Ostdeutschland : Spuren in verlassenen Häusern

Sebastian Weise hat leere Wohnungen im Osten Deutschlands fotografiert. "Ästhetik des Aufgebens" nennt er seine Bilder.

Wenn Menschen ihre Häuser und Wohnungen aufgeben, hinterlassen sie Spuren. Sebastian Weise hat Abrisshäuser und verlassene Wohnungen in Ostdeutschland fotografiert. Er zeigt keine Menschen, aber das, was sie zurückgelassen, vergessen oder geopfert haben. "besenrein // Ästhetik des Aufgebens" nennt er seine Bilderreihe (erschienen im Mitteldeutschen Verlag).

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Kommentare

19 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Es wurde nichts gestellt

Ich habe alles so dokumentiert wie vorgefunden, nichts aufgebrochen, nichts mitgenommen, nichts verändert. Ich habe kein Kunstlicht verwendet, keine Aufhellung vorgenommen. Lichtspiele reizen sicher oft, auch mich, aber es kam mir bei der Arbeit an dieser Serie nicht auf Gefälligkeiten des schönen Augenblicks an, sondern auf die ästhetische Erscheinung der spurenbehafteten Räume. Da musste z.B. ein schöner Abendsonnenstrahl durch Spinnweben "leider" dem Fliegenfänger an der Decke den Platz abtreten.

Das Buch zur Serie ist übrigens im Mitteldeutschen Verlag erschienen:
http://www.mitteldeutsche...