Der innen- und religionspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, erhält den Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden in Deutschland. Die Spitzen-Gremien beschlossen einstimmig, den Politiker mit der Auszeichnung zu ehren, teilte ein Pressesprecher am Montag mit.

Zur Begründung hieß es, er engagiere sich seit mehr als 20 Jahren für die jüdische Gemeinschaft, kämpfe gegen Antisemitismus und Israel-Feindlichkeit und habe sich vehement für die Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern eingesetzt.

Als Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Parlamentariergruppe engagiere sich Beck zudem "in herausragender Weise für Israel", hob der Zentralrat hervor. In der Beschneidungsdebatte 2012 habe er sich als erster Bundespolitiker an die Seite der jüdischen Gemeinschaft gestellt.

"In seinem Engagement für die jüdische Gemeinschaft und in seinem Kampf gegen jede Form von Antisemitismus hat er nie nachgelassen", sagte  Zentralratspräsident Josef Schuster. 


Mit dem Preis, der an den Rabbiner Leo Baeck erinnert, ehrt der Zentralrat Persönlichkeiten, die sich in herausragender Weise für die jüdische Gemeinschaft eingesetzt haben. Die seit 1957 vergebene Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert. Die diesjährige Preisverleihung findet im November in Berlin statt.

Zu den vorherigen Preisträgern gehören unter anderen die früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Christian Wulff sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel.