Das Flugzeug der Daallo Airlines nach der Notlandung in Mogadischu © STR/AP Photo/dpa

Bei dem Bombenanschlag in einem somalischen Passagierflugzeug am Dienstag hat sich der Attentäter selbst aus der Maschine gesprengt. Er sei durch ein von ihm verursachtes Loch im Rumpf herausgeschleudert worden, teilten die somalischen Sicherheitsbehörden mit. Die Bombe habe alle Menschen an Bord töten sollen, sagte der somalische Verkehrsminister Ali Ahmed Jama in Mogadischu zum vorläufigen Stand der Ermittlungen. Der Attentäter, dessen Körperteile etwa 30 Kilometer nordöstlich von Mogadischu gefunden wurden, sei identifiziert. Hinter dem Anschlag stehe die somalische Terrormiliz Al-Shabaab, sagte der Verkehrsminister.

Die Explosion in dem Airbus A321 der Daallo Airlines hatte sich rund 15 Minuten nach dem Abflug von Mogadischu in Richtung Dschibuti ereignet. Der Pilot konnte in Mogadischu notlanden. Nur zwei der 74 Passagiere wurden verletzt, an Bord befand sich auch Somalias stellvertretender UN-Botschafter Awale Kullane.

Der 55-Jährige Attentäter soll an Bord einen Sprengsatz gezündet und auch in seinem Laptop Sprengstoff versteckt haben. Durch die Sicherheitskontrollen in Mogadischu sei er vermutlich nur gekommen, weil er Hilfe durch das Flughafenpersonal bekam. Sechs Beschäftigte seien festgenommen worden.

Somalia kämpft seit Jahren mit der islamistischen Extremistengruppe Al-Shabaab. Die Miliz hat eine Reihe von Anschlägen in dem Land verübt. Zu diesem Anschlag bekannte sie sich bisher aber nicht.