Die Kälte in den USA könnte bald ein Ende haben. Für die kommenden Tage sagten Meteorologen des nationalen Wetterdienstes für einen Großteil der betroffenen Regionen höhere Temperaturen voraus. Doch Entwarnung gibt es nicht. In weiten Teilen Amerikas wurden die kältesten Temperaturen seit einigen Jahrzehnten gemessen.

In Atlanta im südlichen US-Staat Georgia sank die Temperatur auf minus 13 Grad Celsius. Ungewöhnlich kalt war es auch in Birmingham im US-Staat Alabama, in Nashville in Tennessee und Little Rock in Arkansas. In Chicago wurden minus 24 Grad Celsius gemessen, in den US-Staaten Oklahoma und Texas lag die vom Wind beeinflusste gefühlte Temperatur bei minus 40 Grad Celsius.

Vielerorts blieben Schulen und Pflegeheime geschlossen. Behörden richteten wegen der lebensgefährlichen Kälte Notunterkünfte für Obdachlose und andere Bedürftige ein. Die Millionenmetropole New York, in der mehr als 50.000 Obdachlose leben, darunter 22.000 Kinder, hatte ihr Angebot für Menschen ohne Dach über dem Kopf bereits ausgeweitet. 

Zahl der Toten steigt

Bislang haben die Behörden als Folge der extremen Kälte 21 Tote gezählt. Bis zu 187 Millionen Menschen bekamen das extreme Winterwetter zu spüren, das sich nach und nach über die USA ausbreitete. Der Polarwirbel, der sonst über dem Nordpol strömt, war in Richtung Süden und damit über Nordamerika abgelenkt worden.

An den Flughäfen sitzen Tausende Reisende fest. Landwirte im Süden der USA mussten wegen der eisigen Temperaturen um ihre Ernte fürchten.

Auch in Kanada war es sehr kalt. In den Regionen Saskatchewan und Manitoba zeigte das Thermometer minus 30 Grad Celsius an, gefühlt war es minus 40 Grad. In Neufundland hatten 5.000 Menschen keinen Strom.