Bundeswehr : Staatsanwalt klagt Marinesoldaten wegen Meuterei an

Sie sollen einen Vorgesetzten bei einem Auslandseinsatz gefesselt haben. Nun droht den sechs Soldaten wegen Meuterei eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.

Die Rostocker Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen Meuterei gegen sechs Marinesoldaten erhoben. Zudem werde ihnen Freiheitsberaubung und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, teilte die Behörde mit.

Der Vorfall hatte sich im Februar auf dem Bundeswehr-Schnellboot S73 Hermelin im Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut ereignet. Die zwischen 22 und 27 Jahre alten Soldaten sollen einen vorgesetzten Bootsmann an einen Tisch gefesselt und ihm "Hier wohnen die Mongos" auf den Unterschenkel geschrieben haben.

Die Aktion der Soldaten sei als "Denkzettel" gedacht gewesen. Zuvor soll der Bootsmann seine Untergebenen als "Mongos" bezeichnet haben, was diese als beleidigend empfunden hätten. Sie hätten ihre Tat fotografiert. Meuterei wird mit mindestens sechs Monaten und bis zu fünf Jahren Haft bestraft.

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