Indien

Strategien der Frauen

Aanchal Sukhija, 19, wartet am Stadtrand von Neu Delhi auf eine Autorikscha. "Immer wenn ich eine Rikscha nehme, schicke ich meinem Vater eine SMS mit dem Namen des Fahrers und der Registrierungsnummer", sagt die Modestudentin. "Die Regierung behauptet, junge Frauen sollten ihr Haus nach 19 Uhr besser nicht mehr verlassen. Aber wie sicher bin ich denn am helllichten Tag?"  |  © Mansi Thapliyal/Reuters

Leser-Kommentare
  1. Ganz recht, ich würde als Frau auch immer eine Waffe mit mir rumtragen. In wenn es hart auf hart kommt, dann....

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  2. Die Frauen haben erkannt, dass Freiheit kein Geschenk ist, sondern man dafür einstehen muss. Und sie tun etwas. Das finde ich überaus respektabel.

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  3. Ich finde es bewundernswert und richtig, dass die Frauen sich in Selbstverteidigung üben, vor allem Karate, Krav Maga und andere Kampfkünste ohne Waffen sind am sichersten. Ein Messer kann immer auch gegen einen verwendet werden.
    Frauen Indiens, kämpft für eure freiheitliche und gleichberechtigte Nutzung des öffentlichen Raumes. Es kann nicht sein, dass Frauen der Bewegungsradius allein aufgrund ihres Geschlechtes eingeschränkt wird. Sie müssen genauso sicher nachts durch die Straßen gehen können und öffentliche Verkehrsmittel nutzen können wie Männer. Diesen Sicherheitsrat, Frau, geh nachts nicht allein auf die Straße, finde ich ohnehin eine Frechheit und ist eine Beleidigung und Bevormundung.

    Aber, klar, wenn Frau und Indien nicht gerade Karate kann, würde ich auch lieber auf Nummer sicher gehen und mein Leben behalten...

  4. wird man einige Gegenden wohl auch meiden.
    Sicherlich insbesondere, wenn man als westlicher tourist und/ oder vermeintlich reiche Person, dann aus anderen Gründen, um seine Sicherheit fürchten muss.
    Zur richtigen Wortwahl.
    Dies ist keine Freiheitsthematik. Sondern eine Sicherheitsthematik.

  5. Wenn über lange Zeit die weiblichen Babys entsorgt werden, weil nur männlicher Nachwuchs erwünscht ist, hat das auch solche Folgen.
    Das wurde schon in den 80ern prognostiziert, dass die Selektion zu Verschiebungen im Geschlechterverhältnis führt und diese Situationen als Folge vermehrt auftreten werden. Eine wachsende Anzahl sexuell frustrierter Männer sind nun mal keine besonders sozialverträgliche Bevölkerungsgruppe.
    Langfristig hilft da nur ein Umlenken der Gesellschaftspolitik - also Steigerung des weiblichen Bevölkerungsanteils - und ein Umdenken auf breiter Basis.
    Wie gerne beim Themenkomplex sexueller Gewalt schöngeredet oder bagatellisiert wird, zeigt auch wieder die aktuelle Debatte in Deutschland.

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