Die verlassene Stadt Futaba nahe Fukushima © Damir Sagolj/Reuters

Die ehemaligen Bewohner Fukushimas werden wohl nie wieder in ihre Heimat zurückkehren können. Das Gebiet, in dem 2011 nach einem Tsunami eine Atomkatastrophe stattfand, ist in Teilen derart radioaktiv verseucht, dass es für immer unbewohnbar bleibt, der Generalsekretär der Liberaldemokraten, Shigeru Ishiba der Zeitung Asahi Shimbun. "Es werde die Zeit kommen zu sagen: 'Ihr könnt dort nicht mehr leben, aber ihr erhaltet Entschädigung'", so der Politiker.

Der führende Vertreters der japanischen Regierungspartei drängt dem Bericht zufolge darauf, die Gebiete zu benennen, die wegen der radioaktiven Verseuchung niemals mehr bewohnbar sein würden.

Die Frage der Rückkehr der Flüchtlinge ist in Japan politisch brisant. Bislang hat die Regierung allen Vertriebenen Hoffnung auf eine Rückkehr in ihre Heimatorte gemacht.

150.000 Menschen mussten nach der atomaren Katastrophe das Gebiet um das nördlich von Tokio gelegene Atomkraftwerk (AKW) Fukushima verlassen. Ein Erdbeben und ein Tsunami hatten zu einer Kernschmelze und Explosionen in den Reaktoren geführt und große Mengen Radioaktivität freigesetzt.  

Seit dem Unglück versuchen Arbeiter vor allem die Reaktorsicherheitsbehälter, in denen sich der aktive Kernbrennstoff eines AKW befindet, laufend zu kühlen. Dies gestaltet sich schwierig, da an vielen Stellen der maroden Anlage Wasser leckt.