Hilfsgüter der Vereinten Nationen für Ebola-Gebiete © John Moore/Getty Images

Die Vereinten Nationen haben für ihren Sonderfonds zur raschen Hilfe in den Ebola-Gebieten Westafrikas bislang nur einen Bruchteil der angestrebten Geldsumme bekommen. Von der angepeilten einen Milliarde Dollar seien bisher nur 100.000 Dollar eingezahlt worden, sagten UN-Mitarbeiter. Das Geld stamme von der kolumbianischen Regierung.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte die internationale Gemeinschaft zu Einzahlungen in den Sondertopf aufgerufen. Das Geld sollte mehr Flexibilität im Kampf gegen Ebola ermöglichen.

Während die Zahlungen in den Sondertopf stocken, haben die UN-Hilfsorganisationen und andere Gruppen für den Einsatz gegen Ebola insgesamt annähernd 400 Millionen Dollar an Unterstützung von UN-Mitgliedern, der Afrikanischen Union, der Europäischen Union und anderen bekommen.

Annan kritisiert langsame Reaktion

Der frühere UN-Chef Kofi Annan sagte der BBC, er sei "bitter enttäuscht" von der schleppenden internationalen Reaktion auf Ebola. "Die internationale Gemeinschaft ist erst aufgewacht, als die Krankheit Amerika und Europa erreicht hat", sagte er.