Die Frauen in Deutschland warten mit der Geburt ihres ersten Kindes länger als noch vor wenigen Jahren. Das durchschnittliche Alter Erstgebärender lag laut dem Statistischen Bundesamt 2013 bei 29,3 Jahren – 2009 waren die Frauen bei der Geburt des ersten Kindes im Schnitt 28,8 Jahre alt und damit ein halbes Jahr jünger. Allerdings entfielen 2013 nur drei Prozent aller ersten Geburten auf Frauen, die älter als 40 Jahre alt waren.

Im vergangenen Jahr kamen in Deutschland 682.069 Kinder zur Welt, das waren rund 8.500 mehr als im Jahr zuvor. Die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau hat sich der Statistik zufolge kaum verändert: 2013 lag der Bundesdurchschnitt bei 1,41 Kindern, 2012 waren es 1,4.

Die Abstände zwischen den Geburten sind seit Jahren konstant. In der Hälfte der Fälle kommt das zweite Kind innerhalb von 3,3 Jahren nach dem ersten zur Welt. Die Hälfte der Drittgeborenen werden innerhalb von 3,9 Jahren nach dem zweiten Kind geboren.

Erst seit 2009 wird die Geburtenfolge statistisch erfasst. Aus ihr geht laut den Statistikern hervor, dass insbesondere die Entwicklung bei den Zweitgeborenen die gesamte Geburtenzahl positiv beeinflusst hat. Wer eine Familie gründet, bekommt also häufig auch ein zweites Kind – das zieht die Kurve insgesamt nach oben.