Bilder aus Nigeria:
Die ewige Ölpest in Ogoniland
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Ein Bootsführer im Nigerdelta: Das Wasser ist von Ölteppichen durchsetzt. | © Akintunde Akinleye/Reuters
Nirgendwo sonst in Afrika gibt es so viel Erdöl wie in Nigeria. Der Rohstoff ist der wichtigste Wirtschaftsfaktor für das Land, doch die Bewohner leiden unter den Folgen: Ausgelaufenes Öl ruiniert den Fischfang, zerstört die Strände und macht krank. Besonders schlimm ist die Lage in Ogoniland, dem Nigerdelta, das so groß wie Portugal ist. 2011 forderten die UN deshalb eine Dekontaminierung, die bis zu 30 Jahre dauern könnte. Der nigerianische Fotograf Akintunde Akinleye, 2006 mit dem World Press Photo Award ausgezeichnet, zeigt den Alltag im Öl.
- Datum 21.02.2013 - 11:45 Uhr
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aus dem Link in Komm. #2 gelesen: tatsächlich, für 50-60 $ pro Tag haben die die Landschaft verpestet, also höher als meine Schätzung.
Wenn es, wie Sie meinen, darum ginge, den Kindern lediglich Essen auf den Tisch zu bringen, wäre das Land, mit Bohnen und Mais bestellt, besser genutzt.
Und ja, korrupte Politiker, Behörden und Unternehmer sind ein Problem. (deswegen können gerade DIESE den *Teufelskreis* NICHT unterbinden*) Dennoch sollten Sie die Gier (und Dummheit) auch *einfacher* Menschen nicht unterschätzen. Auch nicht in Afrika.
Reden Sie mal mit Entwicklungshelfern oder lesen Sie deren Blogs.... Die verzweifeln manchmal auch an ihrer *Klientel*, weil sie schamlos belogen werden usw. und nicht nur Widerstände in ausländischen Unternehmen bzw. korrupten Behörden vorfinden...
Die Nigerianer selbst müssen zu dem Entschluß kommen, dass es unhaltbare Zustände sind. Sie selbst müssen ihre Landsleute überzeugen, dass es so nicht weitergehen kann. Dann können sie auch Druck auf Shell machen, die sich bis jetzt hinter den illegalen Ölschweinereien quasi verstecken können - und die anderen wiederum Shell die Schweinereien zustecken.
Solche Nigerianer wie Fotograf Akintunde Akinleye zum Beispiel. Er muss, mehr noch als er seine Bilder HIER bekanntmacht, dort vor Ort eine Kampagne starten, sich zuallererst dort Helfer suchen. Leicht wird das sicher nicht, denn auch der bisher an Bakschisch gut verdienende Polizist, den ihm die illegalen Brenner zustecken, wird wohl was dagegenhaben. Sein muss es trotzdem, sonst kehren die Zustände wieder zurück. Parallel weiter Druck im Ausland auf die Mutterfirma. Erst wenn ein Konsens erreicht ist, Hilfe aus dem Ausland für Dekontamination.
Sonst wird das nüscht, und es versickern Millionen und auch weiterhin Öl....
Meine Meinung.
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