UN-Studie : So viele Menschen wie nie verlassen ihre Heimat

Die weltweite Migration ist einer UN-Studie zufolge gestiegen: Mehr als 230 Millionen Menschen leben im Ausland. Besonders beliebt sind die USA, Russland und Deutschland.
US-Fan: Diese Frau wanderte aus Nicaragua ein. © Lucy Nicholson/Reuters

Die Zahl der Menschen, die statt in ihrem Heimatland im Ausland leben, ist höher denn je. Die USA, Russland und Deutschland sind dabei die Länder mit den meisten Migranten. Das geht aus Daten der Vereinten Nationen hervor, die jetzt in New York veröffentlicht wurden.

Der Statistik zufolge lebten in diesem Jahr 232 Millionen Menschen, das sind 3,2 Prozent der Weltbevölkerung, außerhalb ihres Heimatlandes. Im Jahr 2000 waren es 175 Millionen und 1990 waren es 154 Millionen. In Europa und Asien hielten sich zusammen fast zwei Drittel der internationalen Migranten weltweit auf – in diesem Jahr 72 Millionen in Europa und 71 Millionen in Asien.

Die internationale Migration ist auf relativ wenige Länder konzentriert: Die Hälfte der Migranten lebt in zehn Ländern. Die USA sind der UN-Statistik zufolge weiterhin das Land, das die meisten Menschen aus dem Ausland aufgenommen habe – 45,8 Millionen. Russland folgt mit 11 Millionen auf dem zweiten Platz, Deutschland mit 9,8 Millionen auf Platz drei: Danach kommen Saudi-Arabien mit 9,1 Millionen, die Vereinigten Arabischen Emirate und Großbritannien mit jeweils 7,8 Millionen, Frankreich mit 7,4 Millionen, Kanada mit 7,3 Millionen sowie Australien und Spanien mit jeweils 6,5 Millionen Migranten.

Verlagsangebot

Entdecken Sie mehr.

Lernen Sie DIE ZEIT 4 Wochen lang im Digital-Paket zum Probepreis kennen.

Jetzt kennenlernen

Kommentare

11 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Es gibt

immer wieder Migrationswellen aus unterschiedlichsten Gründen und aus verschiedensten Richtungen. Ich gebe Ihnen auch recht damit, das andere Kulturen nicht nur mehr Farbe sondern deren Mentalitäten auch Reibungspotential mitbringen.
Was die Türkei betrifft geht da der trent mittlerweile in die Gegenrichtung. Nach der letzten mir bekanten Statistik (Spiegel: http://www.spiegel.de/fot...) wandern mehr Leute in die Türkei aus, bzw. gehen in die Türkei zurück, als das Türken nach deutschland immigrieren.
Die meisten Zuwanderer kommen derzeit meiner Einschätzung nach aus EU-Ländern mit schwächerer Wirtschaft (Griechenland, Spanien, etc.) und auch da sind es häufig gut ausgebildete Einwanderer.

Die Welt als Nullsummenspiel...

1. V.a. in Drittweltstaaten werden bei weitem nicht alle Menschen "kostenlos" ausgebildet.

2. Auch kostenlos ausgebildete Arbeitslose nützen keinem Staat etwas.

3. Eine laut Gesetz kostenlose Ausbildung berechtigt eben gerade nicht dazu, nachträglich Rechnungen zu stellen, schon gar nicht über Zwangsarbeit.

4. Soll das heissen, dass Staaten, die kostenlose Schul- und Universitätsbildung anbieten, ihre Bürger(innen) mit Gewalt an der Ausreise hindern dürfen?