Die Zahl der Menschen, die statt in ihrem Heimatland im Ausland leben, ist höher denn je. Die USA, Russland und Deutschland sind dabei die Länder mit den meisten Migranten. Das geht aus Daten der Vereinten Nationen hervor, die jetzt in New York veröffentlicht wurden.

Der Statistik zufolge lebten in diesem Jahr 232 Millionen Menschen, das sind 3,2 Prozent der Weltbevölkerung, außerhalb ihres Heimatlandes. Im Jahr 2000 waren es 175 Millionen und 1990 waren es 154 Millionen. In Europa und Asien hielten sich zusammen fast zwei Drittel der internationalen Migranten weltweit auf – in diesem Jahr 72 Millionen in Europa und 71 Millionen in Asien.

Die internationale Migration ist auf relativ wenige Länder konzentriert: Die Hälfte der Migranten lebt in zehn Ländern. Die USA sind der UN-Statistik zufolge weiterhin das Land, das die meisten Menschen aus dem Ausland aufgenommen habe – 45,8 Millionen. Russland folgt mit 11 Millionen auf dem zweiten Platz, Deutschland mit 9,8 Millionen auf Platz drei: Danach kommen Saudi-Arabien mit 9,1 Millionen, die Vereinigten Arabischen Emirate und Großbritannien mit jeweils 7,8 Millionen, Frankreich mit 7,4 Millionen, Kanada mit 7,3 Millionen sowie Australien und Spanien mit jeweils 6,5 Millionen Migranten.