Eine junge Spanierin bei einer Informationsveranstaltung in Erfurt (Archivbild) © Marc Tirl/dpa

Die Zahl der Ausländer in Deutschland ist 2013 auf den Spitzenwert von mehr als 7,6 Millionen gestiegen. Das ist der höchste jemals in Deutschland registrierte Wert seit Beginn der Statistik im Jahr 1967. Zugleich war das Plus mit 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr das höchste seit 1992. Diese Zahlen aus dem Ausländerzentralregister hat das Statistische Bundesamt veröffentlicht.

Drei Viertel der neu zugewanderten Ausländer stammten aus EU-Staaten, die meisten aus Polen, Ungarn, Rumänien und Bulgarien. "Etwas geringer ist die Bedeutung der Zuwanderung aus den von der Euro-Krise besonders betroffenen Mittelmeerstaaten", sagen die Statistiker. Von außerhalb der EU kamen vor allem Syrer und Russen. 

Demgegenüber ist 2013 – wie schon in den Jahren zuvor – die Bevölkerung mit türkischer Staatsangehörigkeit in Deutschland um 1,6 Prozent zurückgegangen.

Die meisten neu ins Ausländerzentralregister aufgenommenen Menschen ließen sich, wie auch schon 2012, in Bayern nieder, gefolgt von Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Den geringsten prozentualen Anstieg verzeichnete Berlin mit 2,3 Prozent.