Ostdeutschland

Spuren in verlassenen Häusern

© Sebastian Weise

Wenn Menschen ihre Häuser und Wohnungen aufgeben, hinterlassen sie Spuren. Sebastian Weise hat Abrisshäuser und verlassene Wohnungen in Ostdeutschland fotografiert. Er zeigt keine Menschen, aber das, was sie zurückgelassen, vergessen oder geopfert haben. "besenrein // Ästhetk des Aufgebens" nennt er seine anrührende und teilweise auch bedrückende Bilderreihe.

Leser-Kommentare
  1. Warum ist ein Umzug ein Aufgeben?! Ich habe bisher jeden Umzug - und es waren einige - als Neubeginn, als Schritt nach vorn gesehen.

    Meine Umzüge waren innerhalb des Ostens und von Ost nach West. Vielleicht wird der von West nach Ost mal einer des "Aufgebens"?! (glaube ich aber eher nicht)

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    Das "Aufgeben" bezieht sich eher auf die Räume, die verlassen wurden. Sie befinden sich fast in Gänze in Häusern, die wenig später abgerissen wurden/werden. In den Bildern suchte ich nach den Prägungen, die die (letzten) Bewohner in ihnen hinterlassen haben. Dass diese oft eben nicht aufgegeben haben, sondern einen Schritt nach vorn gemacht haben, wie Sie schon schrieben, war mir bewusst, aber eben auch nicht Blickpunkt der Serie.

    Das "Aufgeben" bezieht sich eher auf die Räume, die verlassen wurden. Sie befinden sich fast in Gänze in Häusern, die wenig später abgerissen wurden/werden. In den Bildern suchte ich nach den Prägungen, die die (letzten) Bewohner in ihnen hinterlassen haben. Dass diese oft eben nicht aufgegeben haben, sondern einen Schritt nach vorn gemacht haben, wie Sie schon schrieben, war mir bewusst, aber eben auch nicht Blickpunkt der Serie.

  2. Das "Aufgeben" bezieht sich eher auf die Räume, die verlassen wurden. Sie befinden sich fast in Gänze in Häusern, die wenig später abgerissen wurden/werden. In den Bildern suchte ich nach den Prägungen, die die (letzten) Bewohner in ihnen hinterlassen haben. Dass diese oft eben nicht aufgegeben haben, sondern einen Schritt nach vorn gemacht haben, wie Sie schon schrieben, war mir bewusst, aber eben auch nicht Blickpunkt der Serie.

    Antwort auf "Def. "Aufgeben""
  3. jetzt sonderlich anders aus, als eine verlassene Altbauwohnung West?
    Nach dem was ich in Ost und West so sehe wohl nicht.

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    das ist vollkommen richtig. Ich schreibe auch im Vorwort zum Buch, dass eine Verortung nicht von Belang ist. Überall auf der Welt werden Räume und Häuser ver- und sich selbst überlassen. Für eine Ost-/West-Betrachtung eignet sich die Serie nicht.

    das ist vollkommen richtig. Ich schreibe auch im Vorwort zum Buch, dass eine Verortung nicht von Belang ist. Überall auf der Welt werden Räume und Häuser ver- und sich selbst überlassen. Für eine Ost-/West-Betrachtung eignet sich die Serie nicht.

  4. 4. Nein,

    das ist vollkommen richtig. Ich schreibe auch im Vorwort zum Buch, dass eine Verortung nicht von Belang ist. Überall auf der Welt werden Räume und Häuser ver- und sich selbst überlassen. Für eine Ost-/West-Betrachtung eignet sich die Serie nicht.

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    Gefallen mir sehr.
    Für einen Ost-West-Vergleich eignen sie sich tatsächlich nicht. Was man z.B. an Johannes Twielemeiers 'Orte ohne Wiederkehr' sehen kann http://www.johannestwiele... er dokumentierte Orte wie Inden, Jackerath, Otzenrath, die wegen des Tagebaus im äußersten Westen der Republik geräumt wurden.

    Gefallen mir sehr.
    Für einen Ost-West-Vergleich eignen sie sich tatsächlich nicht. Was man z.B. an Johannes Twielemeiers 'Orte ohne Wiederkehr' sehen kann http://www.johannestwiele... er dokumentierte Orte wie Inden, Jackerath, Otzenrath, die wegen des Tagebaus im äußersten Westen der Republik geräumt wurden.

  5. Gefallen mir sehr.
    Für einen Ost-West-Vergleich eignen sie sich tatsächlich nicht. Was man z.B. an Johannes Twielemeiers 'Orte ohne Wiederkehr' sehen kann http://www.johannestwiele... er dokumentierte Orte wie Inden, Jackerath, Otzenrath, die wegen des Tagebaus im äußersten Westen der Republik geräumt wurden.

    Antwort auf "Nein,"
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    für das Lob und den Link! Das sind sehr interessante Arbeiten...und sie beweisen die Universalität des Themas.

    für das Lob und den Link! Das sind sehr interessante Arbeiten...und sie beweisen die Universalität des Themas.

  6. 6. Danke

    für das Lob und den Link! Das sind sehr interessante Arbeiten...und sie beweisen die Universalität des Themas.

    Antwort auf "Danke für die Bilder"
  7. Inwieweit waren die Bilder originalgetreu oder gestellt? Zum Beispiel Bild 15 sieht gestellt aus. Ich hätte auch erwartet, daß mehr mit dem einfallenden Licht gespielt wird, das hat bei verlassenen Räumen immer sowas magisches, weil es die einzige Lichtquelle ist.

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    Ich habe alles so dokumentiert wie vorgefunden, nichts aufgebrochen, nichts mitgenommen, nichts verändert. Ich habe kein Kunstlicht verwendet, keine Aufhellung vorgenommen. Lichtspiele reizen sicher oft, auch mich, aber es kam mir bei der Arbeit an dieser Serie nicht auf Gefälligkeiten des schönen Augenblicks an, sondern auf die ästhetische Erscheinung der spurenbehafteten Räume. Da musste z.B. ein schöner Abendsonnenstrahl durch Spinnweben "leider" dem Fliegenfänger an der Decke den Platz abtreten.

    Das Buch zur Serie ist übrigens im Mitteldeutschen Verlag erschienen:
    http://www.mitteldeutsche...

    Ich habe alles so dokumentiert wie vorgefunden, nichts aufgebrochen, nichts mitgenommen, nichts verändert. Ich habe kein Kunstlicht verwendet, keine Aufhellung vorgenommen. Lichtspiele reizen sicher oft, auch mich, aber es kam mir bei der Arbeit an dieser Serie nicht auf Gefälligkeiten des schönen Augenblicks an, sondern auf die ästhetische Erscheinung der spurenbehafteten Räume. Da musste z.B. ein schöner Abendsonnenstrahl durch Spinnweben "leider" dem Fliegenfänger an der Decke den Platz abtreten.

    Das Buch zur Serie ist übrigens im Mitteldeutschen Verlag erschienen:
    http://www.mitteldeutsche...

  8. Ich habe alles so dokumentiert wie vorgefunden, nichts aufgebrochen, nichts mitgenommen, nichts verändert. Ich habe kein Kunstlicht verwendet, keine Aufhellung vorgenommen. Lichtspiele reizen sicher oft, auch mich, aber es kam mir bei der Arbeit an dieser Serie nicht auf Gefälligkeiten des schönen Augenblicks an, sondern auf die ästhetische Erscheinung der spurenbehafteten Räume. Da musste z.B. ein schöner Abendsonnenstrahl durch Spinnweben "leider" dem Fliegenfänger an der Decke den Platz abtreten.

    Das Buch zur Serie ist übrigens im Mitteldeutschen Verlag erschienen:
    http://www.mitteldeutsche...

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