In Köln ist ein Mann festgenommen worden, dem ein Sexualdelikt in der Silvesternacht vorgeworfen wird. Der 26-jährige Algerier soll aus einer Gruppe heraus eine Frau sexuell genötigt und dabei ihr Handy gestohlen haben, sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer. Er sei mit einem weiteren Mann festgenommen worden, der auch ein Handy gestohlen, aber kein Sexualdelikt begangen haben soll. Die Männer sind in einer Asylunterkunft in Kerpen nahe Köln gemeldet.

In der Silvesternacht hatte es in Köln insgesamt 883 Sexualdelikte und Diebstähle gegeben. Bisher seien 766 Strafanzeigen gestellt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die hat bisher 21 Beschuldigte ermittelt, von diesen sitzen acht in Untersuchungshaft. Bisher war es der Polizei aber nicht gelungen, eine Person festzunehmen, die ein Sexualdelikt begangen haben soll.

Bei dem 26-jährigen Algerier sei ein Mobiltelefon gefunden worden, das einer Frau gehört, die in der Silvesternacht sexuell belästigt worden war. Sie sei gegen halb zwei Uhr morgens in der Nähe des Hauptbahnhofes von einer Gruppe Männer umzingelt worden. Diese hätten ihr an die Taille und an den Po gegriffen. Während die Frau in Panik war, sei ihr das Telefon gestohlen worden, berichtet die Bild-Zeitung.