In Süditalien, mitten in der EU, sind Zeltstädte und Slums entstanden. Hierher kommen zur Erntezeit Tausende Afrikaner, um Geld für sich und ihre Familien zu verdienen. Sie arbeiten für 25 Euro am Tag, zehn bis zwölf Stunden vor allem auf Plantagen. Sinkende Obstpreise und immer mehr arbeitswillige Migranten haben die Situation verschärft. Im Camp vor San Ferdinando bei Rosarno, das für 280 Menschen geplant war, lebten im Januar 1.300 unter unwürdigen Bedingungen. Der Fotograf Andrea Miconi hat mehrere Tage bei den Arbeitern gelebt.