Eine breite Sturmfront mit zahlreichen Tornados hat im Mittleren Westen der USA schwere Verwüstungen angerichtet. Mindestens sechs Menschen starben nach Angaben der Behörden, mehr als 37 Verletzte mussten in Krankenhäusern behandelt werden. Flugzeuge mussten am Boden bleiben, das Stromnetz für Zehntausende Haushalte brach zusammen, Dutzende Menschen wurden verletzt.

Besonders schwer betroffen war der Bezirk Washington in Illinois. "Ich blicke auf Straßenzüge mit einst 20 bis 30 Häusern, und es ist keines mehr da", zitierte Fox News einen Augenzeugen. Das genaue Ausmaß der Schäden war auch nach mehreren Stunden wegen schwieriger Kommunikationsbedingungen und unpassierbarer Straßen nicht abzusehen.

Nach einem Bericht des Senders NBC wurden alleine in Peoria 37 Verletzte in Krankenhäusern behandelt. Die Zahl der Verletzten könne noch deutlich steigen, sagte Monken. Nach seinen Angaben wurden in zwei Regionen von Illinois 70 Häuser vollständig zerstört und Hunderte weitere Gebäude beschädigt. Das Rote Kreuz richtete in den betroffenen Zonen Notunterkünfte ein.

Fernsehbilder zeigten umgestürzte Autos, entwurzelte Bäume und gerissene Stromleitungen. In Chicago musste ein American-Football-Spiel unterbrochen werden, Fans und Spieler mussten sich im Inneren des Stadions in Sicherheit bringen. Der Nationale Wetterdienst warnte vor besonderen Gefahren in weiten Teilen der USA. Allein in Indiana, Illinois und Kentucky habe es Berichte über 68 Tornados gegeben.

In Detroit wurde der Luftverkehr zwischenzeitlich eingestellt, in Chicago landeten und starteten Maschinen mit im Durchschnitt zweieinhalb Stunden Verspätung, wie die Luftaufsichtsbehörde mitteilte.