Bei McDonald's wird es vorerst keinen Hamburger aus Biofleisch mehr geben. Die Fastfood-Kette hatte im Oktober und November zwischenzeitlich den "McB" im Angebot und dafür mehrere hundert Tonnen Bio-Rindfleisch verbraten. Bereits vor dem Verkaufsstart des Bio-Burgers machte McDonald's klar, es handele sich lediglich um einen siebenwöchigen Testlauf. Für mehr habe das Angebot auf dem Fleischmarkt leider nicht ausgereicht.

Das Echo in den vergangenen zwei Monaten sei zwar positiv gewesen, aber der "McB" sei "noch kein Produkt im Angebot für alle Gäste. Bio sei noch eine Nische, hieß es aus der deutschen McDonald's-Zentrale in München. Zuvor hatte die Online-Ausgabe des Medien- und Marketing-Fachmagazins Horizont darüber berichtet.

Der Burger hatte den Namen Bio-Burger eh nicht tragen dürfen, da nicht alle Zutaten des Burgers aus biologischen Anbau gekommen waren. So kamen beispielsweise Soße und Burgerbrötchen aus konventioneller Herstellung. "Es ist uns aktuell nicht möglich, alle Zutaten in der von uns benötigten Menge, Qualität und Regelmäßigkeit aus ökologischer Landwirtschaft zu beziehen", hieß es in dem Konzern. McDonald's hat sich den Vorwurf gefallen lassen müssen, den Versuch, ein Bioprodukt auf den Markt zu bringen, nicht umfassend verfolgt zu haben. 

Mit seinem Bio-Angebot hatte McDonald's auch auf den Erfolg neuer Burger-Ketten reagiert. Deutschland-Chef Holger Beeck hatte zum Start des siebenwöchigen Probelaufs im Herbst gesagt: "Wir haben das Ziel, eine Bio-Linie zu etablieren. Entscheidend ist aber am Ende natürlich die Akzeptanz beim Gast." Bio werde es bei McDonald's aber dennoch noch weiterhin immer wieder geben, nur nicht in Form von Fleisch.

McDonald's hat in Deutschland derzeit 1.478 Schnellrestaurants und beschäftigt rund 58.000 Mitarbeiter.