Leserartikel

Armut in IndienWarum ich indischen Straßenkindern kein Geld gebe

Täglich begegnet Leser Benjamin Scholz in Delhi Straßenkindern. Obwohl er Mitgefühl mit ihnen hat, gibt er ihnen kein Geld. Spenden würden gegen ihre Armut nicht helfen.

Seit Mitte September 2012 lebe ich in Delhi. Ich musste mich daran gewöhnen, dass überall in der Stadt Straßenkinder betteln. An roten Ampeln kratzen sie an die Scheiben der Autos. Sie ziehen an den Hemden der Passanten.

Anfangs habe ich mich oft gefragt, ob ich ihnen ein wenig Geld geben soll. 30 indische Rupien, also umgerechnet 50 Cent, wären für die Straßenkinder sehr viel Geld. Trotzdem habe ich mich dagegen entschieden, Almosen zu geben.

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Ich frage mich: Wo soll ich anfangen, wo aufhören? Welchem Straßenkind gebe ich Geld, welchem nicht? Allen kann ich nicht spenden, dafür sind es zu viele. Aber kann ich die Not eines einzelnen Straßenkindes lindern? Auch daran zweifle ich.

Mir wurden viele Geschichten von Straßenkindern erzählt, die von Kriminellen ausgenutzt werden, die einen Teil des erbettelten Betrags abgeben müssen. Bei Gelegenheit gebe ich deshalb einem Straßenkind etwas zu essen. So schließe ich aus, dass meine Spende Kriminellen zugute kommt, statt dem Kind.

Essen zu geben statt Geld, erscheint mir besser. Doch beides ist kein selbstloser Akt. Mit einer Spende tue ich vor allem mir selbst etwas Gutes. Ich fühle mich in diesem Moment besser. Der Glaube, etwas gegen die Armut getan zu haben, erleichtert. Die Gewissensfrage, warum das Kind auf der Straße leben muss, rückt in den Hintergrund. Dem Jungen oder Mädchen habe ich kaum geholfen.

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In den meisten Fällen gelingt es mir, mich an meinen Grundsatz zu halten und die bettelnden Kinder zu ignorieren. Doch einmal ist mir das nicht gelungen. Ich saß nach einem reichlichen Abendessen mit Freunden in einer Auto-Rikscha. Da kam ein Straßenjunge auf mich zu. Aus seinem Gesicht sprach die pure Verzweiflung, er gierte nach einem Bissen Essen. Wir ignorierten ihn, doch er ging nicht weg. Er klammerte sich an unsere Rikscha.

In diesem Moment wankte meine rationale Sichtweise. Trotz akuter Zweifel blieb ich dabei, nichts zu geben. Aber die Sekunden, in denen der Junge uns anflehte, bis er loslassen musste und zurückblieb, wurden zur Ewigkeit. Sie brannten sich in mein Gedächtnis. Eine Mischung aus Zweifeln und Hilflosigkeit ist mir bis heute geblieben.

 
Leser-Kommentare
  1. Wer sich einen Computer leisten kann und mindestens SGBII-Mittel bezieht, der ist nicht arm. Jedenfalls handelt es sich um Luxus-Armut, im Vergleich zu der Armut, von der im Artikel die Rede ist.

    In Deutschland läßt es sich gut leben.

    7 Leser-Empfehlungen
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    Armut läßt sich nicht allein am Geld festmachen.
    Bei uns führt Geldmangel sehr schnell in die Isolation.

    Und machen wir uns mal nichts vor: Hartzler und Co unterliegen in Deutschland einer sozialen Ächtung. Wer in Deutschland solche Leistungen bezieht und nicht den "Kopf unter dem Arm trägt", ist für sehr viele Menschen ein Schmarotzer. In Sachen sozialer Kälte belegt Deutschland weltweit einen Spitzenplatz. Ehre, Würde und Respekt sind Begrifflichkeiten, die hier schon lange abhanden gekommen sind. Da kann man sich "halt nichts für kaufen". Die Christen hier im Forum kennen sicher noch den Spruch, vom "Wasser in Wein" verwandeln. In Deutschland hat man es geschafft, "Wein in Wasser" zu verwandeln und hält den Leuten gerne dabei die teuere Weinrechnung unter die Nase.

    Letztendlich sind die milden Gaben in der dritten Welt, mal jenseits einer spontanen Empathiehandlung, ziemlich bigott.
    Wir Deutschen profitieren massiv von der Umverteilung und Armut in der dritten Welt. Das frische Gemüse und die Erdbeeren aus Nord-Afrika, die Schrimps aus Indien landen halt auf unseren Tisch. Anbaufläche, die für die Ernährung der einheimischen Bevölkerung fehlt. Es wie damals beim Adel: Die Bevölkerung wird ausgequetscht und darf sich dann ab und zu nach den Groschen bücken, die gnädiger Weise unters Volk geworfen werden. Halt echte Wohltäter.

    Armut läßt sich nicht allein am Geld festmachen.
    Bei uns führt Geldmangel sehr schnell in die Isolation.

    Und machen wir uns mal nichts vor: Hartzler und Co unterliegen in Deutschland einer sozialen Ächtung. Wer in Deutschland solche Leistungen bezieht und nicht den "Kopf unter dem Arm trägt", ist für sehr viele Menschen ein Schmarotzer. In Sachen sozialer Kälte belegt Deutschland weltweit einen Spitzenplatz. Ehre, Würde und Respekt sind Begrifflichkeiten, die hier schon lange abhanden gekommen sind. Da kann man sich "halt nichts für kaufen". Die Christen hier im Forum kennen sicher noch den Spruch, vom "Wasser in Wein" verwandeln. In Deutschland hat man es geschafft, "Wein in Wasser" zu verwandeln und hält den Leuten gerne dabei die teuere Weinrechnung unter die Nase.

    Letztendlich sind die milden Gaben in der dritten Welt, mal jenseits einer spontanen Empathiehandlung, ziemlich bigott.
    Wir Deutschen profitieren massiv von der Umverteilung und Armut in der dritten Welt. Das frische Gemüse und die Erdbeeren aus Nord-Afrika, die Schrimps aus Indien landen halt auf unseren Tisch. Anbaufläche, die für die Ernährung der einheimischen Bevölkerung fehlt. Es wie damals beim Adel: Die Bevölkerung wird ausgequetscht und darf sich dann ab und zu nach den Groschen bücken, die gnädiger Weise unters Volk geworfen werden. Halt echte Wohltäter.

  2. noch einem tatsächlich. Nicht mit Geld, aber doch auch nicht mit Essen (da muss der kriminelle Hintermann, dann seine Bettelsklaven nicht füttern, spart sich das Geld und wir sind wieder bei dem gleichen Effekt).
    Also lassen wir es gleich ganz.
    Aber wo holen wir wir uns dann das warme Gefühl, des gut seins (mit Vernunft und Maß zumal)?

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    • mick08
    • 30.03.2013 um 22:05 Uhr

    die überlegung, weil ich nicht weiß ob es hilft oder weil es nur ein tropfen auf den heißen stein wäre, dann zur schlussfolgerung kommen "also lassen wir es gleich ganz".

    ich denke es ist wichtig unsere lebenszeit und reichtum zu nutzen zu überlegen, wie man/frau anderen menschen kuzfristig oder langfristig helfen kann. für jemand der wirklich hunger und durst hat ist es einfach nur schmerzlich nichts zu bekommen.

    andererseits, ist es nicht gut kranke systeme zu unterstützen, wie zB bettelnde kinder, die erst durch gewalt und missbrauch zu bettlern gemacht werden und von mafiaähnlichen banden ausgebeutet werden.

    aber was spricht dagegen sich dem leid zu stellen und zu überlegen was das machbare ist? warum nicht die ausbildung eines kindes in indien sponsern? das ist ein rießen geschenk für das kind, deren familie und zukünftge generationen und für einen selbst.

    mir ist das denken zu kurzsichtig und faull: ich weiß nicht, alles zu schwierig, da ist es besser ich gebe nichts. warum nicht: ich weiß im moment nicht, schwierig aber ich mache mich kundig was ich tun kann und gebe mit freude und gerne was mir möglich ist.

    ist es nicht ein widerspruch im angesicht enormer armut zum entschluss zu kommen nicht zu helfen und nicht geben zu wollen? warum nicht anders herum: was kann ich tun, wie kann ich helfen und mit dem was möglich ist glücklich und zufrieden zu sein?

    • mick08
    • 30.03.2013 um 22:05 Uhr

    die überlegung, weil ich nicht weiß ob es hilft oder weil es nur ein tropfen auf den heißen stein wäre, dann zur schlussfolgerung kommen "also lassen wir es gleich ganz".

    ich denke es ist wichtig unsere lebenszeit und reichtum zu nutzen zu überlegen, wie man/frau anderen menschen kuzfristig oder langfristig helfen kann. für jemand der wirklich hunger und durst hat ist es einfach nur schmerzlich nichts zu bekommen.

    andererseits, ist es nicht gut kranke systeme zu unterstützen, wie zB bettelnde kinder, die erst durch gewalt und missbrauch zu bettlern gemacht werden und von mafiaähnlichen banden ausgebeutet werden.

    aber was spricht dagegen sich dem leid zu stellen und zu überlegen was das machbare ist? warum nicht die ausbildung eines kindes in indien sponsern? das ist ein rießen geschenk für das kind, deren familie und zukünftge generationen und für einen selbst.

    mir ist das denken zu kurzsichtig und faull: ich weiß nicht, alles zu schwierig, da ist es besser ich gebe nichts. warum nicht: ich weiß im moment nicht, schwierig aber ich mache mich kundig was ich tun kann und gebe mit freude und gerne was mir möglich ist.

    ist es nicht ein widerspruch im angesicht enormer armut zum entschluss zu kommen nicht zu helfen und nicht geben zu wollen? warum nicht anders herum: was kann ich tun, wie kann ich helfen und mit dem was möglich ist glücklich und zufrieden zu sein?

  3. Früher habe ich in einem Land gelebt, in dem es viele Menschen gibt, die nichts oder kaum etwas haben. Es kam vor, dass solche Leute zum Betteln vorbeikamen, und sagten, sie bräuchten Geld für Essen. Grundsätzlich haben wir kein Geld gegeben, aber ab und zu gaben wir Essen. Und siehe da: das wollten einige nicht haben.

    Eine Leser-Empfehlung
  4. schön, dass Sie sich bemühen, in Worte zu fassen, dem viele schlicht mit Ignoranz oder sogar mit einer unreflektierten Abscheureaktion begegnen.

    Ich finde es jedoch traurig, dass sie daran zweifeln, dass sie dem einzelnen Kind helfen, wenn sie ihm eine Spende geben.

    Weder Sie noch ein anderer Reisender würde angebettelt werden, wenn den Kindern eine Spende nicht helfen würde.

    Man sieht, dass sie wirklich mit sich selbst kämpfen, was es das geben betrifft: das ist sehr typisch für Mitteleuropäer. Wir neigen dazu zu glauben, dass eine Almose nichts bringt, weil wir in unserem Überfluss nicht wissen wie es sich anfühlt, etwas überlebensnotwendiges gespendet oder geschenkt zu bekommen. Das ist ein Denkfehler des satten Menschen, der keine Erfahrung mit Armut hat.

    Traurig ist auch, dass sie glauben mit einer Spende vor allem Ihnen selbst was Gutes zu tun. Dabei vergessen Sie wohl zu Gänze, dass genau das ein soziales Gesetz bei Primaten ist: wem geholfen wird, der profitiert und fühlt sich gut, der, der gibt, fühlt sich gut, weil er helfen konnte. Deshalb gibt es in jeder Religion ein Almosengebot.
    Ihr Argument läuft leider genau in die andere Richtung: Sie gönnen dem anderen nicht einmal, dass Sie sich selbst gut fühlen.

    Wenn Ihnen die Entschedung schwer fällt, welchem Kind zu geben und welchem nicht, dann schlage ich Ihnen vor:
    Überlegen Sie sich, wie viel Sie entbehren möchten, das teilen Sie dann völlig zufällig unter den Bettelnden auf.

    Sie helfen damit wirklich!

    15 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Sie scheinen den Artikel sehr oberflächlich gelesen zu haben, denn den moralischen Dilemmas die Sie nennen stellt sich der Autor ja deutlich (Helfe ich mir oder dem Kind / Kann ich denn überhaupt nachhaltig helfen / saugt die Hilfbereitschaft einen aus wie ein Fass ohne Boden).

    Auch ich habe in Indien gelebt und kann seine Eindrücke bestätigen.

    Idealfall: Sie haben den Lottjackpot geonnen und wollen 90% davon helfend einetzen. Mit Almosen hier und da würden sie arm zurückkehren, nichts erreichen und Sie wären erschüttert, welche mafiösen, herzlosen und brutalen Strukturen Sie stärken, welche Arschlöcher man mit "Helfen" pampert.

    Wenn man länger in Indien bleibt stumpft man noch weiter ab, ist sogar genervt von diesen "Kreaturen" die einen ständig belästigen". Ich bin nicht stolz auf diese Erkenntnis, sondern demütig wie wenig vom selbstgefühlten Edelmut und Mitgefühl übrig bleibt, wenn es auf mal länger auf die Probe gestellt wird.

    Mein Fazit: wer in Indien helfen will kann das nicht mit ein paar Münzen hier und da tun. Das erfordert erheblichen Einsatz. Indien tut ja etwas, aber solches Elend lässt sich nicht mit einem Entstetzen Aufschrei des Herzens "Aber das darf doch nicht sein" angehen. Es hat sich in den letzten 30 Jahren schon sehr viel gebessert - die schlimmsten Excessesehe ich heute viel weniger auf Bombays Strassen.

    Gruß

    immernochnaiv

    Sie scheinen den Artikel sehr oberflächlich gelesen zu haben, denn den moralischen Dilemmas die Sie nennen stellt sich der Autor ja deutlich (Helfe ich mir oder dem Kind / Kann ich denn überhaupt nachhaltig helfen / saugt die Hilfbereitschaft einen aus wie ein Fass ohne Boden).

    Auch ich habe in Indien gelebt und kann seine Eindrücke bestätigen.

    Idealfall: Sie haben den Lottjackpot geonnen und wollen 90% davon helfend einetzen. Mit Almosen hier und da würden sie arm zurückkehren, nichts erreichen und Sie wären erschüttert, welche mafiösen, herzlosen und brutalen Strukturen Sie stärken, welche Arschlöcher man mit "Helfen" pampert.

    Wenn man länger in Indien bleibt stumpft man noch weiter ab, ist sogar genervt von diesen "Kreaturen" die einen ständig belästigen". Ich bin nicht stolz auf diese Erkenntnis, sondern demütig wie wenig vom selbstgefühlten Edelmut und Mitgefühl übrig bleibt, wenn es auf mal länger auf die Probe gestellt wird.

    Mein Fazit: wer in Indien helfen will kann das nicht mit ein paar Münzen hier und da tun. Das erfordert erheblichen Einsatz. Indien tut ja etwas, aber solches Elend lässt sich nicht mit einem Entstetzen Aufschrei des Herzens "Aber das darf doch nicht sein" angehen. Es hat sich in den letzten 30 Jahren schon sehr viel gebessert - die schlimmsten Excessesehe ich heute viel weniger auf Bombays Strassen.

    Gruß

    immernochnaiv

    • mick08
    • 30.03.2013 um 22:05 Uhr

    die überlegung, weil ich nicht weiß ob es hilft oder weil es nur ein tropfen auf den heißen stein wäre, dann zur schlussfolgerung kommen "also lassen wir es gleich ganz".

    ich denke es ist wichtig unsere lebenszeit und reichtum zu nutzen zu überlegen, wie man/frau anderen menschen kuzfristig oder langfristig helfen kann. für jemand der wirklich hunger und durst hat ist es einfach nur schmerzlich nichts zu bekommen.

    andererseits, ist es nicht gut kranke systeme zu unterstützen, wie zB bettelnde kinder, die erst durch gewalt und missbrauch zu bettlern gemacht werden und von mafiaähnlichen banden ausgebeutet werden.

    aber was spricht dagegen sich dem leid zu stellen und zu überlegen was das machbare ist? warum nicht die ausbildung eines kindes in indien sponsern? das ist ein rießen geschenk für das kind, deren familie und zukünftge generationen und für einen selbst.

    mir ist das denken zu kurzsichtig und faull: ich weiß nicht, alles zu schwierig, da ist es besser ich gebe nichts. warum nicht: ich weiß im moment nicht, schwierig aber ich mache mich kundig was ich tun kann und gebe mit freude und gerne was mir möglich ist.

    ist es nicht ein widerspruch im angesicht enormer armut zum entschluss zu kommen nicht zu helfen und nicht geben zu wollen? warum nicht anders herum: was kann ich tun, wie kann ich helfen und mit dem was möglich ist glücklich und zufrieden zu sein?

    3 Leser-Empfehlungen
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    "was spricht dagegen sich zu überlegen was das machbare ist? warum nicht die ausbildung eines kindes in indien sponsern? das ist ein rießen geschenk für das kind, deren familie und zukünftge generationen und für einen selbst."

    Wie aussuchen? - Patenschaft? - traut man denen?
    selber saussuchen: hinfahren, auf den Strassen warten bis die Gelegenheit kommt: sehr schnell. Wählen Sie unter den zig Kindern die Sie anbetteln eines aus und gehen mit denen in die Slums zu seinen Eltern. (Ich empfehle aber, das Auto nicht zu verlassen und Fenster und Türen zu verschliessen, sonst könnte man auch mit Piranhas schwimmen gehen)

    Sie überwinden diese Problemcehn und helfen einer Familie. Waqs glauben Sie, wo diese Familie intern die Grenzen zieht - was ist mit den Brüdern und Schwestern der Eltern. Die werden nicht zuschauen wenn ein Teil der Fam, erhebliche Hlfe kriegt während die Hungern.

    Das Machbare um eine Familie aus den Slums zu holen ist sehr viel schwerer als Sie glauben. Fahren Sie doch mal hin. Aber falls sie Kinder haben, gehen Sie NIEMALS in die Slums ohne eine kleine Armee. Die Armen könnten sie allzuleicht buchstäblich in Stücke reissen.

    Gruß

    immernochnaiv

    "was spricht dagegen sich zu überlegen was das machbare ist? warum nicht die ausbildung eines kindes in indien sponsern? das ist ein rießen geschenk für das kind, deren familie und zukünftge generationen und für einen selbst."

    Wie aussuchen? - Patenschaft? - traut man denen?
    selber saussuchen: hinfahren, auf den Strassen warten bis die Gelegenheit kommt: sehr schnell. Wählen Sie unter den zig Kindern die Sie anbetteln eines aus und gehen mit denen in die Slums zu seinen Eltern. (Ich empfehle aber, das Auto nicht zu verlassen und Fenster und Türen zu verschliessen, sonst könnte man auch mit Piranhas schwimmen gehen)

    Sie überwinden diese Problemcehn und helfen einer Familie. Waqs glauben Sie, wo diese Familie intern die Grenzen zieht - was ist mit den Brüdern und Schwestern der Eltern. Die werden nicht zuschauen wenn ein Teil der Fam, erhebliche Hlfe kriegt während die Hungern.

    Das Machbare um eine Familie aus den Slums zu holen ist sehr viel schwerer als Sie glauben. Fahren Sie doch mal hin. Aber falls sie Kinder haben, gehen Sie NIEMALS in die Slums ohne eine kleine Armee. Die Armen könnten sie allzuleicht buchstäblich in Stücke reissen.

    Gruß

    immernochnaiv

  5. Ich kann einige der Argumente nachvollziehen. Aber einzig aufgrund der Tatsache, dass in der Tat nicht allen und den wenigen nicht nachhaltig geholfen würde, entbindet nicht von der Verantwortung. Es ist Ihre Pflicht als Privilegierter, soziale Verantwortung zu übernehmen und ggf. Alternativen zu suchen, wie Sie dieser Verantwortung gerecht werden können. Die Kälte und Distanz in dem letzten geschilderten Fall Ihres Artikels ist trotz aller Einwände irritierend.

    Vorschlag: Geben Sie den Kindern gelegentlich Essen und suchen Sie eine Institution, welche z.B. Kinderdörfer betreibt. Spenden Sie regelmässig global für die Organisation und nicht für ein einzelnes Kind. Das ist echte Unterstützung. Ja, viel Geld geht in der Administration flöten, aber etwas davon kommt an und Sie ermöglichen Kindern eine stabile, tragfähige Lebensgrundlage.

    Es ist nicht verboten, sich beim Spenden gut zu fühlen. Überlassen Sie aber es seriös arbeitenden Organisationen zu entscheiden, wer das Geld am Nötigsten braucht. Vielleicht gibt es auch Kinder, die es viel dringender brauchen und die es nichtmal auf die Strasse schaffen.

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  6. Jeder, der das Glück hatte, in anderen Verhältnissen und an einem anderen Ort geboren worden zu sein, sollte sich moralisch verpflichtet fühlen, Bedürftigen wertfrei zu helfen. Jede Hilfe und Spende - auch wenn sie nur in einzelnen Fällen geschehen kann - verbessert die Lage derjenigen, die Hilfe brauchen. Was aber niemand der Hilfesuchenden gebrauchen kann, ist die (ab)wertende Haltung der Spender, die sich anmaßen beurteilen zu können, wie hilfebedürftig ihr Gegenüber ist und wer aus ihrer Sicht Hilfe verdient - oder eben auch nicht! Denn niemand bittet Fremde um Geld, Essen, schickt andere Personen vor oder heischt um Mitleid, wenn er es nicht bitter nötig hat. Insofern ist die Wertung der Hilfebedürftigkeit unanständig und zynisch und resultiert oftmals nur aus der sich haushoch überlegen fühlenden Haltung der Spender.

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  7. Ich kann Ihre Argumente ja irgendwie schon nachvollziehen, aber meiner Meinung nach fehlt da der nächste Schritt: wenn das unorganisierte, spontane Geben die Situation nichts verändert, dann suchen Sie sich doch eine Organisation, die etwas ändert (die zum Beispiel Familien versorgt, bis sie sich wieder selbst versorgen kann, Arbeit schafft und fair bezahlt oder Kindern zu Bildung verhilft, etc). Da Sie ja den Vorteil haben, vor Ort zu sein, haben Sie sogar die Möglichkeit, eine eher kleine, lokal organisierte Organisation zu finden, bei der so wenig Geld wie möglich in Transit, Bürokratie, etc. stecken bleibt. UND Sie könnten sich sogar für ein paar Stunden pro Woche oder Monat persönlich engagieren... und sich dann dabei auch noch ganz uneigennützig gut fühlen!

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  • Schlagworte Indien | Armut | Kinderarmut | Kinder
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