Nach Einschätzung des Vatikans werden jedes Jahr weltweit mehr als 100.000 Christen wegen ihres Glaubens getötet. "Glaubwürdige Untersuchungen" seien zu diesem "schockierenden Ergebnis" gekommen, berichtete Radio Vatikan unter Berufung auf Erzbischof Silvano Maria Tomasi, den Ständigen Vertreter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen

Auf einer Sitzung des UN-Menschenrechtsrats prangerte Tomasi zudem die Zerstörung von Gebetsstätten, Vertreibungen und Vergewaltigungen sowie Entführungen hoher Geistlicher wie zuletzt in Syrien an. Den genauen Wortlaut seiner Rede veröffentlichte der Vatikan auf seiner Internetseite.

Besonders oft werde demnach im Nahen Osten, auf dem afrikanischen Kontinent und in Asien gegen das Gebot der Religionsfreiheit verstoßen. Dies sei das Ergebnis von "Sektierertum, Intoleranz, Terrorismus und diskriminierender Gesetze", kritisierte Tomasi. Dabei leiste die Kirche wichtige Sozialarbeit in Bereichen wie Bildung, Kinderbetreuung, Krankenfürsorge und Flüchtlingshilfe.  

Ähnlich wie Tomasi hatte kürzlich auch der Kurienbischof der römisch-katholischen Kirche, Mario Toso, dazu aufgerufen, die Diskriminierung von Christen "genauso zu verfolgen wie den Antisemitismus oder die Islamophobie".