Utopien - Die teilende Gesellschaft

Im Leben außerhalb unserer Konsumgesellschaft ist sie geübt: Ein Jahr lang hat sich die Leipziger Journalistin Greta Taubert dem Experiment ausgesetzt, so unabhängig wie möglich zu leben. Sie lernte, sich von Pilzen und Kräutern zu ernähren, bei urbanen Nomaden zu wohnen, ging in den Wald jagen und ernährte sich von Großstadtpflanzen.

Ihre Erfahrungen hat sie in ihrem Buch Apokalypse Jetzt! Wie ich mich auf eine neue Gesellschaft vorbereite zusammengefasst. Für uns beschreibt sie ihre Utopie, wie die Welt im Jahr 2050 aussehen könnte.

Bei einer wachsenden Weltbevölkerung und schrumpfenden Ressourcen bedarf es einer neuen Verteilung aller Rohstoffe und Güter. Allmenden, gemeinschaftlich genutztes Eigentum, spielen dann eine wichtige Rolle.

Schon jetzt gibt es Ansätze dieser Art: Carsharing ist eine davon. Oder ein Gemeinschaftsgarten wie das Allmende-Kontor auf dem Tempelhofer Feld in Berlin, wo wir Greta Taubert filmten. Güter und Rohstoffe zu teilen wird sich Taubert zufolge auf viele gesellschaftliche Bereichen ausdehnen und selbstverständlich werden.

Ob und wie Greta Tauberts fiktive Gesellschaftsordnung in die Realität umgesetzt werden wird, wissen wir nicht. Doch darum geht es in dieser Serie nicht. Hier wollen wir verschiedene Utopien vorstellen. In loser Folge lässt  ZEIT ONLINE dazu Wissenschaftler, Aktivisten, Unternehmer zu Wort kommen.