Die Welt-Gruppe hat ihrem Kolumnisten Matthias Matussek mit sofortiger Wirkung gekündigt. Dem Schritt war ein Streit wegen eines Facebook-Eintrags vorausgegangen, in dem Matussek die Anschläge von Paris mit der Flüchtlingsdebatte in Verbindung bringt. "Ich schätze mal, der Terror von Paris wird auch unsere Debatten über offene Grenzen und eine Viertelmillion unregistrierter junger islamischer Männer im Lande in eine ganz neue frische Richtung bewegen", schrieb der Journalist. Dahinter platzierte er zunächst einen lachenden Smiley. 

Die Äußerung war von Welt-Chefredakteur Jan-Eric Peters stark kritisiert worden. Peters nannte sie "durchgeknallt". Bei einer Redaktionskonferenz kam es nach Informationen von Meedia schließlich zum Eklat. Dabei sollen Beleidigungen gefallen sein.

Peters distanzierte sich von Matussek im Namen der Welt, "die für andere Werte steht, für Freiheit und Menschlichkeit". Matussek tauschte den Lach-Smiley gegen einen traurigen aus. Er fügte hinzu, dass "diejenigen, die mich kennen, wissen, dass es als Ausdruck sarkastischer Verzweiflung gemeint war". Einen Fehler wollte er allerdings nicht eingestehen.