Die OSZE hat der Ukraine und den Separatisten im Osten des Landes vorgeworfen, die vereinbarte Waffenruhe gebrochen zu haben. Es sei erneut mit Artillerie geschossen worden, obwohl die Waffen längst von der Front hätten abgezogen sein müssen, sagte Alexander Hug von der OSZE. Auch sei die Arbeit seiner Organisation von beiden Kriegsparteien behindert worden.

Hug sagt, dass alle Seiten darüber nachdenken müssten, ob ein neues Abkommen notwendig sei, um die drängendsten Fragen zu regeln. Die Ukraine und die Separatisten hatten im Februar 2015 in Minsk einen Friedensplan ausgehandelt. Dieser wird nur sehr langsam umgesetzt.

Russlands Vizeaußenminister Grigori Karassin kritisierte, dass die ukrainische Regierung nicht gewillt sei, mit den Separatisten zu sprechen. Die Ukraine wirft Russland vor, die Aufständischen zu unterstützen und so zu verhindern, dass der Friedensplan umgesetzt wird.