Nordirland

Waffen zu Wandbildern

Dieses Gemälde auf einer Mauer in Belfast spielt auf einen gälischen Mythos an. Der Legende nach warf Heremon O'Neill im Jahr 1015 vor Christus seine eigene Hand von See aus an Land, um im Wettlauf mit einem anderen Stammesoberhaupt als Erster den Norden Irlands für sich zu beanspruchen.

Dieses Gemälde auf einer Mauer in Belfast spielt auf einen gälischen Mythos an. Der Legende nach warf Heremon O'Neill im Jahr 1015 vor Christus seine eigene Hand von See aus an Land, um im Wettlauf mit einem anderen Stammesoberhaupt als Erster den Norden Irlands für sich zu beanspruchen.  |  © Cathal McNaughton/Reuters

Der Nordirland-Konflikt wird nicht mehr mit Waffen ausgetragen, doch die Gewalt hat die Einwohner geprägt. Diesen Eindruck vermittelt Reuters-Fotograf Cathal McNaughton, wenn er über seine Landsleute spricht: "Die Menschen in dieser kleinen Ecke Europas zucken beim Anblick einer blutrünstigen Darstellung eines Skeletts, das über Leichen kriecht, kaum mit der Wimper." McNaughton beobachtete aber auch, dass seit der Waffenruhe 1998 neben politischer Agitation zunehmend zivile Straßenkunst entsteht.