Migration in Italien

Slums im Herzen von Europa

Die offizielle Zeltstadt in San Ferdinando (links im Bild) ist für 280 Menschen angelegt. Mittlerweile hat sich daneben ein großer Slum aufgetan, mit kleinen, oft aus giftigen Abfällen gefertigten Hütten. In dem Camp leben rund 1.300 Arbeiter.

Die offizielle Zeltstadt in San Ferdinando (links im Bild) ist für 280 Menschen angelegt. Mittlerweile hat sich daneben ein großer Slum aufgetan, mit kleinen, oft aus giftigen Abfällen gefertigten Hütten. In dem Camp leben rund 1.300 Arbeiter.  |  © Andrea Miconi/Sipa

In Süditalien, mitten in der EU, sind Zeltstädte und Slums entstanden. Hierher kommen zur Erntezeit Tausende Afrikaner, um Geld für sich und ihre Familien zu verdienen. Sie arbeiten für 25 Euro am Tag, zehn bis zwölf Stunden vor allem auf Plantagen. Sinkende Obstpreise und immer mehr arbeitswillige Migranten haben die Situation verschärft. Im Camp vor San Ferdinando bei Rosarno, das für 280 Menschen geplant war, lebten im Januar 1.300 unter unwürdigen Bedingungen. Der Fotograf Andrea Miconi hat mehrere Tage bei den Arbeitern gelebt.