Der Alltag der Apartheid

Volksmenge in der Nähe der Drill Hall in Johannesburg am Eröffnungstag des Landesverratsprozesses gegen 156 Südafrikaner, darunter Nelson Mandela, 19. Dezember 1956. (Eli Weinberg) | © Eli Weinberg/Times Media Collection/Museum Africa, Johannesburg/Haus der Kunst
Der Dynamik von Unterdrückung und Widerstand während der Apartheid nähert sich eine Ausstellung in München mit über 600 Exponaten: "Aufstieg und Fall der Apartheid: Fotografie und Bürokratie des täglichen Lebens" zeigt ikonische Fotografien, dazu Filme, Bücher und andere Materialien – ein in diesem Umfang seltener Blick auf die Reaktionen von Fotografen und Künstlern auf die Entwicklung in Südafrika vom Wahlsieg der Afrikaner National Party 1948 bis zur Wahl 1994. Die Ausstellung im Haus der Kunst in München läuft vom 15. Februar bis 26. Mai 2013.
- Datum 11.02.2013 - 15:57 Uhr
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Vor ca. 10 Jahren hatten wir mal Besuch von weißen Südafrikanern. Was die so vom Stapel gelassen haben... Es war nicht so, dass sie Schwarze hassten. Sie benutzten aber rassistische Ausdrücke und waren doch noch stark von den Eltern/ Großeltern geprägt. Sie haben die Empörung der Deutschen gar nicht verstanden, denn es schien für sie normal zu sein, dass z.B. Schwarze kriminell und drogensüchtig sind und für Weiße als Hausangestellte arbeiten.
Als wir fragten, ob auch Weiße als Hausmädchen arbeiteten, haben sie Teller-große Augen bekommen.
Vor genau 11 Jahren hab ich als deutschsprachiger Südafrikaner für knapp 7 Jahre in Deutschland gewohnt. Was die Deutschen so vom Stapel gelassen haben.... Es war nicht so, dass sie Ausländer hassten (naja, bis auf die NPD Demo direkt unter meinem Fenster in der Rumfordstrasse in München!). Viele benutzten aber rassistische Ausdrücke, wie zB Kanacken. Viele haben (zu meinem damaligen Unverständnis denn ich dachte nämlich immer das die Deutschen weltoffen, nicht rassistisch usw sind), mir relativ deutlich gemacht dass zB Leute aus Polen, Rumänien, Kosovo usw kriminell sind. Autodiebstahl? "Sicher wieder irgendwelche Polen!!".... U-Bahn Kloppereien: "Bestimmt wieder irgendwelche Türken!!".....
Sehen Sie, Derdriu, es gibt leider in jeder Gesellschaft Rassisten. Bei Ihnen in Deutschland und auch bei uns in Südafrika. Ich bin allerdings froh dass es im neuen demokratischen Südafrika keine rechte Partei gibt die sich dermassen gegen die Demokratie stemmt wie es in Deutschland die Neonazis tun.
In jedem Land gibt es Idioten. Ich wollte auch gar nicht alle weißen Südafrikaner über einen Kamm scheren- ich meinte nur die, die ich vor 10 Jahren traf und die mich desillusioniert haben. Bis dahin kannte ich keine Schwarzen und hatte auch keine Vorbehalte- ich war da ein völlig unbeschriebenes Blatt.
Ich bin jetzt auch mit einer Südafrikanerin befreundet, die da ganz anders drauf ist.
Ja, und die NPD... Leider waren bisher die Anwälte zu dämlich, das Protokoll einzuhalten *sigh* Südafrika hat (noch) ganz andere Probleme, als Rassismus.
Ich war Anfang der 80er für ein paar Jahre beruflich in der Nähe von Johannesburg tätig. Sicher, es gab die bescheuerten Apartheid-Gesetze, aber in Großstädten und großen Betrieben waren die in der Praxis bereits relativ wenig einschneidend.
Die Regierung unternahm große Anstrengungen, eine gut ausgebildete schwarze Mittelschicht zu fördern, was mir ein geradezu paradoxes Erlebnis verschaffte: unter anderem mit meiner entsprechenden Empfehlung konnte einer unserer kommerziellen (schwarzen) Mitarbeiter ein einjähriges staatliches Stipendium zu einem Aufbaustudium in Harvard (USA) bekommen. Als er nach einem Jahr zurückkam, hat er mir erzählt, er sei sehr froh, wieder daheim zu sein, denn in den Staaten wären ja (fast) alle große Rassisten...
Es ist äußerst anerkennenswert, wie es Südafrika geschafft hat, die gesetzlichen Rassenschranken zu überwinden. Die Probleme mit den vielen Ethnien (die sich untereinander nicht gerade grün sind und durch Stammesdenken und und einige - seltsam anmutende - Stammesregeln sich zum Teil selbst im Wege stehen - die Art und Weise, wie man Aids (nicht) bekämpft, ist da eine der Konsequenzen) und das generelle Problem einer großen jungen, relativ armen, relativ wenig (aus-)gebildeten Bevölkerung, die schnell und JETZT einen hohen Lebensstandard erreichen will, bleibt jeder der dortigen Regierungen.
In jedem Land gibt es Idioten. Ich wollte auch gar nicht alle weißen Südafrikaner über einen Kamm scheren- ich meinte nur die, die ich vor 10 Jahren traf und die mich desillusioniert haben. Bis dahin kannte ich keine Schwarzen und hatte auch keine Vorbehalte- ich war da ein völlig unbeschriebenes Blatt.
Ich bin jetzt auch mit einer Südafrikanerin befreundet, die da ganz anders drauf ist.
Ja, und die NPD... Leider waren bisher die Anwälte zu dämlich, das Protokoll einzuhalten *sigh* Südafrika hat (noch) ganz andere Probleme, als Rassismus.
Ich war Anfang der 80er für ein paar Jahre beruflich in der Nähe von Johannesburg tätig. Sicher, es gab die bescheuerten Apartheid-Gesetze, aber in Großstädten und großen Betrieben waren die in der Praxis bereits relativ wenig einschneidend.
Die Regierung unternahm große Anstrengungen, eine gut ausgebildete schwarze Mittelschicht zu fördern, was mir ein geradezu paradoxes Erlebnis verschaffte: unter anderem mit meiner entsprechenden Empfehlung konnte einer unserer kommerziellen (schwarzen) Mitarbeiter ein einjähriges staatliches Stipendium zu einem Aufbaustudium in Harvard (USA) bekommen. Als er nach einem Jahr zurückkam, hat er mir erzählt, er sei sehr froh, wieder daheim zu sein, denn in den Staaten wären ja (fast) alle große Rassisten...
Es ist äußerst anerkennenswert, wie es Südafrika geschafft hat, die gesetzlichen Rassenschranken zu überwinden. Die Probleme mit den vielen Ethnien (die sich untereinander nicht gerade grün sind und durch Stammesdenken und und einige - seltsam anmutende - Stammesregeln sich zum Teil selbst im Wege stehen - die Art und Weise, wie man Aids (nicht) bekämpft, ist da eine der Konsequenzen) und das generelle Problem einer großen jungen, relativ armen, relativ wenig (aus-)gebildeten Bevölkerung, die schnell und JETZT einen hohen Lebensstandard erreichen will, bleibt jeder der dortigen Regierungen.
In jedem Land gibt es Idioten. Ich wollte auch gar nicht alle weißen Südafrikaner über einen Kamm scheren- ich meinte nur die, die ich vor 10 Jahren traf und die mich desillusioniert haben. Bis dahin kannte ich keine Schwarzen und hatte auch keine Vorbehalte- ich war da ein völlig unbeschriebenes Blatt.
Ich bin jetzt auch mit einer Südafrikanerin befreundet, die da ganz anders drauf ist.
Ja, und die NPD... Leider waren bisher die Anwälte zu dämlich, das Protokoll einzuhalten *sigh* Südafrika hat (noch) ganz andere Probleme, als Rassismus.
Leider ist der Rassismus in Südafrika immer noch ziemlich präsent, was angesichts der jahrzehntelanden Apartheid auch nicht so sehr verwundert - das braucht seine Zeit.
Erschwert wird die Aussöhnung insbesondere durch die teilweise enorme soziale Ungleichheit und die leider doch recht verbreitete Kriminaliät.
Ein weißer südafrikanischer Freund von mir, ein sehr netter Student, der auch zu schwarzen Kommilitonen immer nett war, meinte selbst, dass bestimmte Vorbehalte nicht einfach verschwinden würden.
Wir sind etwa mit gemeinsamen schwarzen Studienkollegen unterwegs gewesen und hatten da schon seltsame Debatten. Er meinte, er könne sich nie im Leben vorstellen, mit einer schwarzen Frau zusammen zu sein. Egal wie sie sonst aussieht, sich verhält etc. - einfach deshalb nicht, weil sie schwarz ist.
Und dieser Freund war wirklich ein sehr harmloser Rassist. Seine Mitbewohner etwa haben Schwarze eigentlich nur zum Putzen ins Haus gelassen. Als ein (deutscher) Austauschstudent, ebenfalls in der WG lebend, eine schwarze Freundin hatte, gab es richtig Ärger...
Südafrika ist ein wundervolles Land mit vielen sehr freundlichen Menschen (jeglicher Ethnie), nur bis die Apartheid-Ära wirklich aufgearbeitet ist, dauert es wohl noch. Der mittlerweile ziemlich verkommene und korrupte ANC trägt dabei nur wenig Positives bei und hat kaum noch Gemeinsamkeiten mit den einst hehren Idealen eines Nelson Mandela.
Ich war Anfang der 80er für ein paar Jahre beruflich in der Nähe von Johannesburg tätig. Sicher, es gab die bescheuerten Apartheid-Gesetze, aber in Großstädten und großen Betrieben waren die in der Praxis bereits relativ wenig einschneidend.
Die Regierung unternahm große Anstrengungen, eine gut ausgebildete schwarze Mittelschicht zu fördern, was mir ein geradezu paradoxes Erlebnis verschaffte: unter anderem mit meiner entsprechenden Empfehlung konnte einer unserer kommerziellen (schwarzen) Mitarbeiter ein einjähriges staatliches Stipendium zu einem Aufbaustudium in Harvard (USA) bekommen. Als er nach einem Jahr zurückkam, hat er mir erzählt, er sei sehr froh, wieder daheim zu sein, denn in den Staaten wären ja (fast) alle große Rassisten...
Es ist äußerst anerkennenswert, wie es Südafrika geschafft hat, die gesetzlichen Rassenschranken zu überwinden. Die Probleme mit den vielen Ethnien (die sich untereinander nicht gerade grün sind und durch Stammesdenken und und einige - seltsam anmutende - Stammesregeln sich zum Teil selbst im Wege stehen - die Art und Weise, wie man Aids (nicht) bekämpft, ist da eine der Konsequenzen) und das generelle Problem einer großen jungen, relativ armen, relativ wenig (aus-)gebildeten Bevölkerung, die schnell und JETZT einen hohen Lebensstandard erreichen will, bleibt jeder der dortigen Regierungen.
dass die Apartheid in Südafrika so schlimm gar nicht war. Jetzt müssen Sie dies nur noch der schwarzen Bevölkerungsmehrheit in Südafrika beibringen, die die Apartheid erlebt hat. Vor allem müssen Sie den Menschen beibringen, dass Nelson Mandela gegen nichts gekämpft hat und wohl, anders kann ich nicht schlussfolgern, nur wegen Berufsrowdytums eingesessen hat.
dass die Apartheid in Südafrika so schlimm gar nicht war. Jetzt müssen Sie dies nur noch der schwarzen Bevölkerungsmehrheit in Südafrika beibringen, die die Apartheid erlebt hat. Vor allem müssen Sie den Menschen beibringen, dass Nelson Mandela gegen nichts gekämpft hat und wohl, anders kann ich nicht schlussfolgern, nur wegen Berufsrowdytums eingesessen hat.
dass die Apartheid in Südafrika so schlimm gar nicht war. Jetzt müssen Sie dies nur noch der schwarzen Bevölkerungsmehrheit in Südafrika beibringen, die die Apartheid erlebt hat. Vor allem müssen Sie den Menschen beibringen, dass Nelson Mandela gegen nichts gekämpft hat und wohl, anders kann ich nicht schlussfolgern, nur wegen Berufsrowdytums eingesessen hat.
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