Flüchtlinge warten an der deutsch-österreichischen Grenze. © Christof Stache/AFP/Getty Images

Das Bundeskriminalamt (BKA) und Landesbehörden ermitteln landesweit gegen 19 mutmaßliche Islamisten. Sie seien mit den Flüchtlingen nach Deutschland gekommen, meldete die Nachrichtenagentur AFP. Laut BKA sollen einige der Verdächtigen terroristische Organisationen unterstützen, bei anderen handele es sich um mutmaßliche Kriegsverbrecher. "Genaueres können wir noch nicht sagen, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt", sagte eine Sprecherin des BKA auf Anfrage von ZEIT ONLINE. Damit ein solches Verfahren überhaupt erst eingeleitet werde, müsse das Verdachtsmoment schon hinreichend groß sein. Das BKA führe insgesamt vier der eingeleiteten Verfahren, für die anderen 15 seien die jeweiligen Landesbehörden zuständig.

Insgesamt gingen laut BKA bei den Behörden bisher 232 Hinweise auf mutmaßliche Kämpfer oder Angehörige, Unterstützer sowie Sympathisanten islamistischer Terrororganisationen ein. Die Tipps stammten dabei unter anderem von Flüchtlingen in Asylverfahren. Den Hinweisen gehen Polizei und Verfassungsschutzbehörden dem BKA zufolge "in jedem Einzelfall unverzüglich nach." Dabei stünden sie "auch mit europäischen und internationalen Partnern in engem Austausch."

Oft stelle sich dabei auch heraus, dass es sich um falsche Verdächtigungen oder um Verwechslungen handele, sagte die Sprecherin des BKA.

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