Der umstrittene Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wird nicht wieder in Limburg als Bischof tätig sein. In der Diözese Limburg sei es zu einer Situation gekommen, die eine fruchtbare Ausübung des bischöflichen Amtes durch Tebartz-van Elst verhindere, teilte der Vatikan mit. Deshalb habe der Heilige Stuhl den im Oktober 2013 angebotenen Amtsverzicht angenommen, hieß es. Damit bestätigten sich Informationen der ZEIT.  

Im Vatikan stand nach Informationen der ZEIT bereits seit Wochen fest, dass Franziskus eine Rückkehr des umstrittenen Bischofs ablehnt. Franziskus ist verärgert über die Uneinsichtigkeit von Tebartz angesichts des luxuriös sanierten Bischofssitzes. Er hoffte, keine harte Absetzung des Bischofs durchsetzen zu müssen.

Mit seinem Rücktrittsgesuch kann Tebartz-van Elst sein Gesicht wahren. Entscheidend für den Beschluss des Papstes sei nicht allein der Prüfbericht zu den hohen Kosten für den Neubau des Limburger Bischofssitzes gewesen. Auch das verlorene Vertrauen der Gläubigen vor Ort habe die Entscheidung beeinflusst.   

Tebartz-van Elst war im Oktober nach wachsender Kritik an den Kosten für seinen Bischofssitz beurlaubt worden. Ihm wird vorgeworfen, Gelder in Millionenhöhe für den Bau zweckentfremdet zu haben. Die Deutsche Bischofskonferenz prüft die Entwicklung der Baukosten und die Verantwortung von Tebartz dafür derzeit noch. 

Manfred Grothe wird Apostolischer Administrator

Die Auszeit bis zur Klärung der Vorwürfe gegen den Bischof hatte Papst Franziskus selbst angeordnet. Im Bistum Limburg wird der Bischof seitdem von Generalvikar Wolfgang Rösch vertreten. Diese Aufgabe übernimmt nun vorläufig Manfred Grothe. Der Paderborner Weihbischof wurde von Papst Franziskus am Mittwoch zum Apostolischen Administrator des Bistums ernannt.