In dem Dorf Ramenski nahe Moskau ist in der Nacht ein Feuer in einer psychiatrischen Klinik ausgebrochen. Bislang geht die Polizei von mindestens 38 Toten aus. Noch ist die Brandursache unklar. Eine Krankenschwester und zwei Patienten hätten sich retten können, teilte die Behörde am frühen Morgen mit.

In der Klinik werden laut dem Chefarzt Murat Schachow geistig behinderte Menschen, aber auch Alkoholiker und Drogenabhängige behandelt.

Ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter sagte der Agentur Interfax, die Patienten in der Psychiatrischen Klinik Nr. 14 in der Nähe von Moskau hätten unter dem Einfluss starker Medikamente gestanden. "Deshalb konnten sie nicht schnell auf das Feuer reagieren." Die Fenster seien zum Teil vergittert gewesen, zitierte das Boulevard-Internetportal lifenews.ru Schachow.

Eine Krankenschwester habe nachts den Feueralarm gehört und dann den Brand bemerkt, sagte Juri Deschewych vom örtlichen Zivilschutz. Sie habe noch versucht, die Flammen mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen.

Bislang fanden die Rettungskräfte zwölf Leichen. Das Feuer sei ausgebrochen, als Patienten und Personal schliefen, sagte einer der Rettungskräfte. "Einige versuchten zu entkommen, aber sie wurden von Rauchgasen vergiftet, und das Gebäude brannte fast vollständig nieder."

Die Klinik war erst im vergangenen August überprüft worden. Dabei seien keine Fehler bemerkt worden, sagte Zivilschutzmann Deschewych. "Alles entsprach den Vorschriften", sagte er. Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften sind eine der häufigsten Ursachen für verheerende Brände in Russland.