Vor der Küste Norwegens hat eine große Welle eine Bohrplattform im Gasfeld Troll getroffen. Dabei seien ein Mensch getötet und zwei weitere verletzt worden, teilte der Gasfeldbetreiber Statoil mit. Die Plattform Innovator gehört der chinesischen Firma China Oilfield Services (COSL). Die Verletzten würden in Norwegen behandelt. Die Nationalität der Verletzten und des Toten seien noch unklar. Die Innovator fahre nun Richtung norwegischer Küste, wo sie im Laufe des Tages eintreffen werde, sagte der Chef der norwegischen COSL-Abteilung.

Aus einer anderen Region vor der Küste Norwegens, dem Ölfeld Valhall, mussten etwa 230 Menschen von Bohrplattformen gebracht werden. Das teilte der britische Ölkonzern BP mit. Grund sei ein unbemannter und 110 Meter langer Lastkahn, der bei rauer See in Richtung des Ölfelds drifte. Aus einem weiteren Feld nördlich von Valhall seien vorsorglich 145 Menschen geholt worden, teilte die Firma ConocoPhilips mit.

Während des Unglücks sei die See sehr rau gewesen, hieß es. Bis zu 14 Meter hohe Wellen hätten die Plattform getroffen. Der Wind habe eine Geschwindigkeit von 25 bis 30 Metern pro Sekunde gehabt. Ein Hubschrauber habe deshalb nicht landen können, der die Besatzungsmitglieder von der Plattform bringen sollte. Diese hätten an Seilen hochgezogen werden müssen.