Fotografie:
Gesichter Afghanistans

Madina Saidi ist Ausbilderin an der Skateboardschule Skateistan, einer Nichtregierungsorganisation. Das Porträt wurde am 23. August 2012 in Kabul aufgenommen. | © John D McHugh/Reportage by Getty Images
"Dem Krieg ein afghanisches Gesicht geben" – diesen Ausdruck hat John D McHugh dem US-Militär entnommen. Die Amerikaner schreiben demnach viele ihrer eigenen Erfolge öffentlich den Afghanen zu, um Stabilität und Selbstverantwortung zu suggerieren. Der irische Fotograf sieht darin jedoch eine Täuschung aller Beteiligten.
McHugh hält einen Bürgerkrieg nach dem Abzug ausländischer Soldaten bis 2014 für realistisch. Für seine Reihe "Putting an Afghan face on the war" hat er Afghanen in Schwarz-Weiß-Aufnahmen porträtiert.
- Datum 04.02.2013 - 18:22 Uhr
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"McHugh hält einen Bürgerkrieg nach dem Abzug ausländischer Soldaten bis 2014 für realistisch."
Klar, wäre man früher abgezogen hätte es den Bürgerkrieg eben früher gegeben.
Zieht man jetzt ab gibt es den Bürgerkrieg eben gleich.
Zieht man erst in zehn Jahren ab dann gibt es den Bürgerkrieg eben später.
Der einzige Unterschied ist wie viel Geld man dort versenken möchte und wie viele eigenen Opfer man bereit ist für etwas zu tragen was an sich keinen Unterschied macht.
Der Wille besteht,
doch es herrschen die falschen in Afghanistan. Die Jungen Menschen müssen in die Politik und nicht die Alten. Die kennen nur das alte System.
Zudem haben die Westmächte große Fehler gemacht und viel zu lang verkannt, was für eine große Einwirkung seitens Pakistan (ISI) herrscht.
Meine Eltern wollten im April nach Afghanistan in den Urlaub (bin Afghane), aber die Verwandtschaft riet es ihnen ab.
Denn dort, wo die Verwandtschaft lebt, sind die Taliban zurück gekehrt und haben der Bevölkerung erklärt, dass sie jetzt wieder an der Macht sind.
Davon hört man in den Medien natürlich nichts :) Denn es geht um den Abzug.
Der Wille besteht,
doch es herrschen die falschen in Afghanistan. Die Jungen Menschen müssen in die Politik und nicht die Alten. Die kennen nur das alte System.
Zudem haben die Westmächte große Fehler gemacht und viel zu lang verkannt, was für eine große Einwirkung seitens Pakistan (ISI) herrscht.
Meine Eltern wollten im April nach Afghanistan in den Urlaub (bin Afghane), aber die Verwandtschaft riet es ihnen ab.
Denn dort, wo die Verwandtschaft lebt, sind die Taliban zurück gekehrt und haben der Bevölkerung erklärt, dass sie jetzt wieder an der Macht sind.
Davon hört man in den Medien natürlich nichts :) Denn es geht um den Abzug.
Der Wille besteht,
doch es herrschen die falschen in Afghanistan. Die Jungen Menschen müssen in die Politik und nicht die Alten. Die kennen nur das alte System.
Zudem haben die Westmächte große Fehler gemacht und viel zu lang verkannt, was für eine große Einwirkung seitens Pakistan (ISI) herrscht.
Meine Eltern wollten im April nach Afghanistan in den Urlaub (bin Afghane), aber die Verwandtschaft riet es ihnen ab.
Denn dort, wo die Verwandtschaft lebt, sind die Taliban zurück gekehrt und haben der Bevölkerung erklärt, dass sie jetzt wieder an der Macht sind.
Davon hört man in den Medien natürlich nichts :) Denn es geht um den Abzug.
dafür mehr zu den Fotos möchte ich sagen:
Mir scheint hier das Stilmittel der extrem unscharfen Oberkörper überspannt worden zu sein.
Die eigentlichen Portraits (der Ausdruck der Gesichter) gefallen mir.
Weniger unscharfe Oberkörper wären besser gewesen.
Vielleicht auch ein engerer Schnitt.
Die unscharfen und unwirklichen Bereiche des Fotos drängen sich dem Betrachter zu sehr ins Auge.
Gruß Max Stockhaus
.....als Zeitaufnahme in einem warscheinlich kleinen
Zeitfenster, in dem so etwas in Afghanistan moeglich
ist.
Seiner Vermutung ueber die Zukunft dieses Landes
kann man warscheinlich nur zustimmen: immerhin hat
es in den letzten 150 Jahren in diesem Land, das eig-
entlich nie ein Staat im westlichen Sinne war, nur etwa
30 Jahre (40er bis 60er Jahre) einen wackligen internen
Frieden gegeben, bis der letzte Koenig, Mohamed Zahir
Shah, von seinem eigenen Cousin gestuerzt wurde.
Die Tatsache, dass ein Pashtune, als Mitglied der groes-
sten Volksgruppe, Praesident von Amerikas Gnaden spiel-
an darf, aendert daran nichts. Der wird sich nach Abzug
der ISAF-Truppen wieder dorthin verfluechtigen, woher
er gekommen ist - zusammen mit seinen ergaunerten Mil-
lionen...........in die USA oder einem Land, von dem er nicht
ausgeliefert werden kann.
Fuer uns, als US-Satrapen, duerfte nichts bleiben, als die
Erkenntnis, dass es unmoeglich ist, die Gegenwart zu be-
greifen, ohne die Vergangenheit zu kennen/wuerdigen!
....ich mir es als faszinierend vorstellen, den Fotos von
Afghanen (m/w) in Afghanistan solchen von Afghanen
(m/w) gegenueber zu stellen, die schon laengere Zeit
im z.B. westlichen Exil leben.
(Haeben die auch diesen unedlich traurigen Blick in
ihren Augen?)
Es übersteigt meine persönliche Vorstellungskraft, was s/w-Portraits explizit mit diesem Thema zu tun haben. Irgendwelche Gefühle den "Augen" jener abgelichteten Personen zu entnehmen, kann schnell zu Fehlinterpretationen führen. Man könnte böswillig behaupten, die Fotos hätten auch in Berlin-Neukölln entstehen können - dann wäre der Bezug zum Krieg in Afghanistan ähnlich ausgefallen.
Zu sagen, die Bilder hätten auch in Berlin-Neukölln entstehen können, ist albern - sie sind es nicht. Der Fotograf hatte den ernsthaften Anspruch, die Afghanen zu portraiteren, wie es die Ur-Idee eines Portraits ist: ernst genommen zu werden und dem Betrachter das Wesen, so wie es der Fotograf sieht, näher zu bringen. Das ist ihm für meinen Begriff gelungen.
@smiley: Es sind 10 Bilder zu sehen, nicht nur eines.
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