohl einiges an deofreien Düften ausgehalten haben ... Außerdem ist die Hütte nicht gedämmt. Ob die wohl staatlich Unterstützung dafür beantragen können? Wie sieht's mit Einkommen aus? Ob die Hartz4 kriegen im Arbeiterparadies? Hat das Ehepaar ein Bankkonto? Was passiert, wenn einer der beiden stirbt? Dass die Behörden nicht eingreifen, die Hütte abreißen und die Leute verscheuchen, wie das bei uns geschehen würde! Da frage ich mich: Wo lebt man eigentlich freier? Und was bedeutet Freiheit? Sind wir frei, die wir in unserem System leben, von dem einige behaupten, es sauge uns aus?
Dies zeigt umso mehr die Armseligkeit unserer Mitbürger auf die die gewissenlos und gleichgültig hinnehmen und weiter Tierleichen fressen. Aber am Sonntag gehts dann scheinheilig in die Kirche und man tut so als ob...
Wieso scheinheilig.? Man freut sich, dieses nicht verheimlichend auf den Sonntagsbraten.
"Der gewählte Ausschnitt bleibt eine Wahl,
die sich auf ästhetische und ethische Werte beruft.
Dieser fixiert einen Aspekt des Realen, der niemals nur das Resultat einer willkürlichen Wahl ist,
sondern der bestimmten Codes wie der genannten Perspektive folgt,die das Reale nach Prinzipien und Hierarchien ordnet.
Anders gesagt: Entscheidend ist immer die Lücke, nicht was wir sehen, sondern wie wir es sehen, und vor allem - was wir nicht sehen."
http://www.ornament-und-v...
also was will uns die ZEIT sagen.Alles ist schön.Armut ist schön
Sibirische Hochs sind schön bunt.
Das hat mein alter Opa mit seiner behinderten Frau auch gemacht: Die lebten in einer heruntergekommenen Hütte ohne Strom, Gas, Heizung, fließend Wasser, etc. irgendwo in der damaligen Pampa in Lichtenberg. Vom Ende des Krieges bis Mitte der fünfziger Jahre... Ich erinnere noch den Geruch von dem großen Dill-Strauch neben der Hütte, und dann die Stachelbeeren; für mich als Kind war das bei jedem Besuch ein herrlicher "Spielplatz".
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