Immer mehr Väter nehmen das staatliche Elterngeld in Anspruch – allerdings nur für kurze Zeit. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts stieg ihr Anteil auf einen neuen Höchststand von mehr als einem Viertel (27,3 Prozent). Der Anteil bei Müttern liegt bei 95 Prozent.

Veränderungen bei der Dauer der Inanspruchnahme gab es kaum: Nach wie vor bezogen 77 Prozent der Väter das Elterngeld für maximal zwei Monate. Nur knapp sieben Prozent bekamen die Leistung für zwölf Monate. Mütter erhielten in neun von zehn Fällen das Elterngeld für ein Jahr.

Das Elterngeld wird bis zu 14 Monate nach der Geburt an Mütter und Väter gezahlt, die nach der Geburt ihres Kindes zu Hause bleiben. Es orientiert sich am bisherigen Einkommen und beträgt mindestens 300 Euro und höchstens 1.800 Euro im Monat. Nutzt nur einer der Partner die Elternzeit, wird die Leistung für maximal zwölf Monate gezahlt. Der durchschnittliche Anspruch von Vätern, die vor der Geburt des Kindes erwerbstätig waren, lag im ersten Bezugsmonat bei 1.204 Euro. Mütter kamen auf durchschnittlich 869 Euro.

Die höchste Väterbeteiligung gab es wie in den vergangenen Jahren in Bayern (35,8 Prozent) und Sachsen (35,6 Prozent). Das Saarland war mit einer Quote von 17,5 Prozent erneut Schlusslicht.