Das United States Patent and Trademark Office (USPTO) hat die Markenregistrierung der Washington Redskins aufgehoben. Der Name der Footballmannschaft "verunglimpfe die Native Americans", teilte die Patentbehörde mit. Daher könne das Wort nicht als Warenzeichen anerkannt werden.

Das US-amerikanische Bundesmarkengesetz erlaubt es nicht, Marken zu registrieren, die einzelne Personen oder Gruppen herabsetzen sowie sie in Misskredit bringen. Das Urteil betrifft sechs verschiedene Schutzmarken, jede davon enthält das Wort Redskin.

Fünf Native Americanshatten gegen das Footballteam geklagt und wurden dabei von mehreren Politikern unterstützt. So hatte der US-Senator Harry Reid kürzlich eine Einladung der Redskins ausgeschlagen. "Ich werde nicht tatenlos zusehen, wie eine professionelle Sportmannschaft durch ihren Namen eine rassistische Bezeichnung fördert und das amerikanische Volk herabsetzt", sagte Reid.

"Wir sind sehr erfreut, dass wir in diesem Fall gesiegt haben", sagte Alfred Putnam Jr, Vorsitzender der Kanzlei Drinker Biddle & Reather, die in dem Verfahren die Kläger vertrat, der Washington Post. Das Urteil sei ein Meilenstein, "der als historischer Präzedenzfall" dienen werde.

Die Washington Redskins dürfen auch nach dem Urteil ihren Namen behalten. Der Verein und die US-amerikanische Footballliga NFL werden aber künftig durch Merchandise weniger Geld erlösen können: Sollte die Entscheidung rechtswirksam werden, könnte jedermann ungestraft Artikel mit dem Schriftzug des Teams auf den Markt bringen. Allerdings kann die Mannschaft noch Widerspruch bei einem Gericht einlegen. Bis zu einem Urteil bliebe der Markenschutz bestehen.

In der vergangenen Woche hatte die Organisation Yocha Dehe Wintun Nation 60 Sekunden Fernsehwerbezeit in der Halbzeit des dritten Finalspiels der US-amerikanischen Basketballliga NBA gekauft. In dem Video kritisierte die Organisation den Namen der Redskins als rassistisch. 49 US-Senatoren unterstützten den Aufruf.

Bereits 1999 hatte die US-Patentbehörde den Redskins die Markenrechte an ihrem Namen entzogen. Die Footballmannschaft ging in Berufung und gewann diese 2003 vor dem U.S. District Court. Es ist wahrscheinlich, dass das NFL-Team auch dieses Mal in Berufung gehen wird. Der Besitzer weigert sich mit der Begründung, dass der Name nicht rassistisch sei und von zahlreichen Ureinwohnern unterstützt werde.